Posts mit dem Label glaubensleben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label glaubensleben werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 5. Januar 2012

Wieder was katholisches

Dies Gebet kann man natürlich auch beten wenn man noch jünger ist :-)

Gedicht Teresia von Avila (1515 - 1582)

Gebet des älter werdenden Menschen

O Gott, Du weisst besser als ich, dass ich von Tag zu Tag älter und eines Tages alt sein werde.
Bewahre mich vor der Einbildung, bei jeder Gelegenheit und zu jedem Thema etwas sagen zu müssen.


Erlöse mich von der grossen Leidenschaft, die Angelegenheiten anderer ordnen zu wollen. Lehre mich, nachdenklich aber nicht grüblerisch,
hilfreich aber nicht diktatorisch zu sein.


Bei meiner ungeheuren Ansammlung von Weisheit erscheint es mir ja schade, sie nicht weiterzugeben - aber Du verstehst, o Gott, dass ich mir ein paar Freundinnen erhalten möchte.

Bewahre mich vor der Aufzählung endloser Einzelheiten und verleihe mir Schwingen, zur Pointe zu gelangen.

Lehre mich schweigen über meine Krankheiten und Beschwerden.
Sie nehmen zu - und die Lust, sie zu beschreiben, wächst von Jahr zu Jahr.

Ich wage nicht, die Gabe zu erflehen, mir die Krankheitsschilderungen anderer mit Freuden anzuhören, aber lehre mich, sie geduldig zu ertragen.

Lehre mich die wunderbare Weisheit, dass ich mich irren kann.

Erhalte mich so liebenswert wie möglich. Ich möchte keine Heilige sein - mit ihnen lebt es sich so schwer -, aber eine alte Griesgrämin ist das Krönungswerk des Teufels.

Lehre mich, an anderen Menschen unerwartete Talente zu entdecken, und verleihe mir, o Gott, die schöne Gabe, sie auch zu erwähnen.

Teresia von Avila (1515 - 1582)

Freitag, 14. Oktober 2011

Täter des Worts

Hier ein älterer Artikel von mir.


Täter des Worts

[Jak 1,21] Deshalb legt ab alle Unsauberkeit und das Übermaß der Schlechtigkeit, und nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu erretten vermag!
[Jak 1,22] Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen!
[Jak 1,23] Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel betrachtet.
[Jak 1,24] Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war.
[Jak 1,25] Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein.

21 Darum leget ab alle Unsauberkeit und was zu viel und also böse ist, und nehmet mit Sanftmut das eingepflanzte Wort an, welches kann eure Seelen selig machen (retten).

22 Seid aber Täter des Worts und nicht nur Zuhörer, die sich selbst betrügen.

23 Denn so jemand ist ein Zuhörer des Worts und nicht ein Täter, so ist dieser gleich einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel betrachtete;

24 denn er betrachtete sich und ging davon und vergaß bald, wie er beschaffen war.

25 Wer aber hineingeschaut hat in das vollkommene Gesetz, (nämlich) der Freiheit, und (darin) beharrt, dieser, da er nicht ein vergeßlicher Zuhörer geworden ist, sondern ein wirklicher Täter, dieser wird selig in seinem Tun sein.

Ich verstehe diese Verse so.

Vers 21Empfangt das in euch eingepflanzte Wort mit Sanftmut.
Vers 22 Hört aber nicht nur kurz und oberflächlich, sondern hört so lange bis das Wort Glauben in euch wirkt.
-(Röm.10,17 Der Glaube kommt also aus dem Hören der Botschaft und die Verkündigung aus dem Wort von Christus.)-
Wenn Ihr dann glaubt, dann wird der Glaube Werke haben.

Vers22b+ 23
Denn wen jemand nur kurz und oberflächlich hört und nicht so lange hört, bis das Wort Glaube und Tat hervorbringt, der betrügt sich selbst und ist wie ein Mensch der nur kurz in den Spiegel schaut, weggeht und vergisst wie er in Wirklichkeit aussieht.

Vers 24 Er hat zwar gesehen wie er wirklich aussieht, ging aber in sein natürliches Leben und vergas wie er aussah.

Samstag, 3. September 2011

Autorität 3

Zuerst ein Ausschnitt aus dem vorigen Artikel.



Das Beten hat zwei Phasen

Die erste ist die, in der du zum Vater gehst. Dafür brauchst du Zeit. Das dauert. Da musst du Gemeinschaft mit ihm haben. Da musst du sein Herz suchen, immer mehr mit ihm zusammenwachsen.
Und dann, das ist Phase zwei, gehst du raus, und der Vater steht hinter dir, und dann gibst du die kurzen, präzisen Anweisungen - und dann passiert was.

So hat es auch Jesus gemacht. Wir sehen das, als er in die Situation mit dem dämonisierten Jungen hinein kam, dem seine Jünger nicht hatten helfen können. Er führt ein kurzes Diagnosegespräch mit dem Vater, der Dämon fängt an zu wüten und Jesus sagt: "Schluss! Ruhe! Raus aus dem Jungen und nie wieder hinein!"
Der Dämon sträubt sich noch, wie ein Spieler, der gerade die rote Karte gesehen hat, aber dann geht er und das Kind ist fit und gesund.


Diese beiden Phasen werden oft durcheinander geworfen.
Wir verbringen sehr viel Zeit damit, mit Gott über unsere Schwierigkeiten, und die Schwierigkeiten der ganzen Welt zu reden.
Wir verbringen verhältnismäßig wenig Zeit damit zu hören, was Gott getan hat um die Probleme zu beseitigen.

Donnerstag, 1. September 2011

Autorität 2

Harald Sommerfeld: Der Schiedsrichter Teil 2 - wie wir mit Vollmacht beten

Dies ist die Fortsetzung des Artikels Harald Sommerfeld: Der Schiedsrichter - wie wir unsere Vollmacht erkennen

Jesus hat seinen Jüngern ganz am Ende, als er sie verlassen musste, gesagt: "Bisher hab ihr nichts gebeten in meinem Namen. Aber jetzt..."
Als Jesus sagte, dass die Jünger in seinem Namen beten werden, da meinte er nicht, dass sie am Schluss des Gebetes die Formel "im Namen Jesu" einfügen werden. Er meinte keine liturgische Form. Er sagte auch nicht: "Ihr werdet an mich appellieren, als den übergeordneten Schiedsrichter." Sondern er sagt: "Ihr seid an meiner Stelle hier. Ihr seid jetzt in meinem Namen, mit der Autorität, die ich habe, auf der Erde, weil ich wieder zum Vater gehe."



Ich weiß, dass nicht alle das leicht glauben können, es ist ein Bewusstsein, das uns in Mitteleuropa über Jahrhunderte aus dem Blick entschwunden ist. Aber es steht so in der Bibel, und jetzt wird es an vielen Orten gleichzeitig wieder entdeckt.
"So wie der Vater mich gesandt hat, so sende ich euch. Ihr seid jetzt meine Vertreter, meine Repräsentanten. In meinem Namen handeln heißt, dass ihr in Situationen hineingeht und den Willen des Vaters befehlt."

Viele Worte im Gebet können manchmal Ausdruck für wenig Glauben sein. Man redet ellenlang drum herum, anstatt präzise auf den Punkt zu kommen.
Das heißt nun allerdings nicht, dass unsere Gebete immer kurz sind. Es gibt mehr zu entdecken im Gebet als die Fürbitte.
Jesus sagt in Matthäus 6, 7:
"Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn sie meinen, sie werden erhört um ihrer vielen Worte willen." "Seid lieber kurz und präzise", meint Jesus, "denn ein endloser Redeschwall ist etwas für die Heiden."
Aber vorher sagt Jesus:
"Du aber, wenn du betest, geh in dein Kämmerlein und schließ deine Türe zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir vergelten öffentlich." (Vers 6)

Das Beten hat zwei Phasen

Die erste ist die, in der du zum Vater gehst. Dafür brauchst du Zeit. Das dauert. Da musst du Gemeinschaft mit ihm haben. Da musst du sein Herz suchen, immer mehr mit ihm zusammenwachsen.
Und dann, das ist Phase zwei, gehst du raus, und der Vater steht hinter dir, und dann gibst du die kurzen, präzisen Anweisungen - und dann passiert was.

So hat es auch Jesus gemacht. Wir sehen das, als er in die Situation mit dem dämonisierten Jungen hinein kam, dem seine Jünger nicht hatten helfen können. Er führt ein kurzes Diagnosegespräch mit dem Vater, der Dämon fängt an zu wüten und Jesus sagt: "Schluss! Ruhe! Raus aus dem Jungen und nie wieder hinein!"
Der Dämon sträubt sich noch, wie ein Spieler, der gerade die rote Karte gesehen hat, aber dann geht er und das Kind ist fit und gesund.

Das ganze hatte eine Vorgeschichte. Die Nacht davor hatte Jesus auf einem Berg verbracht. Auf diesem Berg hat er gebetet, Zeit verbracht mit seinem Vater im Himmel. Das, was in dieser Nacht auf dem Berg passiert ist zeigt, wie Jesus gebetet hat, wenn er lange Gemeinschaft mit dem Vater hatte. Er hat keine Gebetsliste mit auf den Berg geschleppt, um Punkt für Punkt durchzubeten, viele Worte darüber zu machen...
Stattdessen hat er intensiv den Heiligen Geist aufgenommen, sich in der Herrlichkeit Gottes ausfüllen lassen mit aller notwendigen Kraft und Freude. Jesus verstand es so meisterhaft, die Nähe des Vaters zu suchen, dass sein Gesicht anfing zu leuchten und seine Kleider weiß wurden. Das kann die Folge sein, wenn man die Herrlichkeit Gottes in sich aufnimmt.
Jesus hat auch das Wort des Vaters empfangen, in diesem Fall hat der Vater durch Mose und Elia sein Wort ausgesprochen. Wir haben ja Mose und Elia in unserer Bibel, und noch vieles darüber hinaus. Jesus hat das auch oft getan, die Weisung des Vaters aus der Schrift zu holen und zu empfangen. So kann man den Willen des Vaters kennen lernen.
Das dritte: Der Vater sprach aus der Wolke: "Das ist mein lieber Sohn." Jesus hat sich neu lieben lassen von seinem Vater, hat sich das neu zusprechen lassen, dass er der liebe Sohn des Vaters war. Das hat ihm gut getan. Der Vater hat auch gesagt: "Den sollt ihr hören", womit er noch einmal die Autorität bestätigt hat. Er hat bestätigt: "Du bist in meinem Namen auf der Erde und ich stehe zu dir und die Leute sollen dich hören. Wer sich gegen dich stellt, stellt sich gegen mich."

Das hat Jesus in der Zeit des Gebetes getan und empfangen. Beten ist so schön, wenn man so betet. Das ist nicht langweilig, trocken, da schaut man nicht auf die Uhr, ob die Stunden wohl bald vorbei sein werden.
Wenn man Gottes Wort in sich aufnimmt, entdeckt, was er alles an guten Dingen uns zugedacht hat, wenn man in seiner Herrlichkeit verweilt und sie in sich aufnimmt, wenn man empfängt, dass der Vater einen lieb hat, dass er Autorität gegeben hat.
Dann kann man hinunter gehen ins Tal wie Jesus und so mit Bewusstsein der Autorität erfüllt sein, dass man einfach anordnet: "Schluss hier, du Dämon. Raus aus dem Jungen."

