Mittwoch, 15. September 2010
Heilung bis sie zum Hals raushängt ;-)
Mittwoch, 11. August 2010
Mittwoch, 27. Januar 2010
Sonntag, 13. Dezember 2009
Altes Ich neues ich
Hier ein kleiner Ausschnitt aus der Predigt.
Paulus wußte, daß er vor seiner Begegnung mit Jesus eine andere Identität hatte als danach.
In Epheser 2,1-3 wird die Natur beschrieben, die wir alle hatten, bevor wir Jesus begegneten:
1 Auch ihr habt an diesem Leben teil. In der Vergangenheit wart ihr tot; denn ihr wart Gott ungehorsam und habt gesündigt. 2 Ihr habt nach der Art dieser Welt gelebt und euch jener Geistesmacht unterworfen, die ihr Reich zwischen Himmel und Erde hat und von dort her ihre Herrschaft über diese Welt ausübt. Sie wirkt noch jetzt als Geist der Verführung in den Menschen, die sich Gott nicht unterstellen.
3 So wie sie haben wir alle früher gelebt. Wir haben uns von unseren selbstsüchtigen Wünschen leiten lassen und getan, was unsere Triebe und Sinne verlangten. Darum waren wir wie alle anderen Menschen nach unserer ganzen Wesensart dem Strafgericht Gottes verfallen.“
Wir waren also "Kinder des Zorns von Natur", tot in unserer Sünde, Untertanen von Satans Macht, und lebten nur zur Erfüllung unserer eigenen Wünsche und Triebe. Das ist der Zustand aller Nichtchristen bis heute.
In 2. Petr. 1,3+4 beschreibt der Begriff unsere Natur, nachdem wir Christus in unser Leben aufgenommen haben: Ja, so ist es: Gott in seiner Macht hat uns alles geschenkt, was wir zu einem Leben in wahrer Frömmigkeit brauchen. Er hat es dadurch getan, dass er uns Jesus Christus erkennen ließ, ihn, der uns in seiner Herrlichkeit und Kraft berufen hat.
4 Durch ihn haben wir wertvolle, unüberbietbare Zusagen erhalten: Wir sollen der Vernichtung entrinnen, der diese Welt durch ihre Leidenschaften verfallen ist, und an der göttlichen Unsterblichkeit teilhaben."
Bei der Neugeburt oder Wiedergeburt (wobei Neugeburt besser das ausdrückt, was da passiert!) wurde nicht einfach eine neue Natur zu dem alten Ich dazugefügt; du wurdest eine neue Person! (Ungläubiges Köpfeschütteln?)
Errettung ist Verwandlung, nicht Hinzufügung. Errettung bedeutet nicht einfach, dass Gott deine Sünden vergibt und dir bei deinem Tod einen Paß für den Himmel ausstellt. Errettung bedeutet Erneuerung. Gott verwandelte dich aus Finsternis zum Licht, vom Sünder zum Heiligen. Etwas ist ganz neu an dir, das vorher nicht da war.
Freitag, 30. Oktober 2009
Das Geschenk der Buße
Echte Sündenerkenntnis kommt in der Gegenwart unseres Papas.
2006
Was meinen wir, wenn wir sagen, etwas sei Sünde 4
Teil 4 meiner Reihe (hier Teil 1, 2 und 3 ) habe ich etwas vor mir hergeschoben. Ich finde es nicht leicht, meine heutigen Gedanken verständlich zu machen. Nun gebe ich mir endlich den Ruck, den ich brauche, und schreibe.
Wie erkennt man Sünde?
“Sünde” ist nicht bloß eine juristische, moralische, ethische, theologische oder rationale Kategorie. Deshalb weiß, wer eine “zutreffende” Definition von “Sünde” hat und “richtig” identifizieren kann, was an bestimmten Haltungen und Verhaltensweisen “sündig” ist, noch lange nicht, worum es wirklich geht. Sünde ist eine “existentielle” und eine “geistliche” Kategorie, was bedeutet, dass man Sünde letztlich nur mit dem “Herzen” und durch “Offenbarung” erkennen kann. (Die zahlreichen Anführungszeichen signalisieren, dass jeder dieser Begriffe schon unterschiedlich verstanden werden kann, was meine heutige Aufgabe nicht erleichtert.)
Ein Beispiel kann verdeutlichen, was ich meine. In der Regel glauben Christen, dass Gott uns Menschen liebt. Zumindest glauben sie es mit dem Kopf. Aber viele haben festgestellt, wie weit der Weg vom Kopf zum Herzen ist. Zu wissen, dass Gott uns liebt, und eine Definition von Liebe zu haben, bedeutet noch lange nicht, dass unser Herz wirklich von der Liebe Gottes berührt ist. Immer wieder habe ich beobachtet (bei mir selbst und bei vielen anderen), wie sich das Leben von Menschen verändert hat, wenn die Liebe Gottes zu einer Erfahrung wurde. Auf einmal merken sie, dass sie Gott(es Liebe) nur vom Hörensagen kannten, aber nun hat ihr Herz ihn (und seine Liebe) gesehen (nach Hiob 42,5). Vor solchen Erfahrungen weiß man nicht wirklich, was Gottes Liebe ist, und es kann einem auch keiner erklären.
