Freitag, 7. Mai 2010

Hilfreiche Gedanken über die Bibel zum Thema Taufe

Exkurs zum Thema Taufe

Zunächst sollten wir untersuchen, was dies heißen kann und was es nicht heißen kann.

Es gibt wirklich eine Taufe, die uns errettet nicht unsere Wassertaufe, sondern eine Taufe, die vor fast 2000 Jahren auf Golgatha vollzogen wurde. Christi Tod war eine Taufe. Er wurde in den Wassern des Gerichts getauft. Das meinte er, als er sagte: »Ich habe aber eine Taufe, womit ich getauft werden muß, und wie bin ich bedrängt, bis sie vollbracht ist!« (Lk 12,50). Der Psalmist beschrieb diese Taufe mit den Worten: »Urflut ruft der Urflut zu beim Brausen deiner Wassergüsse; alle deine Wogen und deine Wellen sind über mich hingegangen« (Ps 42,7). In seinem Tod wurde Christus in den Wellen des Zornes Gottes getauft, und diese Taufe ist die Grundlage unserer Erlösung.

Doch wir müssen seinen Tod für uns annehmen. So wie Noah und seine Familie die Arche betreten mußten, um gerettet werden, so müssen wir uns selbst dem Herrn als unserem einzigen Heiland hingeben. Wenn wir das tun, dann werden wir mit ihm in seinem Tod, seinem Begräbnis und seiner Auferstehung identifiziert. In einem ganz realen Sinne sind wir mit ihm gekreuzigt (Gal 2,20), wir sind mit ihm begraben (Röm 6,4) und mit ihm vom Tod zum Leben gebracht worden (Röm 6,4).

All dies wird in der Gläubigentaufe dargestellt. Die Zeremonie ist ein äußerliches Zeichen dessen, was geistlich geschehen ist, wir sind in den Tod Christi getauft. Wenn wir untertauchen, dann erkennen wir an, daß wir mit ihm begraben sind. Wenn wir aus dem Wasser auftauchen, zeigen wir damit, daß wir mit ihm auferstanden sind und nun in Neuheit des Lebens wandeln.

Ein Vorbild, das uns also rettetdie Taufe bezieht sich auf die Taufe Christi im Tod am Kreuz und auf unsere Identifikation mit ihr, die die Wassertaufe darstellt.

Der Vers kann jedoch nicht heißen, daß wir durch den Taufritus im Wasser errettet werden, und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Damit wäre das Wasser der Erlöser, und nicht mehr der Herr Jesus. Doch er hat gesagt: »Ich bin der Weg« (Joh 16,4).
  2. Es würde heißen, daß Christus umsonst starb. Wenn Menschen durch Wasser gerettet werden können, warum mußte dann der Herr Jesus sterben?
  3. Es funktioniert einfach nicht. Viele, die getauft worden sind, haben mit ihrem Leben bewiesen, daß sie niemals wiedergeboren wurden.

Auch kann dieser Vers nicht bedeuten, daß wir durch Glaube und Taufe gerettet werden.

  1. Dies würde bedeuten, daß das Erlösungswerk des Heilands am Kreuz nicht ausreichte. Als er rief: »Es ist vollbracht« da war es nach dieser Ansicht eben nicht vollbracht, weil die Taufe zu diesem Erlösungswerk noch hinzugefügt werden mußte.
  2. Wenn die Taufe heilsnotwendig ist, dann ist es seltsam, daß der Her selbst niemanden getauft hat. Johannes 4,1.2 sagt aus, daß Jesus die Taufe seiner Nachfolger nicht selbst durchführte, sondern seine Jünger.
  3. Der Apostel Paulus dankte Gott, daß er nur wenige Korinther getauft hat (1. Kor 1,14-16). Das wäre ein seltsamer Dank für einen Evangelisten, wenn die Taufe heilsnotwendig wäre! Die Tatsache, daß Paulus einige getauft hat, zeigt, daß er die Gläubigentaufe lehrte, doch die Tatsache, daß er nur wenige getauft hat, zeigt, daß er sie nicht für die Erlösung erforderlich hielt.
  4. Der Schächer am Kreuz, der bereute, wurde nicht getauft, und doch wurde ihm zugesagt, daß er mit Christus im Paradies weilen würde (Lk 23,43).
  5. Die Heiden, die in Cäsarea errettet wurden, erhielten den Heiligen Geist, sobald sie gläubig wurden (Apg 10,44), was zeigte, daß sie zu Christus gehörten (Röm 8,9). Nachdem sie den Heiligen Geist erhalten haben, d.h., nachdem sie errettet wurden, wurden sie getauft (V. Apg 10,47.48). Deshalb war ihre Taufe nicht zu ihrer Errettung notwendig. Sie wurden erst errettet und dann mit Wasser getauft.
  6. Im NT wird die Taufe immer im Zusammenhang mit Tod und nicht mit der geistlichen Wiedergeburt gesehen.
  7. Es gibt etwa 150 Stellen im NT, die lehren, daß die Errettung nur aus dem Glauben kommt. Diese können nicht durch zwei oder drei Verse ungültig werden, die scheinbar lehren, daß die Taufe zur Errettung nötig ist.

