Dienstag, 3. Januar 2012

Wir haben doch jetzt die Medizin

Diese Artikel sind von folgender Seite

Das Orginalh

Brauchen wir heute überhaupt noch göttliche Heilung? Wir haben doch Ärzte?


Wieso sollte Gott heute noch heilen? Eigentlich brauchen wir doch heute bei der modernen Medizin keine göttliche Heilung mehr.

Das stimmt nur teilweise. Gott will, dass wir gesund sind dementsprechend ist es natürlich Gottes Wille, dass wir zum Arzt gehen wenn wir krank sind.
Die Medizin ist heute zwar sehr weit fortgeschritten, kommt aber in vielen Bereichen sehr schnell an Ihre Grenzen - selbst wenn man von schwerwiegenden Krankheiten wie AIDS oder Krebs absieht. Selbst bei vermeintlich trivialen Problemen wie bei Allergien, oder Tinitus (Piepen im Ohr) muss die Medizin heute oft passen und ist nahezu machtlos und kann fast nur die Symptome behandeln.
Zudem ist göttliche Heilung umfassender, sie ist schlicht besser, und natürlich wesentlich angenehmer und hat obendrein im Gegensatz zu den meisten Medikamenten keine Nebenwirkung - und mal ehrlich: Wer geht schon gerne zum Zahnarzt?
Wer geht heute schon gerne zum Arzt?


Da es Gottes erklärter Wille ist, dass es uns (auch körperlich) gut geht, sollte man natürlich unbedingt zum Arzt gehen, sollte (aus welchen Gründen auch immer) keine übernatürliche Heilung eintreten.


Montag, 2. Januar 2012

Heilung ist nicht wichtig

Orginal


Wird Heilung von einigen Christen nicht viel zu sehr überbetont?


Es finden oft Heilungsgottesdienste statt und gerade in charismatischen Kreisen wird körperliche Heilung sehr stark betont. Ist das richtig, wird Heilung hier nicht ZU stark überbetont und viel zu sehr überwertet wird ?

Ist Heilung heute noch wichtig?


Wenn ich über Heilung predige, mache ich gerne eine kleine, nicht repräsentative Umfrage, wo ich die Leute die in irgendeiner Form an einer Krankheit leiden, bitte aufzuzeigen. Es ist erstaunlich wie viele Leute hier Probleme haben und seien uns nur irgendwelche kleinen Zipperlein wie Allergien, Brille, Rückenschmerzen oder dergleichen. Meist zeigen 70 - 80% der anwesenden Leute auf. Weit mehr als zwei Drittel der Menschen haben gesundheitliche Probleme.
Wohlgemerkt: Ich rede hier nicht von Timbuktu oder irgendwelchen Entwicklungsländern tief im Amazons, sondern vom modernen, westlichen Deutschland mit zeitgemäßer, medizinischer Versorgung. Okay ich bewege ich mich eher in christlichen Kreisen, aber ich glaube jetzt nicht, dass Christen jetzt grundsätzlich irgendwie wehleidiger sind, als andere Menschen.
Aber auch in einer repräsentativen Umfrage nach den Wünschen der Deutschen[1] rangierte die Gesundheit mit großem Abstand an erster Stelle.
Wir stellen also fest, dass Gesundheit für die Menschen auch heute noch eine sehr wichtige und zentrale Sache ist. Niemand wünscht sich krank zu sein. Jeder will gesund sein. Bei vielen, selbst eher trivialen Krankheiten wie Tinitus oder Migräne sind Ärzte schlicht und ergreifend oft machtlos - von schlimmen Krankheiten wie HIV oder Krebs ganz zu schweigen.
Nach rein sachlichen Gesichtspunkten ist die Heilung von Krankheiten also eine Sache die durchaus eine überdurchschnittliche "Betonung" vertragen kann. Oder hast Du schon mal einen Krebspatienten der nicht mehr lange zu leben hat, gefragt ob er den Wunsch nach Heilung nicht etwas zu sehr überbewertet? Ich glaube Du würdest eine ziemlich... naja... "unverblümte" Antwort bekommen.

