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Mittwoch, 19. Januar 2011

Buchempfehlung

Ein sehr empfehlenswehrtes Buch.


5.0 von 5 Sternen lebensverändernd!, 15. Oktober 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Leben ist zu kurz, um die Hauptsache zu verpassen . . . (Taschenbuch)
Eines der wenigen christlichen Bücher, von denen ich sagen kann, dass sie mein Leben total verändert haben. Die deutsche Übersetzung des Titels ist zwar ein bisschen krude (das englische Original heißt schlicht „Classic Christianity" und hat dafür einen verlängerten Untertitel), aber George geht es letztlich genau darum: müde Christen wieder an die Essenz christlichen Lebens zu erinnern. Er beklagt (und wohl leider zu Recht), dass vielen die Freude am Leben mit Gott verloren geht, weil sie nur die eine Hälfte der christlichen Botschaft begreifen: Dass Gott Schuld vergibt und alle, die sich auf seine Gnade verlassen, als seine Kinder annimmt, ist ja nur der Anfang. Wer nach dieser Erfahrung weiterhin krampfhaft versucht, Sünde zu vermeiden und als guter Christ zu leben, geht am Eigentlichen vorbei und erlebt nicht, was Leben aus (und mit) Christus letztlich bedeutet.
Mit vielen wirklich guten Beispielen und Illustrationen und klar an der Bibel orientiert, macht George deutlich, dass es nicht nur um „Gerettetsein aus Gnade", sondern eben erst recht um „Leben aus Gnade" geht - und dass Christsein alles andere als fade und frustrierend ist, wenn man das begreift. Letztlich bringt er keine neuen Erkenntnisse oder Lehren (sonst wäre wohl auch eher Skepsis angebracht), aber er packt das, was Paulus vor vielen hundert Jahren schrieb, in neue Worte und macht es damit für uns heute verständlicher. (Ich persönlich stelle immer wieder fest, dass ich die Bibel mit ganz anderen Augen lese, seit mir „Das Leben ist zu kurz..." unter die Finger gekommen ist. Es steht ja alles da bei Paulus - ich habe es nur vorher nie so richtig wahrgenommen.) Unbedingt lesen - und weiterempfehlen!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das Leben ist zu kurz um schlechten Wein zu trinken....,12. Dezember 2006
Von
Christian Nau (Sindelfingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)
... und erst recht zu kurz um einschlechtes Bild von Gott zu haben!
Ich habe das englische Original dieses Buches gelesen und bin eher kein blinder Fan von christlicher Literartur. Das Lesen des Buches war eine Aufgabe während eines Sabbatjahres und so zu sagen aufgezwungen.
Nach kurzer Zeit habe ich aber dieses Buch verschlungen, nicht weil es so wahnsinnig toll geschrieben ist, sondern weil Bob Georg es hervorragend gelingt, vieles auf den Punkt zu bringen, mit einfachen Bildern zu umschreiben das man regelmäßig denkt: "ja, stimmt, hätte ich selber drauf kommen können"!
Ein Buch das zusammen mit anderen Erlebnissen während des Lesens mein Bild von Gott stark verändert hat.
Kann es nur jedem empfehlen, der sich auch nur ansatzweise für den christlichen Glauben interessiert.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Muss für frustrierte Christen, 7. Januar 2008
Von
Bob George versteht es, theologisch fundiert das Grundproblem vieler entschiedener Christen anzupacken, nämlich, den Frust, das eigene Leben als unbefriedigend und unzureichend zu empfinden. Die Ursache? Man erliegt bewusst oder unbewusst dem Trugschluss, den eigenen Ansprüchen, denen anderer oder gar denen Gottes nicht gerecht zu werden. Bob George deckt die verschiedenen und fatalen Denkfehler auf, die dazu führen. Er zeigt auf, dass die Ursache letztlich in einem verkorksten Gottesbild liegt. D.h., dass man sich nicht wirklich 100%ig und vollkommen bedingungslos von Gott geliebt und angenommen weiß und seine Identität nicht über das definiert, was Christus geleistet hat, sondern das, was man selbst leistet. Wie soll man auch, wenn das Evangelium der befreienden Gnade meist nur halb predigt und lehrt wird - bis zum Kreuz nämlich. Die befreienden Auswirkungen eines Lebens aus Christus heraus und in der Kraft seiner Auferstehung kommen so gut wie gar nicht vor.
Die biblische Lehre dieses Buches kann helfen, dass Christen endlich sagen können: "Schluss mit frustig!" - Diese Buch ist ein Augenöffner. Wer einen ersten Schritt machen möchte, zurück zur ersten Liebe zu finden, der sollte dieses Buch lesen.
Wer regelmäßig predigt, lehrt oder als Seelsorger tätig ist, bekommt zudem exzellentes Material an die Hand, das er dazu nutzen kann, eine wirklich befreiende "Gute Nachricht" weiterzugeben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Basics, 21. September 2009
Absolute Pflichtlektüre für Menschen, die erfassen möchten, was christliches Leben wirklich bedeutet! Bob George legt ganz grundlegend dar, was Jesus für uns getan hat und was dieses Geschenk dann aber auch letztendlich für uns bedeuten kann, wenn wir nicht beim Tod Jesu stehenbleiben! Leben und Freiheit pur! Wow!
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Montag, 17. Januar 2011

