Hier eine gute Webseite und einen Artikel daraus
von Herbert Masuch
Christen sind Weltüberwinder!
Dieser Beitrag zum Thema „Selbstwert finden“ ist ein Vortrag, den ich
bei den Seminarfreizeiten „Siegreich leben als Christ“ zu halten
pflege. Herzlich willkommen auch dazu!
Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein? - Denn ich
bin gewiss, dass weder Tod noch Leben… weder Hohes noch Tiefes noch eine
andere Kreatur uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die in Christus
Jesus ist, unserem Herrn. Römer 8, 31-39
Durch
den Römerbrief des Apostels Paulus hat Gott die Christenheit sehr reich
beschenkt. Besonders in den Kapiteln 6-8 werden denen, die „in
Christus“ sind, grundlegende Heilswahrheiten nahe gebracht. Im zuletzt
betrachteten Text (Kp.8, 26ff.) haben wir vier Grundrechte in der
Nachfolge Jesu wahrgenommen: Wir dürfen uns als von Gott vorherbestimmt,
berufen, gerecht gemacht, ja sogar als „verherrlicht“ betrachten
(V.30). Mit den obigen Aussagen stimmt Paulus ein Triumphlied an, in das
alle Glaubenden dankbar einstimmen dürfen. Lassen Sie uns das jetzt
miteinander zu tun versuchen:
Mit der Frage: „Was wollen wir nun
hierzu sagen?“ (V.31) schaut Paulus auf alles bisher Gesagte zurück. Er
will ein Fazit ziehen und die Privilegien der Gotteskindschaft gleichsam
zusammenfassen. Paulus möchte, dass die Christen ihrer neuen
Lebensqualität nicht nur zustimmen, sondern sich diese aneignen, sie im
Glauben für sich „ergreifen“. Wie wichtig dieses bewusste Annehmen ist,
mag Ihnen folgende Szene verdeutlichen: Ein Bettler steht vor Ihrer Tür
und bittet um Geld. Sie sehen seinen verschlissenen Anzug, haben
Mitleid und holen einen gut erhaltenen Anzug aus ihrem Schrank noch
dazu. Auf zögernde Einwände des Bettlers antworten Sie: „Nimm ihn nur!
Der Anzug gehört jetzt wirklich dir!“ Freuen würden Sie sich über
leuchtende Augen und zwei ausgestreckte Arme, die das Geschenk nun
dankbar ergreifen. Ganz normal wäre es auch, wenn der Beschenkte seinen
Bettler-Kollegen stolz erzählt: „Freut euch mit; dieses Prachtstück
gehört wirklich mir!“ Das Umziehen der Kleider wäre für ihn dann
allerdings noch ein weiterer nötiger Schritt, um in den Genuss des
Geschenkes zu kommen. Ähnliches vollzieht sich, wenn Sie als „Bettler im
Geist“ Gottes Gnadenreichtum in Jesus Christus bewusst annehmen.
Selbstachtung - höchster Persönlichkeitswert
Dieses Beispiel des beschenkten Bettlers verdeutlicht einen weiteren
Pluspunkt für Sie als Christen. Mit Gottes Geschenk an Sie ist eine
beachtliche Steigerung Ihres Selbstwertes verbunden. Paulus hatte - wie
wir sahen - allen Christen eine erstaunlich hohe Lebensqualität
zugesprochen. Seine Frage: „Was wollen wir nun hierzu sagen?“ schließt
daher die Frage nach dem Status, nach der neuen Identität und dem
Wertbewusstsein als Christ durchaus mit ein. Es ist deshalb
folgerichtig, wenn Sie sich als ein Kind Gottes fragen: Was darf ich nun
von mir selber halten? Wie darf ich mich einschätzen, wie über mich
denken?
Paulus gibt denen, die Christus angehören, darauf eine enorm
positive, befreiende Antwort. Doch bevor wir darauf eingehen, lassen
sie mich zum Thema Selbstbewertung noch allgemein etwas sagen: Ein
positives Selbstwertgefühl ist eminent wichtig für ein gelingendes
Leben. Das eindeutige Ja zu sich selbst kann Sie auf Dauer mehr
befriedigen als Überfluss etwa an Nahrung, Luxus und Sex. Eine
minderwertige Selbsteinschätzung hingegen werden Sie schwerer verkraften
können, als andere Defizite im Leben. Auf Grund von Anerkennung und
Zuwendung durch Bezugspersonen wird unser Wertbewusstsein aufgebaut und
gestärkt. Wertschätzung gehört daher nachweislich zu den
Grundbedürfnissen menschlicher Existenz. Während einer Identitätskrise
„hungert“ man förmlich danach, anerkannt und beachtet zu werden. Man
schaut unbewusst gleichsam umher und fragt sich beständig: Wer mag mich?
Wer schätzt und bejaht mich? Von wem werde ich geliebt? Bei wem bin ich
angenommen?
Ich kenne eine junge verheiratete Frau mit vier
Kindern. Wir wollen sie Heike nennen. Sie bewältigt ihr Alltagsleben
recht gut. Aber sie weiß, dass sie selbst eins von neun Kindern ist, das
ihre Mutter, wohl als Prostituierte, gleich nach ihrer Entbindung auf
der Babystation zurückließ. Das Verlangen nach Identität drängte die
Verstoßene trotzdem, nach ihrer Mutter zu suchen. Als ein Kontakt zu ihr
nicht gelang, versuchte sie, ihren Vater zu finden. Doch die ermittelte
Männerstimme am Telefon wünschte ebenfalls keinen Kontakt. Es sei
völlig ungewiss, ob er wirklich ihr Vater sei, erfuhr die junge Frau, da
ihre Mutter ja auch mit anderen Männern verkehrte.
Zu Recht fragen
Sie sich vermutlich, ob solch gravierende Wertdefizite sich jemals
kompensieren, also ausgleichen lassen? Vielleicht haben Sie selbst
bereits - wie viele andere - beim Psychiater Rat und Hilfe gesucht.