Ähnlich ist es mit Sünde. Man kann darüber reden und schreiben, soviel man will, doch eigentlich kann kein Mensch verstehen, was Sünde wirklich ist, solange er nicht eine Gottesbegegnung oder Gottesberührung (also eine “Offenbarung”) hat, in der ihm die Sünde gezeigt wurde. Paulus drückt das so aus:
Denn die Betrübnis nach Gottes Sinn bewirkt eine nie zu bereuende Buße zum Heil; die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod. (2. Korinther 7,10)
Es gibt viele “tödliche” Erfahrung mit “Sünde”:
bedrückende Schuldgefühle;
erfolglose Besserungsversuche und gute Vorsätze;
moralische Verurteilung und Ausgrenzung.
Wenn diese und änliche Haltungen bei denen, die “gesündigt” haben, oder denen, die ihnen ihre “Sünde” vorhalten, entstehen, ist “Betrübnis nach Gottes Sinn” und damit echtes Verständnis von Sünde sehr weit entfernt.
Wenn hingegen Gott uns unsere Sünde “zeigt”, entsteht eine andere Art von Traurigkeit. Plötzlich ist uns sonnenklar, was an unserem Verhalten das eigentlich “Hässliche” ist. Wir sehnen uns danach, anders zu sein. Und selbst wenn solch eine Erfahrung vorübergehend bitter ist, wird sie für uns zu einem Schatz, den wir nicht mehr missen möchten - sie “bewirkt eine nie zu bereuende Umkehr zum Heil”.
Zwei persönliche Erfahrungen. Als ich Christ wurde, lagen Jahre hinter mir, die man auch nach toleranten Gesichtspunkten als recht “sündig” bezeichnen würde. Ich hatte Menschen nachhaltig und teilweise unwiderruflich verletzt und geschädigt. Vom Kopf her wusste ich, wie schlimm mein Verhalten gewesen war. Aber für mein Empfinden waren es “gefühlte Bagatelldelikte”.
Ich war damals zu traumatisiert, um mich der Tragweite meiner Vergangenheit stellen zu können. Und Gott verschonte mich damit - bis er einige Monate nach meiner Bekehrung anfing, mich mit ihr zu konfrontieren. Dazu wählte er eine Situation, in der meine Mutter kräftemäßig am Ende war. Plötzlich “erkannte” ich, wie sehr ich sie in all den Jahren belastet hatte. Von einem Moment zum anderen wuchs der Maulwurfhügel meiner Schuld zu einem riesigen Berg.
Bemerkenswerterweise war diese Erfahrung frei von aller Verdammnis und Härte. Ich fühlte mich gleichzeitig von Gott geliebt und wusste, dass mir alles vergeben war. Aber ich wusste auf einmal auch, wie gravierend das war, was mir vergeben worden war. Ich war auf eine Weise zutiefst erschüttert, für die ich noch heute dankbar bin. Dieser Tag hat mich verändert und etwas in mein Leben gebracht, dass ich nicht wieder hergeben möchte.
Jahre später war ich junger Pastor. Manchmal, wenn ich mit gleichaltrigen Freunden zusammen war, zogen wir über andere Leute her. Sachlich war manche Kritik vielleicht berechtigt. Aber es war eine Dosis Verachtung und Spott dabei, wenn wir unsere Sprüche machten. God was not amused.
Eines Morgens “erwischte” der Heilige Geist mich in meinem Büro. Plötzlich standen meine Bemerkungen vor mir, und ich wurde von einer großen Traurigkeit erfüllt. Eine halbe Stunde heulte ich Rotz und Wasser über meine Worte. Auch diese Erfahrung ist für mich etwas Kostbares. Sie hat mich weiter verändert. Es gibt eine feine Grenze zwischen Kritik und Widerstand (die oft berechtigt und manchmal geboten sind) und sündhafter Verurteilung oder Verachtung. Manchmal überschreite ich diese Grenze noch, aber generell spüre ich, dass ich auch die Menschen respektiere und achte, gegen die ich Position beziehe(n muss).
Von Herz zu Herz
Wenn also Sünde nur mit dem Herzen richtig erkannt werden kann, dann ist eine notwendige Voraussetzung, über Sünde zu sprechen, dass man das Herz des anderen erreicht.
Es ist (sofern man es nicht zum Schutz Schwächerer tun muss) meist falsch, jemanden auf Sünde anzusprechen, dessen Herz man noch nicht gewonnen hat - der noch nicht eine “Erfahrung” von Gottes Liebe und von unserer Liebe gemacht hat.
Wir selbst brauchen ein reines Herz, d.h. wir müssen sicher sein, dass wir wirklich um des anderen willen handeln. (Wer ein abstraktes Heiligkeitsprinzip aufrechterhalten will, wer sich über das Verhalten eines anderen aufregt und ihn “auf Vordermann” bringen will, wer aggressive oder moralische Untertöne hat, wer religiös drauf ist, wer nach “mehr Buße” schreit, ist höchst ungeeignet, jemanden auf Sünde anzusprechen.)
Es muss in einem Kontext geschehen, indem das Herz des anderen berührt werden kann.
Paulus ist ein gutes Beispiel für den letzten Punkt. Oft wird er in frommen Kreisen als der kompromisslose Vertreter von Wahrheit und Heiligkeit angesehen. Man weist darauf hin, wie er die Galater zusammengeschissen hat, und plädiert für ähnliche Klarheit und Eindeutigkeit. Wer Paulus so einseitig interpretiert (hier bin auch ich für Ausgewogenheit), hat ihn nicht verstanden. An die Korinther schreibt Paulus:
Habe ich nun, indem ich mir dieses vornahm, etwa leichtfertig gehandelt? Oder was ich mir vornehme, nehme ich mir das nach dem Fleisch vor, damit bei mir das Ja-ja und das Nein-nein gleichzeitig wären? (2. Korinther 1,17)
Paulus hatte eine Reise nach Korinth angekündigt, dann aber nicht unternommen. Man warf ihm Wortbrüchigkeit vor. Was war der Grund für seine Reisestornierung?