Deshalb, wenn wir in Vers 21 lesen: »Die Taufe errettet jetzt auch euch«, so geht es hier nicht um unsere Wassertaufe, sondern um die Taufe Christi in den Tod und unsere Identifikation mit ihm in dieser Taufe.

»Nicht ein Ablegen der Unreinheit des Fleisches.« Der liturgische Gottesdienst des AT, mit dem die judenchristlichen Leser des Petrus vertraut waren, reinigte in gewisser Weise äußerlich. Doch konnte er weder den Priestern noch dem Volk ein reines Gewissen bezüglich der Sünde geben. Die »Taufe«, von der Petrus spricht, ist nicht eine Frage der leiblichen oder gar rituellen Reinigung. Wasser kann den Schmutz vom Leib waschen, doch kann es uns kein gutes Gewissen vor Gott schenken. Nur unsere persönliche Verbindung mit Christus in seinem Tod, seinem Begräbnis und seiner Auferstehung kann uns dieses gute Gewissen schenken.



(Persönliche Anmerkung von Helmut privat: Jeder der sich mit Jesus durch Glauben verbunden hat, hat diese Ruhige Gewissen, und ich rate jedem daß er es sich nich stehlen läßt durch die Lehre der Taufwiedergeburt. Satan möchte nicht, daß Dein Glaube nur auf Jesus allein gegründet ist.

Es gibt Jesus und die Beschneidung (Heute kein Punkt mehr)

Jesus und die Taufe zur Wiedergeburt (Ein Sonderlehre von einem kleinen Teil des Leibes)

Jesus und Gute Werke

Jesus und gegen die katholische Kirche sein

Jesus und für die katholische Kirche sein.

Jesus und für das Zungenreden sein

Jesus und gegen das Zungenreden sein.

usw

aber ich vertraue Jesus, und er wird in mir Wirken was vor Ihn wohlgefällig ist

(Dann werde ich mich in einer biblischen Weise taufen lassen.

dann werde ich die richtigen Erfahrungen im Bezur zur Zungenrede machen.

dann wird Jesus mir zeigen, wie ich mit religiösen Systemen umgehe

und echter Glaube bringt die Werke hervor weil Glaube ohne Werke tot ist.

aber um die Werke kümmert sich der Weingärtner nicht die Rebe.)

»Sondern die Bitte an Gott um ein gutes Gewissen.« Es erhebt sich nun unausweichlich die Frage: »Wie kann ich vor Gott gerecht dastehen? Wie kann ich ein reines Gewissen vor ihm haben?« Die Antwort findet sich in der Taufe, von der Petrus soeben gesprochen hat, der Taufe Christi in den Tod am Kreuz von Golgatha und die persönliche Annahme dieses Werkes durch den Sünder. Durch den Tod Christi ist die Sündenfrage ein für allemal gelöst worden.

»Durch die Auferstehung Jesu Christi.« Woher weiß ich nun, daß Gott zufrieden ist? Ich weiß es, weil er Christus von den Toten auferweckt hat. Ein reines Gewissen ist untrennbar mit der »Auferstehung Jesu Christi« verbunden, sie stehen und fallen miteinander. Die Auferstehung sagt mir, daß Gott mit dem Erlösungswerk seines Sohnes voll und ganz zufrieden ist. Wenn Christus nicht auferstanden wäre, könnten wir uns nie sicher sein, daß unsere Sünden hinweggenommen sind. Er wäre wie jeder andere Mensch gestorben. Doch der auferstandene Christus ist für uns die absolute Sicherheit, daß die Forderungen Gottes wegen unserer Sünden voll erfüllt worden sind.

Wie der Liederdichter James G. Deck es ausdrückt: »Unser Gewissen hat einen unvergänglichen Frieden: Das Lamm in der Höhe auf dem Thron.«

Deshalb sind wir »jetzt« durch »die Taufe« errettet, die der »Bund eines guten Gewissens mit Gott« (LU1912) ist. Mein einziger Anspruch auf ein gutes Gewissen basiert auf dem Tod, dem Begräbnis und der Auferstehung des Herrn Jesus. Die Reihenfolge sieht so aus:

  1. Christus wurde für mich auf Golgatha in den Tod getauft.
  2. Wenn ich ihm als Herrn und Erlöser vertraue, dann werde ich geistlich mit ihm in seinem Tod, seinem Begräbnis und seiner Auferstehung vereinigt.
  3. Durch mein Wissen, daß er auferstanden ist, ist meine Bitte um ein reines Gewissen beantwortet.
  4. In der Wassertaufe gebe ich der geistlichen Erlösung, die ich erfahren habe, sichtbaren Ausdruck.