Dieser hat die Ursachen Ihrer seelischen Nöte wahrscheinlich offen
gelegt, sie aber nicht wirklich beheben können. Sie wissen inzwischen,
dass eine psychiatrische Behandlung bei Wertdefiziten und Gewissensnöten
die notvollen Symptome wohl kurzfristig zu verdrängen vermag. Aber
damit ist Ihnen letztlich noch nicht geholfen. Unzureichend bleibt auch
der therapeutische Versuch, bei Minderwertigkeitsproblemen zweifelhafte
Ersatzwerte zu suggerieren. Ihr Gewissen differenziert sehr genau. Es
lässt sich nicht so leicht überlisten.
Die Bedürfnis-Struktur Ihres Herzens
Was aber geschieht, so werden Sie weiter fragen, wenn Menschen, wie
etwa Heike, irgendwann Christen werden? Werden dadurch alle
Herkunftsdefizite und Schuldkonflikte im Wurzelbereich geheilt und
ganzheitlich überwunden? Und wenn ja, wie geschieht es? Wer ist der Arzt
und welche Therapie ist vonnöten? Die erste Frage beantwortet der
Apostel Paulus mit einem authentischen: Ja, es ist möglich!
Minderwertigkeitsprobleme werden bei Christen geheilt. Der „Facharzt“
für diesen komplexen Bereich ist ihr Schöpfer, Gott selbst. Er wird
assistiert von seinem Sohn, dem Mitschöpfer und Erlöser des Weltalls,
Jesus Christus, sowie vom Beistand und Helfer, dem Heiligen Geist.
Um
die Therapiefrage zu verstehen, müssen wir zunächst die
Bedürfnis-Struktur unserer Persönlichkeit überdenken. Gott hat uns
Menschen nicht nur zum Umgang mit seinen Geschöpfen, also mit
unseresgleichen, bestimmt und befähigt. Weil Gott eine Person ist,
wollte er uns direkten Umgang mit sich selber gestatten. Für beide
Kommunikations-Ebenen - Mensch und Gott - empfinden wir daher einen
Grundbedarf an Harmonie und Vertrauen. Um glücklich leben zu können,
benötigen Sie folglich auf der vertikalen Umgangsebene das Wohlwollen
Gottes bzw. Frieden mit Gott. Und auf der horizontalen Ebene sehnen Sie
sich nach Zuneigung, Vertrauen und Liebe von Menschen. Dominierend in
Ihren Bedarfsempfindungen ist jedoch das Verlangen nach vertrautem
Umgang mit Gott. Sind Sie seiner Zuneigung und Liebe gewiss, können Sie
den Verlust menschlicher Gunst und Achtung verkraften. Umgekehrt bleiben
Sie unbefriedigt und innerlich leer, auch wenn Sie die Sympathie vieler
Menschen besitzen.
Gott für uns - Wert aller Werte
Der Blick für die irdische und himmlische Bedürfnis-Struktur wird
Ihre Werteskala verändern. Sie erhalten neue Prioritäten. Diese
Daseinssicht beflügelt Sie, nach Gott zu verlangen. Sie werden
motiviert, sein Wohlwollen - ja, ihn selber zu suchen. Und Gott hat viel
investiert, dass Sie sein liebendes Herz wirklich finden. Schon die
erste Aussage im Triumphlied des Paulus bestätigt Ihnen, dass Gott um
Christi willen „für Sie“ und nicht mehr gegen Sie ist. Das lässt keinen
Zweifel daran, dass er Sie auch als Sünder wertschätzt und liebt.
Auf
dieser Beziehungs-Ebene öffnet sich eine Tür für enttäuschte,
unbefriedigte und entmutigte Menschen. Zugestanden, für Benachteiligte
mit Heikes Herkunft und Vergangenheit ist es schwer, an eine Wende zu
glauben. Treffend beurteilt etwa der Verlorene Sohn sich selbst mit den
Worten: „Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; ich bin
hinfort nicht wert, dass ich dein Sohn heiße…“ (Lukas 15,21).
Selbstsicher war er einmal ausgezogen. Doch seit dem Umgang mit den
Schweinen war sein Selbst-Wert dahin.
Aber dort war er ja nun nicht
mehr. Er hatte sich aufgemacht und war zurück zu seinem Vater gekommen.
Und schon mit seinem Entschluss dazu hat die erstaunliche Wende
begonnen. Als sein Vater ihn dann in die Arme schloss, da spürte er und
begann es zu glauben, dass dieser jetzt für ihn und nicht mehr gegen ihn
ist.
Welch eine Chance bietet sich hier etwa für Heike, die
identitätshungrige Tochter einer Prostituierten! Sie kann Jesus Christus
aufnehmen, um fortan ein Kind Gottes, des Höchsten, zu sein. Denn
gerade zu den Entehrten, den Identitätslosen, Gestrandeten hat sich
Jesus herabgeneigt. Bei den „Zöllnern und Sündern“ ist er eingekehrt,
die „Mühseligen und Beladenen“ hat er zu sich gerufen. Einer Hure hat er
versichert, „dir sind deine Sünden vergeben“ und der verachteten
Ehebrecherin sagte er freundlich, „ich verdamme dich nicht“. Jesu
Wohlwollen befreite sie vom inneren Zwang, unbedingt Liebe, Annahme und
Anerkennung bei Menschen zu suchen. Sie hat in Jesu Liebe einen neuen
Beziehungshorizont, eine echte Heimat gefunden.
Wer Sie auch sind:
Der vertraute Umgang mit Jesus Christus wird Sie von menschlicher
Abhängigkeit lösen und Ihre Persönlichkeit stabil werden lassen. „Ist
Gott für mich, so trete gleich alles wider mich!“, werden Sie kühn mit
Martin Luther ausrufen können. Er hat einmal geäußert: „Bleibt mir
Gottes Gunst, so wird der Menschen Gunst sich finden. Findet sie sich
nicht, so fahre sie zum Teufel! Gottes Gunst ist mir genug“.
