Donnerstag, 6. Mai 2010

Was bedeutet die Taufe.

Aus einem evangelikalem Bibelgrundkurs.
Zum ganz großem Teil stimme ich diesen Ausführungen zu.

94. Frage: Was ist und was bedeutet die Taufe?

Antwort:

1. Die Taufe ist eine symbolhafte Handlung, die an einem wiedergeborenen Menschen auf dessen Wunsch durch Untertauchen in Wasser vollzogen wird. Der Täufling legt dadurch ein öffentliches Bekenntnis davon ab, daß er mit Christus gestorben, begraben und auferstanden ist. Er kommt damit im Gehorsam den Worten Jesu nach und bezeugt gleichzeitig das Begehren eines guten Gewissens, d. h. sich der Sünde für tot oder gestorben zu halten, Gott aber lebend in Christus Jesus. Die Gedanken einer Vergebung der Sünden durch den äußerlichen Vollzug der Wassertaufe sind ebenso auszuschließen wie die Gedanken einer Säuglingstaufe. Röm 6,3-11; Apg 8,36-38; 10,47; 9,18; 16,15.33; 22,16.

2. Sie ist eine Handlung, die auf den (in den) Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes geschieht. Mt 28,19. Sie darf nur an Gläubigen, die eine Wiedergeburt erlebt haben, vollzogen werden. Apg 10,47. Die Wiedergeburt schließt den Empfang des Heiligen Geistes ein. Deshalb bedarf es nicht, wie manche meinen, eines nochmaligen mystischen Ereignisses, der sog. Geistestaufe nach der Wiedergeburt und Wassertaufe. (Vgl. Frage 61.) Joh 3,5.6; 14,17; 16,13; Apg 26,18; 1Kor 6,11; Tit 3,5. Die Fülle der Wirkungen des Heiligen Geistes berührt nicht den Bereich der Tauflehre.

3. Das Wort Taufe hat entsprechend dem griechischen Wort die Bedeutung von tauchen, eintauchen oder untertauchen, aber nie den Sinn von Besprengung oder Begießen. Joh 3,23.

Wir verstehen die Taufe als ein Gegenbild der Wiedergeburt, als ein auf oder in den Tod Jesu "Hinein-getauft-sein", das den ganzen Menschen erfaßt und mit einer Besprengung nicht genü gend dargestellt werden kann. Sie ist ein Bild der durch den Glauben empfangenen Vergebung und Abwaschung der Sünden.

4. Die symbolische Bedeutung der Taufe ist in mehrfacher Hinsicht zu sehen:
a) Wasser des Gerichts, wie es in der Heiligen Schrift an verschiedenen Stellen gebraucht wird. 2Sam 22,17; 2Mo 14,27; Ps 69,1.2; Jes 8,6.7. Den stärksten Ausdruck findet es in der Sündflut. 1Mo 7,14-24; 9,11.
b) Wasser der Reinigung. 4Mo 19,20; Joh 3,5; 13,5.10; 19,34; 1Joh 5,6.8; 1Kor 6,11; Eph 5,26; Jes 4,4.
c) Taufe als Bild der Grablegung. "So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod." Röm 6,4.5.
d) Das Heraufsteigen des Täuflings aus dem Wasser versinnbildlicht das "Mit-auferstanden-sein" mit Jesus und den Beginn eines neuen Lebens. Röm 6,4; Gal 2,20; Eph 4,24.

96. Frage: Ist die Taufe heilsnotwendig?

Antwort:

Nein. Ein Unterlassen jedoch konnte ein Zeichen dafür sein, daß der Betreffende entweder ein gestörtes Verhältnis zu Jesus seinem Herrn hat oder eine schuldhafte Unkenntnis über den Willen des Herrn vorliegt. Jeder sollte diese Frage ernsthaft vor Gott prüfen, auch diejenigen, die an der Säuglingstaufe festhalten. Es ergibt sich nach den Aussagen der Heiligen Schrift, daß die Darbringung eines Säuglings keine Taufe im biblischen Sinn ist und deshalb eine spätere Taufe des Glaubenden nicht als Wiedertaufe bezeichnet werden kann. Die Säuglingstaufe ist in der Bibel nicht bezeugt und fand ihre Einführung vermutlich erst Ende des 2. Jahrhunderts nach Christi Geburt.