Ich aber rufe Gott zum Zeugen an gegen meine Seele, daß ich, um euch zu schonen, noch nicht nach Korinth gekommen bin. (2. Korinther 1,23)
In Korinth liefen einige Dinge nicht rund. Man könnte das Sünde nennen. Paulus wusste, diese Dinge würden auf die Tagesordnung kommen, wenn er nach Korinth käme. Und er wusste, dass die Situation der Korinther und ihre Beziehung zu ihm gerade so war, dass er nicht ihr Herz erreichen (und sie zu der göttlichen Traurigkeit, von der eben die Rede war) bringen könnte, wenn er jetzt zu ihnen ginge.
Paulus war also eher bereit, sein Wort nicht zu halten und seine eigene Integrität in Zweifel ziehen zu lassen, als Leute in einer Situation auf Sünde anzusprechen, die nicht produktiv sein konnte. Er ließ lieber einen Schatten auf sich fallen, als einen auf andere zu werfen.
Mich bedrückt Sünde mehr, als der Leser meiner heiteren Blogeinträge vermuten mag. Ich meine zu sehen, wieviel Verletzungen sie anrichtet, wieviel Gutes sie verhindert. Und ich meine immer wieder zu sehen, dass es Bereiche von Sünde gibt, die ich Leuten nicht zeigen kann. Entweder würden sie gar nichts dabei finden; oder sie würden in die “Traurigkeit der Welt” verfallen, von der auch schon die Rede war, und sich selbst verurteilen; oder sie würden sich von mir verurteilt fühlen. Also halte ich die Klappe und liebe sie.
Aber ich sehne mich danach, dass der Heilige Geist in einer ganz neuen Tiefenwirkung als der “Überführende” tätig wird; dass Leute so tief erschüttert werden, wie noch nie zuvor in ihrem Leben; und dass sie sich gleichzeitig so tief geliebt fühlen, wie noch nie in ihrem Leben. Erst dann kann man eigentlich wissen, worüber man redet, wenn man sagt, etwas sei Sünde.
Zur Vertiefung: Hiob 42,1-6; Jesaja 6,1-8; Lukas 5,1-11; Lukas 22,61-62; Apostelgeschichte 2,37
Donnerstag, 29. Oktober 2009
Die Verheißung
Hier eine Antwort:
[Lk 1,67] Und Zacharias, sein Vater, wurde mit Heiligem Geist erfüllt und weissagte und sprach:
[Lk 1,68] Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, daß er sein Volk angesehen und
[Lk 1,69] Er hat uns ein Horn des Heils aufgerichtet im Hause Davids, seines Knechtes,
[Lk 1,70] wie er geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von Ewigkeit her: [Lk 1,71] Rettung von unseren Feinden und von der Hand aller, die uns hassen;
[Lk 1,72] um Barmherzigkeit zu üben an unseren Vätern und seines heiligen Bundes zu gedenken,
[Lk 1,73] des Eides, den er Abraham, unserem Vater, geschworen hat;
[Lk 1,74] daß wir, gerettet aus der Hand unserer Feinde, ohne Furcht ihm dienen sollen
[Lk 1,75] in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle unsere Tage.
Ich glaube, daß ich mein größter Feind bin.
(Das ist übrigens auch die Erfahrung des Paulus.
[Röm 7,24] Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? - )
Jesus hat mich errettet von mir selbst. Ich bin gekreuzigt.
[Röm 6,6] da wir dies erkennen, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, damit der Leib der Sünde abgetan sei, daß wir der Sünde nicht mehr dienen.
Ich muß mich auch nicht mehr fürchten!
Der Schuldbrief der gegen mich stand (und der Furcht vor Strafe verbreitet, wurde ans Kreuz geheftet.
[Kol 2,14] Er hat den Schuldschein gegen uns gelöscht,
Ich muß Gott nicht mehr aus Furcht vor Strafe Dienen.
Ich habe jetzt den Geist des Vaters in mir, der ständig ruft
Aba lieber Vater, (was kann ich für Dich tun)
Ich bin eine neue Schöpfung geworden
[2Kor 5,17] Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Heilig gemacht, gerecht gemacht kann ich Ihm jetzt dienen
Ist das bei mir im Praktischen Leben so?
Nein nicht immer, und nicht in jedem Bereich meines Lebens.
Aber ich glaube dem Gott, der an das glaubt, was er in mich hineingelegt hat, und der das Nicht-Seiende ruft, als ob es da währe.
Ich schaue nicht nur auf mein sichtbares Leben.
[Röm 4,16] Darum ist es aus Glauben, daß es nach Gnade
[Röm 4,17] - wie geschrieben steht: «Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt» - vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht (Ich war ein Toter, der jetzt lebendig ist) und das Nichtseiende (und das Nichtseiende ist ein heiliger und gerechter Helmut, der den Vater vom ganzen Herzen liebt und Ihm dient) ruft, wie wenn es da wäre;
[Röm 4,18] der gegen Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt hat, damit er ein Vater vieler Nationen werde, nach dem, was gesagt ist: «So soll deine Nachkommenschaft sein.»
[Röm 4,19] Und nicht schwach im Glauben, sah er seinen eigenen, schon erstorbenen Leib an, ( Ich schaue nicht auf die Dinge die ich immer noch tue) da er fast hundert Jahre alt war, und das Absterben des Mutterleibes der Sara
[Röm 4,20] und zweifelte nicht durch Unglauben an der Verheißung Gottes, sondern wurde gestärkt im Glauben, weil er Gott die Ehre gab.