Buchvorstellung

Sehr lustiges Buch.


Alle die jetzt was Christliches wollen muß ich leider enttäuschen.

Es ist eine kleine Geschichte um einen tiefbegabten Jungen.

*g*

Dienstag, 2. November 2010

Sehr gutes Buch

Lese zur Zeit ein Buch von Christof Lenzen.
Es ist nicht leicht für mich weil Christof in vielen Punkten einen anderen Anmarschweg hat wie ich.
Aber es ist ein sehr gutes Buch, daß uns helfen will über unseren frommen Tellerrand hinauszusehen.

Hier eine Stellungsname von jemand der sich sehr viel besser ausdrücken kann als ich.



Von G. J. Matthia "GJM" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)


Rezension bezieht sich auf: Lass dich fallen und flieg! Wie der Glaube vom Kopf ins Herz gelangt (Broschiert)
»Wie der Glaube vom Kopf ins Herz gelangt« - der Untertitel dieses mit rund 250 Seiten nicht schmal ausgefallenen Buches lässt womöglich auf den ersten Blick eine weitere fromme Rezeptsammlung befürchten. Von wegen! Dies ist ein Werk, das sich widerspenstig der Einordnung in die Rubrik »Ratgeber« entzieht.

Christof Lenzen hat einen Erfahrungsbericht geschrieben, der nicht etwa Patentrezepte anzubieten versucht, sondern was viel besser ist den Leser einlädt, die eigene Glaubens- und Lebenssituation zu hinterfragen, um so zu ganz persönlichen Ergebnissen zu kommen. Dieses Buch will kein Ratgeber sein, im Gegenteil:

[Zitat] Die Moderne hat uns in geradezu teuflische Sackgassen getrieben. Machbarkeitswahn regiert auch in Gemeinden und schließlich im geistlichen Leben, »Glaube dieses und du bekommst von Gott jenes«, »Entscheide dich für Jesus und du kommst in den Himmel«, »Wende diese Methode an und du erneuerst dein Glaubensleben in sieben einfachen Schritten«. Immer wieder die Frage: Was funktioniert? Was muss ich machen? [Ende Zitat]

Solche Lösungen wird man hier vergeblich suchen, mit gutem Grund. Der Autor weiß, worüber er schreibt, das spürt man Zeile für Zeile. Er ist kein trockener Theoretiker, sondern einer, der mit Menschen umgeht, mit ihren Sorgen, Nöten, aber auch mit ihren Erfolgen und ihrer Freude vertraut ist. Ein Praktiker, ein Pastor, der seinen »Schafen« sehr nahe ist und der auch sich selbst als Mensch begreift, nicht als abgehobene geistliche Figur auf einem Sockel, den der »normale Gläubige« nie erklimmen könnte.

Genau das macht »Lass dich fallen und flieg!« glaubhaft, hilfreich, wertvoll. Ganz konkrete, existentielle Fragen werden nicht ausgespart.

[Zitat]»Was habe ich getan, dass Gott mich so bestraft?« Dahinter steckt ein fatales Gottesbild, das keinen Deut reifer und weiter ist als der Gewittergott eines Animisten, eines Naturreligiösen. Zudem löst dieser Satz ein Zweites aus: Wut auf und Angst vor einem solchen Gott. Was für ein Gott wäre das, der so mit seinen »geliebten Kindern« umgehen würde? Ein Gott zum Weglaufen, zum Angsthaben oder zum Bekämpfen.[Ende Zitat]

Was hört man nicht alles in manchen frommen Zirkeln, wenn jemand von großem Leid oder Unglück getroffen wird: »Du musst nur glauben «, »Du musst die Verheißungen Gottes nur abholen «, »Hast du auch allen vergeben «, »Trägst du noch Schuld aus der Kindheit mit dir herum « - es ist, mit Verlaub, zum Kotzen. Letztendlich liegt die Schuld die demjenigen, der eine Katastrophe erleidet. Und derjenige wird irgendwann diesem Gott den Rücken kehren. Wahrlich ein Gott zum Weglaufen.

