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Samstag, 22. Oktober 2011

Bewegendes

Manchmal muss man unseren Glauben mit ganz fremden Augen sehen, um die offensichtlichen Schätze wahrzunehmen... so, wie mit den Augen von Ming, dem Mädchen aus China.


Das Mädchen Ming

Vor einigen Jahren pochte es schüchtern an meine Tür, wie mit dem zaghaften Finger eines Kindes. Ich ging rasch hin, um zu öffnen. Da stand ein kleines, weibliches Wesen, meiner Schätzung nach gerade über das Jungmädchenalter hinaus, und nach einer Fülle von Begrüßungszeremonien gelang es mir, sie zum Eintritt in das Zimmer zu bewegen, wo sie ihr Anliegen vorbrachte. »Ming möchte von deinen Göttern hören, fremder Priester«, sagte das Mädchen, »denn sie hat gehört, dass deine Götter die Frauen nicht verschmähen, die zu ihnen kommen. Aber Ming ist aus keinem guten Hause, sie ist ein Findelkind, das man aussetzte, weil es bloß ein Mädchen war. Eine habgierige Frau hat das Mädchen großgezogen, um eine billige Magd zu bekommen. Dies ist mein Leben. Und so frage ich den fremden Priester, ob seine Götter auch die Magd Ming in ihrem Dienst dulden werden.«

Da begann ich erst einmal zu erzählen, dass wir keine Götter haben, sondern nur einen Vater, der im Himmel ist und der im Anfang Mann und Weib schuf und auch das Weib liebte und ehrte, so wie er den Mann geliebt und geehrt hat.

Atemlos fast hörte sie zu und las mir die Worte von meinen Lippen. Da tat ich einen weiteren Schritt und erzählte ihr, wie er ein armes Mädchen berufen, die Mutter seines Sohnes zu werden... Als ich so weit gekommen war, erhob sie abwehrend die Hände: »Fremder Priester«, bat sie, »ich bitte dich, Ming nicht zu betrügen. Erzähle, dass es ein Märchen ist, das man bei fremden Völkern den Kindern erzählt, wenn sie weinen, damit sie wieder froh werden. Unmöglich erscheint es Ming zu glauben, dass Gott einer Frau so Großes tat.«

Ich aber betete in meinem Herzen und erklärte das Wunder aller Wunder, die Wahrheit aller Wahrheiten, dass unser Gott Mensch wurde aus Maria, der Jungfrau.

Da geschah etwas Seltsames, etwas, das mich tiefer ergriff als alles, was ich erlebt hatte. Das Mädchen Ming ließ sich auf die Knie nieder, und nach chinesischer Sitte wählte sie die tiefste Form der Anbetung. Ihre Stirn berührte den Boden. So kauerte sie lang. »O unbekannter Gott«, hörte ich sie murmeln, »unbekannter Gott, Ming dankt Dir zum ersten Mal, dass sie da ist!« Ich wagte nicht, mich zu rühren. Endlich richtete das Mädchen sich auf. Ihr Gesicht war nass von Tränen. Da wollte ich etwas sagen, aber wieder erhob sie die Hand.

»Fremder Priester«, bat sie, »gewähre eine Zeit der Ruhe. Denn habt ihr mehr solcher Wahrheiten, wird Ming an ihnen sterben, weil sie zu schwer sind für ihr Herz.«

Otto Bohr

Samstag, 18. Juni 2011

Wir verhungern am gedeckten Tisch

Der Musiker (Eine wahre Geschichte)

An einer U-Bahnhaltestelle in Washington DC, spielte ein Mann an einem kalten Januar Morgen für 45 Minuten, auf seiner Violine sechs Stücke von Bach. Während dieser Zeit benutzten ca. 2000 Menschen diese Haltestelle, die meisten auf dem Weg zur Arbeit.

Nach etwa 3 Minuten bemerkte ein Passant die Musik. Für ein paar Sekunden verlangsamte er seine Schritte, um dann schnell wieder seinen Weg zur Arbeit fortzusetzen.

4 Minuten später: Der Geiger erhält seinen ersten Dollar. Eine Frau wirft ihm einen Dollar in den Hut ohne ihr Tempo zu verringern.

6 Minuten später: Ein junger Mann lehnt sich gegen die Wand um zuzuhören. Dann blickt er auf seine Uhr und setzt seinen Weg fort.