Neue Selbstwert-Basis durch begründeten Glauben
In seinem Triumphlied des Glaubens ist sich der Apostel Paulus sehr
sicher, dass Gott für ihn ist und ihn liebt. Zwar bekennt auch er,
„nicht wert“ zu sein, ein Apostel zu heißen, denn er hatte die Gemeinde
Gottes verfolgt (1 Kor 15,9). Jetzt aber rühmt er: „Denn ich bin gewiss,
dass weder Tod noch leben… uns scheiden kann von der Liebe Gottes, die
in Christus Jesus (besiegelt) ist, unserem Herrn“ (Röm 8,38.39). Dieser
triumphale Glaube des Apostels hat bei seiner Bekehrung vor Damaskus
recht zaghaft begonnen. Erst nach dem brüderlichen Zuspruch durch
Ananias konnte er fassen, dass Gott um Christi willen jetzt für ihn war.
Ähnlich ist es dem heimgekehrten Sohn bei der Umarmung des Vaters
ergangen.
Es mag sein, dass der glückliche Vater seinen reumütigen
Sohn ganz bewusst mehrmals umarmte. Denn jede herzliche Umarmung
vertiefte die gute Botschaft: Glaube es, ich nehme dich an, du bist mir
sehr wertvoll. Ich vergebe dir alles und habe dich lieb! Um sei n
Vertrauen zu stärken, gewährt der Vater seinem Sohn weitere helfende
Zeichen. Zum Beweis seiner Liebe erhält er neue Kleider und Schuhe und
außerdem einen Ring an seine Hand. Ermutigt hat ihn auch das üppige
Freudenfest mit einem Ehrenplatz für den nun geretteten Sohn.
Vielleicht
wenden Sie ein, dass Sie sich ähnliche Zeichen der Vaterliebe Gottes
ebenfalls wünschen würden, diese jedoch noch vermissen. Paulus kommt
Ihrem Wunsch in seinem Triumphlied entgegen. Er nennt Ihnen in Römer
8,32 den Beweis aller Liebesbeweise: „Gott hat seinen eigenen Sohn nicht
verschont, sondern hat ihn für uns alle dahin gegeben. Wie sollte er
uns mit IHM nicht alles schenken?“ Ein größeres Zeichen für Gottes
vergebende Liebe zu Ihnen und der ganzen Menschheit gibt es nicht.
Mit
den Worten „für uns alle“ bestätigt Paulus, dass es keine Ausnahme
gibt. Weder Sie noch irgendjemand auf der Welt ist von Gottes Liebe
ausgeschlossen. Er hat seinen geliebten Sohn nicht verschont: Er
verschonte ihn nicht, als man ihn zum grausamen Tod am Fluchholz
verdammte. Er gebot keinen Einhalt, als man Jesus auspeitschte und
spitze Dornen auf sein Haupt drückte. Gott hielt seine Engelheere
zurück, als man die Hände und Füße seines lieben Sohnes durchbohrte. Und
er verschonte ihn nicht, als er blutüberströmt zwischen Himmel und Erde
hing, als er vor Qualen laut schrie und dann im Tode verstummte.
Die
Menschwerdung, Kreuzigung und Auferstehung Jesu Christi sind als
geschichtliche Tatsachen bestens belegt. Dass Christus um „unser aller“,
also auch um Ihrer „Missetat willen verwundet und um Ihrer Sünde
zerschlagen wurde“, dass Ihre Strafe auf Jesus liegt und Sie durch seine
Wunden geheilt sind (Jes 53,5), das bezeugen nicht nur alle Apostel,
sondern auch „Mose und alle Propheten“ (Lk 24,27).
„Wer an dich glaubt, erhebt sein Haupt“
Der Apostel Paulus ermutigt Sie, von den klaren Heilstatsachen, den
Glaubensfakten, entsprechende Schlüsse zu ziehen. Sein Triumphlied, Rö
8,31 ff, gleicht einem Appell, mutig Ihr Haupt zu erheben. Paulus
fordert Sie auf, sich glaubensfroh aufzurichten. Als Kind Gottes haben
Sie allen Grund, sich als göttlich geadelt, königlich beschenkt und
absolut krisenfest zu betrachten. Weil es fest steht, dass Gott um
Christi willen für Sie ist, darum folgern Sie daraus: „Wer kann und
vermag dann wider mich sein?“ Sie entschließen sich kühn, weder eine
Selbstanklage noch eine Fremdanklage im Gewissen zu dulden. Wenn Mose
mit dem Gesetz Ihnen aufzeigen will, wie sündig und schlecht Sie leider
noch sind, dann protestieren Sie beherzt: Schweig still, denn Gott ist
hier, der da gerecht macht. Er hat seinen Sohn für mich dahingegeben,
daher kann und will ich keine Anklage dulden! Wenn Ihr Gemüt sich von
Alltags-Miseren herabdrücken lässt, dann kontern Sie entschieden:
„Weicht, ihr Trauergeister, denn mein Freudenmeister, Jesus, tritt
herein. Denen, die Gott lieben, muss auch ihr Betrüben lauter Freude
sein!“
Wenn kleingläubige Christen Ihnen suggerieren wollen: Als
„armer Sünder“ kann ich nichts; bin ich nichts und habe ich nichts! -
dann begehren Sie energisch auf: Das stimmt nur ohne Jesus! Aber mit ihm
bin ich ein Königskind! Gott gab seinen eigenen Sohn für mich hin. In
IHM bin ich reich. Mit ihm hat mir Gott alles geschenkt. Es stimmt zwar,
wenn Zinzendorf singt: „Was bin ich, wenn es mich (ohne Jesus)
betrifft? Ein Abgrund voller Sündengift!“. Aber Jesus ist hier! Ich bin
mit Jesus eins und verbunden. Darum gilt jetzt der Schlussteil des
Liedverses: „Was bin ich, Lamm, in deiner Pracht? Ein Mensch, der Engel
weichen macht!“ Deprimierende Demuts-Thesen sind beleidigend für einen
Christen.