Die Jünger kamen ja später und fragten, warum es bei ihnen nicht geklappt hatte. Sie wussten ja, dass die Autorität ihnen schon früher verliehen worden war. Jesus hatte sie ihnen gegeben: Autorität über alle Dämonen.
Jesus sagt ihnen, dass ihr Bewusstsein der Autorität in der Situation nicht stark genug war. Die Vorbereitung war mangelhaft. "
Diese Art fährt nur aus durch Beten."
Damit meinte er
nicht, dass die Jünger hätten stundenlang mit diesem Jungen beten sollen. Er meint, dass ihnen die Stunden der Gemeinschaft mit dem Vater fehlten. Sie hätten sich neu die Autorität bestätigen lassen, sich lieben lassen, erfüllen lassen sollen. Wenn sie wie Jesus die Nacht in der Gegenwart Gottes verbracht hätten, wäre diese Autorität für sie genauso abrufbar gewesen.

Ein anderes Beispiel aus Apostelgeschichte 9: Petrus wird zu einer Frau gerufen, die gestorben ist. Er hört unausgesprochen den Wunsch der Gemeinde, er solle doch etwas tun, damit diese Tabitha wieder lebendig wird.
Eine nicht geringe Herausforderung. Petrus spürt wohl: "Das kann ich nicht von Null auf Hundert." Deswegen tut er Folgendes: Er sorgt zuerst dafür, dass er Ruhe hat, indem er alle rausschickt. Es gibt manchmal Situationen, in denen man alle Mitleidigen und Neugierigen rausschicken muss. Die würden einen nur in die Krisen hineinreden.
Nachdem er also allein ist, heißt es, dass er betete. Und
dann drehte er sich zu dem Leichnam. Das heißt, er hatte sich vorher abgewandt. Petrus spürte, dass sein Bewusstsein der Autorität bei solch einer Herausforderung in den Keller sank. "Wenn ich mir jetzt die ganze Zeit die tote Frau anschaue, dann kriege ich hier überhaupt nichts mehr auf die Reihe."
Deshalb hat er sich von den Tatsachen abgewandt und sich ganz Gott zugewandt. Er hat einfach Gott angebetet, sich der Liebe des Vaters neu vergewissert. Er hat sich erinnert an die Dinge, der er schon mit Gott erlebt hat, das, was er bei Jesus gesehen hat, an das, was im Wort steht.
Dann, als er sich so aufgebaut hatte, heißt es, dass er sich umdrehte und sagte: "Tabitha, steh auf." Und sie stand auf.

Nun wirst du wahrscheinlich nicht gleich mit einer Verstorbenen beginnen, wenn du das umsetzen willst, was ich hier darlege. Aber nimm doch mal eine Rechnung, die kommt, und für die du nicht das Geld hast.
Wenn du die Rechnung auf den Tisch legst, dich davor hinsetzt und genau die Zahl anschaust, und dann anfängst zu beten, dann geht dein Bewusstsein der Autorität in den Keller. "Herr, so viel Geld habe ich doch gar nicht, wie soll ich das jetzt bezahlen? Wie soll das gut gehen?" Wenn du eine, zwei oder drei Stunden ständig um diese Rechnung herum betest, dann wirst du es möglicherweise nicht schaffen, genug Bewusstsein der Autorität aufzubauen, um hier einen Sieg zu erringen.
Du musst erst mal der Rechnung den Rücken drehen und dich daran erinnern, wie oft der Vater dir geholfen hat. Wie gut er zu dir ist. Wie viele Verheißungen in der Bibel stehen. Du musst seine Liebe empfangen. Dich in der Gegenwart Gottes erfrischen und dein Bewusstsein der Autorität wieder aufrichten lassen.
Dann erst, dann kannst du dich zu der Rechnung umdrehen und sagen: "Im Namen Jesu befehle ich, dass das Geld kommt, um diese Rechnung zu bezahlen." Und dann wartest du, dass es geschieht.

Die Autorität ist schon da

Du brauchst ein
Bewusstsein der Autorität. Du hast Autorität. Viel mehr, als du ahnst, aber das Bewusstsein muss noch wachsen. Das muss bei jedem von uns noch wachsen. Keiner von uns hat das bereits in dem Maße, in dem es eigentlich biblisch gedeckt wäre. Aber wir wachsen darin und ich habe in der letzten Zeit immer häufiger von verschiedenen Seiten gehört, dass sich dieses Bewusstsein entwickelt und dass die Folgen sichtbar werden. Immer mehr Christen geben sich nicht mehr damit zufrieden, Opfer zu sein, sich übel mitspielen zu lassen, und genau das meint Jesus. Dieses Bewusstsein der Autorität muss in uns wachsen, und das ist das, was die Bibel Glauben nennt.

Jesus sagt: "Habt den Glauben Gottes. Habt das Bewusstsein, dass ihr die Autorität Gottes habt. Wahrlich, ich sage euch, wenn jemand zu diesem Berge..."
An dieser Stelle haben wir oft falsche Vorstellungen vom Glauben. Jesus meint nicht: "Stell dich vor einen Berg und befiehl ihm, sich ins Meer zu werfen. Und dann glaube ganz fest daran, dass der Berg sich ins Meer verfügt. Und dann schaust du nach: Bewegt er sich schon einen Millimeter? Hmmm, noch nicht, also vielleicht hat es noch nicht funktioniert, also beobachtest du die ganze Zeit den Berg und versuchst zu glauben, strengst dich an, dass der sich endlich bewegt."
Wenn ein Schiedsrichter auf dem Platz ein Foul beobachtet, dann sagt er nicht: "Oh, jetzt glaube ich ganz fest, dass die einen Elfmeter ausführen" und kneift alles zusammen vor Anstrengung. "Jetzt glaub ich, dass die einen Elfmeter ausführen, trotz der Umstände. Es sieht zwar nicht so aus, aber ich glaube fest daran!"
Der Glaube des Schiedsrichters fängt viel früher an. Er geht nämlich von vorne herein mit dem Bewusstsein auf den Platz: "Hier passiert, was ich pfeife. Weil ich dafür delegiert bin. Wenn ich was sage, steht der Fußballbund dahinter. Hier habe ich die Autorität, zu entscheiden."
Wenn er mit diesem Bewusstsein in die Situation geht, ist der Elfmeter nur einer von vielen Fällen, in denen er seine Autorität praktiziert und einsetzt.

Jesus sagt nicht "...und glaubt, dass der Berg sich ins Meer hebt...", sondern er sagt: "...und glaubt, dass geschehen wird, was er sagt...".
Du musst ein Bewusstsein entwickeln, dass deine Worte Kraft haben, wenn du im Namen Jesu, also im Auftrag Jesu, redest.
Leider haben deine Worte auch manchmal Kraft, ohne dass du dieses Bewusstsein hast. Du sagst: "Auf mich hört nie einer" und dann wunderst du dich, dass auf dich nie einer hört. Du sagst "Alle sind gegen mich" und wunderst dich, dass alle gegen dich sind. Du sagst "Bei mir geht immer alles schief" und wunderst dich, dass bei dir immer alles schief geht. Du sagst: "Alle erleben Gott, aber ich spüre nie was" und wunderst dich, warum du nie etwas spürst.

Manches in unserem Leben ist das Resultat dessen, was wir früher ausgesprochen haben

Fang an, anders zu reden, und du wirst sehen, dass im Verlauf der Monate dein Leben sich positiv verändert. Du wirst erleben, dass die Autorität deiner Anordnungen auch dein eigenes Befinden betrifft.
Jesus sagt hier: "Hab doch die Erwartung, dass das passiert, was du verfügst. Wenn du weißt, wer du bist, nämlich ein Kind Gottes, wenn du weißt, was du verfügst, nämlich das Wort Gottes, dann erwarte doch, dass das Wort Gottes in deinem Mund Kraft hat. Dann rechne doch damit, dass das passiert, was du anordnest, egal, ob der Berg sich sofort bewegt oder nicht."

Wenn wir zum Beispiel um Heilung beten, dann ist das Entscheidende nicht, dass wir sagen: "Ich glaube jetzt ganz fest, jetzt muss ich alle fünf Minuten nachschauen, ob das Fieber schon weg ist, ob die Krankheit gewichen ist." Oder alle paar Minuten in unseren Körper hineinhorchen, ob sich was bewegt oder nicht.
Nein, stattdessen ist es wichtig, dass wir wissen, wozu Gott uns gesandt hat, dass er etwas versprochen hat und dass wir dieses Wort ergreifen. Dieses Wort gilt nämlich auch, wenn es manchmal nicht zur sofortigen Ausführung kommt. Jesus sagt deshalb im nächsten Satz: "...glaubt, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch werden."

Das ist der Moment, in dem der biblische Glaube für manche so verwirrend wird. Glaube, dass du es
schon hast, und dann kommt es. Da denkt man: Wie kann einer sagen, "ich habe Heilung empfangen", wenn?s noch weh tut? Da ist doch alles durcheinander, das stimmt doch dann gar nicht.

Vielleicht kann dir dieses Beispiel helfen, das zu verstehen.
Jemand ruft in eine Konferenzschaltung der Fußballübertragung von mehreren Spielen hinein: "Strafstoß in Rostock." Die Regie schaltet um auf den Fußballplatz in Rostock. Du rechnest mit einem Strafstoß, weil der Reporter das eben gesagt hat, und stattdessen sieht das Fernsehbild nach allem aus, nur nicht nach Strafstoß.
Du weißt, dass der Ball beim Strafstoß auf dem Elfmeterpunkt zu liegen hat, aber er liegt irgendwo im Feld. Der Torwart hat im Torbereich zu sein, aber er läuft außerhalb des Spielfeldes herum. Du weißt, dass alle Spieler außer dem ausführenden Schützen den 16-Meterraum verlassen haben müssen, aber die stehen wild diskutierend um den Schiedsrichter herum.
"Das ist doch kein Strafstoß", sagst du. "ich weiß doch, wie ein Strafstoß aussieht, so doch nicht."
Wie konnte der Reporter sagen: "Strafstoß in Rostock?"
Ganz einfach. 30 Sekunden vorher hat der Schiedsrichter gepfiffen und auf den Punkt gezeigt. Der Zeitpunkt, in dem ein Strafstoß gegeben wird, ist nicht der Zeitpunkt, an dem er ausgeführt wird. Als Fußballfreund zumindest verstehst du das. Manchmal liegen nur zwanzig Sekunden zwischen dem Moment, in dem er gegeben wird und der Ausführung, manchmal kann es sehr lange dauern, weil die Spieler rebellieren. Und trotzdem weißt du die ganze Zeit: Strafstoß in Rostock - auch bevor es überhaupt danach aussieht auf dem Platz. Du weiß aber, dass das gültig ist, was der Schiedsrichter eben entschieden hat.