[Röm 4,21] Und er war der vollen Gewißheit, daß er, was er verheißen habe, auch zu tun vermöge. (Mein Vater wird in diesem Leben hevorkommen lassen, was er im Himmel schon gerufen hat)
(Welche Rolle spielt jetzt noch Buße und Umkehr)
Darüber ein anderes Mal. :-)
Dienstag, 27. Oktober 2009
Selbstgemacht oder Gottgewirkt
Zur Zeit wird ja viel diskutiert über die Lehre von Geist- Seele-- Leib
Ich hörte die Lehre zu ersten mal von Watchman Nee.
Das Verständnis, daß es zweierlei Qellen für unser Verhalten gibt hat mein Leben sehr beeinflußt.
WATCHMAN NEE
Trennung von Seele und Geist
„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksamund schärfer als jedes zweischneidige Schwertund dringt durch bis zur Scheidung von Seeleund Geist, von Gelenken und Mark, und vermagdie Gedanken und Absichten des Herzens zu beurteilen“
(Hebr. 4:12).
Die Unterscheidung von Seele und Geist ist für das Wachstum des geistlichen Lebens eines Christen von äußerster Wichtigkeit.
Wie sonst kann er nach den Dingen des Geistes trachten und dadurch geistlich wachsen,wenn er Seele und Geist nicht voneinander zu unterscheiden vermag? Solange er den Unterschied zwischen Seele und Geist nicht kennt, wird er notgedrungen immer wieder Seelisches für geistlich halten, er wird alsoin seiner Seele bleiben und nicht imstande sein, zu den Dingen des Geistes durchzudringen.
Das Wort Gottes beschreibt uns an vielen Stellen die Verhaltensweisen sowohl unsererSeele als auch unseres Geistes:
Wir lesen von Menschen, die in ihrer Seele betrübt sind und auch von Menschen, die in ihremGeist betrübt sind, von Menschen, die sichin ihrer Seele freuen und von Menschen, die sich in ihrem Geist freuen.
Manche folgern nun aus solchen Versen, dass Seele und Geist sicherlich dasselbe seien. Aber das ist so, wie wenn man sagen würde: „Du kannst essen und ich kann auch essen – du bist also ich.“ Lesen wir deshalb noch einmal Hebräer4:12:
„Denn das Wort Gottes ist lebendig undwirksam und schärfer als jedes zweischneidigeSchwert und dringt durch bis zur Scheidung vonSeele und Geist …“
Dieser Vers zeigt uns klar,dass Geist und Seele voneinander geschieden werden können und dass sie folglich nicht dasselbe sind – Seele ist Seele, und Geist ist Geist.
In 1. Mose 2 wird uns berichtet, wie Gott im Anfang den Menschen aus Erde schuf und den „Odem des Lebens“ in seine Nase blies. Sobald nun dieser Odem des Lebens mit seinem Leib in Berührung kam, war seine Seele geboren. Diese Seele ist die eigentliche Persönlichkeit des Menschen, der„Odem des Lebens“ aber ist der Geist des Menschen. Er stammt von Gott.
Der Geist besitzt ein unmittelbares Bewusstsein von Gott, er erkennt die Stimme Gottes und kann mit Gott direkt Gemeinschaft haben.
Als aber Adam fiel, ist damit sein Geist Gott gegenüber abgestorben und völlig unbrauchbar geworden. Er geriet derart unter die Herrschaft seiner Seele, dass Seele und Geist nicht mehr zu unterscheiden waren.
Dies war auch bei allen Nachkommen Adams der Fall. Sobald nun aber ein Mensch wiedergeboren wird, wird sein Geist Gott gegenüber wieder lebendig. Allerdings ist er nach wie vor mit der Seele vermischt und dies Letztere ist nun der Grund, warum wir das Wort Gottes so nötig brauchen, nämlich damit bei uns Seele und Geist wieder voneinander geschieden werden.
Zweierlei Ursprung: Seele oder Geist
Obwohl Seele und Geist von außen gesehen ähnliche Erscheinungsformen haben, gehören sie doch völlig verschiedenen Bereichen an, wie auch ihr Ursprung ein jeweils ganz anderer ist. Nehmen wir an, du bist heute freudiger Stimmung. Entstammt diese Freude deiner Seele oder deinem Geist?
Dies allein ist hier von Bedeutung. Es kommt nicht darauf an, ob du freudig bist, sondern darauf, woher deine Freude stammt.
Oder vielleicht bist du traurig – woher aber stammt nun diese Trauer? Kommt sie aus deiner
Seele oder aus deinem Geist?
Gott fragt immer nur danach, aus welcher Quelle etwas kommt. Betrachten wir ein Beispiel in der Schrift:
Gott hat Abraham einen Sohn verheißen zu einer Zeit, als er schon sehr alt war und nur noch wenig Hoffnung auf einen Nachkommen haben konnte. Nachdem nun Abraham lange gewartet hatte und die Verheißung Gottes immer noch nicht in Erfüllung gegangen war, gab ihm seine Frau den Rat, zu Hagar einzugehen:
Ismael wurde geboren. Die Verheißung Gottes dagegen sollte sich erst 14 Jahre später erfüllen: Sara gebar den Isaak. Was nun Ismael und Isaak eigentlich bedeuten, können wir aus den entsprechenden Kapiteln von 1. Mose (Kapitel 15, 16, 17 und 21) allein noch nicht erkennen,sondern erst das vierte Kapitel des Galaterbriefes zeigt uns, was es mit ihnen in Wirklichkeit auf sich hat:
Der eine, sagt Paulus dort, ist nach dem Fleisch geboren, der andere aber durch die Verheißung. Sind wir uns bewusst, was dieser Unterschied bedeutet?