Christof Lenzen versucht nicht, die Diskrepanz zwischen Realität und Verheißungen wegzuerklären, sondern er beschreibt, wie man mit und in diversen Spannungsfeldern leben und trotzdem glauben kann. »Hilfreiche Spannungsfelder« hat er den zweiten Teil des Buches überschrieben. Ein praxisnaher, ein entlastender Abschnitt, der eigentlich Pflichtlektüre für jeden Gläubigen sein sollte wenn es denn beim Glauben um Pflicht ginge. Worum es statt dessen geht, wird hinreichend deutlich, dem Autor sei es gedankt.

Im dritten Teil geht es dann um eine »fruchtbare innere Haltung«.

[Zitat]Die Gnade scheint sich auf eigenartige Weise aus dem Staub zu machen, wenn es um Heiligung geht nach dem Motto: Ja, wir sind aus Gnade erwählt, nun müssen wir aber auch in die Hände spucken und was daraus machen. Damit Gott an uns Gefallen hat, damit unsere Erwählung sich bestätigt, damit wir erfolgreiche Christen, eine erfolgreiche Gemeinde sind.[Ende Zitat]

Warum das keine fruchtbare Haltung sein kann, hat Lenzen selbst erlebt und nachvollziehbar geschildert. Er rückt so manches zurecht, öffnet den Blick für andere Perspektiven und ermutigt, statt anderen nachzuplappern, selbst zu entdecken, was es mit der inneren Haltung und ihren Auswirkungen auf das persönliche Leben auf sich hat.

Anschließend geht es im vierten Teil um »ganzheitliche geistliche Übungen, die uns bewegen«.

[Zitat]Wenn zum Beispiel die Bibel ein Liebesbrief vom Vater ist warum finde ich sie so langweilig? Warum kämpfe ich mich mit ihr ab? Diese Fragen haben mich umgetrieben, weil ich selbst auch nicht zu denen gehöre, die Tag für Tag mit innerer Begeisterung die Bibel aufschlagen.[Ende Zitat]

»Geistliche Übungen« - für viele ein Schreckenswort, das Assoziationen von Mühsal und Qual weckt. Auch für mich. Dieses Buch hat mir geholfen, eine andere Dimension zu entdecken. Eine lohnende, befreiende, ermutigende: Oasen im Alltag, Orte der Erholung, Momente des Auftankens.

Schließlich geht es auf den letzten Seiten um die Einladung, das Geglaubte auch in konkretes Handeln umzusetzen. Wieder ohne Patentrezepte, und auch weiter ohne Rücksicht auf fromme Tabus. Zum Beispiel: Die Bibel als Regelbuch für das Leben? Nein.

[Zitat]Ich habe einmal in einem Jugendkreis die Frage gestellt: »Darf man als Christ lügen?« Reflexartig antwortete eine Jugendliche: »Nein, das darf man nicht, sagt die Bibel so.« Ich sagte: »Nein, falsche Antwort. Die Hure Rahab log, um die Gesandten Gottes zu schützen, und sie wurde von Gott gelobt.« Das Mädchen war perplex wie, keine einfache Antwort?[Ende Zitat]

Mein Fazit: Dieses Buch ist keine leichte Lektüre, die man mal eben so genießt um verzückt zu seufzen: »Halleluja, so ist es.« Wir haben es nicht mit einem oberflächlichen »Fünf Schritte zu geistlicher Tiefe« zu tun. Sondern vielmehr mit einer Herausforderung, sich selbst, die eigenen religiösen Traditionen und gottlob auch die gemeindlichen Frömmigkeitsstile in Frage zu stellen. Manches wird diese Probe bestehen, anderes werden wir womöglich in den Orkus verbannen. Auf jeden Fall wird der Leser, wenn er sich auf diese Entdeckungsreise einlässt, nicht unverändert daraus hervorgehen.