Keine Einschüchterung zulassen
Nun könnte es sein, dass Ihnen gewisse „Demuts-Profis“ mit folgenden
Argumenten begegnen: Bitte, nimm deinen Mund nicht zu voll! Bleibe schön
nüchtern und warte ab, bis die Lebensstürme, die Hiobs-Prüfungen oder
gar Verfolgungen kommen. Dann wird es sich zeigen, dass dein
Siegesglaube überspannt und anmaßend ist. Solchen Glaubens-Killern
sollten Sie zwar bescheiden, aber doch entschieden entgegnen: Es stimmt,
dass ich im Glauben wachsen muss und darin vielleicht auch mal ermüde.
Andererseits weiß ich, dass schon mein Senfkornglaube Berge zu versetzen
vermag. Jesus verheißt sogar, dass mir „nichts unmöglich“ ist, wenn ich
seinen Worten vertraue (Mt 17,20). Darum will ich getrost mit Paulus
bekennen: „Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trübsal oder
Angst oder Verfolgung oder Hunger oder Blöße oder Gefahr oder
Schwert?... Aber in dem allen überwinden wir weit durch den, der uns
geliebt hat“ (Rö 8,35-37). Solcher Glaube wird Sie auch im Blick auf
Schicksalsschläge und Versuchungen ermutigen können. Diesen Glauben
entdecken wir u. a. bei der „Wolke von Zeugen“ in Hebräer 11.
Ich
lade Sie daher ein, sich das apostolische Überwinder-Zeugnis nicht nur
anzueignen, sondern mutig und froh zu bekennen: „Denn ich bin gewiss,
dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder
gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch keine
andere Kreatur uns/mich scheiden kann von der Liebe Gottes, die in
Christus Jesus ist, unserem/meinem Herrn“ (Rö 8,38-39).
Sollten Sie einen tieferen Gewinn oder eine neue Perspektive durch
das Gelesene erhalten haben, können Sie im Forum dieser Website darüber
berichten (siehe Ihr Erlebnisbericht ). Für ernsthafte persönliche Fragen bin ich gern für Sie da.
Mittwoch, 27. Februar 2013
Samstag, 2. Februar 2013
Rundbrief von Andrew Wommack
Rundbrief Januar 2013
Die Vollmacht des Gläubigen
Was du in der Kirche nicht gelernt hast
Liebe Freunde,
gibt es einen Menschen in deinem Leben, der dir den letzten Nerv raubt? Wenn dem so ist, wird es dich vielleicht überraschen zu erfahren, dass es in Wirklichkeit nicht dieser Mensch ist, der dich ärgert. Ein anderer ist am Werk – der tatsächliche Feind – der diesen Menschen vielleicht gebraucht, um sich einen Weg in dein Leben zu bahnen. Wir befinden uns in einem geistlichen Kampf und als Gläubige müssen wir uns dessen bewusst sein.
Viele Christen haben eine humanistische Sichtweise der Dinge angenommen. Sie erkennen nicht, welche Rolle die geistliche Welt in ihrem täglichen Leben spielt. Sie betrachten alles nur oberflächlich und glauben, dass fast alles, was sie täglich erleben, auf irgendeine menschliche oder natürliche Begebenheit zurückzuführen ist.
Tatsächlich aber wird jeden Tag ein geistlicher Kampf ausgefochten. Bei diesem Kampf geht es um dein Herz und um das Herz jeder anderen Person auf der Erde. Gott versucht uns zu ihm hin und zur Gerechtigkeit zu ziehen, damit wir im Einklang mit ihm leben und sein Segen in unserem Leben freigesetzt werden kann.
Gleichzeitig versucht Satan in einem erbitterten Kampf die Herzen der Menschen von Gott wegzustehlen. Er will ihre Herzen mit seinem Müll und seiner Perversion füllen.
Obwohl die meisten Christen sich bis zu einem gewissen Grad dessen bewusst sind, begreifen sie, glaube ich, dennoch nicht ganz, wie hart der Kampf wirklich ist und wie sehr sie mit ihrem Handeln dazu beitragen.
Wenn ich mit jedem, der diesen Rundbrief liest, persönlich reden könnte, würde sich schnell herausstellen, dass sich viele den geistlichen Hintergründen ihres Lebens nicht bewusst sind. Vieles wird den Umständen zugeschrieben und einfach wie es kommt hingenommen. Wer das tut, ignoriert den heftigen Kampf, der jeden Tag um sein Herz geführt wird.
Wie du dich entscheidest, was du sagst, was du tust und wie du über deine Umstände denkst, entscheidet, ob Gott oder Satan dein Leben bestimmt. Satan kann gegen deinen Willen keine Macht über dich ausüben. Ohne deine Zusammenarbeit und Zustimmung kann er nichts tun, aber du musst dir trotzdem dessen bewusst sein, dass du dich in einem Kampf befindest.
Viele Menschen wollen daran lieber nicht glauben, aber ob sie es tun oder nicht – es ist eine Tatsache. Nur weil du dich an dem Kampf nicht beteiligen willst, bedeutet es nicht, dass er nicht stattfindet – es bedeutet nur, dass du verlierst. Erst wenn dir klar geworden ist, dass dieser Kampf real ist, kannst du lernen zu erkennen, was wirklich geschieht, und angemessene Maßnahmen ergreifen, um deine Situation zu verbessern. Du kannst dem Teufel widerstehen! In Jakobus 4,7 heißt es:
So unterwerft euch nun Gott! Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch.
In Epheser 6,10-12 lesen wir:
Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels; denn unser Kampf richtet sich nicht gegen Fleisch und Blut, sondern gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen].
Diese Verse beziehen sich auf dämonische Mächte. Im Reich der Dämonen gibt es eine Befehlskette, eine Hierarchie der Macht, deren Ebenen hier aufgezählt werden.
Beachte, dass wir nicht gegen Fleisch und Blut kämpfen. Vieles was in deinem Leben geschieht, ist nicht einfach nur menschliches Handeln.
Ich will mich nicht auf die Diskussion einlassen, ob Menschen nun besessen, bedrängt oder bedrückt sind – ich glaube es ist sinnlos, darüber zu diskutieren. Das griechische Wort, das die Bibel für besessen verwendet, bedeutet wörtlich übersetzt dämonisiert. Es bedeutet, der Teufel hatte Macht über sie. Das Christentum hat versucht, Menschen als besessen, bedrängt oder bedrückt einzuordnen, aber das steht nicht in der Bibel.