Wir denken immer, es reiche schon, wenn wir überhaupt einen Sohn bekommen, aber Gott fragt, wie wir zu diesem Sohn gekommen sind. Wir sind schon zufrieden, wenn wir überhaupt einen Sohn haben, sei es nun ein Ismael oder ein Isaak;
aber Gott ist nicht zufrieden, denn sein Wort spricht von Ismael als von dem, der nach dem Fleisch ist, von Isaak dagegen als von dem, der nach dem Geist ist.
Ismael ist das, was ein Christ durch seine eigene Klugheit und seine eigene Kraft hervorbringt,
Isaak aber das, was Gott hervorbringt und was ihm selbst entstammt.
Was heißt nun also „nach dem Fleisch“ und was heißt „nach dem Geist“? Das Erstere bezeichnet das, was du aus dir selbst getan hast, das Letztere dagegen das, was Gott gewirkt hat. Hierin liegt der wesentliche Unterschied.
Das Eine kannst du selbstständig tun, völlig unabhängig von Gott und ohne auf ihn zu warten – nämlich wenn du seelisch bist und aus deiner Seele heraus handelst, das heißt nach dem Fleisch.
Es gibt jedoch auch eine andere Möglichkeit. Nur wenn Gott spricht, kann ich sprechen, nur
wenn Gott wirkt, vermag ich etwas zu tun – ich muss in allem auf ihn schauen und auf ihn warten, ich bin völlig abhängig von ihm.
Dies bedeutet geistlich, d.h. nach dem Geist sein. Wir müssen uns deshalb stets fragen: Tue ich dies jetzt im Geist oder nicht?
Dies ist die entscheidende Frage. Oft nämlich ist nach unser aller Erfahrung das, was wir getan
haben, richtig, und doch spüren wir, wie uns innerlich etwas verdammt – und das nicht etwa deshalb, weil wir es nicht gut gemacht hätten, sondern einfach weil Gott es nicht gemacht hat. Die Quelle war eine andere als der Heilige Geist.
Vom Menschen oder von Gott
In 1.Korinther 3 spricht Paulus vom Aufbau und nennt diesen „das Werk eines jeden“.
Manche, so sagt er, bauen mit Gold, Silber und Edelsteinen, andere dagegen mit Holz, Heu und Stroh.
Was ist nun der Unterschied zwischen einem Werk aus Gold, Silber und Edelsteinen und einem solchen aus Holz, Heu und Stroh? Im Worte Gottes bedeuten Gold, Silber und Edelsteine das, was von Gott kommt:
Gold stellt die Herrlichkeit Gottes des Vaters dar, Silber das Erlösungswerk des Sohnes, und Edelsteine schließlich – da sie in der Erde durch Umwandlung mittels Druck und Hitze entstanden sind – bedeuten das Umwandlungs- und Aufbauwerk des Heiligen Geistes.
Das Werk aus Gold, Silber und Edelsteinen entsteht also durch nichts anderes als allein durch die
ewige Herrlichkeit Gottes, durch das Kreuz des Sohnes und durch das Umwandlungs und Aufbauwerk des Heiligen Geistes.
Was bedeuten dann aber Holz, Heu und Stroh?
Holz, Heu und Stroh bezeichnen jeweils das, was vom Menschen selbst kommt: Die Herrlichkeit des Menschen ist wie Gras und seine Natur wie Holz und das, was er hervorbringt, wie Stroh. Gold, Silber und Edelsteinesind ein Bild für das, was von Gott kommt – Holz, Heu und Stroh hingegen ein Bild für das, was vom Menschen kommt.
Gold, Silber und Edelsteine finden sich nicht an der Oberfläche der Erde, sondern tief in ihrem Inneren, und so muss man auch tief graben, um zu ihnen zu gelangen.
Holz, Heu und Stroh wachsen dagegen an der Oberfläche und sind leicht zu haben.
Was von tief innen heraus geboren und gewachsen ist, trägt das Merkmal göttlichen Wirkens; alles aber, was nach dem Fleisch getan wird, stammt vom Menschen selbst und ist wertlos.
Was so leicht und gekonnt getan werden kann, hat selten geistlichen Wert, denn meist ist es nur etwas Äußerliches.
Nur was von tief innen herauskommt, besitzt geistlichen Wert. Auf diesen Unterschied müssen wir sehr achten – ob wir predigen oder evangelisieren oder was immer wir tun.
Manche müssen, bevor sie das Evangelium predigen können, auf Gott warten, und voller Vertrauen schauen sie auf ihn, bis sie von ihm eine Last bekommen, gleichsam, als ob sie schwanger würden, und was sie dann gebären, ist ein Werk aus Gold, Silber und Edelsteinen.
Andere Leute predigen aber das Evangelium, weil sie einen klugen Kopf haben, gut reden können
und ein gutes Gedächtnis besitzen.
Deshalb können sie so leicht predigen und sind voller Aktivität. Aber vor Gott ist das alles Holz, Heu und Stroh, ohne jeden geistlichen Wert.
Ich kannte einen Bruder, dessen Predigten äußerlich beurteilt einen guten Eindruck machten und der also durchaus hätte zufrieden sein müssen. Aber seltsamerweise fühlte er sich, je länger er predigte, innerlich umso leerer. Äußerlich schien er mit viel Kraft das Wort auszurichten, aber innerlich wurde er immer hungriger, trockener und leerer.