Donnerstag, 6. Mai 2010

Was bedeutet die Taufe.

Aus einem evangelikalem Bibelgrundkurs.
Zum ganz großem Teil stimme ich diesen Ausführungen zu.

94. Frage: Was ist und was bedeutet die Taufe?

Antwort:

1. Die Taufe ist eine symbolhafte Handlung, die an einem wiedergeborenen Menschen auf dessen Wunsch durch Untertauchen in Wasser vollzogen wird. Der Täufling legt dadurch ein öffentliches Bekenntnis davon ab, daß er mit Christus gestorben, begraben und auferstanden ist. Er kommt damit im Gehorsam den Worten Jesu nach und bezeugt gleichzeitig das Begehren eines guten Gewissens, d. h. sich der Sünde für tot oder gestorben zu halten, Gott aber lebend in Christus Jesus. Die Gedanken einer Vergebung der Sünden durch den äußerlichen Vollzug der Wassertaufe sind ebenso auszuschließen wie die Gedanken einer Säuglingstaufe. Röm 6,3-11; Apg 8,36-38; 10,47; 9,18; 16,15.33; 22,16.

2. Sie ist eine Handlung, die auf den (in den) Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes geschieht. Mt 28,19. Sie darf nur an Gläubigen, die eine Wiedergeburt erlebt haben, vollzogen werden. Apg 10,47. Die Wiedergeburt schließt den Empfang des Heiligen Geistes ein. Deshalb bedarf es nicht, wie manche meinen, eines nochmaligen mystischen Ereignisses, der sog. Geistestaufe nach der Wiedergeburt und Wassertaufe. (Vgl. Frage 61.) Joh 3,5.6; 14,17; 16,13; Apg 26,18; 1Kor 6,11; Tit 3,5. Die Fülle der Wirkungen des Heiligen Geistes berührt nicht den Bereich der Tauflehre.

3. Das Wort Taufe hat entsprechend dem griechischen Wort die Bedeutung von tauchen, eintauchen oder untertauchen, aber nie den Sinn von Besprengung oder Begießen. Joh 3,23.

Wir verstehen die Taufe als ein Gegenbild der Wiedergeburt, als ein auf oder in den Tod Jesu "Hinein-getauft-sein", das den ganzen Menschen erfaßt und mit einer Besprengung nicht genü gend dargestellt werden kann. Sie ist ein Bild der durch den Glauben empfangenen Vergebung und Abwaschung der Sünden.

4. Die symbolische Bedeutung der Taufe ist in mehrfacher Hinsicht zu sehen:
a) Wasser des Gerichts, wie es in der Heiligen Schrift an verschiedenen Stellen gebraucht wird. 2Sam 22,17; 2Mo 14,27; Ps 69,1.2; Jes 8,6.7. Den stärksten Ausdruck findet es in der Sündflut. 1Mo 7,14-24; 9,11.
b) Wasser der Reinigung. 4Mo 19,20; Joh 3,5; 13,5.10; 19,34; 1Joh 5,6.8; 1Kor 6,11; Eph 5,26; Jes 4,4.
c) Taufe als Bild der Grablegung. "So sind wir nun mit ihm begraben worden durch die Taufe in den Tod." Röm 6,4.5.
d) Das Heraufsteigen des Täuflings aus dem Wasser versinnbildlicht das "Mit-auferstanden-sein" mit Jesus und den Beginn eines neuen Lebens. Röm 6,4; Gal 2,20; Eph 4,24.

96. Frage: Ist die Taufe heilsnotwendig?

Antwort:

Nein. Ein Unterlassen jedoch konnte ein Zeichen dafür sein, daß der Betreffende entweder ein gestörtes Verhältnis zu Jesus seinem Herrn hat oder eine schuldhafte Unkenntnis über den Willen des Herrn vorliegt. Jeder sollte diese Frage ernsthaft vor Gott prüfen, auch diejenigen, die an der Säuglingstaufe festhalten. Es ergibt sich nach den Aussagen der Heiligen Schrift, daß die Darbringung eines Säuglings keine Taufe im biblischen Sinn ist und deshalb eine spätere Taufe des Glaubenden nicht als Wiedertaufe bezeichnet werden kann. Die Säuglingstaufe ist in der Bibel nicht bezeugt und fand ihre Einführung vermutlich erst Ende des 2. Jahrhunderts nach Christi Geburt.

95.Frage

95. Frage: Welche Ziele verfolgen die Schreiber der Briefe im Neuen Testament mit ihren Aussagen über die Taufe?

Antwort:

Paulus:

1. Paulus illustriert am Bild der Taufe in seinem Brief an die Römer (Röm 6), die Gefahr eines Verharrens in der Sünde. Die Frage steht im Raum: Sollten wir in der Sünde verharren, auf daß die Gnade überströme? (Röm 6,1) Seine Antwort: "Das sei ferne" wird begründet mit der Erinnerung an die in der Taufe bezeugten Wahrheiten. Mit dem erneuten Bewußtmachen der Bedeutung der Taufe begegnet Paulus der Gefahr, die durch die Anfechtungen der Sünde auf den Gläubigen zukommt.