So ist der Zeitpunkt, an dem eine Heilung gegeben wird nicht unbedingt der, an dem sie ausgeführt wird. Der Zeitpunkt, an dem dir die Bekehrung deines Kindes gegeben wird ist nicht unbedingt der, an dem das Kind tatsächlich Buße tut und umkehrt. Du kannst in deinem Herzen bereits die Gewissheit empfangen, dass du die Errettung des Kindes hast, obwohl dein Junge am nächsten Tag den größten Müll anstellt. Trotzdem weißt du: "Mein Kind ist ein Kind Gottes, das ist eine abgemachte Sache. Also erwarte ich, dass es ausgeführt wird."
Das kann Tage, Monate, manchmal Jahre dauern. Wir werden aber erleben, dass wir die Resultate immer schneller sehen. Wir müssen nur beim Beten lernen, dass der Zeitpunkt, an dem etwas gegeben wird, nicht immer der Zeitpunkt ist, an dem es ausgeführt wird. Wir dürfen Dinge als geklärt ansehen, bevor es sichtbar ist, dass sie geklärt sind.
Warum? Weil wir Gottes Regeln kennen, weil wir wissen wer wir in ihm sind, weil wir etwas in diesem Bewusstsein und dieser Autorität anordnen und Gewissheit haben, dass der Himmel hinter uns steht.
Wir verfügen: "So gilt es jetzt" und dazu stehen wir.

Der kritische Punkt

Dann kommt der kritische Moment für den Glauben, so wie der kritische Moment für den Schiedsrichter nach dem Pfiff kommt. Dann kommen nämlich die Spieler und wollen irgendwelche Diskussionen entfachen. Es gibt nämlich in den Regeln des DFB eine Bestimmung, dass der Schiedsrichter eine Entscheidung ändern darf, wenn sie falsch war oder wenn er es für nötig hält, auch auf einen Hinweis eines Schiedsrichterassistenten hin. Das wissen die Spieler: Wenn sie den Schiedsrichter in dem Moment weich kochen, kann er seine Anordnung ändern. Das Publikum hilft und brüllt mit 50.000 Stimmen den Schiedsrichter nieder...
Wenn du im Namen Jesu Entscheidungen triffst, passiert manchmal das gleiche. Manchmal wird die Situation erst mal schlimmer, quasi zum Hexenkessel eines Fußballstadions. Das ist sogar in gewisser Hinsicht ganz gut.
Wenn nämlich gar nichts passiert, kann es sein, dass die Spieler deinen Pfiff nicht gehört haben. Sie spielen einfach weiter wie vorher.
Manchmal passiert es, dass erst mal ein paar Dämonen auftauchen und dich umringen. Die versuchen, dich in deiner Regelkenntnis irre zu machen: "Bist du wirklich sicher, dass Gott das gesagt hat? Bist du wirklich sicher, dass seine Verheißung ausgerechnet in deinem Leben zutrifft? Vielleicht soll das ja gar nicht so sein?"

Kennen wir diese Situation? Nachdem du etwas entschieden hast, einen Schritt im Glauben gemacht hast, prasseln die Zweifel auf dich ein. Zurückweisung. Widerstand.
"War meine Entscheidung vielleicht doch nicht richtig? Sollte ich das abmildern, auf Abstoß statt Elfmeter?"
Wenn du das zwanzig Mal so gemacht hast, dann hat der Feind irgendwann den Fuß fest in der Tür. Diesbezüglich ist er clever. So wie es Bauernschläue gibt, gibt es Dämonenschläue. In einigen Dingen sind die geschickt. Wenn du ständig hin und her schwankst, etwas entscheidest, und dann wieder revidierst, weil du überlegst, ob du nicht etwas zu viel Autorität angenommen hast - das merken sie. Dann sagen sie: "Dem lassen wir nichts mehr durchgehen. Wenn wir nur genug den Druck erhöhen, gibt er immer nach."

Deshalb müssen wir es lernen, diese Standfestigkeit eines guten Schiedsrichters zu bekommen, der Charakter beweist. Wenn er eine Entscheidung getroffen hat, steht er dazu. Er wusste, dass er die Autorität des DFB hatte, als er etwas verfügte, und dazu steht er jetzt. Egal, was passiert, er steht, bis das, was er angeordnet hat, sichtbar wird, ausgeführt wird.
Solche Leute sollen wir werden im Gebet.

Das Beispiel mit den Schiedsrichtern hat hoffentlich die Sache etwas veranschaulicht. Es sollte dir helfen, zu verstehen, wer du eigentlich als Jünger Jesu Christi bist. Du hast Autorität und Deine Aufgabe ist es, den Willen Gottes auf dieser Erde anzuordnen.
Es geht um mehr als um ein Spiel, so anschaulich auch der Vergleich mit dem Fußball sein mag. Dass du Zeit mit Gott und seinem Wort verbringst, um dein Bewusstsein der Autorität aufzubauen, immer mehr in den Willen Gottes hineinzuwachsen, das kann über Leben und Tod in deiner Umgebung entscheiden. Es kann über Himmel und Hölle, Segen und Fluch entscheiden, dass wir lernen, Schiedsrichter zu sein im Namen des Herrn.
Unsere Welt braucht Leute, die bereit sind, Gott zuzutrauen, dass er wirklich hinter ihnen steht. Menschen, die bereit sind, in Situationen hinein zu gehen und zu entscheiden, auch wenn sie sich bei 50.000 Leuten unbeliebt machen. Menschen, die stehen für das, was Gott ihnen gezeigt hat. Sie kommen aus der intensiven Gemeinschaft mit ihrem Herrn und haben die Gewissheit: "So ist es, dafür stehe ich im Namen Jesu."
Sonst hört das Foulspiel auf dieser Welt nie auf. Wenn wir nicht auf Erden binden, wird es nicht im Himmel gebunden sein. Wenn wir nicht hingehen im Namen Jesu und Dinge verfügen, für Menschen, die es noch nicht über sich selbst verfügen können, die einen Schiedsrichter brauchen, der sie in Schutz nimmt - dann wird der Feind sie ungehindert weiter misshandeln. Es gibt so viele Menschen um uns herum, die das dringend und bitter nötig brauchen, dass wir sie so in Schutz nehmen, damit sie nicht weiter vom Feind getreten und gequält und bespuckt werden. Diese Leute können in deiner Familie, deiner Schulklasse, in deiner Arbeitsstelle um dich herum sein.

Es geht hier nicht um just for fun, es geht um das Leben deiner Mitmenschen. Bestürme den Herrn und sage: "Zeig mir mehr, was meine Autorität ist, zeig mir mehr, wozu meine Kraft da ist, zeig mir mehr, was dein Wille für mein Leben und die Menschen um mich herum ist."
Es geht darum, dass wir dann den Mut haben, solche Schiedsrichter zu sein, die sich in Situationen hinein begeben, in denen sonst niemand Glauben hat. Dort, wo alles durcheinander geht, sagen sie: "Mein Gott steht hinter mir. Ich bin an seiner Stelle hier. Er hat mich delegiert und ich bin hier, um die Regeln des Himmels durchzusetzen. Dort, wo ich nominiert bin, entscheide ich. Geschehe, Wille Gottes!"

Lasst uns zu solchen Christen heranwachsen, die Schiedsrichter Gottes auf Erden sind. Der Himmel steht hinter uns.

Mittwoch, 31. August 2011

Über unsere Autorität

Hier wieder ein alter Artilkel von Harald Sommerfeld.

Vielleicht denkt sich jetzt einer
"Das hab ich hier schon 100mal gefunden."
Ich persönlich brauche diese Grundwahrheiten immer wieder.
Also:
Nicht böse sein!!! :-)

Harald Sommerfeld: Der Schiedsrichter Teil 1 - wie wir unsere Vollmacht erkennen

Die wahren (und meist verkannten) Helden des Fußballspiels sind die Schiedsrichter. Manch junger Spieler kommt mit einem Millionärs-Gesichtsausdruck auf den Platz, aus dem man ablesen kann: Ich bekomme mein Geld, auch wenn ich nicht viel tue. Der Schiedsrichter kommt auf den Platz, um etwas zu entscheiden.


Er hat auch eine schier unvorstellbare Autorität. Auf dem Fußballplatz passiert nichts, ohne dass der Mann in Schwarz das zulässt oder will. Der Ball kann zwanzig Mal im Netz landen - so lange der Schiedsrichter nicht das Tor anerkennt, zählt es nicht. Er entscheidet auch, wann das Spiel zu Ende ist - manchmal zum großen Verdruss der einen oder anderen Seite. Der Schiedsrichter hat auch die Autorität jemanden vom Platz zu schicken, bevor das Spiel zu Ende ist. Gleichzeitig ist er jemand, der Anfechtungen überwindet. Er kann sich mit einem einzigen Pfiff 50.000 Menschen zu Todfeinden machen. Manchmal wollen auch eine Menge Spieler mit ihm diskutieren - wehe dem Schiedsrichter, der dann nachgibt.
Der Schiedsrichter hat Autorität auf dem Platz. Er hat die Ausrüstung, die er benötigt - Pfeife, rote und gelbe Karte, Uniform - und er hat den gesamten Deutschen Fußballbund beziehungsweise die Fifa hinter sich.

Unser Leben kann man ja in mancher Hinsicht mit einem Fußballspiel vergleichen. Wenn mancher so auf sein Leben zurückschaut, bevor er Jesus begegnet ist, dann könnte er folgende Bilanz ziehen: "Ich habe mir echt Mühe gegeben, aber irgendwie ist nicht viel herausgekommen. Dann gab es ein paar Mal Unaufmerksamkeiten - und gnadenlos habe ich die Folgen zu spüren bekommen." Mancher, der zu Jesus kommt, bringt eine Menge blauer Flecke mit, weil er viel gefoult worden ist.
Nach der Bekehrung zu Jesus denkt sich mancher von uns: "Jetzt bin ich ein besserer Spieler und gebe mir auch mehr Mühe - und jetzt habe ich endlich einen guten Schiedsrichter der darauf aufpasst, dass ich nicht mehr so viel gefoult werde. Gott ist der Schiedsrichter, ich bin der Spieler."
Nach einiger Zeit merkst du dann, dass diese Pfiffe ausbleiben. Die Enttäuschung macht sich breit: "Warum greift Gott nicht ein, wenn mir so offensichtlich übel mitgespielt wird?"

Es ist ein Trugschluss, dass du der Spieler und Gott der Schiedsrichter ist.

Stattdessen ist - um beim Bild des Fußballs zu bleiben - Gott der Deutsche Fußballbund und du bist der Schiedsrichter. Du bist der, der auf dem Platz die Autorität delegiert bekommen hat. Du hast von Gott Autorität für den Platz dieses Lebens bekommen.
Psalm 115, 16: Die Himmel sind die Himmel des Herrn. Die Erde aber hat er den Menschen gegeben.

Der Fußballbund entscheidet über vieles, was um die Spiele herum, zu ihrer Vorbereitung und auch danach wichtig ist. Aber die 90 Minuten auf dem Fußballplatz hat er die komplette Autorität an diesen einen Mann delegiert.
So ist der Himmel der Himmel des Herrn. Gott hat sämtliche Rahmenbedingungen festgelegt, die Menschen geschaffen, die Erde geformt, uns Regeln gegeben... Gott hat viele Dinge bestimmt, und dann hat er die Erde dem Menschen gegeben.
Matthäus 18, 18: Wahrlich, ich sage euch: Alles, was ihr auf Erden binden werdet, wird im Himmel gebunden sein; alles, was ihr auf der Erde löst, wird im Himmel gelöst sein.
Wahrlich - das deutet immer auf etwas Entscheidendes hin. Jesus sagt hier etwas, was sich die Jünger kaum vorstellen konnten: "Wenn ihr auf Erden etwas bindet, steht der ganze Himmel dahinter!"
So, wie der Fußballbund dahinter steht, wenn der Schiedsrichter jemanden vom Platz stellt - und das weiß der Schiedsrichter - genau so steht der Himmel hinter unseren Entscheidungen. Das macht Jesus seinen Jüngern hier so eindringlich deutlich. "Wenn Ihr auf Erden etwas bindet, zum Beispiel Dämonen, dann sind sie gebunden. Aber wenn Ihr sie nicht bindet, dann spielen sie mit bis zum Ende. Und wenn ihr auf Erden etwas lösen werdet, zum Beispiel Menschen, die gebunden sind, dann steht der ganze Himmel dahinter und sie werden gelöst sein."