Nach der Predigt musste er vor Gott seine Sünde bekennen, dass er alles das aus sich selbst getan hatte.
Es kommt also nicht darauf an, wie das Werk äußerlich aussieht, sondern wer es getan hat. Dieser Unterschied liegt nicht in den Worten einer Predigt, auch nicht in ihrem äußeren Ergebnis, sondern vielmehr in ihrer Quelle.
Daher kann es geschehen, dass, wenn zwei das selbe predigen und auch durchweg dieselben
Worte benutzen, doch die Zuhörer bei dem einen das Gefühl haben, lediglich einen klugen Menschen vor sich zu sehen, bei dem anderen hingegen einen Menschen, der Gott kennt.
Bei manchen, denen wir begegnen, müssen wir mit Ehrfurcht bekennen: „Gott ist hier“. Bei anderen hingegen können wir nur sagen, dass sie klug und redebegabt sind. Nur wenn du selbst Gott berührt hast, kannst du auch andere mit ihm in Berührung bringen. Wenn du aber lediglich
deine Seele berührt hast, kannst du die Menschen auch nur mit diesem deinem Selbst in Berührung bringen. Dieser Unterschied ist wirklich von entscheidender Bedeutung.
Selbstgemacht oder von Gott gewirkt
Was eben gesagt wurde, gilt durchaus nicht nur in unserem ausdrücklichen Dienst für den Herrn, sondern ebenso in allen anderen Bereichen unseres täglichen Lebens. Ein Bruder, der einmal einer Aussprache wegen zu einem Diener Gottes kam, hatte große Angst, von diesem kritisiert zu werden; er gab sich die größte Mühe, die ganze Zeit über, während er mit ihm sprach, Demut zu beweisen.
Seine Haltung, seine Worte – alles an ihm war Demut, aber während er sich so sehr bemühte, konnte doch sein Zuhörer nur Mitleid für ihn empfinden.
Wenn jemand wirklich demütig ist, braucht er sich nicht so große Mühe zu geben. Dieser
Bruder hatte Demut vorgespielt, und deswegen war es auch so anstrengend für ihn gewesen.
Es nahm sich zwar alles bei ihm sehr demütig aus und eine gewisse Demut war wohl auch in der Tat vorhanden, aber es war eine gekünstelte Demut, etwas Seelisches.
Wenn dagegen Gott in einem Menschen Demut wirkt – welch ein Unterschied! Ein solcher Mensch ist dann wahrlich demütig, und zwar ohne dass er sich dessen überhaupt bewusst wäre; wer aber
mit ihm umgeht, wird das Werk Gottes an ihm erkennen.
Einer, der sich schminkt, muss ständig in den Spiegel schauen, um sich zu vergewissern, dass nichts verschmiert ist.
Mose aber, als sein Angesicht leuchtete, war sich dessen überhaupt nicht bewusst.
Was Gott in einem Menschen wirkt, das ist dieser dann auch – und das ist geistlich. Was einer dagegen aus sich selbst heraus fabriziert, ist seelisch; und weil ihn dies Selbermachen stets viel Mühe kostet, ist es denn auch kein Wunder, dass er das Christsein höchst anstrengend findet – er hat nicht erkannt, dass ein Christ sich überhaupt nicht anzustrengen braucht.
Wir meinen immer, mit einem äußerlich im Großen und Ganzen korrekten Verhalten Gott schon Genüge getan zu haben, doch Gott fragt einzig nur nach dem inneren Ursprung unseres Verhaltens:
Ist es von Gott gewirkt oder haben wir es mit der Energie unseres Fleisches selbst fabriziert?
So viele, und man muss fast Mitleid mit ihnen empfinden – mühen sich z.B. ab, geduldig zu
sein, während andere, ohne sich dessen bewusst zu sein, einfach geduldig sind – geduldig
aber, wie wir mit Ehrfurcht bekennen müssen, weil Gott ein entsprechendes Werk an ihnen getan hat.
Das eine Mal ist der Ursprung der Mensch selbst, das andereMal aber Gott, und hierin allein – nicht in dem äußeren Ergebnis – liegt der ganze Unterschied.
Natürliche oder geistgewirkte Eigenschaft
Aber auch wenn dich Eigenschaften wie Geduld keine Anstrengung kosten, so braucht dies doch noch lange nicht zu bedeuten, dass sie aus deinem Geist kommen – vielmehr mögen sie dir einfach deswegen so leicht fallen, weil sie deinem natürlichen Wesen entsprechen.
Manche z. B. sind von Natur aus sanftmütig; aber eines Tages werden sie plötzlich erkennen, dass ihre angeborene Sanftmut mit der, die der Herr in sie einwirken will, überhaupt nichts zu tun hat.
Andere, die eine natürliche Menschenliebe besitzen, werden früher oder später herausfinden, dass ihre angeborene Liebe von der des Herrn völlig verschieden ist.
Und wieder andere, die ihrem ganzen Wesen nach sehr demütig sind, werden eines Tages entdecken, dass die Demut, die der Herr in ihnen wirken will, ganz anders ist als ihre eigene, natürliche Demut.
Es ist offensichtlich, dass eine solche angeborene Veranlagung noch sehr viel leichter zu einem Ersatz für ihre jeweilige geistliche Entsprechung werden kann als etwas Fabriziertes oder Nachgemachtes.
Und in der Tat verwechseln wir Menschen sehr oft unsere gute natürliche Veranlagung mit dem, was Gott erst noch in uns wirken muss.
Deshalb sollten wir uns stets der Tatsache bewusst bleiben, dass nichts, was von uns selbst bzw. von unserer Seele kommt, mit Gott irgend etwas zu tun hat. Nur was von unserem Geist kommt, hat mit Gott zu tun.