95.Frage

95. Frage: Welche Ziele verfolgen die Schreiber der Briefe im Neuen Testament mit ihren Aussagen über die Taufe?

Antwort:

Paulus:

1. Paulus illustriert am Bild der Taufe in seinem Brief an die Römer (Röm 6), die Gefahr eines Verharrens in der Sünde. Die Frage steht im Raum: Sollten wir in der Sünde verharren, auf daß die Gnade überströme? (Röm 6,1) Seine Antwort: "Das sei ferne" wird begründet mit der Erinnerung an die in der Taufe bezeugten Wahrheiten. Mit dem erneuten Bewußtmachen der Bedeutung der Taufe begegnet Paulus der Gefahr, die durch die Anfechtungen der Sünde auf den Gläubigen zukommt.

2. Paulus in seinem Brief an die Galater (Gal 3,27.28). Bei den Galatern war eine durch falsche Lehrer ausgehende Gefahr der Rückkehr zum Gesetz vorhanden, die ein Abirren vom Bekenntnis zu Christus bedeutet hätte.

3. Paulus in seinem Brief an die Kolosser (Kol 2,8-12). Die Gefahr durch die Philosophie und eitlen Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt als Beute weggeführt zu werden, lag bei den Kolossern vor. Daneben bestand die Gefahr, im praktischen Leben zu versagen und ihre engen Beziehungen zu dem Christus, als dem Haupt des Leibes, dem sie als seine Glieder zugehörten, aus dem Blickfeld zu verlieren. Deswegen ruft Paulus in ihr Bewußtsein zurück, daß sie mit Christus in der Taufe begraben und auch mitauferweckt sind durch den Glauben.

Petrus

Petrus im 1Petr 3,20.21. Der Hinweis auf das Vorbild von Jesus, das u.a. im Alten Testament durch die Arche Noahs dargestellt wird, wodurch gläubige Menschen vor dem Zorn Gottes gerettet werden, erhält durch Petrus eine in Klammern gesetzte Beifügung. Diese lautet: "...nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott." Hier warnt Petrus vor der geheimnisvollen Auffassung und irrigen Meinung, als läge in der äußeren Form und Vollziehung der Wassertaufe irgendeine errettende, geheimnisvolle Kraft. Solche biblisch unhaltbaren Meinungen führen leicht zur Verhinderung des Evangeliums



6 Kommentare:

Bento hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Bento hat gesagt…

Hallo Helmut,
immer wieder ein spannendes Thema! ;-))

Jesus ist in allem der ERSTE und uns in allem Vorbild. Er selber ließ sich gegen den Widerstand von Johannes taufen, der Heilige Geist kam auf Ihn und der Vater bestätigt Sein Wohlgefallen und die Sohnschaft.

Wir haben also das Zeugnis aller drei Personen der Gottheit!
Die eine Taufe ist ua. auch Teil der Geistgewirkten Einheit und wird in einem Atemzug mit ein Glaube, Gott, ein Herr genannt(Eph.4)

..da wird das Eis echt dünn für jede Theologie, die zu anderen Schlußfolgerungen kommt und Jesu Ansage: "Wer glaubt und getauft ist, wird gerettet" (Mk.16:16) irgendwie auseinander dividieren möchte... ;-)

LG + Segen

Helmut privat hat gesagt…

Hallo Bento,

Wenn Jesus der 1. in allem ist müßte ich mich mit der Bußtaufe von Johannes Taufen lassen ;-)
Die Gerechtigkeit wurde erfüllt, weil er sich entschlossen hatte sich mit uns Sündern zu identifizieren.
Jesus wurde nie im Christlichen Sinne getauft.
Wurden die Menschen, die Jesus oder die Jünger getauft hatte, mit der Taufe begraben, wie es Römer6 beschreibt?

[Röm 6,3] Oder wißt ihr nicht, daß wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind?
[Röm 6,4] So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.
Sie konnten doch noch nicht mit Ihm begraben worden sein, weil sie ja noch nicht mitgekreuzigt waren.

[Röm 6,3] Oder wißt ihr nicht, daß wir, so viele auf Christus Jesus getauft wurden, auf seinen Tod getauft worden sind? [Röm 6,4] So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Vaters, so auch wir in Neuheit des Lebens wandeln.