2. Paulus in seinem Brief an die Galater (Gal 3,27.28). Bei den Galatern war eine durch falsche Lehrer ausgehende Gefahr der Rückkehr zum Gesetz vorhanden, die ein Abirren vom Bekenntnis zu Christus bedeutet hätte.

3. Paulus in seinem Brief an die Kolosser (Kol 2,8-12). Die Gefahr durch die Philosophie und eitlen Betrug, nach der Überlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt als Beute weggeführt zu werden, lag bei den Kolossern vor. Daneben bestand die Gefahr, im praktischen Leben zu versagen und ihre engen Beziehungen zu dem Christus, als dem Haupt des Leibes, dem sie als seine Glieder zugehörten, aus dem Blickfeld zu verlieren. Deswegen ruft Paulus in ihr Bewußtsein zurück, daß sie mit Christus in der Taufe begraben und auch mitauferweckt sind durch den Glauben.

Petrus

Petrus im 1Petr 3,20.21. Der Hinweis auf das Vorbild von Jesus, das u.a. im Alten Testament durch die Arche Noahs dargestellt wird, wodurch gläubige Menschen vor dem Zorn Gottes gerettet werden, erhält durch Petrus eine in Klammern gesetzte Beifügung. Diese lautet: "...nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehren eines guten Gewissens vor Gott." Hier warnt Petrus vor der geheimnisvollen Auffassung und irrigen Meinung, als läge in der äußeren Form und Vollziehung der Wassertaufe irgendeine errettende, geheimnisvolle Kraft. Solche biblisch unhaltbaren Meinungen führen leicht zur Verhinderung des Evangeliums



Mittwoch, 5. Mai 2010

Verändert uns Leiden und Bedrängnis?2

Also Leiden und Bedrängnis verwandelt uns nur zum Guten wenn wir im Glauben wandeln.
Jemand hat mal gesagt:
Du kannst in diesem Leben nicht verhindern daß das Feuer der Bedrängnis dich schmilzt,
Aber Du kannst entscheiden in welches Gefäß Du gegossen wirst.

[Ps 46,2] GOtt ist unsere Zuversicht und Stärke, eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben.
[Ps 46,3] Darum fürchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die Berge mitten ins Meer sänken,
[Ps 46,4] wenngleich das Meer wütete und wallete und von seinem Ungestüm die Berge einfielen. Sela.
[Ps 46,5] Dennoch soll die Stadt GOttes fein lustig bleiben mit ihren Brünnlein, da die heiligen Wohnungen des Höchsten sind.
[Ps 46,6] GOtt ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben; GOtt hilft ihr frühe.


Ich habe hier die Lutherbibel gewählt.
Dieser Psalm hat mich als junger Christ sehr angesprochen

Die Stadt Gottes, die fein lustig ist ist die Gemeinde.
Die Brünnlein, sind die heiligen Wohnungen des Höchsten,
Das sind wir, die an Ihn glauben.

[Joh 4,14] wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird ewiglich nicht dürsten; sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das wird in ihm ein Brunnen des Wassers werden, das in das ewige Leben quillt.


[Joh 7,37] An dem letzten, dem großen Tag des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemand dürstet, so komme er zu mir und trinke!
[Joh 7,38] Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.
[Joh 7,39] Dies aber sagte er von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten; denn noch war der Geist nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.

Dienstag, 4. Mai 2010

Verändert uns Leiden und Bedrängnis?

[2Kor 4,17] Denn das schnell vorübergehende Leichte unserer Bedrängnis bewirkt uns ein über die Maßen überreiches, ewiges Gewicht von Herrlichkeit,
Hier haben wir scheinbar eine Antwort.
Ja Leiden bewirken Herrlichkeit.
Aber ist das, was uns diese Schriftstelle sagt? Die Antwort ist im nächsten Vers.

[2Kor 4,18] da wir nicht das Sichtbare anschauen, sondern das Unsichtbare; denn das Sichtbare ist zeitlich, das Unsichtbare aber ewig.

Ein paar Verse darauf heißt es,
Wir wandeln im Glauben nicht im Schauen (auf das Sichbtare)

Im Glauben wandeln heißt auf das Unsichtbare zu schauen.

Auf unsere Belohnung, auf unsere Stellung auf Jesus usw.

Montag, 3. Mai 2010

Gottes Wort verändert unser Herz

Eine der Predigten von Hartwig Henkel, die man unbedingt hören sollte.

Samstag, 1. Mai 2010

Was mich immer wieder bewegt

Ich lebe nicht nach der Bibel

Hier nocheinmal ein Artilel von Haso (Harald Sommerfeld)
Hier geht es um die Befreiung vom Gesetz.