Heilung in der Bibel


Natürlich spielt es bei einer biblischen Betrachtung keine Rolle, was wir an äußeren Umständen heute sehen oder was Menschen sagen wie wichtig Heilung ist. Relevant ist nur was im Wort Gottes steht und nicht was uns logisch erscheint oder was wir heute sehen. Daher wollen wir mal im folgenden erstmal schauen wie das Thema Heilung in der Bibel bewertet wird.

Wird das Thema Heilung überbewertet?


Heilung im Alten Testament


Aber schauen wir erstmal ins Alte Testament: Die erste Heilung findet streng genommen sogar schon in der Schöpfungsgeschichte im zweiten Kapitel der Bibel statt:
Da ließ Gott der Herr einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen; und während er schlief, nahm er eine seiner Rippen undverschloß ihre Stelle mit Fleisch.

Okay, zugegeben ist etwas weit hergeholt, aber immerhin, es ist eine Heilung. Weitere Heilungen finden wir bereits bei Abimelech, als Abraham Fürbitte für ihn einlegte (1. Mose 20, 17). Hier sehen wir, wie (auch unbewusste) Sünde Krankheit zur Folge haben kann und wie Gott diese Krankheit heilt nachdem Abraham ihn darum gebeten hat.
Eine sehr interessante Stelle finden wir bei dem Bund den Gott mit Mose bzw. dem Volk Israel schließt:

und er sprach: Wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, eifrig gehorchen wirst und tust, was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren fasst und alle seine Satzungen hältst, so will ich keine der Krankheiten auf dich legen, die ich auf Ägypten gelegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt

oder später bei den Geboten:
Aber dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden

Hier sehen wir, dass Heilung also auch Teil des alten Bundes war. An der ersten Stelle sagt Gott sogar wörtlich "ich bin der Herr Dein Arzt". Das ist ein Titel Gottes: Jahwe Raffa (Hebräisch). Gott betitelt sich selber als Arzt. Das wichtigste Anliegen eines Arzt ist die Heilung. Ein Arzt würde die Heilung niemals überbewerten. Dass er sein Versprechen auch eingehalten hat, sehen wir in anderen Stellen zum Beispiel in den Psalmen wo beschrieben wird.
Er führte sie heraus mit Silber und Gold; es war kein Gebrechlicher unter ihren Stämmen

Kein einziger Kranke unter immerhin fast 600.000 Israeliten (Frauen und Kinder nicht mitgezählt, siehe 2. Mose 12,37). Hey, Du musst zugeben, das ist schonmal nicht ganz übel wenn man bedenkt, dass selbst in kleineren christlichen Versammlungen mehr als zwei Drittel irgendeine Krankheit haben.
Ein weiteres Beispiel finden wir in dem Propheten Elisa 2. Könige Kapitel 1-13. Er hatte sogar einen richtigen Heilungsdienst. Aber wir wollen hier nicht zu sehr ins Detail gehen. Einige weitere Stellen findet man im Artikel über Heilung im Alten Testament
Wir sehen also: Heilung war Teil des alten Bundes und also auch damals schon eine wichtige Sache für Gott, sonst würde er nie von sich selber Behaupten "Ich bin der Herr Dein Arzt". Aber schauen wir mal ins neue Testament.

Heilung im Neuen Testament


Eigentlich braucht man über Jesus und Heilung nicht viele Worte zu verlieren. Jesus hat sehr viel geheilt, das ist eigentlich jedem klar. Aber wir wollen uns doch erstmal ein paar zentrale Bibelstellen anschauen:
Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat. Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.

Wir erkennen hier also, dass Jesus eine komplette Repräsentation des Willens Gottes ist. Wenn wir also Jesus etwas tun sehen, dann wissen wir, dass es auch Gottes Wille ist dies zu tun. Wenn wir sehen wie Jesus mit Menschen umgeht, können wir auch darauf schließen wie Gott die Menschen sieht. Wenn Jesus die Menschen körperlich heilt können wir auch sehen, dass es Gottes Wille ist, dass Menschen geheilt werden.
Und Jesus hat VIEL geheilt. Heilung war sogar einer seiner hauptsächlichen Dienste.

Und Jesus durchzog ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk.

Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu ihm, und er trieb die Geister aus mit einem Wort und heilte alle Kranken

Als aber die Sonne unterging, brachten alle, die Kranke hatten mit mancherlei Gebrechen, sie zu ihm, und er legte einem jeden von ihnen die Hände auf und heilte sie.