Tatsache ist, dass viele Menschen vom Teufel beeinflusst, beherrscht und benutzt werden – das ist wirklich so. Das muss gesagt werden, weil es immer noch viele gibt, die ernsthaft glauben, alle Dämonen wären in Afrika.
Das Problem ist nicht dein Arbeitskollege, auch nicht dein Nachbar und schon gar nicht dein Ehepartner. Jeder Mensch, der nicht aufpasst, kann von Satan beeinflusst, angeregt und benutzt werden, sich gegen dich zu stellen. Wenn du das erkennst, wird dein Verhalten diesen Menschen gegenüber ganz anders sein.
Ich bekomme zum Beispiel jede Menge Hassbriefe. Eine Zeit lang nahm ich das sehr persönlich, aber dann habe ich erkannt, dass Satan damit nur versucht, mich von dem, was Gott mir aufgetragen hat, abzulenken. Jetzt schaue ich, wer hinter diesen Menschen steht und erkenne, wie Satan sie nur benutzt. So kann ich die Situation aus der richtigen Perspektive betrachten.
Selbst gute Freunde haben sich schon gegen mich gewandt und einige sehr verletzende Dinge getan, aber ich konnte einfach darüber hinwegsehen und ihnen vergeben. Ich konnte sehen, dass Satan eine Schwachstelle in ihrem Leben benutzt hat, um mich zu verletzen. Wenn man das einmal verstanden hat, wird man nicht mehr wütend und verbittert, sondern kann Vergebung aussprechen. Kehrt die Person dann zurück, kann die Beziehung wiederhergestellt werden.
Manchmal muss man den Teufel auch direkt angreifen, selbst wenn er gerade einen Freund benutzt. So handelte auch Jesus, als er Petrus zurechtwies und sagte: „Weiche von mir, Satan.“ Das war derselbe Tag, an dem Jesus Petrus gefragt hatte: „Was sagst du, wer ich bin?“ und Petrus, inspiriert vom Heiligen Geist, sagte: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ In Matthäus 16,15-17 heißt es:
Er spricht zu ihnen: Ihr aber, was sagt ihr, wer ich bin? Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht offenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.
Danach sprach Jesus über Dinge, die geschehen würden: „Sie werden mich gefangen nehmen, mich töten, und ich werde am dritten Tag wieder auferstehen.“ Derselbe Petrus, der nur wenige Minuten zuvor vom Heiligen Geist inspiriert und geführt wurde, wies nun Jesus zurecht und sagte: „Herr, schone dich selbst! Das widerfahre dir nur nicht! Ich werde nicht weichen, und wir werden dich verteidigen. Wir werden nicht zulassen, dass dir so etwas geschieht.“
Jesus wandte sich um und sprach zu Petrus: „Weiche von mir, Satan.“ Petrus war sicher schockiert, aber Jesus sprach nicht wirklich zu ihm. Er redete über Satan zu Satan, zu dem, der Petrus beherrschte. Die Worte Petrus kamen nicht von Gott; sie stimmten mit seinem Willen nicht überein. Was Petrus sagte, war vom Teufel inspiriert, der ihn beherrschte.
Das ist eine starke Aussage und viele Leute denken, sie sei ein wenig übertrieben. Sie glauben, sie sollten Menschen gegenüber nicht so reagieren. Aber ich kann dir garantieren, dass es Situationen gibt, in denen der Teufel dich durch andere Menschen direkt anspricht. Er gebraucht andere, um an dich heranzukommen. Ob du es anerkennst oder nicht, es ist viel realer, als wie es dir bewusst ist. Du bist in einem geistlichen Kampf.
Gerade jetzt tobt ein übernatürlicher Kampf um dein Herz und deine Gedanken.
Vielleicht versucht der Teufel sogar gerade in diesem Moment den Worten, die du in diesem Brief gelesen hast, entgegenzutreten. Er will, dass du ihnen keinen Glauben schenkst, dass du sie ignorierst und sie ablehnst. Der Heilige Geist aber bezeugt sie in deinem Herzen und möchte es öffnen, damit du diese Worte aufnimmst. Das ist der geistliche Kampf.
Um diesen Krieg zu gewinnen, musst du wissen, wer du bist und welche Vollmacht du als Gläubiger hast. Um dir dabei zu helfen, möchte ich dir das Buch Die Autorität des Gläubigen ans Herz legen. Versäume keinen Tag mehr, ohne zu verstehen, wie du den echten Feind besiegen kannst. Du hast die Vollmacht, es zu tun, und es ist Zeit, diese Vollmacht zu gebrauchen.
Bestellungen nehmen wir gerne über unsere Webseite www.awme.de oder telefonisch unter der Nummer 0 67 82 – 98 46 405 entgegen. Außerdem kann das kostenlose mp3- Hörbuch unter folgendem Link heruntergeladen werden: mp3-Download.http://www.awme.de/index.php?page=resources_god_wants_you_well
Jamie und ich sind dir sehr dankbar für deine Unterstützung, die uns hilft, diese Botschaft weiterzugeben. Dank dir erreichen wir mehr Menschen als jemals zuvor.
Besuche doch mal das Gästebuch auf unserer Webseite und lies Hunderte von Zeugnissen von Menschen, deren Leben verändert wurde. Es wird euch genauso sehr segnen wie Jamie und mich.
Gottes Segen,
Andrew und Jamie
PS: Wir haben mit einer neuen Sendung The Inside Story im Internet begonnen, in der man einen Blick hinter die Kulissen werfen kann, um zu sehen, was Gott hier bei Andrew Wommack Ministries tut. In der ersten Folge geht es um unser brandneues Fernsehstudio! Diese kannst du auf unserer Webseite unter www.awmi.net/the-insidestory anschauen.
Neuigkeiten über die Entwicklungen rund um unser Bauprojekt im Woodland Park, Colorado, findest du im Internet unter www.awmi.net/construction-update
Sonntag, 9. Dezember 2012
Andacht von Andrew Wommack
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9. Dezember
Glaube wirkt durch Liebe
Galater 5,1-13
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Denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch
Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch die Liebe wirksam
ist.