Harald Sommerfeld: Ich lebe nicht nach der Bibel

Gottes Wort hat Power, mehr als alles andere im Universum. Klar, denn durch dieses Wort ist das All entstanden. Am Anfang sprach Gott: "Bang." Vielleicht auch "Big Bang." Und ein Universum wurde geboren. Die einen meinen, dass Gott sehr schnell gesprochen hat. Die anderen meinen, er habe gaaaaanz langsam gesprochen. Ich lasse das offen. Gott kann total fix sein. Er kann sich auch furchtbar viel Zeit lassen. Denke darüber, wie du willst. Ich werde mit dir nicht streiten.


Auf jeden Fall sprach Gott mit unvorstellbarer Kraft. Seine Worte brachten alles hervor, was existiert. Himmel und Erde, Land und Meer, Fauna und Flora. Hier ein Auszug aus dem Protokoll:


Dann sprach Gott: Das Land lasse junges Grün wachsen, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, und von Bäumen, die auf der Erde Früchte bringen mit ihrem Samen darin. So geschah es. Das Land brachte junges Grün hervor, alle Arten von Pflanzen, die Samen tragen, alle Arten von Bäumen, die Früchte bringen mit ihrem Samen darin. Gott sah, daß es gut war. (Genesis 1,11-12; Einheitsübersetzung)


Nun ist Gott jemand, der denkt, bevor er spricht. (Das ist nachahmenswert.) Bevor Gott anfing, die Welt in Existenz zu sprechen, existierte die Welt in seinen Gedanken. (Theologen nennen das den "Ratschluss Gottes", den er "vor Grundlegung der Welt" gefasst hatte.) Der Bauplan für jede Pflanze war in Gottes Gedanken bereits vorhanden, ehe der erste Halm auf dieser Erde wuchs und die erste Blüte aufging. Dann sprach Gott, und seine Gedanken wurden sichtbar - bunt und vielfältig.


Zu diesen Gedanken gehörte auch eine geniale Erfindung: der Same. Ein Samenkorn ist eigentlich nichts anderes als ein aufgezeichnetes Wort Gottes. Wie Gott sich eine Pflanze gedacht hatte, so sprach er sie, und so wurde sie. Alle diese Informationen sind jetzt in ihrem Samen enthalten.


Das Bild zu diesem Artikel zeigt ein solches Samenkorn, vom Ackergauchheil.


Gottes gesamter Bauplan für den Ackergauchheil ist in diesem Samen gespeichert - auf molekularer Grundlage. Deshalb sage ich, der Same ist ein aufgezeichnetes Wort Gottes. Forscher sind dabei, solche Worte Gottes zu entschlüsseln. Sie nennen es Erbgut oder Genom. Für den Speisespargel sieht ein kleines Stück davon so aus:


GGGATTTATTATACATTTATAGCTTAGATTATTCAA...


Hier sind die Informationen nicht mehr durch Moleküle aufgeschrieben, sondern durch Buchstaben (man nennt das eine DNA-Sequenz). Aber es sind dieselben Informationen, die in Gottes Gedanken waren, bevor er sprach. Und es sind dieselben Informationen, die in einem Samenkorn stecken.


Es gibt allerdings einen großen Unterschied zwischen einem Samenkorn und solchen DNA-Sequenzen. Samenkörner enthalten nicht nur die Informationen über eine Pflanze. Sie enthalten auch die Kraft ihres Lebens.


Mit DNA-Sequenzen kann man viel anfangen. Man kann Pflanzen und ihren Samen erforschen und sogar verändern. Aber man kann weder Samen noch Pflanze hervorbringen. Drucke die gesamten Erbinformationen des Spargels aus und pflanze sie in einen Acker, es wird nichts wachsen. Baue sie mit Nanotechnik nach, es wird nichts leben.


Ganz anders steht es mit dem Samen. Wirf ihn in einen Acker, und er bringt seine Art hervor. In ihm ist die Kraft des Lebens, die Kraft des Wortes Gottes. Lass dich durch seine Winzigkeit nicht täuschen. Ein Same ist ein kraftvolles Ding. Er wirkt so schwach. Du kannst ihn zwischen zwei Fingern zerquetschen. Aber wenn du ihn einpflanzt, bringt er einen Baum hervor, aus dessen Holz du einen Baseball-Schläger fertigen kannst, der deine Finger zerquetscht. Wenn der Wind den Samen in einen kleinen Felsspalt weht, musst du nur lange genug warten, um zu sehen, wie die Wachstumskraft der Wurzel den Felsen sprengt.


Die "neue" Schöpfung


Pflanzen sind, wie du weißt, nicht das einzige, was Gott geschaffen hat. Aber immer findest du dieses Prinzip: Gott hat gedacht. Gott hat gesprochen. Das Gedachte wurde.


Das gilt auch für die "neue" Schöpfung. Die "alte" ist ja nicht mehr im Originalzustand. Und anstatt sie notdürftig zu flicken, hat Gott sich gedacht: "Ich mache lieber etwas Neues." Nicht irgendwann einmal, sondern hier und heute, mitten in der "gefallenen" Schöpfung, fange ich an, etwas ganz anderes hervorzubringen.