10 Minuten später: Ein etwa 3jähriger Junge bleibt stehen, aber seine Mutter zieht ihn fort. Das Kind
bleibt erneut stehen, um dem Musiker zuzusehen, aber seine Mutter treibt ihn an und das Kind geht weiter.

Mehrere andere Kinder verhalten sich ebenso. Aber alle Eltern, ohne Ausnahme, drängen ihre Kinder zum
schnellen Weitergehen. Nach 45 Minuten: Der Musiker spielt ohne abzusetzen.

Nur 6 Menschen insgesamt blieben stehen und hören für kurze Zeit zu. Zirka 20 Personen geben ihm Geld und gehen in ihrer normalen Geschwindigkeit weiter. Die Gesamteinnahmen des Mannes sind 32 Dollar.
Nach einer Stunde: Der Musiker beendet seine Darbietung und es wird still. Niemand nimmt Notiz und niemand applaudiert. Es gibt keine Anerkennung.

Niemand wusste es, aber der Violinist war Joshua Bell, einer der größten Musiker der Welt. Er spielte eines der komplexesten und schwierigsten Musikstücke,die je geschrieben wurden auf einer Violine im Wert von 3,5 Millionen Dollar!

Zwei Tage zuvor spielte Joshua Bell vor ausverkauftem Haus in Boston das gleiche Stück, zu einem Durchschnittspreis von 100 Dollar pro Platz. Dies ist eine wahre Geschichte. Joshua Bell spielte inkognito in der Untergrundstation.

Auftraggeber dieses sozialen Experimentes über Wahrnehmung, Geschmack und Prioritäten war die
Washington Post.

Diese Experiment warf folgende Fragen auf: Können wir Schönheit in einem alltäglichen Umfeld, zu einem unangemessenen Zeitpunkt, wahrnehmen?

Wenn dem so ist, nehmen wir uns Zeit sie Wertzuschätzen?

Erkennen wir Talent in einem unerwarteten Kontext? Eine mögliche Schlussfolgerung dieses Experimentes könnte sein:

Wenn wir nicht einmal einen Moment Zeit haben anzuhalten, um einem der besten Musiker der Welt zuzuhören, während er eines der wundervollsten Musikstücke spielt auf einem der schönsten Instrumente, die je gebaut wurden; Wie viele andere Gelegenheiten verpassen wir, wenn wir durchunser Leben hasten?
(aus J. Seelmann Trainings, 64. Inspirationsbrief Februar/März 2011)

Samstag, 18. Juli 2009

Was ich habe

[Apg 3,6] Petrus aber sprach: Silber und Gold besitze ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi, des Nazoräers: Geh umher!

Also Silber und Gold haben wir nicht.
Viele von uns jedenfalls :-)
Aber was haben wir dann.
Vollmacht Kranke zu heilen? Na ja; ich meine jetzt nicht Theoretisch Glaubensmäßig!!
Ich denke es währe noch verbesserungsfähig, oder?
Sieht man bei uns die Herrlichkeit von der Jesus gebetet hat?

[Joh 17,22] Und die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, daß sie eins seien, wie {wir} eins sind
Viele wünschen sich die Einheit, aber die Einheit kommt nachdem man die Herrlichkeit empfangen hat.
So haben wir die Einheit oft auch nicht im praktischen Leben.

Diese Liste ließe sich fortführen.
Aber was haben wir.

'Wir haben einen Koffer voll mit Theologie die unsere Vollmachtslosigkeit erklären,
Wir haben viele Theologisch fundierte Ausreden, die unsere Wunderlosigkeit rechtfertigen.
Mancher Ort`s findet man auch noch Scheiterhaufen um Ketzer Ihre gerechte Strafe zu geben.
Wir haben viele Warnschriften die wir Menschen geben können wenn sie in Gefahr sind den rechten Weg zu verlassen.

Na, das ist doch was!!

Soll niemand sagen; wir haben nichts.

Das heißt jetzt nicht, daß man über Dinge die absolut falsch laufen nichts sagen soll.
Es wird zur Zeit einiges über Wort und Geist gepostet und auch ich habe mich zur Zeit von Wort und Geist zurückgezogen.
Hier ein Artikel von Martin Dreyer

Ich möchte dazu noch sagen, daß Gott mich durch die Geschwister von Wort und Geist früher sehr berührt hat.
Ich bete von ganzem Herzen für meine lieben "Wort und Geist Geschwister".
Meine Glaubensfundamente habe ich mit Erlaubnis von Röhrenbach übernommen, meiner Situation angepasst und mit denen stimme ich immer noch überein.