Galater 5,6
Das Wort wirksam sein bezeichnet gemäß der
Wörterbuchdefinition die Eigenschaft, etwas funktionieren oder gelingen
zu lassen. Die treibende Kraft hinter wahrem, biblischen Glauben ist
Gottes Liebe. Wenn wir eine klare Offenbarung von Gottes Liebe zu uns
haben, dann ist Glaube eine natürliche Folge dieser Offenbarung. Glaube
ist quasi ein Nebenprodukt von Gottes Liebe.
Ich diskutierte einmal mit einem Mann, der der
Meinung war, Gott würde nicht immer heilen. Der Grund für seine
Überzeugung war seine zwölfjährige Tochter, die querschnittsgelähmt und
geistig zurückgeblieben war. Er glaubte, dass Gott sie so gemacht hatte.
Ich nannte ihm Bibelstellen, er nannte mir Bibelstellen, aber wir kamen
zu keinem Ergebnis.
Schließlich fragte ich ihn: „Was für ein Vater
sind Sie eigentlich? Sie sagen, dass Sie Ihre Tochter lieben,
aber Sie wollen nicht, dass sie geheilt wird?” Er wurde richtig
wütend und versicherte mir, er würde alles tun, damit sie
geheilt würde. Er wäre sogar bereit, an ihrer Stelle krank zu
sein, wenn er ihr damit helfen könnte. Darauf antwortete ich:
„Glauben Sie denn, dass Gott Ihre Tochter weniger liebt, als
Sie es tun?”
Gegen eine Lehre konnte er Einwände
vorbringen, aber als es um die Liebe ging, war es undenkbar,
dass ein Gott, der nicht nur Liebe hat, sondern Liebe ist
(1 Joh 4,8), seine Macht nicht dazu nutzen würde, um zu heilen.
Diejenigen, die nicht glauben, dass Gott ihnen Gutes tun möchte,
verstehen nicht, wie sehr er sie liebt. Glaube funktioniert, wenn wir
wissen, wie groß Gottes Liebe für uns ist.
Bitte den Herrn heute um eine Offenbarung seiner Liebe für dich und beobachte, wie dein Glaube dadurch lebendig wird.
Hier noch was anderes
Ein Link zu einer guten evangelischen Kirche
und ein guter Artikel über das Thema Heilung aus dieser Gemeinde
Hier noch was anderes
Ein Link zu einer guten evangelischen Kirche
und ein guter Artikel über das Thema Heilung aus dieser Gemeinde
Donnerstag, 22. November 2012
Andacht von Andrew Wommack
| |
Andrew Wommack
22. November
Die überführende Wirkung eines reinen Herzens
1. Samuel 17,28-30
|
Aber Eliab, sein ältester Bruder, hörte ihn mit den Männern reden.
Da entbrannte Eliabs Zorn gegen David, und er sprach: Warum bist du herabgekommen?
Und bei wem hast du dort in der Wüste die wenigen Schafe gelassen? Ich kenne deine
Vermessenheit und die Bosheit deines Herzens wohl; denn nur um den Kampf zu sehen
bist du herabgekommen
1. Samuel 17,28
Bei Eliabs Ärger ging es um mehr als die Vermutung, David hätte die Schafe des
Vaters sich selbst überlassen, um sich das Kampfgeschehen anzusehen. Eliab, der
Älteste der Brüder, war dabei gewesen als Samuel ihn übergangen und stattdessen
David gesalbt hatte (1 Sam 16,13). Gott hatte seinen jüngeren Bruder zum König
gesalbt; er war ganz einfach neidisch auf David.
Stolz führt zu Streit (Spr.13,10; Neues Leben).
Aus purer Eigenliebe wurde Eliab seinem jüngeren Bruder gegenüber so ausfällig.
Er hatte Angst, dass David wirklich recht haben könnte. Dann wäre er, Eliab, ein
Feigling. Er verdammte Davids Worte, damit sie ihn nicht verdammten! Genau das ist
der Grund, warum selbstgerechte, religiöse Leute Jesus immer wieder angegriffen
haben. Laufend wurden sie durch sein reines, von Weisheit und Mitgefühl erfülltes
Herz überführt.
Ein Herz, das Gott gegenüber rein ist, wird religiöse Verfolgung
erleiden. Wenn du einen Stein in eine Meute Hunde wirfst, kannst du dir sicher sein:
Welcher am lautesten aufheult, der wurde getroffen. So ist das mit Verfolgung: Wer am
lautesten protestiert, wenn ein Gläubiger die Wahrheit ausspricht, ist derjenige, der
durch die Überführung des Heiligen Geistes unter Druck gerät.
Bevor du die Riesen in deinem Leben besiegen kannst, musst du den
kritischen Bemerkungen anderer, insbesondere deiner Familienangehörigen, standhalten.
David hätte Goliath nie überwunden, wenn er den Vorwürfen seines Bruders nichts
entgegenzusetzen gehabt hätte. Hätte sich Jesus auf Kompromisse mit den religiösen
Juden eingelassen, um ihnen zu gefallen, wäre er nie ans Kreuz gegangen und hätte
weder Sünde noch Tod für uns überwunden.
Wenn du verstanden hast, dass Verfolgung und Widerstand eine
Verteidigungsstrategie von Menschen ist, deren Herz überführt wurde, wird es dir
leichter fallen, deinen Blick richtig auszurichten und die eigentlichen Kämpfe zu führen.