Bei der Erschaffung des neuen Universums geht Gott übrigens in umgekehrter Reihenfolge vor. Diesmal fängt er nicht mit der Umwelt an und hört mit dem Menschen auf, wie beim ersten Mal. Diesmal fängt er mit dem Menschen an.


Die "neue" Schöpfung beginnt mit "neuen Menschen", zum Beispiel mit dir. Und - du kannst es dir schon denken - Gott hat wieder gesprochen:



Aus freiem Willen hat er uns durch das Wort der Wahrheit geboren, damit wir gleichsam die Erstlingsfrucht seiner Schöpfung seien. Denkt daran, meine geliebten Brüder: Jeder Mensch soll schnell bereit sein zu hören, aber zurückhaltend im Reden und nicht schnell zum Zorn bereit; denn im Zorn tut der Mensch nicht das, was vor Gott recht ist. Darum legt alles Schmutzige und Böse ab, seid sanftmütig und nehmt euch das Wort zu Herzen, das in euch eingepflanzt worden ist und das die Macht hat, euch zu retten. (Jakobus 1,18-21; Einheitsübersetzung)


Die Bibel, das "Wort der Wahrheit", gleicht dem Samen, nicht der DNA-Sequenz. Sie beschreibt nicht nur das christliche Leben, sie bringt es hervor. Die Bibel ist nicht in erster Linie ein Studierbuch, sondern ein Same. Deshalb spricht Jakobus davon, dass wir durch dieses Wort "geboren" wurden. Wir haben nicht Konzepte, sondern Leben empfangen. Das Wort ist uns "eingepflanzt", nicht eingetrichtert worden. Gottes Wort lebt und bringt hervor.


Viele Menschen wissen das nicht. Sie studieren die Bibel wie eine DNA-Sequenz, wie eine Beschreibung des neuen Lebens. Am Ende wissen sie eine Menge darüber, wie ein Christ sein sollte. Aber sie sind nicht so. Sie mühen sich ab, ihre Einsichten umzusetzen. Sie versuchen, den Bauplan des christlichen Lebens nachzubauen. Aber die Ergebnisse sind unbefriedigend und nicht wirklich lebendig.


Anscheinend haben sie die Vorstellung, dass das Wort nur die Information enthält. Der Rest ist ihr Job. Und so plagen sie sich ab und versuchen, nach den Anweisungen der Schrift geistliches Leben zusammenzusetzen. Aber so läuft das nicht. Geistliches Leben ist kein Lego oder Mosaik. Geistliches Leben ist ein Organismus.


Die Bibel enthält nicht nur unsere geistliche Erbinformation. Sie enthält Kraft. Jakobus sagt: das Wort "hat die Macht, dich zu retten" (wörtlich: deine Seele zu retten = zu verändern). Wie der Same ist Gottes Wort gefüllt mit der Kraft des Lebens. Die Bibel beschreibt nicht nur, was für ein Mensch du werden sollst. Die Bibel macht dich zu diesem Menschen. Sie braucht nur den richtigen Acker, und schon wächst und blüht geistliches Leben. Am Ende steht die Frucht. Die Bibel hat die Kraft, all das hervorzubringen, wovon sie redet.


Deshalb habe ich aufgehört, nach der Bibel zu leben. Das schaffe ich gar nicht. Das fängt damit an, dass ich gar nicht alles im Auge behalten kann, was laut Bibel mein Leben kennzeichnen soll. Ich soll



  • glauben wie Abraham
  • demütig sein wie Mose
  • kämpfen wie Gideon
  • anbeten wie David
  • geduldig sein wie Hiob
  • beten wie Daniel
  • stark und mutig sein wie Josua
  • Gott vertrauen wie Hiskia


Ich soll



  • geistlich arm sein
  • sanftmütig sein
  • nach Gerechtigkeit hungern und dürsten
  • barmherzig sein
  • ein reines Herz haben
  • Frieden stiften
  • Verfolgung erleiden
  • mich selbst verleugnen
  • mein Kreuz auf mich nehmen


Ich soll



  • Salz sein
  • Licht sein
  • weise sein
  • hingegeben sein
  • brennend sein
  • zuversichtlich sein
  • heilig sein
  • ein Überwinder sein


Ich soll



  • Zeugnis geben
  • den Zehnten geben
  • Almosen geben
  • vergeben
  • nachgeben
  • wem sie gebührt, Ehre geben
  • keinen Anstoß geben
  • mein Leben geben
  • und wahrscheinlich noch mehr geben


Ich soll



  • Gott lieben
  • meinen Nächsten lieben
  • meinen Feind lieben
  • die Brüder lieben
  • die Schwestern lieben
  • die Gemeinde lieben
  • die Welt lieben
  • die Welt andererseits nicht lieben
  • das Leben und gute Tage lieben
  • ohne Geld und Ehre zu lieben


Das kann ich gar nicht alles im Auge behalten. Schließlich muss ich ja auch noch so profane Dinge tun wie Verkehrszeichen beachten, Post erledigen, Termine wahrnehmen und vieles mehr.