Der Befehl

Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden. Das beten wir als Christen regelmäßig im Vaterunser. Das ist im Griechischen noch etwas deutlicher, da gibt es so eine Art Befehlsform in der dritten Person: "Geschehe, Wille Gottes, hier auf Erden - so, wie du im Himmel geschiehst."
In der Zentrale des Fußballbundes geschieht der Wille des DFB. Da setzen sich die Eminenzen zusammen und beschließen. Dort wurden auch die Regeln festgelegt und beschlossen.
Aber im Fußballstadion muss ein Schiedsrichter auftreten und sagen: "Hier geschehe der Wille des Deutschen Fußballbundes. Seine Regeln gelten." Und dann setzt er das durch.

Und so sagt Jesus: "Im Himmel geschieht der Wille des Vaters. Aber auf der Erde geschieht er nur, wenn Menschen in eine Situation hineingehen und sagen: Hier geschehe jetzt der Wille Gottes, hier komme jetzt das Reich Gottes in diese Situation hinein." Wenn Menschen diese Autorität erkennen und begreifen und den Willen Gottes in eine Situation hinein befehlen, dann geschieht er in irdischen Situationen.
Das geschieht nicht nur, aber auch und vorrangig durch Gebet.

Weil das so ist, ist es wichtig zu sehen, was Jesus über das Gebet gesagt hat. Zum Beispiel in Markus 11, 22-25: Und Jesus hob an und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott! Denn wahrlich, ich sage euch, wenn jemand zu diesem Berge spräche: Hebe dich und wirf dich ins Meer, und in seinem Herzen nicht zweifelte, sondern glaubte, dass das, was er sagt, geschieht, so wird es ihm zuteil werden. Darum sage ich euch: Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubet, dass ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden! Und wenn ihr steht und betet, so vergebet, wenn ihr etwas wider jemand habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Fehler vergebe.
Für uns aufgeklärte Mitteleuropäer ist es etwas schwer, mit diesen Vorstellungen umzugehen. Zum Beispiel, dass man zu Bergen spricht. Aber Jesus sagt: "Wenn du betest, sprich das Problem an!" Jesus hatte hier zu einem Baum gesprochen - und der Baum hatte darauf gehört, er war über Nacht verdorrt (siehe Markus 11).
Jesus hat auch zum Wind gesprochen: "Wind, werde still!" Und der Wind musste gehorchen. Wir finden in der Bibel auch Befehle, die zu Sonne und Mond sprechen.
Jesus macht klar: "Wenn ihr etwas verändern wollt auf dieser Welt, dann fangt an, so zu beten. Gebt Anweisungen, wie ein Schiedsrichter." Der Schiedsrichter sagt, was zu geschehen hat und es geschieht. Und Jesus will, dass seine Jünger genau so beten, dass sie Anweisungen geben in Situationen hinein und dann passiert das, was sie befohlen haben.

Ein paar Beispiele, wo es gut ist, das anzufangen, wo man solche Kommandos gibt. Es ist zum Beispiel wichtig, dass du lernst, deiner Seele Kommandos zu geben. Dass du nicht darauf wartest, dass irgend ein Machtwort vom Himmel ertönt, sondern dass du deiner Seele sagst: "Jetzt ist es genug! Sei wieder zufrieden, meine Seele, denn der Herr tut dir gutes! Was betrübst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Heil und mein Gott ist! Lobe den HERRN, meine Seele, und vergiss nicht, was er dir Gutes getan! Kehre wieder, meine Seele, zu deiner Ruhe; denn der HERR hat dir wohlgetan!" (Siehe Psalmen)
Sei der Schiedsrichter über deine Seele. Manchmal musst du sagen: "Stopp. Es reicht!" Du musst lernen, deinen Gedanken, deiner Seele, Befehle zu geben, wenn sie wieder in einer Spirale nach unten sind.

Eine zweite Richtung, in die wir Befehle zu geben haben, sind Dämonen. "Raus!" hat Jesus gesagt - und der Dämon ging. Wenn der Feind kommt, dann müssen wir ihm Widerstand leisten, denn wir haben die Autorität darüber. Der ganze Himmel steht hinter uns, der Himmel führt das aus, aber den Einsatzbefehl, den müssen wir geben. Da muss man den Mut haben, sich vor den Feind hinzustellen, der einen attackiert, und zu sagen: "Ich verwarne dich. Mit mir nicht noch mal! Ich verweise dich des Platzes!"

Vom Neuen Testament her ist es wichtig, dass wir auch lernen, Krankheiten auf diese Art zu befehlen, wenn wir Menschen heilen.
Weißt du, dass Jesus nie in dem Sinn für Kranke gebetet hat, wie wir das of tun? "Vater im Himmel, hilf Du diesem leidenden Menschen... Nein. Jesus ist hingegangen und hat gesagt: "Steh auf!" "Streckt deine Hand aus!" "Ich will, sei geheilt!"
Er sprach entweder zu der Person oder zu der Krankheit, zum Beispiel bei der Schwiegermutter des Petrus. Da hat er das Fieber bedroht - und es ist gegangen. Er hat Ohren geboten: "Tut euch auf!"
Jesus hat Schiedsrichteranweisungen gegeben, wenn er geheilt hat.

Ich weiß, dass es für manchen gewöhnungsbedürftig ist, vor allem die Vorstellung, dass auch wir genau das tun sollten. Aber Jesus sagt, dass es unsere Aufgabe ist. So haben die Apostel gewirkt und die erste Gemeinde. Wir sind Leute, die Kranken die Hände auflegen und es wird besser mit ihnen (Markus 16). Funktioniert das immer? Nein, aber immer öfter.
Seit ich mich, vor allem durch die Erfahrungen mit Benny Hinn und Helmuth Bauer neu festgelegt habe, nicht für die Kranken zu beten, sondern sie im Namen Jesu zu heilen, habe ich Dinge gesehen, die mir früher fremd und unvorstellbar waren. Ich habe noch nicht alles gesehen, was ich sehen will und sehen werde, da kommt noch eine gewaltige Fülle auf mich zu - aber ich habe verstanden, dass es nur so geht: Wir sind Menschen, die andere Menschen heilen.

In dieses Bewusstsein der Autorität wachsen wir hinein

Sicher können sich etliche Leserinnen und Leser überhaupt nichts darunter vorstellen. Du sagst: "Ich werde meinen eigenen Schnupfen nicht los - wie soll ich andere heilen? Aber du wirst staunen, was in zwei oder drei Jahren passiert, wie du da hineinwachsen wirst, weil Christus in dir ist und weil er dich an deinen Platz auf der Erde gesandt hat. So wie der Vater Christus gesandt hat, so schickt Christus dich aus. Und genau so steht er mit seiner Autorität hinter dir - das muss dir nur noch ganz bewusst werden. Es ist schon da, auch wenn du es noch nicht völlig verstanden hast; der Himmel steht schon jetzt hinter dir. Christus lebt schon jetzt in dir. Einige von uns werden Dinge erleben, über die wir selbst noch staunen werden.

Ein heikler Bereich unserer Autorität ist dieser: Wir haben die Autorität, Sünden zu erlassen. Jesus sagt das seinen Jüngern: "Wem ihr die Sünden erlasst, dem sind sie erlassen, wem ihr sie behaltet, dem sind sie behalten."
Das war ja schon eine große Debatte, als er auf der Erde war. Als die vier Männer ihren gelähmten Freund durch das Dach heruntergelassen hatten und Jesus ihren Glauben sah, sagte er: "Deine Sünden sind dir vergeben." Das führte zu großer Aufregung. Die Menschen schimpften: "Gotteslästerung! Das kann doch nur Gott!"
Jesus fragte, was denn leichter sei, zu sagen dass die Sünden vergeben seien oder zu sagen, dass der Mann aufstehen und gehen sollte. Und dann sagt Jesus: "Damit ihr seht, dass ich Vollmacht habe, Sünden zu vergeben, sollt ihr jetzt auch das andere sehen." Also befiehlt er dem Kranken, aufzustehen und zu gehen.
Und dann kommt ein Satz, den wir oft übersehen. Da heißt es in Matthäus 9, 8: "Die Menschen priesen Gott, der solche Vollmacht den Menschen gegeben hat." Das ist bewusst die Mehrzahl. Es betrifft nicht nur Jesus.
Man könnte viel darüber brüten und Bücher damit füllen, wann wir Sünden erlassen oder behalten können und sollen. Aber zwei Situationen will ich zumindest kurz nennen.

Die erste ist die, dass ein Mensch dir gegenüber eine Sünde bekennt oder beichtet. Dann hast du auf jeden Fall vollsten biblischen Rückhalt zu sagen: "Dir ist deine Sünde erlassen und vergeben." Tu das dann auch. Reagiere bitte nicht mit "Wir machen alle ja mal Fehler..." - "Das ist ja nicht so schlimm..." - oder ähnlichem.
Nein. Wenn ein Mensch zu dir kommt, um eine Sünde zu beichten, dann ist es ihm wichtig, dass er etwas loswird. Dann hat ihn das gedrückt und belastet. Dann hast du das Recht, im Namen Jesu zu sagen: "Dir sind deine Sünden vergeben." Tu das - es wird dem Menschen gut tun, ihn befreien und es ist dein Auftrag.
Es gibt einen zweiten Bereich, in dem du auf jeden Fall uneingeschränkte Autorität hast, Sünde zu vergeben: Wenn jemand an dir sündigt.

Ist dir schon mal bewusst geworden, was für eine Autorität du da hast? Du kannst jemandem, der dich beleidigt hat, einfach vergeben - und die Sünde ist weg! Du hast die Fähigkeit, Sünde auszuradieren. Ich würde an deiner Stelle viel Gebrauch davon machen. Solch eine Fähigkeit hat nicht jeder, das haben nur die Söhne und Töchter Gottes. Jesus empfiehlt ausdrücklich das zu tun. "Wenn ihr steht und betet, und ihr merkt, dass ihr etwas gegen jemanden habt, dann vergebt ihm, damit euch der Vater im Himmel auch vergibt." "Vergib uns unsere Schuld, wie wir vergeben unseren Schuldnern."
Das heißt, dass du im Vaterunser betest, dass Gott dich bezüglich deiner Schuld genau so behandeln möge, wie du mit anderen und ihrer Schuld an dir umgehst. Vergebung gehört zum Regelwerk Gottes, und wenn du daraus ausbrichst, ist die Autorität selbstverständlich zumindest gemindert - wenn nicht völlig dahin. Du kannst nicht davon ausgehen, dass es für dich ein spezielles Regelwerk geben wird, in dem es zulässig ist, jemandem nicht zu vergeben. Jesus macht klar, dass Gebet und Groll nicht zusammen gehen können.

Nicht viele Worte

Kurze, knappe Anweisungen - das ist unser Auftrag, so soll unser Dienst aussehen. Wir ordnen an, was zu geschehen hat.