Ich kann nicht alle Fragen beantworten aber ich weiß wann Jesus in mein Leben kam, lange vor meiner Taufe.
Ich weiß, wann ich den hl. Geist empfing, auch vor meiner Taufe. Ich kenne viele Geschwister die Jesus und den hl. Geist empfingen vor Ihrer Taufe.
Die Korneliusjünger sind auch dabei.;-)

Die Lehre der Taufwiedergeburt ist nicht sehr verbreitet, ich sagte schon mal, daß ich sie falsch finde

Aber auf dünnen Eis befinden wir uns alle. Manchmal kommt der hl. Geist mit Feuer, und dann schmilzt das Eis, und wir müßen auf dem Wasser laufen;)

Wenn mich der Galaterbrief anfrägt; Hast Du den Hl. Geist empfangen durch die Wassertaufe oder Durch die Predigt vom Glauben, so muß ich sagen,
Durch die Predigt vom Glauben und nur durch den Glauben, wurde ich gerecht So wie Der Abraham vor seiner Beschneidung gerecht wurde, so wurde ich vor meiner Taufe.



Ich wurde errettet gerecht und empfing den hl. Geist.

Die eine Taufe ist nicht die Wassertaufe sondern die Taufe, die der Heilige Geist vornimmt, indem er uns in den Leib Christi tauft.

[1Kor 12,13] Denn wir sind auch durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und sind alle zu einem Geist getränkt.

Ich werde noch mehr über diese Dinge Posten, sie sind zu umfangreich für einen Kommentar.

Sei gesegnet.

Helmut

Philomena hat gesagt…

Das ist wirklich immer ein spannendes Thema, über das ich auch schon viel nachgedacht habe. Aber eigentlich ist es auch total einfach!

Für mich ist absolut klar, daß ich "gerettet" bin, sobald ich mich in meinem Herzen für Jesus entschieden habe. Das kann als kleines Kind schon sein oder eine Sekunde vor meinem Ableben.

Ich muss an den Schächer am Kreuz denken - der hatte keine Zeit mehr, sich taufen zu lassen, aber Jesus sagt ihm, daß er noch HEUTE mit ihm im Paradies sein wird!

Oder, was macht ein Mensch, der sich für Jesus entschieden hat, sich auch taufen lassen will, aber auf dem Weg zu seiner Taufe mit dem Auto tödlich verunglückt?!

Wenn der Akt der Taufe allein heilsentscheidend wäre, wären diese beiden Menschen NICHT gerettet! Ich fände das ziemlich ungerecht. Und mein Gott ist aber gerecht ;-))

Ich selbst bin in einem christlichen Umfeld aufgewachsen, habe mich aber erst mit 18 Jahren taufen lassen. Die Taufe ist ein öffentliches Bekenntnis, welches ich aus LIEBE zu meinem Herrn und Erlöser regelrecht allen verkünden WILL! Aber sie ist für mich nichts, was ich tun muss, um erlöst zu werden.

Helmut, das, was Du sagst war mir noch gar nicht bewußt:

"Sie konnten doch noch nicht mit Ihm begraben worden sein, weil sie ja noch nicht mitgekreuzigt waren."

Danke für diesen weiteren Punkt, der so einleuchtend ist :-))

Liebe Grüße (Dein Blog ist toll!),
Philomena

Bento hat gesagt…

Also jetzt muss ich doch nochmal was nachlegen *räusper* ;-)

..wir sollten uns wirklich mal fragen, wieso dieses Thema Taufe so kontovers diskutiert wird...
und dabei sind wir hier ja noch sehr nahe beieinander, da wir die Säuglingsbesprengung (wie weit kannman sich vom Wort entfernen, und meint trotzdem richtig zu liegen!) ablehnen und uns in der Taufe der Glaubenden durch untertauchen einig sind!

Und genau hier beginnt es doch schon schräg zu werden, wenn Gläubige getauft werden sollen, weil GOTT uns das sagt, wer sind wir, dass wir dann noch über die Bedeutung der Taufe uns den Kopp zerbrechen müssen? Und selbst wenn, dann bitte NUR anhand vom Wort Gottes und nicht aufgrund unserer Erfahrungen oder Ansichten.