Von dem, was ich im Auge behalten kann, verstehe ich nicht alles. Und von dem, was ich verstehe, schaffe ich nicht alles. Ich lebe nicht nach der Bibel.


Nein - die Bibel lebt in mir! Gottes Wort hat angefangen, in mir zu leben. Nicht ich ändere mich, sondern das Wort ändert mich. Nicht gute Vorsätze bringen mich voran, sondern die Kraft des Lebens, das im Wort ist.


Gib der Bibel ihren Acker


Damit die Bibel das für dich tut, braucht sie - wie ein Same - nur eins: einen Acker. Dieser Acker ist nicht mein Kopf. Es ist mein Herz. Ich habe ihr mein Herz als Acker zur Verfügung gestellt. Und ich erlebe ihre Kraft. Sie bringt Neues hervor.


Wenn ein Same seinen Acker gefunden hat, macht er alles von selbst. Er keimt, schlägt Wurzeln. Er braucht nur Zeit. Gottes Wort braucht nur Zeit, dann bringt es Wunder hervor. Es ist immer noch die stärkste Kraft im Universum. Du musst es nicht tun. Das Wort tut es in dir, wenn du ihm dein Herz zuwendest.


Mein Sohn, achte auf meine Worte, neige dein Ohr meiner Rede zu! Lass sie nicht aus den Augen, bewahre sie tief im Herzen! Denn Leben bringen sie dem, der sie findet, und Gesundheit seinem ganzen Leib. Mehr als alles hüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus. (Sprüche 4,20-23; Einheitsübersetzung).


Jesus sagte "zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr in meinem Wort bleibt, seid ihr wirklich meine Jünger. Dann werdet ihr die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch befreien" (Johannes 8,30-31; Einheitsübersetzung).


Beachte: die Wahrheit befreit dich. In dieser Aussage bist du nicht das Subjekt (der Handelnde). Die Wahrheit ist es. Du bist das Objekt (der, an dem etwas geschieht). Lass dir vom Wort Gutes tun. Hör auf Jakobus und nimm das Wort sanftmütig (ohne Widerspruch) an. Es ist schon in dich gepflanzt. Es hat Kraft. Es rettet deine Seele. Es tut dir gut.


Damit das Wort in deinem Herzen Wurzeln schlägt, ist vor allem eins wichtig: das Hören. Deshalb rät Jakobus dir, damit sehr fix zu sein. Glaube kommt aus dem Hören, und vieles andere auch. Der beste Weg zum Hören ist, dir das Wort selber laut vorzulesen. Sei sicher, dein Herz hat Ohren.


Es ist überhaupt kein Problem, wenn du in der Bibel etwas noch nicht verstehst. Oder wenn du dich dadurch überfordert fühlst. Oder wenn du dich daran reibst und dir manches nicht passt. Das sind alles nur Reaktionen deiner Seele, deines Verstandes, deines Willens. Dein neues Leben steckt viel tiefer in dir, in deinem Geist, deinem Herzen. Sprich einfach weiter, was du nicht verstehst, nicht willst, nicht magst. Tief in dir passiert etwas.


Und dann kommt eines Tages die Erleuchtung. Auf einmal kommt es dir vor, als werde ein Vorhang weggezogen. Du siehst es. Du erkennst es. Das Fragezeichen ist weg. Deine Missverständnisse und damit auch deine Bedenken werden ausgeräumt. In dir wird etwas freigesetzt. Das Leben, das im Samen ist, bricht sich Bahn.


Lass uns noch etwas weiterlesen bei Jakobus:


"Seid aber Täter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen! Denn wenn jemand ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Gesicht in einem Spiegel betrachtet. Denn er hat sich selbst betrachtet und ist weggegangen, und er hat sogleich vergessen, wie er beschaffen war. Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat und dabei geblieben ist, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird in seinem Tun glückselig sein" (1,22-25; Elberfelder).


Vielleicht denkt der eine oder andere jetzt: "Da siehst du, dass du Unrecht hast. Das Wort ist super. Aber der Täter sind immer noch wir, nicht die Bibel." Warte ab. Ich behaupte, diese Verse gehören zu den am meisten missverstandenen Worten der Bibel. Also ran an ein bisschen Auslegung.


Schlüsselbegriff dieses Abschnitts ist der "Spiegel". Das ist ein anderes Bild für Gottes Wort. Jetzt kenne ich deinen Spiegel nicht, aber wenn ich morgens ins Badezimmer gehe, zeigt mir mein Spiegel nie, wie ich sein sollte. Er zeigt mir immer, wie ich bin. Wie mein Spiegel, so meine Bibel. Ich lese sie nicht, um herauszufinden, wer ich sein sollte. Ich lese sie, um herauszufinden, wer ich bin.