Wohltuend ist, das sei noch angemerkt, die »handwerkliche« Qualität des Buches. Sprachlich makellos, frei von Plattitüden und dem leider gerade in christlichen Kreisen weit verbreiteten miserablen schlampigen Stil. Christof Lenzen weiß das Handwerkszeug für ein Buch, die deutsche Sprache, zu handhaben, und zwar meisterhaft. Layout und Druck passen zu dieser Leistung, die Seiten sind liebe- und kunstvoll gestaltet. Ein rundum gelungenes Werk also.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Glauben ohne Schuldgefühle

Ich möchte hier ein Büchlein vorstellen.

Das gleiche Thema wird auch hier behandelt. :-)

Von G. J. Matthia "GJM" (Berlin) -

Rezension bezieht sich auf: No more blues: Glaube ohne Schuldgefühle (Broschiert)
Es gilt, etwas in Worte zu fassen, was eigentlich nur selbst erlebt werden kann: Das Gefühl, wenn eine unsichtbare, jedoch deshalb nicht weniger drückende Last von den Schultern - von der Seele genommen wird. Das Gefühl, wenn plötzlich das sprichwörtliche »Aha-Erlebnis« stattfindet. Ein Gefühl, ein Empfinden, das mich bei der Lektüre des hier vorgestellten Buches mehrmals überrascht hat.

Christen sagen, Jesus Christus habe »ihre Schuld auf sich genommen«. Warum gibt es dann kaum jemanden, der mehr unter Schuldgefühlen leidet, als gerade die Christen?

So beginnt der neueste »Monatsbegleiter« aus der Quadro-Serie im Down to Earth Verlag. Ich habe keinen Monat gebraucht, um die 40 Seiten zu lesen, denn erstens lasse ich mir von einem Buch nicht sagen, in welchem Rhythmus oder Tempo ich es lesen soll, und zweitens wollte ich am Ende jeder Seite sofort wissen, was als nächstes auf mich wartet. Noch ein »Ach so!«, ein weiteres »Warum habe ich das in 30 Jahren nicht kapiert?« oder ein »Das habe ich immer so empfunden - jetzt weiß ich auch warum!«
Es geht um den Blues. Nicht den von B. B. King oder Eric Clapton, sondern um den Blues, den viele, viel zu viele Christen mit sich herumtragen und der von den Menschen rings herum keineswegs übersehen wird, der noch dazu das eigene Christenleben schwer macht. Das hat Tradition im Christentum:

Während Jesus den Menschen das einfache Evangelium verkündete: »Dir sind deine Sünden vergeben«, hören Menschen, die gläubig werden, von Christen oft etwas anderes.
Zunächst einmal müssen sie einsehen, dass sie Vergebung brauchen, also wird ihnen statt des Zuspruchs der Vergebung ein Spiegel ihres Versagens vorgehalten.
Sobald sie Christen werden, bringt man ihnen bei, dass die Vergebung ein leicht verderbliches Gut sei, das immer nur bis zur Gegenwart reiche. Jeder neue Fehltritt erfordere spezielle Maßnahmen der Tilgung: Beichte, Bekenntnis, Wiedergutmachung oder dergleichen.

Mir hat man seinerzeit (vor rund 35 Jahren) sogar beigebracht, dass ich noch gar nicht »richtig« erlöst sei, da ich ja noch die Beatles, die Rolling Stones und - o weh, o weh - sogar Led Zeppelin hörte. Erst wenn diese Platten verbrannt seien (und natürlich Buße für den Besitz und das Hören getan war), durfte ich als »erlöst« gelten. Doch dann stellte sich heraus, dass ich rauchte. Auch das ging natürlich nicht. Und so weiter...
Es gab - und gibt, Gott sei es geklagt - viele solche Fälle wie mich. Einige, die ungefähr zeitgleich mit mir Jesus kennen gelernt hatten, waren einige Monate später nicht mehr am Glauben interessiert. Die tiefe und übersprudelnde Freude, die Jesus in mein und ihr Herz gegeben hatte, wurde gedämpft, zeitweise sogar erstickt. Christsein wurde zum Leben nach einem unüberschaubaren und sowieso unerfüllbaren Regel- und Gesetzeswerk. Man darf nicht weltliche Musik hören. Man darf nicht nackt baden gehen. Man muss zum Gottesdienst gehen. Man muss beim Gemeindeputz mithelfen. Man muss dieses, man darf nicht jenes.
»No more blues« nennt ein anderes Beispiel, eins, das ich ebenfalls kennen gelernt habe:

Der Blues beginnt oft schon am Tag der Bekehrung. Voller Freude bricht jemand in ein neues Leben mit Jesus auf. Doch schon fällt er einem Mitchristen in die Hände, der ihn wohlmeinend unterweist: Ab heute müsse er täglich in der Bibel lesen.
Schon ist die Weiche falsch gestellt. Kein Wunder, dass der Zug bald im Bahnhof der Schuldgefühle einfährt. Was Kür sein sollte, ist zur Pflicht geworden.
Ich versichere dir: »Du musst überhaupt nicht in der Bibel lesen!« Damit sage ich nicht: »Lies nicht in der Bibel!« Wenn du willst, darfst du sie gern lesen. Ich würde mich darüber freuen. Ich weiß, dass sie dir gut tun wird. Ich sage nur: Du musst sie nicht lesen. Jedenfalls nicht, um Gott zu gefallen du gefällst ihm nämlich schon.
Ich kann das ganz einfach beweisen. 1500 Jahre lang gab es Christen, ohne dass es gedruckte Bibeln gab. Dem normalen Christen waren die existierenden Handschriften entweder nicht zugänglich, oder er konnte nicht lesen. Wie kann Bibellesen da eine Christenpflicht sein? Wie kann ein Christ etwas müssen, was der Mehrheit der Christen über 1500 Jahre gar nicht möglich war?

Der Autor Harald Sommerfeld ist ein Querdenker, der durch das Querdenken so manchen gordischen Knoten durchschlagen hilft. Er umgeht unbequeme Probleme nicht, sondern er lädt mit diesem Buch dazu ein, gerade diese unangenehmen Aspekte des Lebens als Christ aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Und das kann, vorausgesetzt der Leser lässt sich darauf ein, zu den eingangs geschilderten »Aha-Erlebnissen« führen.
Er verkennt dabei nicht die Tatsache, dass es durchaus Dinge in der persönlichen Historie eines Christen geben mag, bei denen eine »Aufarbeitung« unumgänglich ist, damit sie sich nicht mehr störend auswirken. Zum Beispiel:

Wenn du merkst, dass ein bestimmtes Fehlverhalten dich hartnäckig bedrückt, Schuldgefühle nicht abzuschütteln sind und etwas in dir einfach nicht glauben will, dass die Sache durch Jesus schon erledigt ist, dann kann ein Bekenntnis vor einem anderen dir helfen. Manches kann leichter entmachtet und losgelassen werden, wenn es ausgesprochen wird.
Suche dir einen Menschen, dem du vertraust. Erzähle ihm, was du getan hast, und lass dir von ihm bestätigen und zusprechen, dass die Sache vergeben und erledigt ist. Dann geh fröhlich deines Weges.

»No more blues« ist ein Mutmacher, aber nicht von der billigen Art, die »alles wird gut« zu suggerieren versucht. Das Quadro ist nicht oberflächlich, sondern es versetzt den Leser in die Lage, unter die Oberfläche des (eigenen) Glaubenslebens zu schauen. Dort sind womöglich Denkmuster und Überzeugungen verborgen, die dafür sorgen, dass Christen zwar sagen, Jesus Christus habe »ihre Schuld auf sich genommen«. Unsere Mitmenschen dagegen fragen sich: »Warum gibt es dann kaum jemanden, der mehr unter Schuldgefühlen leidet, als gerade die Christen?«
Harald Sommerfeld zeigt Wege auf, wie man diese Zustand nachhaltig ändern kann.

Mein Fazit: Eigentlich sollte dieses Heft zur Pflichtlektüre erklärt werden, aber dann würde man ja, falls jemand es nicht liest, wieder den Blues erzeugen. Viel besser: Neugierig werden, anfangen zu lesen und wie ich nicht mehr aufhören wollen.
Die Lektüre wird nicht ohne Folgen für das eigene Leben bleiben. Und, nicht zu vergessen: Eric Clapton darf man weiter hören und genießen!

Mittwoch, 22. September 2010

Ein Buch daß mich prägte, wie kein anderes.

Eigentlich müßte ich jetzt die Bibel schreiben, ich weiß das! :-)
Ich meine natürlich neben der Bibel.
Ein Lehrbuch.
Ein Lehrbuch daß eine Frau geschrieben hat. Ihr Mann war auch Bibellehrer, wurde aber bei weitem nicht so berühmt wie seine Frau.