Auch der von Natur aus sanftmütigste Mensch wird eines Tages erleben müssen, wie die Versuchung zum Zorn seine natürliche Sanftmut beiseite fegt.
Jeder ist mit seiner natürlichen Sanftmut einmal am Ende, und desgleichen gelangt auch seine Geduld über kurz oder lang an ihre Grenze.
So geht es grundsätzlich mit aller guten natürlichen Veranlagung. Menschliche Kraft aber, die uns von Gott gegeben ist, ist anders, sie ist von Grund auf von jener verschieden.
Was der Herr zu tun vermag, ist mir aus eigner Kraft zu tun nicht gegeben; wenn ich nun doch etwas vermochte, z.B. in irgendeiner Sache geduldig zu bleiben, so war nicht ich der Geduldige, sondern es geschah vielmehr von dem Herrn, der in mir wirkt.
Hinterher frage ich mich erstaunt, wie das nur zuging, und wer eigentlich hier geduldig war, und dann kann ich dem Herrn nur mit Dank und Lob bekennen:
„Herr, ich selbst habe überhaupt keine Geduld, aber ich lobe dich und danke dir, dass du meine Geduld bist! Du bist der Geduldige in mir!“
Nur was der Herr wirkt, nur was aus unserem Geist kommt, nur das ist geistlich.
Seele und Geist unterscheiden
Wie aber können wir erkennen, was nun seelisch ist und was geistlich? Von der äußeren Erscheinungsform her, darüber müssen wir uns im Klaren sein, vermögen wir es jedenfalls nicht so leicht zu unterscheiden, nicht einmal bei uns selbst.
Aber auch wenn ich mich – um es wenigstens bei mir selbst herauszufinden – ständig mit der
Frage beschäftige, ob das, was ich gerade tue, vom Geist ist oder von der Seele, so werde ich doch dadurch zu keiner Klarheit kommen.
Solch dauerndes Sich-Befragen und In-Sich-Hineinhorchen ist ohne jeden geistlichen Wert, selbst wenn wir es bis zur peinlichsten Selbstanalyse treiben wollten.
Im Gegenteil, es führt nicht nur zu nichts, sondern es lähmt auch unser geistliches Leben, ja, es macht uns regelrecht krank.
Wir müssen sehen, dass sich uns die Dinge des Geistes durch solches Fragen und Forschen und Analysieren niemals aufschließen werden und wir sie so auch niemals richtig werden sehen können.
Wirkliches Sehen kommt vielmehr allein von Gottes Erleuchtung. Wenn sein Licht auf uns fällt, sehen wir automatisch.
Deswegen sollen wir uns nicht länger herumquälen mit unserem Fragen, ob unser Tun nun geistlich oder ob es seelisch ist, sondern wir sollen einfach nur Gott bitten, dass sein Wort wirklich in uns hineinkommt und uns erleuchtet.
Dieses Wort ist lebendig und wirksam und schärfer als ein zweischneidiges Schwert, so scharf, dass es durchdringt, bis es Seele und Geist, Bein und Mark scheidet.
Sobald nur dieses Wort wirklich in dich hineingelangt, wirst du sehen, was vom Geist ist und was von der Seele, ja, noch mehr, es wird sogar in dir zu jemandem werden, der dich beurteilt und dessen Urteil schwerer wiegt als alles Urteilen der Menschen.
Du fängst z. B. an, irgendeine Arbeit zu tun, da sagt etwas in dir: „Das ist nicht richtig“; bei einer anderen Gelegenheit ist da aufs Neue diese innere Stimme: „Das ist nicht tief genug“, oder während du noch mitten in einem Gespräch bist, mahnt etwas in dir: „Sage dies nicht“, usw.
Diese hier unterscheidende Kraft wirkt von innen her, völlig unbeeinflusst von außen. Wenn du innerlich siehst, siehst du wirklich.
Nehmen wir einmal an, jemand gibt dir zu bedenken, dass, wenn du dies und jenes tun wirst, es
vielleicht von dir selber stammen könnte, und dann überlegst du und kommst am Ende selbst zu dem Schluss, dass es wohl inder Tat so ist.
Aber dieses Urteil ist nicht unbedingt von Bedeutung. Was allein ausschlaggebend und von Bedeutung ist, ist dein inneres Sehen.
Möge der Herr uns Gnade geben, dass wir dieses innere Licht bekommen und innerlich sehen und unterscheiden können.
Die Grundvoraussetzung dafür, dass ein Christ fähig wird zu unterscheiden, ist die Scheidung von Seele und Geist.
Zu dieser Scheidung und damit dann auch zu jenem Unterscheidungsvermögen kommt man nicht durch das Lernen des Wortes, sondern allein durch innere Erleuchtung.
Wir hoffen vor Gott, dass sein Wort in uns eindringt, dass es in uns leuchtet und uns klar zeigt, was in unseren Werken und in unserem Leben von unserer Seele kommt und was von ihm.
Samstag, 24. Oktober 2009
Nochmal über das Denken
In meinem jetzigen Lebensabschnitt sehe ich manches aus einem anderen Blickwinkel, aber ich finde es trotzdem eine sehr gute Seite.
In bezug auf unsere Denkweise, möchte ich besonders auf dieses Manuskript verweisen.
Es lohnt sich damit auseinaderzusetzen.
Wer so etwas mag, natürlich ;-)
Freitag, 23. Oktober 2009
Über den Umgang mit unserem Verstand
Verstand abschalten?
Nein das dürfen wir nicht. !!!!