Dieses Spiegelbild sagt mir ungemein zu. Mir gefällt, was ich da über mich entdecke. Ich bin "die Gerechtigkeit Gottes" (2.Korinther 5,21). Das heißt, Gott findet mich voll in Ordnung. Ich bin eine "neue Kreatur" (2.Korinther 5,17). Das war in meinem Fall auch unbedingt nötig. In der Bibel sehe ich, dass das Alte vorbei ist, ein für allemal. (Ohne die Bibel wäre mir das gar nicht so klar. Sehe ich nicht manchmal noch ganz schön alt aus? Aber die Bibel sagt mir: Das ist nur der Schnee von gestern, der noch nicht ganz getaut ist. Das zählt eigentlich nicht mehr.)


Ich schaue weiter in den Spiegel. Er zeigt mir, dass ich ein Sohn Gottes bin. Jemand, der mit Jesus eins geworden ist. Sein Leben fließt ständig in mich hinein. Cool.


Jetzt erinnere ich dich an etwas, was wir vorhin bei Jakobus gelesen haben. Du sollst dir das Wort "sanftmütig" zu Herzen nehmen. Sanftmütig bedeutet: ohne Gegenwehr, ohne Widerspruch. Viele Christen, die ich kenne, reden schlecht von sich, wie von einem Wesen voller Defizite. Das ist nicht Sanftmut. Gott redet in seinem Wort gut von dir. Höre auf, dich dagegen zu wehren, dass du durch Jesus okay bist. Nimm es an, dass Gott dich super findet. Sei sanftmütig. Sprich nicht anders als Gott.


Diese Sanftmut fällt manchem schwer. Er findet in sich Gefühle von Minderwertigkeit, Ablehnung. Er erinnert sich an Versäumnisse und Fehler. Daraus formt er sich sein Bild von sich selbst. "Ich weiß doch, wie schlecht ich bin", denkt er. "Du weißt nicht, wie gut du bist", sage ich. Was meinst du, warum Gott dir diesen Spiegel gegeben hat. Wenn du aus deinen Gefühlen oder Erinnerungen ablesen könntest, wie du in seinen Augen aussiehst, hätte er sich diesen Spiegel schenken können.


Zurück zum Samen. Wenn ein Landwirt seinen Acker besät, weiß er, dass der Same unter der Oberfläche aufgeht, bevor die Pflanze die Erde durchstößt. Für deine laienhaften Augen ist es nur ein schmutziges Stück Land, dunkle braune Erde. Für den Bauern ist es ein Acker voller Weizen. Er weiß, was er gesät hat.


Wenn dann die grünen Blattspitzen sichtbar werden, ist für dich nicht erkennbar, was da wächst: Unkraut, Gras, Getreide - keine Ahnung. Der Landwirt sagt dir: das ist Weizen, auch wenn vieles noch zu fehlen scheint, was du mit Weizen verbindest. Er weiß, was er gesät hat. Er weiß, was die Saat hervorbringt.


Gott weiß auch, was er in dein Herz gesät hat. Selbst das, was noch nicht sichtbar durchgebrochen ist, hat schon gekeimt. Er sieht schon in dir, was du noch nicht siehst. Deshalb gibt er dir seinen Spiegel, damit du nicht mehr besorgt bist und schlecht von dir denkst. Nimm "sanftmütig" an, was Gott über dich sagt. Dann bringt sein Same in deinem Herzen alles ans Tageslicht, was tief in dir schon von Gott geboren ist.


Jetzt können wir verstehen, was es heißt, ein Täter des Wortes zu sein. Wir sollen so ausgiebig in den Spiegel des Wortes schauen, dass wir im Alltag nicht vergessen, wer wir sind. Und dann leben wir einfach als das, was wir sind.


Auf eine Formulierung von Jakobus möchte ich dich noch hinweisen: "Wer aber in das vollkommene Gesetz der Freiheit hineingeschaut hat ..." Ich würde das heute so ausdrücken: "Schau so lange in das Wort, bis es in dir etwas freisetzt." Wenn dir das Wort noch wie ein Appell von draußen vorkommt, zu dem du dich mühsam durchringst, ist dieser Punkt noch nicht erreicht. Dann bist du nicht ein Täter des Wortes, sondern ein Täter religiöser Überzeugungen. Das Wort steckt erst wie eine DNA-Sequenz in deinem Kopf, ist noch nicht wie ein Same in deinem Herzen aufgegangen. Alles, was du so tust, tust DU, mit deiner eigenen Kraft.


Mach dir nichts draus. Das ist vorübergehende Normalität. Schau einfach weiter, bis etwas in deinem Herzen "Bang" sagt. Bis eine Kraft in dir dich freisetzt. Dann ist es das Wort, das handelt, das hervorbringt. So hat Gott es gemeint.

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Autor: Harald Sommerfeld, Beauftragter für Gebet in Berlin
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