Ein Schiedsrichter pfeift, zeigt auf den Punkt und wartet, bis die Spieler sich beruhigt haben. Die wiederum, weil sie die Autorität nicht haben, werden reden und fuchteln und diskutieren, um die Entscheidung dessen, der Autorität hat, zu verändern.
Der Schiedsrichter wird, wenn er seinen Job richtig macht, nicht diskutieren. Er kennt die Regeln, er wendet sie an und er bleibt fest in seiner Entscheidung. Wenn jemand weiß, dass er Autorität hat, dann trifft er eine Verfügung und dann passiert das, was er angeordnet hat.

Sollten wir vielleicht manchmal aufhören, wie Spieler zu beten und anfangen, wie Schiedsrichter zu handeln?
Wenn du vor einem Berg stehst, so wie Jesus das sagt, und du erklärst: "Lieber Berg, du störst mich schon lange, ich weiß, dass es dir im Meer vielleicht nicht so gut gefällt, aber irgendwie ist die Aussicht für mich besser, wenn du jetzt verschwindest, natürlich weiß ich nicht, ob es irgend einen unerforschlichen Ratschluss gibt, warum du doch gut bist für mich, aber, vielleicht, ich meine, wenn es dir gefällt, geh doch ins Meer." - dann ist der Berg am Ende ganz verwirrt. Er bleibt einfach stehen, wo er ist, weil er aus dir nicht schlau geworden ist.
Anders ist es so: "Ab ins Meer!" - da weiß der Berg, was er zu tun hat und hebt sich ins Meer. Klare und verständliche Kommandos. Fürchte dich doch nicht, Autorität zu haben. Fürchte dich doch nicht, im Namen Jesu in einer Situation zu handeln, wenn du den Willen des Herrn erforscht hast.
Nun könnte die Frage auftauchen: Darf ich entscheiden, was ich will in meinem Leben?

Ja.

Einige wittern schon den Haken, aber zunächst ist die Antwort einfach Ja. Und zwar, weil Jesus das gesagt hat: "Ihr werdet bitten, was ihr wollt - und es wird euch widerfahren."

Tatsachenentscheidungen des Schiedsrichters auf dem Platz zählen.

Es gibt allerdings einen Rahmen, in dem das gilt. Jesus sagt nämlich davor noch einen Konditionalsatz: "Wenn ihr in mir bleibt, und meine Worte in euch bleiben." Da geht es um die beiden Dinge, die in unserem Leben entwickelt werden müssen, damit wir gute Schiedsrichter sind.
Wir haben schon die Autorität, aber wir müssen ein Bewusstsein der Autorität entwickeln. Wir müssen begreifen, wer wir eigentlich in Jesus sind. Manch einer muss erst noch entdecken, wer er eigentlich jetzt als Christ ist, durch das neue Leben, das er empfangen hat.
Der Schiedsrichter weiß, dass er zum Spielbeginn nicht als Privatmann auf den Platz geht. Er weiß, wer ihn da hingestellt hat. So lange er im DFB bleibt, solange er da seine Rückbindung hat, solange er weiß, dass er nur im Namen des Deutschen Fußballbundes auf dem Platz steht, so lange kann er seine Autorität ausüben.

Er braucht ebenfalls Regelkenntnis. Der DFB sagt: "Solange du in uns bleibst und unsere Regeln in dir bleiben, kannst du entscheiden was du willst, es wird gültig sein." Eine der Regeln ist die, dass der Schiedsrichter nominiert sein muss für das entsprechende Spiel. Er kann nicht, obwohl er Schiedsrichter im DFB ist, auf irgendeinen Platz gehen und ein Spiel leiten wollen. Es muss wissen, wo er hingeschickt wurde.
Gottes Wort muss in uns bleiben, wir müssen die Bibel förmlich essen, damit sie in uns hinein kommt. Andernfalls wirst du wanken und unsicher werden, wenn auf einmal die 50.000 Zuschauer brüllen und alle gegen dich sind. Da musst du genau wissen, was das Wort Gottes sagt. Du brauchst Gewissheit, was Gottes Wille ist und du brauchst Gewissheit, dass der Himmel zu dir steht. Dann kannst du in Situationen hineingehen und sie umdrehen, dann kannst du Anweisungen geben im Namen Jesu. Und es wir geschehen, was du anweist.

- Ende von Teil 1

Dienstag, 30. August 2011

Buße und Glaube 3

Hier zum ganzen Artikel von Fritz Binde

Und ist die Buße die durch das Wort vermittelte, gottgeschenkte Fähigkeit, uns zu sehen, wie wir sind, so kann man nun sagen: der Glaube ist die ebenfalls durch das Wort vermittelte, gottgeschenkte Fähigkeit, Gott in Christus zu sehen, wie er ist.

Das biblische Glaubensleben ist tatsächlich ein Leben mit neuen Sinnen, und nur als solches bringt es uns erlösende Freiheit. In diesem Sinne ist das Geheimnis des Glaubens das Geheimnis, mit neuen Sinnen eine neue Welt wahrzunehmen.

Wer aus Gott geboren ist, bekommt nicht nur eine Erneuerung seines Sinns als neue Gesinnung (Röm. 12, 2), sondern auch neue Sinneswerkzeuge (Hebr. 5, 14), die der gottgeschenkten Fähigkeit, glauben zu können, entsprechen und im Dienste derselben gebraucht und geübt werden müssen. Es ist dies ein ganz neues inneres Sehen, Hören, Tasten, Schmecken und Wahrnehmen.

Ohne die Bildung und Ausbildung dieser geistlichen Sinneswerkzeuge gelingt kein Glaubensleben. Es sind die Glieder und Sinne des neuen, inneren Menschen in uns, eben des, der aus Gott geboren ist. Diese Seite des Glaubensgeheimnisses ist so vielen Gläubigen ganz fremd. Ihr Glaube hat keine brauchbaren Werkzeuge, durch die er wahrnehmen, prüfen und empfangen könnte.

Solche Gläubige sind den Organen des inneren Menschen nach Kindlein geblieben. Ihr Glaube hat weder ein geübtes Auge noch Ohr, weder Hand noch Fuß. Wegen mangelnder Übung sind die meisten geistlichen Sinneswerkzeuge verkümmert. So ist es leider selbstverständlich, daß solche Gläubige, die weder unterscheiden noch sich wehren können, wie in der Entwicklung zurückgebliebene Kindlein immer der äußeren Hilfe bedürfen und jedem knechtenden Betrug durch Menschen ausgesetzt sind. Wie sehr hat schon der Apostel Paulus diesen Jammer beklagt! (1. Kor. 3, 1; 14, 20 u. a. m.). Mangelnde Glaubensbetätigung ist die Ursache dieses Jammers.

Um so mehr äußert sich der lebendige Glaube als die gottgeschenkte Fähigkeit, ein neues geistliches Wahrnehmungsvermögen zu betätigen. Die Epheser, weil sie glaubten, wußten auch, daß sie versiegelt worden waren, das heißt, ihr Glaube war sogleich befähigt, das Zeugnis des Geistes wahrzunehmen (Eph. 1, 13 und Röm. 8, 16).

Und was sagte der Herr der Martha vor dem Grabe des Lazarus? Er sagte ihr: »Wenn du glauben würdest, du würdest die Herrlichkeit Gottes sehen! « (Joh. 11, 40). Was sah ihr äußeres Auge? Ein verschlossenes Grab. Was hörte ihr äußeres Ohr? Klage und Jammer. Was nahm ihr natürlicher Geruchsinn wahr? Einen stinkenden Leichnam.

Und was sollte sie wahrnehmen? Die Herrlichkeit Gottes! Sollte sie diese Herrlichkeit Gottes etwa erst wahrnehmen, wenn ihr äußeres Sinnenleben den auferstandenen Lazarus bemerkte? 0 nein; denn diese Wahrnehmung machten ja nachher alle Umstehenden trotz ihres Unglaubens. Nein, Martha sollte die Auferweckung ihres Bruders als Tatsache hinnehmen, bevor ihre äußeren Sinne sie wahrzunehmen vermochten. Eben das sollte das Wesen und die Tat ihres Glaubens sein.

Allem äußeren Sinnenleben zum Trotz sollte sie die Herrlichkeit Gottes als Herrschaft Christi über Tod und Grab für die allergewisseste Wirklichkeit halten. Das vermag allein der lebendige Glaube, dessen Leben eben darin besteht, daß er mit seinen tätigen inneren Sinnen bereits wahrnimmt und empfängt, was äußerlich noch gar nicht zu bemerken ist. Und eben das meint das Wort Hebräer 11, 1: »Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, das man hofft, eine Überzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.« Und diese Erklärung des Glaubens führt uns so recht hinein ins Wesen des Glaubensgeheimnisses.

Paulus sagt: »Der natürliche, seelische Mensch nimmt nicht an (faßt nicht), was des Geistes Gottes ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht verstehen, weil es geistlich beurteilt werden muß« (1. Kor. 2, 14). Das will sagen: der nicht durch den Geist Gottes erneuerte Mensch bleibt versklavt an die Wahrnehmung durch die äußeren Sinne aufgrund seines irdischen Sinns. Dabei kann er vielerlei, ja sogar sehr vieles »auch glauben«, aber er kann und will doch immer nur glauben, was seiner Vernunft und seinen Sinnen »glaubhaft« erscheint.

Immer wieder macht er seine sinnenfällige Vernunft zum Maßstab aller Dinge. So bleibt er bei allem scheinbaren Aufflug seines Geistes unfrei und in der Welt seiner menschlichen Gedanken, Gefühle und Taten verankert. Mag er auch auffliegen wie ein Adler und sein Nest zwischen den Sternen machen: dennoch wird er von dannen wieder heruntergestürzt, hinab und hinein in den Bannkreis seines beschränkten Wesens (Obadja 4). Aus dem Fluch dieses Wesens befreit nur der biblische Glaube.

0 Wunder!: er befähigt uns, das Unsichtbare zu sehen, das Unhörbare zu hören, das Unfaßbare zu fassen. Er hebt uns über die Knechtschaft der Sinne hinaus und versetzt uns in das unsichtbare Königreich der Himmel, unter die befreiende Herrschaft des Geistes Gottes und Christi! Er ist ein durch das Wort Gottes eröffnetes heimliches Sehen, Hören, Tasten, Schmecken, Wahrnehmen und Wissen im Verborgensten des Menschenherzens. Und er ist damit die ureinzige Fähigkeit, das Unbegreifliche zu begreifen, und zwar so, wie es Gott über alles menschliche Denken hinaus in der Bibel offenbart hat.

Er ist die Befreiung vom Sichtbaren und die Verwirklichung des Unsichtbaren; denn er läßt die Welt und sieht und gewinnt das Himmelreich. Er ist der Sieg, der die Welt überwunden hat (1. Joh. 5, 4) und macht uns zu Bürgern des Himmels (Phil. 3, 20).

Montag, 29. August 2011

Glaube und Buße 2


Nun öffnet sich dir des schriftgemäßen Glaubens geheimnisvolle Tiefe, Höhe, Länge und Breite. Du glaubst! Welches Wunder! Du, der bisher Ungläubige, glaubst! Das dir solang durchaus Unmögliche ist nun deine einzige Möglichkeit geworden: du glaubst!
Eine neue Welt ist vor deinen neugewordenen Augen, ein neuer Boden unter deinen Füßen, eine neue nie gekannte Kraft regt sich in dir, hält, hebt und trägt dich. Das wunderbare Erleben deiner Buße und Bekehrung ist deinem logischen Begreifen weit voraus geeilt.
Nun fordert dein alter Verstand Rechenschaft: Was ist geschehen? Wie kam das alles? Sonderbar: du weißt es nicht! Du kannst einige äußerliche Vorgänge nennen, einen gewissen Her- und Zugang beschreiben, aber du weißt, es bleibt ein Rest, ein Rest, der gerade die Hauptsache, der gerade das Ureigentliche ist, und den kannst du nicht nennen und nicht erklären: es ist das Geheimnis des Glaubens!