Wir würden uns jeder geistlichen Macht öffnen!!!!!
Der Teufel hätte Zutritt in unser Leben.
Das ist wahr!!!!!!!!!!!!
Zum Teil!!!!!!!!!!
Aber Teilwahrheiten sind die gefährlichsten Lügen.
Welche Aufgabe hat der Verstand?
Ich möchte Ihn mit einem Vierenscanner und einem Firewall vergleichen.
Er schützt uns, und sorgt dafür, daß Türen geschlossenbleiben, die geschlossen sein sollen.
Aber wir wissen
Firewall sind nur so gut, wie Ihre Einstellung!!!!!!!!
Wer hat nicht schon mal mit dem Gedanken gespielt seinen Firewall zu deinstallieren? *g*
Sollte man nicht!!
Es ist besser den Umgang mit Ihm zu erlernen.
Vorübergehend können wir Ihn mal abstellen (mit der notwendigen Vorsicht)
Aber er ist auch ganz nützlich
Das Problem ist, daß er auch nützliche Verbindungen blockieren kann.
[2Kor 10,4] denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig für Gott zur Zerstörung von Festungen; so zerstören wir Vernünfteleien [2Kor 10,5] und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen jeden Gedanken gefangen unter den Gehorsam Christi
Es ist wichtig, daß wir unseren Verstand so arbeiten lassen, wie Gott es vorgesehen hat.
Und noch einer
Verstand abschalten, vorübergehend und vorsichtig!
[Spr 3,5] Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlaß dich nicht auf deinen Verstand;
Es heißt hier nicht: und gebrauche nicht Deinen Verstand.
Ich würde sagen es geht darum daß wir dem Verstand nicht so vertrauen als ob er unfehlbar währe.
Manchmal ist es gut, Ihn für eine Zeit zum Schweigen zu bringen.
Unser Verstand hat seine Grenzen.
Ich möchte 2 Wege beschreiben, die ich anwende um meinem Verstand zu lehren, daß er manchmal schweigen soll
Ein Weg ist das Sprachengebet.
[1Kor 14,14] Denn wenn ich in Zungen bete, so betet zwar mein Geist, aber mein Verstand ist ohne Frucht.
Ein anderer Weg ist. daß ich in einer bestimmten Art über das Wort Gottes nachsinne.
Ich nehme eine Bibelvers und murmle *g* ihn vor mich hin
Ich bin mit Christus gekreuzigt.
Nun lebe nicht mehr ich! Ich bete dabei in Sprachen.
In dieser Zeit erlaube ich meinem Verstand es nicht mir zu erklären.
Ich bin mit Ihm gestorben. Ich glaube, daß Gott tief in meinem Herzen wirkt.
Ich bin mit Ihm gestorben.
Ich lese die Bibelstelle, lerne sie auswendig, bete in Sprachen usw
Wenn man lernt ein paar Minuten in dieser Weise über das Wort nachzusinnen, lernen wir unseren Gott immer besser kennen.
Danach sollten wir unseren Verstand wieder normal weiterarbeiten lassen*g*
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Donnerstag, 22. Oktober 2009
Verschiedene Arten zu Denken
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Denkst Du noch, oder lebst Du schon?
Ist das richtig, oder ist das falsch? Ich glaube, das logische Denken, das in unseren Breitengraden von klein auf eingeübt wird hat seine Schattenseiten. Ich habe es nicht ganz verworfen, aber man sollte es auch nicht überschätzen.
Die Welt der Gedanken ist das Schachbrett, auf dem der Teufel seine Spiele spielt.
Durch Gedanken kann er uns zum Sorgen verführen.
[Mt 6,25] Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise, und der Leib mehr als die Kleidung?
[Mt 6,26] Sehet hin auf die Vögel des Himmels, daß sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie? [Mt 6,27] Wer aber unter euch vermag mit Sorgen seiner Größe eine Elle zuzusetzen?
[Mt 6,28] Und warum seid ihr um Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht.
[Mt 6,29] Ich sage euch aber, daß selbst nicht Salomon in all seiner Herrlichkeit bekleidet war wie eine von diesen.
[Mt 6,30] Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das heute ist und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, nicht vielmehr euch, Kleingläubige?
In unseren Gedanken, kann der Feind Festungen bauen und Vernuftschlüsse installieren.
[2Kor 10,4] denn die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern göttlich mächtig zur Zerstörung von Festungen;
[2Kor 10,5] indem wir Vernunftschlüsse zerstören und jede Höhe, die sich erhebt wider die Erkenntnis Gottes, und jeden Gedanken gefangen nehmen unter den Gehorsam des Christus,
Wir sollen uns nicht auf unsere Denkfähigkeit verlassen.
[Spr 3,5] Vertraue auf den HERRN mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand!
Wenn wir Gott nicht kennen ist unser Verstand verfinstert.
[Eph 4,17] Dies nun sage und bezeuge ich im Herrn, daß ihr nicht mehr wandeln sollt, wie auch die Nationen wandeln, in Nichtigkeit ihres Sinnes;
[Eph 4,18]
Ich will nur das Vertrauen in unserere Fähigkeit, gottgemäß zu Denken, in Frage stellen und ein bisschen erschüttern.
Manchmal hält man sich für weise, und ist doch doof. :-)
[Röm 1,21] weil sie Gott kannten, ihn aber weder als Gott verherrlichten noch ihm Dank darbrachten, sondern in ihren Überlegungen in Torheit verfielen und ihr unverständiges Herz verfinstert wurde.
[Röm 1,22] Indem sie sich für Weise ausgaben, sind sie zu Narren geworden