Und die ganze Volksmenge suchte ihn anzurühren, denn Kraft ging von ihm aus und heilte alle.


Wir lesen sogar in den Evangelien öfter davon, dass Jesus geheilt hat, als dass er den Leuten die Sünden vergeben hat (mehr als doppelt so viel). Man könnte Jesus also auch vorwerfen dass er Heilung "überbewertet" hat, aber wie wir oben gelesen haben, war er immer im Willen Gottes. Das zeigt uns, dass Heilung etwas ist, was Gott SEHR wichtig ist, so wichtig, dass er diesen Auftrag an uns weiter gibt:

Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf, treibt Dämonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebt es!

Und er rief die Zwölf zu sich und begann, sie je zwei und zwei auszusenden, und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister.
[...]
Und sie gingen und verkündigten, man solle Buße tun, und trieben viele Dämonen aus und salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie.

Und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu verkündigen und die Kranken zu heilen.

Diese Aussage, diesen Auftrag finden wir in drei von vier Evangelien. Auch hieraus können wir entnehmen, dass der Auftrag zur Heilung Gott sehr wichtig war - und ist. Die Jünger damals haben diesen Auftag angenommen. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, ob das alles aufgehört hat, als Jesus in den Himmel aufgefahren ist. In der Apostelgeschichte lesen wir:
Es kamen aber auch viele aus den umliegenden Städten in Jerusalem zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte, die alle geheilt wurden.

so dass sogar Schweißtücher oder Gürtel von seinem Leib zu den Kranken gebracht wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister von ihnen ausfuhren.

Nachdem dies nun geschehen war, kamen auch die übrigen Kranken auf der Insel herbei und ließen sich heilen.

Wir sehen also, dass Heilung auch nach der Himmelfahrt Jesus noch sehr wichtig war.

Heilung heute


Wir haben festgestellt, dass körperliche Heilung zur Zeit der Bibel eine sehr große Rolle gespielt hat, egal ob im Alten oder Neuen Testamant, ob zu Jesu Lebzeiten oder nach seiner Himmelfahrt. Immer wurden Leute geheilt. Heilung wurde immer sehr stark betont. Nun stellt sich natürlich die logische Frage: Denkt Gott heute, immer noch so? Könnte ja durchaus sein, dass er die Sache mittlerweile anders sieht und heute nicht mehr so stark heilen will.

Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem keine Veränderung ist, noch ein Schatten infolge von Wechsel

aber meine Gnade will ich ihm nicht entziehen und meine Treue nicht verleugnen; meinen Bund will ich nicht ungültig machen und nicht ändern, was über meine Lippen gekommen ist.

Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss.

Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende
Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und auch in Ewigkeit!

Aus diesen Stellen geht sehr klar hervor, dass in Gott keine Veränderung ist. Wenn er vor 2000 Jahre gesagt hat, dass bestimmte Dinge Sünde sind, dann sind sie heute auch noch Sünde. Wenn er aber vor 2000 Jahren eine Starke Betonung auf Heilung gelegt hat, dann will er, dass Heilung heute auch noch stark betont wird. Gott sagt nicht heute Hüh und morgen Hottund übermorgen Hottehüh. Was er einmal sagt, das gilt.
Wenn wir uns aber die Situation in den meisten Gemeinden und Kirchen anschauen, dann sehen wir, dass eher das Gegenteil der Fall ist, dass Heilung nicht nur unter- sondern so gut wie überhaupt nicht mehr betont wird. Hier stellt sich durchaus die Frage ob das im Sinne Gottes ist. Sollten wir nicht vielmehr wieder anfangen, Kranken die Hände aufzulegen und daran glauben, dass es besser mit ihnen wird, wie Gott es uns verheißen hat (Markus 16,18). Sollten wir nicht auch das stark betonen, was auch Gott stark betont haben will?

Und das Evangelium??