Sonderbar: Nichts ist dir klarer als dies Unerklärliche! Nichts ist dir offenbarer als dies Geheimnisreiche! Nichts hat dich je so gewaltig gepackt wie das eben Erlebte, das beinahe ohne dich geworden zu sein scheint!
Du weißt nur eins: Gott, der lebendige Gott, hat in dein Leben eingegriffen! Das Schwert seines Geistes hat dein innerstes Mark durchbohrt, daß du aufschreien mußtest: Weh mir, ich vergehe! Der Boden schwand dir unter den Füßen, wie Binden fiel es von deinen Augen, du sankst, fielst hinab wie in einen schauerlichen Abgrund.
Als du so haltlos nach Hilfe schriest, wußtest du nur einen Retter: Jesus! Seitdem bist du als ein neues Geschöpf (2. Kor. 5, 17) mit ihm verbunden, inniger als ein Säugling mit seiner Mutter. Das ist das Geheimnis des Glaubens als Geheimnis der Wiedergeburt.
Weiß auch jemand, wie er geboren wurde? Du kannst wie Johannes die Stunde nennen, die dich an Jesus band, die dich deinem eigenen Leben entnahm, um dich fortan von seinem Leben leben zu heißen, aber wie es eigentlich zuging, das weißt du doch nicht. Darum ist es auch so unmöglich, dein Erlebnis anderen faßlich zu machen. Du weißt, wie unfähig du dir vorkommst, wenn du anderen deine Bekehrung klar machen willst. Wir können schließlich zeugen vom Glauben, aber erzeugen können wir den Glauben nicht. Die Erzeugung des Glaubenslebens im Menschen ist eine neuschöpferische Tat Gottes und darum ein noch höheres Geheimnis als die Erzeugung des irdischen Lebens. Gott wirkt, aber der Mensch muß bereit sein zum Empfang des Geheimnisses. Und diese Bereitschaft heißt, wie wir gesehen haben, Hören und Aufnehmen des Wortes Gottes, als unverderblichen Samen der Wiedergeburt (1. Petr. 1, 23 und Jak. 1, 18), und durch die Kraft des Wortes Gottes bewirkte Buße, als Selbsterkenntnis, Selbstbeschämung und Selbstverwerfung zur Abkehr von uns und Hinkehr zu Gott im Mittler Jesus Christus, dem Bringer des neuen Lebens, eben des Glaubenslebens.

Sonntag, 28. August 2011

Glaube und Buße 1

Aus einer alten Schrift von Fritz Binde


Ohne Zweifel haben die meisten, die sich für »gläubig« halten, diesen ichstürzenden Bußgang gar nicht wirklich erlebt.

Es ist ihnen gar nie eingefallen, sich so grundstürzend zu vereinen, so ihr Eigenleben auf- und preiszugeben. Nie haben sie dies eigene Leben wirklich gehaßt, um es zu verwerfen (Luk. 14, 26).

Wohl haben sie vielleicht diese oder jene äußere Lebensgewohnheit aufgegeben, dieses oder jenes vom eigenen Lebensgut dran- und hingegeben, aber sich selbst haben sie nie auf- noch drangegeben, noch nicht einmal theoretisch-grundsätzlich!

Nein, fest und ichverliebt, ehrfürchtig und ichempfindlich sind sie eins geblieben mit sich selber! Und dennoch geben sie an zu glauben!

Ihr Glaube ist aber auch danach. Höre, so tief wie deine Buße geht, so hoch geht dein Glaube. So weit du noch mit dir rechnest, so weit bist du noch ferne davon, mit Gott zu rechnen. So weit du noch deiner Eigenweisheit vertraust, so fern bist du noch der Erlangung der Gottesweisheit. So sehr du noch eins bist mit den windigen, gefühlsseligen oder gefühlsunseligen Stimmungen, Begehren und Launen deines eigenen Herzens, so weit bist du noch entzweit mit dem unwandelbaren Erbarmen der Güte des Herzens Gottes.

So viel du noch im eigenen Können und Tun wurzelst, so wenig ist noch Raum in dir für das Tun Gottes, und so wenig kann noch Christus wurzeln durch den Glauben in deinem Herzen. Sitze in allen sogenannten Gottesdiensten, beteilige dich mit Einsetzung all deiner religiösen Ichkräfte an aller sogenannten Reichsgottesarbeit, weise hin auf all die erfolgreichen Taten deiner frommen Ichentfaltung, du wirst durch alles dieses nur deinen Glauben an dich selber betätigen und bestätigen, aber das Geheimnis des Glaubens, von dem der Apostel redet, wohnt nicht in dir; denn du bist nie durch die enge Pforte der ichstürzenden, biblischen Buße hindurchgegangen. Und wenn du dich gleich an alles Mögliche hingegeben hast, so hast du doch nie dein Leben dabei verloren.

Wo aber die rechtschaffene Frucht der biblischen Buße offenbar wird, da ist diese bereits eingehüllt in das Geheimnis des Glaubens. Wer in solcher echten Buße aufhört an sich zu glauben, kann dies nur, weil er bereits insgeheim den neuen und unvergleichlich größeren Glaubenshalt an Gott in Christus gewonnen hat. Biblische Selbstverneinung schließt allemal in sich ein die biblische Gottes- und Christusbejahung.

Wer wirklich an sich selber verzweifelt, muß entweder durch eigene Hand sein Leben als Selbstmörder wegwerfen oder es an Gott in Christus verlieren, um im Glauben das neue große Gottesleben zu gewinnen; ein entleertes Leben kann nicht mehr in sich selber stehen. In diesem Sinne ist die Bekehrung nichts anderes als die mit der Buße verbundene notgedrungene Abkehr von uns selbst und ebenso notgedrungene Hinkehr zu Gott in dem Mittler Jesus Christus. Dabei gibt es keine andere Möglichkeit mehr als die des Glaubens.

Mittwoch, 27. Juli 2011

Fortsetzung Glaube

Ein Ausschnitt aus diesem Buch.

Ein Freund von mir setzte in den 80-er Jahren eine Annonce in eine deutsche Zeitung: Schwer krank – Jesus kann Sie heilen !

Da das Thema biblische Heilung in den 80-Jahren des vorigen Jahrhunderts den meisten Menschen völlig unbekannt war, hielten natürlich die Leser des Inserats meinen Freund für einen Spinner. Und in der Tat meldeten sich nur wenige Menschen – kaum ein Dutzend – bei ihm und auch das nur, weil sie alle so schwer krank waren, dass es medizinisch für sie keine Hilfe mehr bei den Ärzten gab.

Mein Freund verpflichtete diese Menschen, dass sie jeden Tag zu ihm kommen und gemeinsam mit ihm 1 bis 2 Stunden Gottes Wort zum Thema Heilung anhörten; (natürlich kostenlos). Er sagte den Menschen, dass Gottes Wort gemäß Sprüche 4:20-22, 12:18, Psalm 107:20 ... Medizin und Heilung für sie ist.

Und wie man Medizin täglich einnehmen müsste, so müsse man auch Gottes Wort jeden Tag hören. Das Interessante ist, dass von diesen schwer kranken Menschen niemand länger als ein Monat zu meinem Freund kam und alle vollständig von Gott geheilt worden sind.

Einige Verse vor dem in Römer 10:17 genannten Prinzip des Empfangens von Glaubens durch Gottes Wort, finden wir den gesamten Prozess beschrieben: Römer 10:8

Das Wort ist dir nahe, in deinem Mund und in deinem Herzen. Das ist das Wort des Glaubens, das wir predigen,

9 dass, wenn du mit deinem Mund Jesus als Herrn bekennen* und in deinem Herzen glauben wirst, dass Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet** werden wirst.

10 Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Mund wird bekannt zum Heil***.

das griechische Wort HOMOLOGEO bedeutet „das Selbe sagen wie jemand anderer“ und meint dass wir dasselbe sagen wie Gott in seinem Wort ** das griechische Wort SOZO bedeutet heil werden, ganz gemacht werden, gesund gemacht werden, in das Heil Gottes gebracht werden, umfassende Erlösung geschenkt bekommen

*** das griechische Wort SOTERIA bedeutet real erlebtes Heil, Erlösung, Bewahrung, Befreiung, Sicherheit, Heilung und Gesundheit

Die Passage hier in Römer 10 spricht nicht nur von der anfänglichen Errettung bei der Bekehrung eines Gläubigen – also nicht nur von der Vergebung der Sünde und dem Erhalt ewigen Lebens – sondern meint das gesamte Heil Gottes, da die Wörter hier für Heil und gerettet werden Gottes umfassenden Heilsplan beschreiben.

Wir wissen, dass Gottes Wort sehr exakt ist bei der Wahl der Wörter und ihrer Reihenfolge.

Entsprechend erhalten wir durch die Reihenfolge von Gottes Wort zuerst in unserem Mund und dann in unserem Herzen bereits den Hinweis, dass Gottes Wort zuerst in unseren Mund kommen soll und es über unseren Mund dann auch in unserem Herzen groß und lebendig wird.

Dies ist genau dieselbe Beschreibung des Wunders, das wir zuvor in Römer 10:17 entdeckt haben, dass Gottes Glauben durch das Hören seines Wortes in unsere Herzen kommt und darin wächst.

Vers 9 spricht davon, dass wir vor allem über Jesu herausragende Position und Herrschaft sprechen sollen und von seiner Errettung durch sein Kreuz und seine Auferstehung.

Zudem wiederholt Vers 9 die Reihenfolge, dass die Worte Gottes in unserem Mund sein sollen und dass sie zu Glauben in unserem Herzen führen. Das griechische Wort hier für Bekennen bedeutet, dass man dasselbe sagt wie jemand anderer.

Wir wissen, dass Gottes Wort nicht kraftlose Worthülsen sind, Luk.1:37, sondern Geist und Leben enthält, Joh.6:63 und wir sehen hier, dass wenn wir dasselbe sagen wie Gott und damit zugleich sein Wort ja auch hören, dass genau dadurch sein Glaube auf uns abfärbt und unsere Herzen zu erfüllen beginnt.

Das Ganze ist so einfach und unkompliziert, dass man sich fragt, warum die Gläubigen so wenig in dieser Dimension leben und so wenig Gott erlauben, dass sein Glaube durch sein Wort auf sie abfärbt.

Das Sämanngleichnis (Mt.13, Mk.4, Lk.8) gibt uns nähere Details zu diesem Prozess und hilft uns zu verstehen, warum so wenige Christen diesem Wunder des göttlichen Glaubenstransfers Raum geben.

Jesus selbst ist der Sämann und Ursprung des Saatgutes. Sein Wort ist das Saatgut und der Ackerboden sind die Herzen der Menschen.

Nun ist es ein Prinzip des Säens, dass das Saatgut für einige Zeit im Boden verschwindet und recht unspektakulär und von außen erst mal noch nicht sichtbar seine Wirksamkeit entfaltet.