Dabei kommen sonst so lustige Aussagen raus wie "Jesus wurde nie im christl. Sinne getauft" *lol* - sorry, aber das ist doch echt ein Brüller, Helmut - Jesus im Namen Jesus taufen??...

Oder das beliebte Beispiel vom Schächer am Kreuz, womit auch viele ihre Bekehrung auf die Todesstunde verschieben wollen und meinen, das wäre ok. Es ist aber pure Rebellion gegen Christus und SEIN WORT und man ignoriert ausserdem völlig die Tatsache, dass dies (wie auch die vorbereitende Bußtaufe des Johannes) noch zu Zeiten des ALTEN BUNDES geschah!
Jesus sprach direkt und einzelnen Menschen die SÜNDENVERGEBUNG zu.
Für die Zeit des NEUEN BUNDES legt der Jesus sehr einfach fest: "macht zu Jüngern, tauft sie..." (Mt.28) oder "wer glaubt UND getauft wird, wird gerettet" (Mk.16).

Wer also anfängt eigene Meinungen über die "Gerechtigkeit Gottes" oder Erfahrungen einzubringen "bei mir war das anders" - schön und gut, Gott kann bekanntlich auch aus Steinen Nachfolger erwecken, doch bedenkt BITTE:
"die Schrift kann nicht gebrochen werden!"
Niemals wird in der Schrift von einem "öffentl. Bekenntnis" in Bezug zur Taufe gesprochen (Bekenntnis geschieht mit dem Mund!), dagegen sagt Petrus z.B. "lasst euch taufen zur Verkgebung der Sünden" - besser übersetzt wäre hier "in die Vergebung der Sünden" (die Jesus am Kreuz erwirkt hat) - das halte ich für deutl. mehr, als eine öffentl. Angelegenheit - oder?

Lustig find ich auch das "Argument" der Leute, die auf ihrem Weg zu Taufe erschossen werden, dass deswegen die Taufe keine Heilsbedeutung haben könne - ach Philomena - und was ist eigentl. mit denen, die BEVOR sie überhaupt von Jesus gehört haben erschossen werden?? Das ist doch DAS Argument GEGEN den ausschließlichen Heilsanspruch von JESUS - merkste was?

Ich rede hier übrigens gar nicht von einer "Taufwiedergeburt", so wie hier und anderswo für eine "Glaubenswiedergeburt" gestritten wird, sondern von der Wiedergeburt in das Reich Gottes hinein (Joh.3) - aus Wasser UND Geist (Glaube + Taufe), wie sie OHNE AUSNAHME (auch Kornelius wurde sofort getauft) bezeugt wird - mehr nicht.

Segen

Helmut privat hat gesagt…

Ja Bento Jesus wurde nicht im Namen von Jesus getauft, Er wurde von Johannes mit der Taufe des johannes, der Bußtaufe getauft.
weil er sich völlig mit uns Mensche identifizierte.
Das hat mit unserer Taufe überhaupt nichts zu tun.
Du sagst wir dürfen uns nicht auf unsere Erfahrungen verlassen.
Ich weiß, wann ich errettet wurde,
und ich weiß wann ich den hl. Geist empfangen habe.
Millionen Christen hat Gott im hl Geist getauft ohne, daß sie Die Gläubibentaufe- (Das ist die einzige Taufe die es gibt)-empfangen haben.
Denke an die Erneuerungsbewegungen in den Großkirch.
Willt Du Jesus vorwerfen, daß er sich nicht an Deine Auslegung von ein Paar Bibelversen hält.
Ich glaube an eine Taufe nach der Wiedergeburt, nicht zur Wiedergeburt.

Paulus argumentierte mit den Galatern im Bezug auf Ihre Erfahrung.

[Gal 3,1] O unverständige Galater! Wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus als gekreuzigt vor Augen gemalt wurde? [Gal 3,2] Nur dies will ich von euch wissen: Habt ihr den Geist aus Gesetzeswerken empfangen oder aus der Kunde des Glaubens? [Gal 3,3] Seid ihr so unverständig? Nachdem ihr im Geist angefangen habt, wollt ihr jetzt im Fleisch vollenden? [Gal 3,4] So Großes habt ihr vergeblich erfahren? Wenn es wirklich vergeblich !