Montag, 5. November 2012
Wachstum
Wachstum
Wie
stellen wir uns geistliches Wachstum vor?
von
Gert Doornenbal
Am
18. August 2004 verstarb in Nijkerk Gert Doornenbal nach langer
Krankheit
im
Alter von 67 Jahren. Gert war von 1966 bis 1985 Leiter der
niederländischenNavigatoren. Dann wurde er Leiter der europäischen Navigatorenarbeit und
wählte dazu als Wohnsitz Bonn. Schließlich zog er Anfang der 1990er Jahre nach
Wien, um von dort aus die Arbeit in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu
koordinieren und die Missionare vor Ort zu betreuen. Viele von uns haben ihn
und seine Frau Baukje in ihrer Bonner Zeit kennen gelernt und ins Herz
geschlossen. Wir teilen die Gefühle, die Paul Tameling im Namen der
niederländischen Navigatoren in einem Nachruf ausdrückt: „Mit Gert verlieren wir
einen inspirierenden Bruder, Freund und Leiter. Wir sind Gott dankbar für das,
was er uns durch Gert als Person gegeben hat.“
Zur
Erinnerung an Gert erscheint hier noch einmal ein Artikel, der im
September/Oktober
1986 in „Der Navigator“, dem Vorläufer von „bzw.“abgedruckt worden war.
„Vor
einiger Zeit durchlebte ich ein geistliches Tief“, erzählte mir
kürzlich jemand.
Die
Ursache dafür lag seiner Meinung nach in seiner falschen Vorstellung
vom
Wachstum
im Glauben.
Der
weiße und der schwarze Hund
„Als
ich vor 15 Jahren in Kontakt mit den Navigatoren kam, sagte man mir,
das
Gute
und das Böse in meinem Leben ließe sich mit zwei Hunden
vergleichen,einem weißen und einem schwarzen. Wenn ich mich darum bemühen würde, den
weißen Hund zu füttern und den schwarzen verhungern zu lassen, hätte das
automatisch geistliches Wachstum zur Folge. Jahrelang lebte ich mit dieser
Vorstellung, aber irgendwie klappte es nicht. Was mir versprochen worden war,
traf nicht ein. Ich wurde immer niedergeschlagener und stellte mir die Frage:
‚Gibt es wirklich Wachstum im Glauben?’“
Die
Gedanken dieses Mannes, der mir sein Herz ausgeschüttet hatte, gaben
mir
lange
Zeit zu denken. Was heißt „geistliches Wachstum“? Ist das Bild
von denzwei Hunden biblisch oder nicht? Wie stelle ich mir eine geistlich reife Person vor?
Mir kamen viele Fragen, und ich nahm mir vor, über einige bekannte Verse neu
nachzudenken.
Nicht
unbedingt falsch
Was
das Beispiel von den beiden Hunden angeht, so glaube ich nicht, dass
dieser
Vergleich
unbedingt falsch ist. In der Tat heißt es in Galater 6,7-9: „Irrt
euchnicht! Gott lässt sich nicht verspotten. Denn was der Mensch sät, das wird er
ernten. Wer auf den selbstsüchtigen Willen sät, der wird von ihm das Verderben
ernten; wer aber auf den Geist Gottes sät, der wird von ihm das ewige Leben
ernten. Darum lasst uns nicht müde werden, das Gute zu tun, denn zur rechten
Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ablassen.“
Aber sehr begrenzt
Es
fiel mir jedoch auf, dass das Bild von den beiden Hunden sehr
begrenzt ist. Es
gibt
so viele Bereiche unseres Lebens, in denen wir im geistlichen Kampf
stehen,dass es besser wäre, von einer ganzen Meute von weißen und schwarzen Hunden
zu sprechen. Das macht die Situation umso schwieriger.
Wenn
wir beispielweise den weißen Hund namens „Geben/Teilen“ füttern
und
versuchen,
den schwarzen Hund namens „Egoismus“ vom Futternapf abzuhalten,schleicht sich plötzlich der schwarze Hund „Stolz“ heran und nimmt sich einen
Teil des Futters.
Wir
sind wieder einmal tief enttäuscht von uns selbst. Auch Paulus rief
einmal
voller
Verzweiflung: „Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von
diesemtodverfallenen Leib?“ (Römer 7,24)
Durch
veränderte Umstände können auch neue schwarze Hunde in die Meute
gelangen.
So sind wir davon überzeugt, dass unser Selbstwertgefühl nicht vonder Position abhängt, die wir in der Gesellschaft innehaben. Dann werden wir
plötzlich arbeitslos. Wir sind auf Arbeitslosenunterstützung angewiesen.
Allmählich
steigt das Gefühl in uns auf: „Niemand braucht mich. Niemand will
mich.“
In unserem Leben tauchen schwarze Hunde auf, von deren Existenz wirbis dahin nicht einmal etwas ahnten.
Geistliche
Riesen?
Wie
stellen wir uns geistliches Wachstum vor? Welches Bild haben wir von
einem
geistlich
reifen Mann, einer geistlich reifen Frau, von „Bäumen der
Gerechtigkeit“,wie sie in Jesaja 61,3 genannt werden?
Wir
neigen dazu, sie uns als stark und unabhängig vorzustellen, als
Menschen,
die
das Stadium hinter sich gebracht haben, in dem man noch ausrutschte,
aufdie Nase fiel und wieder von vorne beginnen musste. Aufgrund dieser Vorstellung
kann es sogar sein, dass wir die Begegnung mit solchen „geistlichen Riesen“
fürchten, die sich kaum noch an die Kämpfe erinnern, die Leute wie wir immer
noch durchzustehen haben. Unser Bild von ihnen lässt uns in ihrer Gegenwart vor
Ehrfurcht erstarren.
Die
Bibel lehrt aber etwas völlig anderes über geistliches Wachstum.
Ein Mensch,
der
geistlich wächst, wird mehr und mehr vom Geist Christi erfüllt, dem
Geist derLiebe, der Barmherzigkeit, der Geduld, der wahren Demut. Ein Charakteristikum
eines so genannten „geistlichen Riesen“ ist deshalb: Er versteht, womit wir
kämpfen.
Am
Ende von Hebräer 4 heißt es von Jesus, dass er ein Hoherpriester
ist, der
Mitleid
mit unseren Schwächen hat, weil er genauso versucht worden ist wie
wir,wenn auch ohne Sünde. Er kennt jede Art des geistlichen Kampfes. Er versteht,
was wir durchmachen. Auch wenn er stets Sieger blieb, war der Kampf für ihn
nicht weniger hart.
Geistliches
Wachstum ist also nicht dadurch gekennzeichnet, dass der Kampf
abnimmt.