Die Frau heißt Hannah Whitall Smith.
Das Buch heißt:
Auch wenn ich über manche Aussagen des Buches heute (nach 30 Jahren) noch nachdenke und nicht genau weiß ob ich sie genauso glaube. hat mich das Buch eine Festigkeit im Gluben gegeben , wie kein anderes.
Ich hab es ein paar mal verschenkt, lese es selber immer wieder und denke daß es eines der besten Bücher auf dem christlichen Markt ist.

Sonntag, 19. Juli 2009

Buchvorstellung

Ein kleiner Ausschnitt aus einem Büchlein von Hartwig Henkel

Ein drittes Bild für das Leben aus dem Wort findet sich bei Jakobus, der von einem Mann schreibt, der sich im Spiegel betrachtet.

Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht in einem Spiegel betrachtet. Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war. Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergesslicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein. Jak 1,22 -25

Wenn jemand im alltäglichen Leben sein Aussehen vergisst, ist das nicht weiter tragisch. Bis zum
nächsten Spiegel ist es nicht weit, und er kann sich ja noch einmal anschauen. Aber im geistlichen
Leben gibt es das Prinzip, dass unser Handeln von dem Bild bestimmt wird, das wir über uns haben.

Die Realitäten der neuen Schöpfung in Christus werden wir nur im Glauben ergreifen können, wenn sie sich durch das Wort tief in uns einprägen. Der neue Mensch in Christus kann Dinge tun, die ein normaler Mensch nicht tun kann. Aber nur wenn wir die Segnungen kennen und glauben, werden sie sich in unserem Leben zeigen. Paulus spricht von einem Glauben, der wirksam wird in der Erkenntnis all des Guten, das wir durch Christus haben. ( Philem 6)

Eines der größten Segnungen der Erlösung ist die Befreiung von der Macht der Sünde. Aber dieser Segen ist nicht etwas, worum wir mit größter Anstrengung kämpfen sollen. Er ist ein Geschenk, das wir nicht verdient haben und uns auch nicht verdienen sollen. Gott hat durch das Kreuz Christi an uns gehandelt und uns mit Christus gekreuzigt.

Dadurch ist der alte Mensch außer Kraft gesetzt, und wir müssen der Sünde nicht mehr dienen und sind frei für das neue Leben. Die Neuheit des Lebens in Christus ist wirklich eine neue und andere Form des Lebens im Vergleich zu dem, was wir als Sünder hatten.

Die wunderbaren Wahrheiten finden sich in Kapitel 6 des Römerbriefes. Erst wenn wir Gottes
Handeln an uns erkennen, können wir den nächsten Schritt gehen der in den Versen 11 und 12
beschrieben wird.
So auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christus Jesus. So herrsche nun nicht die Sünde in eurem sterblichen Leib, dass er seinen Lüsten gehorche; Röm 6,11-12
Das griechische Wort für „dafür halten“ bedeutet „die Fakten berechnen, etwas in Rechnung stellen, eine Berechnung machen, aufgrund von Berechnung etwas oder jemand bewerten, etwas innerlich bedenken“.

Der Spiegel des Wortes Gottes ist das vollkommene Gesetz der Freiheit, und wir sollen intensiv
hineinschauen und das Bild festhalten, das wir im Spiegel gesehen haben. Das bedeutet es, ein Täter des Wortes zu sein. Gottes Wort gibt uns eine neue, die wahre Identität. In völliger Übereinstimmung mit dieser Aussage von Jakobus lehrt Paulus, dass wir durch die Erneuerung unseres Denkens verwandelt werden.( Röm 12,2)

Als mir bewusst wurde, dass es bei mir einen großen Mangel an Erfahrung der Liebe und
Wertschätzung vom Herrn gab, hatte ich einmal über mehrere Wochen immer wieder über Jes 43,1 gebrütet. Regelmäßig dankte ich dem Herrn dafür, dass Er solche wunderbaren Worte zu mir spricht.

Ich bat den Heiligen Geist immer wieder, mich in diese Wahrheit hinein zu führen. Eines Tages beim Lesen dieses Verses wurde mir der letzte Teil „Du bist mein“ sehr lebendig. Ich fühlte etwas von der Freude meines himmlischen Vaters darüber, dass ich Ihm gehöre.

Hier das ganze Büchlein als Pdf

Ein sehr gutes Buch