Es verschwindet im Boden und entwickelt zwar sofort seine Lebendigkeit – aber dies alles geschieht anfänglich unsichtbar und verborgen im Erdreich.

Um zu wachsen und die im Boden enthaltenen Nährstoffe erschließen zu können, braucht ein Same nur eines: Wasser.

Die Bibel ist hier sehr genau und spricht genau davon, WAS dieses Wasser ist, das den Samen von Gottes Wort in den Herzen der Menschen wachsen und den Glauben in ihren Herzen zunehmen lässt:

Jesaja 55:10-11

Denn wie der Regen fällt und vom Himmel der Schnee und nicht dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt, sie befruchtet und sie sprießen lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem Essenden, 11 so wird mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird bewirken, was mir gefällt, und ausführen, wozu ich es gesandt habe.

Schon im Alten Testament beschreibt Gott das Wunder völlig gleich wie im Sämanngleichnis oder wie durch Paulus im Römerbrief: Gottes Wort ist nicht nur der Same, sondern zugleich auch das für seine Keimung und für sein Wachstum notwendige Wasser.

Für die praktische Umsetzung bedeutet dies, dass wenn wir eine Verheißung aus Gottes Wort regelmäßig, am besten täglich bewegen, so beginnt das Ganze – wie so oft in Gottes Reich – erst mal wenig beeindruckend. Der Same verschwindet und entfaltet bei weiterem Begießen seine Wirksamkeit erst mal eher unsichtbar.

Aber schon nach wenigen Wochen sprießt der erste grüne Keimling und wir können erleben, wie das von uns gesprochene Wort in uns wirksam wird.

Es ist anfangs nur ein Ahnen, dass etwas Gutes auf uns bei Gott wartet. Wenn wir Gottes Wort aussprechen, ist der Heilige Geist bei uns und entfaltet vor unserem geistigen Auge verschiedene Zusammenhänge und Segensaspekte. Es kommt dann eine erste Vorfreude auf und das mögliche Wirken Gottes wird immer vorstellbarer. Dies ist der Moment, wo der Keimling zum ersten Mal sichtbar wird.

Es wäre noch zu früh zu versuchen mit einem so frisch entstandenen Keimling große Wundertaten zu bewirken. Er wird noch weitere Wochen, oft sogar Monate benötigen, in denen wir ihn regelmäßig pflegen, begießen und wo wir weiterhin Gottes Wort aussprechen und hören.

Nur wenige Menschen setzen das Sämanngleichnis so um, dass sie bereit sind die Monate von der Aussaat bis zur völligen Reife und Frucht zu warten und sie in diesen Monaten der betreffenden Segenswahrheit die nötige Pflege durch das regelmäßige Bewässern – das ist das Aussprechen und Hören von Gottes Wort – gewähren.

Dabei entfaltet das Wort schon nach wenigen Wochen reale erlebbare Segensdimensionen. Es stimmt zwar, dass man meist noch nicht das ganze Wunder z.B. einer kompletten körperlichen Heilung erlebt. Aber schon die ganze Zeit über geschehen göttliche Wunder – wobei das kostbarste Wunder der Erhalt und das Wachstum von göttlichem Glauben in unserem Herzen ist.

Denn wie viel kostbarer ist es durch göttlichen Glauben in einen Lebensstil von göttlicher Heilung (für sich wie auch für andere) hineinzuwachsen, als nur mal schnell zu irgendeiner Gebetsveranstaltung zu fahren und durch den Glauben und die Heilungsgabe eines anderen Menschen geheilt zu werden.

Dienstag, 26. Juli 2011

Über Glauben

Wieder ein Ausschnitt aus dem Buch

Simon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, denen, die einen gleich kostbaren Glauben mit uns empfangen haben durch die Gerechtigkeit unseres Gottes und Heilandes Jesus Christus

Der Hauptgrund für den Mangel an körperlichen und seelischen Heilungen, an Befreiungen und Wundern in den Herzen der Menschen und an realen Erlebnissen mit Gottes Gegenwart und seiner Herrlichkeit besteht meiner Meinung nach darin, dass die Christen in eigenem, seelischen Glauben agieren, statt sich das Wunder schenken zu lassen, dass sie sich im Glauben Gottes bewegen dürfen.

Seelischer Glaube hat seinen Ursprung in der Seele, vor allem im Verstand: man kennt z.B. die Bibelstellen, die davon reden, dass Jesus vor 2000 Jahren jeden Menschen geheilt hat, der zu ihm kam und ihn um Heilung bat. Man hat gehört oder vielleicht sogar schon selbst einmal erlebt, dass Gott auch heute noch heilen kann.

Wenn dann die nächste gesundheitliche Herausforderung auf einen zukommt, wirft man sich mit all seinem eigenen, seelischen Glauben in den Kampf und versucht angestrengt in diesem eigenen Glauben etwas zu ergreifen.

Doch viel zu kraftlos ist dieser Glaube um echte geistige Widerstände zu überwinden und viel zu leicht kann dieser Glaube durch anfänglich scheinbar ausbleibende Gebetserhörungen ausgebremst werden.

Gott hatte nie die Absicht, dass wir in eigener Glaubensanstrengung unterwegs sein und uns abmühen sollten. Es war immer Gottes Wille, dass wir seinem Glauben erlauben, dass er auf uns abfärbt und wir IN SEINEM GLAUBEN siegreich sind.

Wie nun können wir Gottes Glauben empfangen und erleben, dass sein Glaube auf uns abfärbt ?

Vom Natürlichen her kennen wir es am ehesten von einer guten christlichen Konferenz, wo man auferbaut wird durch die vielen positiven Impulse und von der allgemeinen Begeisterung auch selber angesteckt wird.

Auch bei nur einer einzelnen Glaubens-vollen Predigt können wir erleben, wie ein gewisses Maß an Glauben von der vortragenden Person auf uns abfärbt.

Der Glaube kommt dann durch das gehörte Wort in uns hinein.

Dieses Prinzip der Übertragung der Überzeugung und des Glaubens einer begeisterten Person auf ihre Zuhörer funktioniert auch hervorragend in rein weltlichen Bereichen:

Wahlveranstaltungstrainer, Marketing-Experten, Personal Coacher und NLPTrainer geben ihren Kunden einen ganzen „Regenbogen“ von Überzeugungstechniken, mit denen ihr Glaube, ihre Vision und ihre Begeisterung auf andere übertragen werden können.

Im Zentrum steht dabei immer das gesprochene Wort, bei dem man spürt, wie der Sprecher von Herzen dahinter steht und er davon überzeugt ist. Diese Trainer haben nichts Neues erfunden, sondern eigentlich nur Gottes ursprüngliche Methode kopiert.


Denn um Gottes Glauben zu empfangen, geht es um genau denselben Prozess, dass man die Worte einer glaubensvollen Person hört. In unserem Fall ist Gott diese glaubende Person und wir hören Gottes Wort: Römer 10:17

Also ist der Glaube aus dem Hören*, das Hören aber durch das Wort Christi.

Viele Übersetzungen verwenden hier das Wort Verkündigung oder Predigt, aber das griechische Wort AKOE bedeutet wörtlich das Hören bzw. das Gehörte.

Es würde den Rahmen sprengen, wenn wir nun an Hand vieler Schriftstellen das Wunder beschreiben, wie Gottes Glaube durch sein Wort, das wir hören, auf uns abfärbt.

Da der Prozess des Hörens von Gottes Wort so „unspektakulär“ beginnt, sind nur wenige Menschen mit diesem Wunder vertraut, wie schon nach wenigen Wochen, wenn man die selbe biblische Wahrheit jeden Tag HÖRT – vielleicht sogar nur 10, 15 Minuten jeden Tag – Gottes Glaube uns zu erfüllen beginnt.

Wir morgens fortgesetzt

Mittwoch, 20. Juli 2011

Ich habe eine neue Adresse

Ja, ich habe den Wohnort gewechselt

Diesen Satz hab ich bei Kenneth Hagin gefunden.

Nein, wir sind nicht nur begnadigte Sünder. Nein, wir sind keine armen, strauchelnden, gerade eben zurechkommenden Gemeindeglieder. Wir leben nicht im letzten Häuserblock in der Arme- Sünder-Straße neben der Murr-und-Jammer-Allee. Das ist nicht unsere Adresse.

Wir sind eine neue Schöpfung, geschaffen durch Gott in Christus Jesus mit dem Leben und der Natur Gottes in unserem Geist. Wir sind Kinder Gottes, Söhne und Erben Gottes. Miterben mit Jesus Christus.

Samstag, 23. April 2011

Voll von Gott bleiben

Über das Thema diese Rundbriefes, gibt es eine Predigtreihe auf Deutsch mit ca. 7 Stunden.
Sehr empehlenswehrt

Hier der Rundbrief im pdf-Format



Rundbrief April 2008

Voll von Gott bleiben

Hast du in deiner Beziehung zu Gott schon einmal das Gefühl gehabt, dass ihr euch voneinander entfernt habt und dass die Liebe und die Freude, die du mit Ihm einmal erlebt hast, verblasst sind? Wenn das so ist, dann bist du nicht der Einzige. Die meisten Christen haben das Gefühl, dass die Erfahrungen, die sie mit Gott machen, mit der Zeit abflachen und dass sie eine neue Berührung brauchen. Aber sollte das so sein?

In der Bibel heißt es, dass Gott uns nicht versäumen noch verlassen wird (Hebr 13,5). Wenn das wahr ist, und es ist wahr, wer hat sich also dann von wem entfernt? Als wiedergeborene Gläubige sind wir alle in der Lage, jeden Tag unseres Lebens in der Fülle Gottes zu leben. Gott verströmt unablässig Seine Liebe, Seine Freude, seinen Frieden, Sein Offenbarungswissen und jeden anderen Segen. Aber wir können an einen Punkt kommen, wo wir nichts mehr empfangen und „uns so fühlen“, als habe Sich Gott ganz allmählich entfernt.

In Römer 1,21 heißt es:

„...weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde.“

Diese Schriftstelle enthält vier verschiedene Elemente oder Schlüssel, die uns in die Fülle Gottes hineinführen und uns beständig in ihr operieren lassen können. Positiv ausgedrückt, sind es folgende Punkte: Verherrliche Gott, bringe Ihm Dank dar, erkenne die Kraft deiner Überlegungen und habe ein gutes Herz! Du hast die Macht, jeden dieser Bereiche in deinem Leben zu kontrollieren.

Verherrliche Gott

Das Wort „verherrlichen“ wird in vielen anderen Bibelstellen auch mit „erheben“ übersetzt. Deshalb können die Wörter „verherrlichen“ und „erheben“ miteinander ausgetauscht werden. „Erheben“ bedeutet „erhöhen“ oder „größer machen“.

Wusstest du schon, dass du Gott größer machen kannst?Formal betrachtet, ist Gott natürlich der, der Er ist, unabhängig davon, was du denkst; doch in deiner Wahrnehmung kann Er entweder groß oder klein sein. Du hast die Macht, Gott in deinem Leben entweder klein oder groß sein zu lassen.

Die meisten von uns sind Meister darin, unsere Probleme groß und Gott und Sein Wort klein zu machen. Ich erinnere mich noch gut an eine Frau, die glaubte, schwanger zu sein, aber dann feststellte, dass sie stattdessen Krebs hatte. Die Ärzte erklärten ihr, dass ihre Gebärmutter umgehend entfernt werden müsste, dass ihre Überlebenschancen nur fünfzig Prozent betrügen und sie ohne Operation nur noch zwei Wochen zu leben hätte.