Im Gegenteil, es ist ein Zeichen von geistlicher Reife anzuerkennen,dass der Kampf nie aufhört, und zu wissen, an wen wir uns wenden können,
wenn wir Hilfe brauchen.
Natürliches
Wachstum und geistliches Wachstum
Warum
haben wir oft eine falsche Vorstellung von geistlichem Wachstum? Ichglaube, weil es einen entscheidenden Unterschied zwischen natürlichem und
geistlichem Wachstum gibt.
In
unserem natürlichen Leben ist es so, dass wir zuerst als Baby in
einem
Zustand
totaler Hilflosigkeit und Abhängigkeit sind, und dann allmählich zu
einemZustand der Reife heranwachsen; also zu einem Zustand, in dem wir selbständig
geworden sind.
Mit
dem geistlichen Wachstum verhält es sich anders. Typisch für dieses
Wachstum
ist, dass wir immer abhängiger werden. Da der Kampf so vielschichtigund komplex ist, geht es letztlich darum, dass wir unsere Sicherheit in der
Abhängigkeit finden: in der vollkommenen Abhängigkeit von Gott und seinem
Wort.
Schwäche
und Stärke
Um
uns zu dieser vollkommenen Abhängigkeit zu bringen und zum Vertrauen
ganz
auf ihn, lässt Gott uns Nöte und Schwierigkeiten durchleben. Er
weiß, wie erSchwächen und Stärken in unserem Leben mischen muss. Er lässt nicht das eine
auf das andere folgen, so dass wir etwa sagen könnten: Früher fühlte ich mich
schwach, jetzt bin ich stark. Nein, Gott fügt es so, dass Schwachheit und Stärke
gleichzeitig Teil unseres Lebens sind.
In
2. Korinther 12,10 sagt Paulus: „Denn wenn ich schwach bin, bin ich
stark.“
Auf
den ersten Blick erscheint diese Aussage paradox. Wenn ich schwach
bin, binich nicht stark, sondern abhängig und verletzlich. Vers 9 liefert die Erklärung:
„Lass dir an meiner Gnade genügen, denn meine Kraft ist in den Schwachen
mächtig.“
In
Zeiten unserer Schwachheit sehen wir besonders deutlich die
Notwendigkeit
der
Abhängigkeit von Gott. Das macht uns stark. Schwachheiten,
schwierigeSituationen, Enttäuschungen können unseren Glauben stärken, wenn wir geistlich
auf sie reagieren. Je deutlicher wir unsere Schwäche erkennen, desto mehr
Anlass haben wir, im Glauben zu Gott zu gehen und ihm um Hilfe zu bitten.
Aktive
Abhängigkeit
Die
Ausstrahlung von geistlich reifen Menschen besteht in ihrer Demut.
Wenn sie
sich
durch etwas auszeichnen, dann durch ihr tiefes Bewusstsein, dass sie
wegenihrer Hilflosigkeit und Schwäche in allem auf Gott angewiesen sind.
Interessanterweise
macht sie dieses Bewusstsein aber nicht passiv. Sie sind
aktiv,
aber nur als Ergebnis völliger Abhängigkeit von der Quelle der
geistlichenKraft.
Im
Römer 8,13 werden wir aufgefordert, etwas durch den Geist Gottes zu
tun:
„Wenn
ihr aber durch den Geist das selbstsüchtige Handeln tötet, werdet
ihrleben.“ Bei diesem aktiven Handeln aus der völligen Abhängigkeit heraus die
richtige Balance zu finden – darin liegt das Geheimnis des geistlichen
Wachstums.
Donnerstag, 18. Oktober 2012
Mittwoch, 17. Oktober 2012
Andacht von Andrew Wommack
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Andrew Wommack
17. Oktober
Was es kostet, für Jesus zu leben
Matthäus 8,18-22; Lukas 9,51-62
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Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben, und die
Vögel des Himmels haben Nester; aber der Sohn des Menschen hat nichts, wo er
sein Haupt hinlegen kann.
Lukas 9,58
Dieser Vers wurde häufig dazu benutzt, um das Missverständnis
zu verstärken, dass Jesus und seine Jünger in Armut lebten. Der Grund, warum Jesus
nirgendwo sein Haupt hinlegen konnte, war in diesem Fall jedoch Verfolgung. Aufgrund
religiöser Vorurteile verweigerten die Samariter Jesus und seinen Jüngern
auf ihrer Reise nach Jerusalem die Gastfreundschaft und einen Ort zum Übernachten.
Verfolgung ist ein Teil dessen, was es kostet für Jesus zu leben. Jesus versuchte
dem Mann klarzumachen, dass es zu diesen Kosten gehören würde, kein Nachtquartier
zu haben.
Es gibt viele Arten von Verfolgung. Wenn dein Leben bedroht wird, weil
du an Jesus glaubst, ist das nur eine mögliche Art von Verfolgung. Aber es ist noch nicht
einmal die Schlimmste. Viel tödlicher ist es, wenn Menschen, die wir bewundern, lieben
oder deren Anerkennung wir suchen, über uns lästern und uns aus ihrer Gemeinschaft
ausschließen. Dies hat viel schlimmere Auswirkungen für uns, weil es
unterschwellig ist und unser persönliches Empfinden betrifft.
Viele Gläubige, die den Herrn nie direkt verleugnen würden,
verfallen in Selbstmitleid oder geraten in Streit, wenn jemand sie kritisiert. Das ist
insbesondere dann der Fall, wenn sie zu einer Person aufsehen und diese beeindrucken wollen.
Dadurch ist ihr Christsein genauso uneffektiv, als wenn jemand aus Angst um sein Leben falsch
reagiert und den Herrn verleugnet.
Es ist für uns hilfreich, zu erkennen, dass nicht wir es sind, die
verfolgt werden, sondern Christus in uns. Somit werden wir Teilhaber an seinem Leiden und
werden als Resultat davon auch an seiner Auferstehungskraft und an seiner Belohnung teilhaben.
So gesehen solltest du eigentlich vor Freude jubeln und springen, wenn du um seinetwillen
abgelehnt wirst.
http://www.awme.de/
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