Oft hört man den Vorwurf, dass das Evangelium vernachlässigt wird. Ich möchte darauf hinweisen, dass Heilung von Krankheiten NICHT wichtiger ist als die Vergebung von Sünden. Gott ist immer zuerst daran interessiert, dass die Menschen gerettet werden. Aber es geht nicht um Heilung oder Evangelium! Heilung ist TEIL des Evangeliums (Jesaja 53,4-5). Wir brauchen die Heilung also nicht losgelöst vom Evangelium betrachten. Wir können das eine tun und das andere nicht lassen.
Aber was wäre, wenn wir das wirklich ernst nehmen? Und was wäre wenn Gott sich dann auch zu seiner Verheißung stellen würde? Würden wir dann nicht ganz anders evangelisieren?
Wie sieht es denn heute aus? Wenn sich in unseren Versammlungen mal einer bekehrt, sind wir total happy, bekehren sich 10 sind wir vollkommen aus dem Häuschen, bekehren sich mal 50 reden wir hier schon von einer "großen Erweckung". Aber das sind alles keine biblischen Maßstäbe (Apostelgeschichte 2,41) und zu diesen müssen wir wieder hinkommen.
Und ich glaube daran, dass wir eine neue Art der Evangelisation entwickeln werden. Wo wir die Leute nicht mehr anbetteln werden, dass sie doch ihr Leben Jesus übergeben werden, sondern dass SIE uns anbetteln und fragen was sie tun müssen um gerettet zu werden (Apostelgeschichte 2,37). Glaub mir, wenn DU jemandem die Hände auflegst und diese Person geheilt wird, dann wird diese Person von ganz alleine Fragen stellen und dann können wir sie zu Jesus führen.
Wir müssen einfach lernen da entspannter zu werden und nicht immer alles so verkrampft sehen und Angst haben, dass wir irgendwas falsch betonen.

Gott WILL heilen, er sucht nur sehnsüchtig nach Leuten, die sagen: "Ich nehme Dich beim Wort".
Willst Du einer davon sein?

Sonntag, 1. Januar 2012

Wenn es nicht funktioniert

Hier eine Erklärung zu einer von den 3,5 Bibelstellen, die scheinbar gegen Heilung sprechen. ;-)


Aber Trophimus war doch auch krank? Das zeigt doch, dass Heilung nicht für alle Christen gilt?


Paulus schreibt im zweiten Timotheusbrief, dass er einen Mann namens Trophimus krank zurückgelassen hat. Das zeigt doch eindeutig, dass Gott nicht alle Christen heilt. Wie kann man da behaupten, dass Gott jeden Menschen heilen will?

Schauen wir uns erstmal die Bibelstelle an um die es geht:
Grüße Prisca und Aquila und das Haus des Onesiphorus. Erastus blieb in Korinth, Trophimus aber ließ ich in Milet krank zurück. Beeile dich, vor dem Winter zu kommen! Es grüßen dich Eubulus und Pudens und Linus und Claudia und alle Brüder. Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geist! Die Gnade sei mit euch! Amen.


Dieser Absatz gibt den Abschluss des zweiten Timotheusbriefes wieder. Hier spricht der Apostel einige Grußworte und gibt einnige wenige allgemeine Informationen, darunter auch die Information dass Trophimus krank zurückgelassen wurde.

Exegese oder Eisegese??


Das Problem, dass aber bei vielen Heilungsgegnern besteht ist, dass um diesen Halbsatz herum viele wirklich sehr kreative, spannende und interessante, aber leider unbiblische Geschichten herum erfunden wurden. Es gibt aber einen zentalen Unterschied zwischen biblischer Exegese und Eisegese. Bei Exegese geht es darum, die Bedeutung und den Inhalt einer biblischen Schrift zu herauszulesen, während man bei der Eisegese etwas in einen Text hineininterpretiert (was nicht drinsteht).
Wir lesen hier, dass es in der Bibel einen Menschen Namens Trophimus gab, der in Milet zurückgelassen wurde.
Dort steht aber nicht...
- warum Trophimus krank war
- dass Trophimus nicht gesund wurde
- was er für eine Krankheit hatte
- dass man für Trophimus um Heilung gebetet hat und diese nicht eingetreten ist
- was die Ursache der Krankheit war
- dass er überhaupt gläubiger Christ war
- dass es Gottes Wille war dass Trophimus nicht geheilt wurde
- ja es steht dort nichtmals, dass Trophimus wegen seiner Krankheit zurückgelassen wurde (auch wenn dies in diesem Fall naheliegend ist)

Ist Heilung nicht Gottes Wille? Ist Trophimus ein Beweis dafür, dass Gott heute nicht mehr heilen will?