Weinend kam sie zu mir und sagte: „Andrew, hast du gehört, was sie gesagt haben?“ Normalerweise antworte ich nicht immer so, wie ich es damals tat, aber ich glaube, dass Gott mich dazu inspirierte. Ich fing an zu lachen und meinte nur: „Krebs ist für Gott überhaupt kein Problem! Im Himmel werden die Lichter nicht gleich ausgehen, wenn der Herr Seine Macht gebraucht und dich heilt! Es ist nicht schwerer, von Krebs geheilt zu werden, als von einem Schnupfen!“

Ich begann, Gott zu erheben und zu verherrlichen. Ich machte den Herrn größer und den Krebs kleiner. Das Einzige, was den Krebs unüberwindbar machte, war der Wert, den die junge Frau den Aussagen der Ärzte noch beimaß. Sie hatten sie als dumm bezeichnet, weil sie eine Behandlung ablehnte, und Erklärungen unterschreiben lassen, mit denen die Frau, ,falls’ sie sterben sollte, die Ärzte von jeglicher Verantwortung entband. Doch sie hatte sich entschlossen, sich durchzusetzen und Gott zu glauben. Es ist nun schon bald zwanzig Jahre her, dass sie diese Operation ablehnte – und sie hat inzwischen mehrere Kinder bekommen.

Was ist für dich wertvoll? Was ist für dich groß? Du kannst den Herrn erheben und Ihn und Sein Wort größer machen als jedes Problem. Mach das dadurch, dass du Ihn verherrlichst, preist und Ihm dankst! Such dir in der Bibel eine Person, die mit einer ähnlichen Situation fertig wurde. Meditiere über das Wort und lass es realer für dich werden als das Problem. Du musst an einen Platz kommen, wo Gottes Wort wahr und Er größer ist als jede Situation.

„Dem Glaubenden ist alles möglich.“ (Markus 9,23)

Dankbarkeit

Paulus führt Undankbarkeit als eines der Kennzeichen für die Endzeit an und erwähnt sie im Zusammenhang mit Geldliebe, Hochmut, Lästerung und Unheiligkeit (2Tim 3,1-2). Kaum jemand würde bestreiten, dass wir in einer Gesellschaft undankbarer Menschen leben, und das, obwohl wir heute mehr Wohlstand und Chancen besitzen als jede andere Generation zuvor.

Der zweite Schlüssel, um voll von Gott zu bleiben, ist ein dankbares Herz. Gott zu verherrlichen, Ihn zu erheben und Ihm zu danken, hängen alle miteinander zusammen, aber um Gott zu verherrlichen, muss man dankbar sein. Wenn du Ihm dankst, rufst du dir das, was Er gesagt und getan hat, ins Gedächtnis, und das macht Gott groß.

„Preise den Herrn, meine Seele, und vergiss nicht alle seine Wohltaten!“ (Psalm 103,2)

Dankbar zu sein, bezieht sowohl Demut als auch unsere Erinnerung mit ein. Demut ist das Verständnis, dass du Dinge nicht „allein“ zustande gebracht hast. Wenn du dich demütig an die guten Dinge erinnerst, die Er für dich getan hat, wird das immer Dankbarkeit hervorbringen. Es ist also wichtig, zurückzublicken und deine Siege Revue passieren zu lassen und dich daran zu erinnern, durch wessen Macht sie zustand kamen.

„Zieht ein in seine Tore mit Dank, in seine Vorhöfe mit Lobgesang! Preist ihn, dankt seinem Namen! Denn gut ist der Herr. Seine Gnade ist ewig und seine Treue von Geschlecht zu Geschlecht.“ (Psalm 100,4-5)

Widerstehe jedes Mal, wenn du in Versuchung gerätst, dich über ein Problem zu beklagen und beschweren. Zieh stattdessen in Gottes Gegenwart ein und bring zehn Minuten damit zu, Ihm für Seine Güte zu danken. Wenn du das machst, wirst du feststellen, dass das natürliche Verlangen, sich zu beschweren, nachlässt und dein Problem schrumpft, wenn du es aus der richtigen Perspektive betrachtest.

Überlegungen

Unsere Überlegungen, d.h. gedanklichen Vorstellungen, sind viel wichtiger, als den meisten Menschen bewusst ist. Das Hebräische Wort, das im Alten Testament mit „Überlegung“ übersetzt wird, bedeutet wörtlich unter anderem auch „Empfängnis“. Über Überlegungen oder gedankliche Vorstellungen empfangen wir neue Ideen. Ohne sie werden wir geistlich und schöpferisch unfruchtbar.

Vor einigen Jahren machte ich eine Reise nach Israel. Ich erinnere mich noch an einen Aufenthalt im Terebinthental. Ich verließ den Bus und ging zu dem kleinen Fluss hinab. Dort hob ich fünf glatte Steine auf, ganz so wie David damals. Ich stellte mir dann vor, wie David wohl empfunden haben musste, als er Goliath gegenüberstand. Dadurch wurde die Geschichte für mich lebendig.

Das Wort Gottes wird lebendig, wenn man sich das, worüber es spricht, vorstellen kann. Lass das Wort Gottes deine Vorstellungen kontrollieren, indem du über Schriftstellen nachdenkst, und du wirst Dinge in der Bibel sehen, die du mit deinen körperlichen Augen nicht wahrnehmen kannst. Du wirst sie in deinem Innern sehen...in deinen Gedankenvorstellungen – deiner Fantasie.

Wenn die Bibel davon spricht, dass du geheilt bist, musst du über diese Wahrheit solange meditieren, bis du dich selbst geheilt siehst. Die meisten Menschen erlauben ihren Überlegungen, in „Torheit zu verfallen“ und mehr mit den Bildern übereinzustimmen, die Mediziner sich ausmalen, als mit dem Wort Gottes. Ärzte erzählen ihnen, was geschehen wird, und sie stellen es sich dann als die Wahrheit vor.

Wenn wir es versäumen, Gott dankbar zu sein und Ihn zu verherrlichen, dann verfallen wir in unseren Überlegungen automatisch in Torheit, d.h. unsere gedanklichen Vorstellungen werden nichtig. Das bedeutet nicht, dass unsere Vorstellungen, nicht mehr arbeiten, sondern dass sie anfangen, gegen uns zu arbeiten. Ein Mensch mit törichten Überlegungen oder nichtigen Vorstellungen ist ein Pessimist, jemand, der sich Versagen statt Erfolg vorstellt. Wir müssen unsere Vorstellungskraft dazu benutzen, mit Gottes Wort übereinzustimmen und uns so zu sehen, wie Gott uns sieht: glücklich, gesund und wohlhabend.

Ein gutes Herz

Die Bibel macht sehr deutlich, dass deine Herzenshaltung wesentlich wichtiger ist als dein Handeln.

Jesus drückte es in Mt 23,25-26 folgendermaßen aus:

„Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! Denn ihr reinigt das Äußere des Bechers und der Schüssel, inwendig aber sind sie voller Raub und Unenthaltsamkeit! Blinder Pharisäer! Reinige zuerst das Inwendige des Bechers, damit auch sein Auswendiges rein werde.“

Der Herr ist mehr um dein Herz besorgt als um dein Handeln.

Matthäus 12,35, Markus 7,21-23 und Sprüche 23,7 machen es sogar noch deutlicher:

„Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem bösen Schatz Böses hervor. (Mt 12,35)

„Denn von innen aus dem Herzen der Menschen kommen die bösen Gedanken hervor: Unzucht, Dieberei, Mord, Ehebruch, Habsucht, Bosheit, Arglist, Ausschweifung, Neid, Lästerung, Hochmut, Torheit; all diese bösen Dinge kommen von innen heraus und verunreinigen den Menschen.“ (Mk 7,21-23)

„Denn wie einer[, der] in seiner Seele berechnet, so ist er.“ (Spr 23,7; Fußnote „Elberfelder Bibel“; Klammern vom Übersetzer)

Dein Herz kontrolliert das, was du sagst, genauso wie das, was du tust. Jedes der oben erwähnten Phänomene ist ein Produkt unseres Herzens. Doch ihr Gegenteil kann genauso gut wahr sein. Liebe, Freude, Friede, Langmut und alles, was die Frucht des Geistes sonst noch ausmacht, sind ebenfalls Produkte dessen, was dein Herz glaubt. Der Grund, warum dein Herz negativ reagiert, liegt darin, dass du ihm gestattest, durch äußerliche oder materielle Dinge beeinflusst zu werden, statt durch das Wort Gottes.

Dann ist unser Verstand verfinstert, und wir werden für Gott unsensibel. Tatsächlich veranlassen wir selber unsere Herz dazu, sich zu verhärten. Das Wort „verhärten“ bedeutet laut Wörterbuch: „kalt, unsensibel, gefühllos und unnachgiebig werden“. Wenn sich unser Herz Gott gegenüber verhärtet oder unsensibel wird, dann wird es automatisch für unsere körperlichen Sinne sensibel, von ihnen beherrscht und kontrolliert.

Was tun die meisten Menschen, wenn sie begreifen, dass ihr Handeln, das ja von ihrem Herzen kontrolliert wird, für sie und andere Probleme verursacht? Sie greifen zur Verhaltensmodifikation und versuchen lediglich, ihre Handlungen und nicht ihr Herz zu verändern, und das funktioniert auf lange Sicht nie. Wenn du willst, dass sich dein Verhalten ändert, dann musst du dein Herz verändern. Stell deshalb sicher, dass das Wort der vorherrschende Einfluss für dich ist.

Wenn du diese vier Schlüssel in deinem Leben in die Praxis umsetzt, dann wirst du nie mehr derselbe sein. Es wird deine Denkweise in Bezug auf jeden und alles in deiner Umgebung verändern. Es wird dir eine „Gottes–Perspektive“ verleihen.

Was ich hier geschrieben habe, ist lediglich ein Auszug aus einer Lehrserie zu diesem Thema. Gerade ist mein neues Buch mit dem TitelDiscover the Keys to Staying Full of God erschienen. Dazu ergänzend habe ich ein begleitendes Studienbuch herausgegeben, das ein großartiges Hilfsmittel sowohl für ein individuelles als auch für ein Gruppenstudium darstellt. In den beiden Büchern vertiefe ich dieses Thema. Die Lehre ist ebenfalls auf Audiokassette, CD oder DVD erhältlich. Du kannst sie auf unserer Webseite www.awme.net, über unser Beratungstelefon unter der Nummer: +44(0)1922 473300 oder schriftlich unter nachstehender Adresse bestellen:Andrew Wommack Ministries Europe, P.O. Box 4392, Walsall, WS1 9AR, England

P.S. Ich lese beinahe täglich im „Guest Book“ auf unserer Webseite. Menschen aus aller Welt hinterlassen dort ihre Zeugnisse und Kommentare darüber, wie die Botschaft von Gottes bedingungsloser Liebe und Gnade ihr Leben verändert hat. Falls du diese persönlichen Berichte dort noch nie gelesen hast, nimm dir einmal die Zeit dazu. Diese veränderten Menschenleben sind das direkte Ergebnis deiner treuen Gaben. Im Namen dieser Menschen wollen Jamie und ich dir hier ausdrücklich danken!


Wir lieben euch,

Andrew und Jamie