Wir sehen, dass wir uns zwar in Gedanken oft schon wegen eines kleinen Halbsatzes eine Menge Dinge dazudenken. Dies ist aber nicht zulässig. Dass Trophimus krank war, müssen wir so hinnehmen. Wir können daraus jedoch nicht auf die Umstände der Krankheit schließen geschweige denn auf Gottes Willen dazu. Derartige Interpretationen mögen zwar vielleicht interessant sein, sind aber letztlich nichts anderes als reine Spekulationen. Genauso könnte man eine Geschichte um diesen Vers drumrumbauen, die einen Grund für seine Krankheit angibt. Trophimus war garkein Christ und hat Gott nur gelästert weswegen er nicht geheilt wurde, hat sich, nachdem Paulus Korinth verlassen hat aber unter Tränen bekehrt und ist sofort geheilt worden.
(so etwas wäre natürlich genauso sinnlos).

Einzelfälle und Gottes Wille


Aber okay... tun wir mal so als hätte Paulus Trophimus wirklich die Hände aufgelegt. Hier stellt sich nun die Frage, ob wir anhand dieser potentiell ausgebliebenen Heilung darauf schließen können, dass Gott nicht grundsätzlich heilen will.
Können wir also von einzelnen Beispiel auf Gottes grundsätzlichen Willen schließen? Wir wollen versuchen das anhand eines anderen, leichter verständlichen Falles zu ergründen. Stell Dir vor, Du begegnest jemandem, der nicht gläubig ist, der Interesse an Jesus hat. Er sagt Dir: "Ich glaube ja, dass Jesus die Sünden vergeben KANN und ich glaube auch, dass er es bei einigen Menschen macht. Aber will er wirklich ALLEN die Sünden vergeben?"
Darauf würdest Du natürlich erwidern, dass Gott JEDEN Menschen liebt und will, dass ALLE Menschen gerettet werden.
Woher Du das weißt? Natürlich aus der Bibel:
Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat.

Gott liebt die ganze Welt und er will dass wirklich jeder Mensch gerettet wird. Aber wie sieht denn die Realität aus? WIRD jeder gerettet? Natürlich nicht! Es gehen sehr viele Leute verloren. Es gibt viele Beispiele von Menschen, die Jesus ablehnen und nicht an ihn glauben (wollen). Können wir nun daraus, dass es Leute gibt, die verloren gehen, schließen, dass die Rettung ALLER Menschen nicht Gottes Wille ist? Auch diese Frage würde jeder normale Christ natürlich mit "Nein" beantworten - natürlich nicht. Selbst wenn es in der Bibel selber Beispiele von Leuten gibt, die verloren gehen, können wir daraus noch nicht schließen, dass es Gottes Wille ist, dass diese Menschen nicht gerettet werden - und davon gibt es gereade im Neuen Testament sehr viele Beispiele. Gott will dass ALLE Menschen gerettet werden, auch wenn es immer wieder Leute gibt, die trotz Gottes Willen nicht gerettet werden.
Nun übertragen wir das ganze auf das Thema Heilung. Wir haben gesehen. dass wir nicht anhand von einzelnen Beispielen darauf schließen können was Gott will oder was er nicht will. Wenn wir also in der Bibel einige Beispiele von Leuten finden, die NICHT geheilt wurden, können wir daraus noch nicht schließen, dass es Gottes Wille war, dass diese nicht geheilt wurden.
Die beste Möglichkeit Gottes Willen kennenzulernen ist es, sich Jesus anzuschauen. Er war eine komplette Repräsentation des Willens Gottes hier auf der Erde... Und dass Jesus sehr ausgiebig geheilt hat brauchen wir ja hier wohl nicht näher erläutern. Wenn es also nicht Gottes Wille ist jeden Menschen zu heilen, müssten wir in der Bibel doch zumindestens EIN einziges exemplarisches Beispiel finden, wo jemand Jesus um Heilung bittet und dieser den Gesuch mit dem Hinweis ablehnt, dass die Krankheit in diesem Fall Gottes Wille sei und z.B. "pädagogischen" Zwecken diene (also damit die Person Demut oder sonstirgendwas lerne). Aber derlei Beispiele finden wir nirgendwo in der Bibel. Es gibt nur eine einzige Stelle wo Jesus nicht heilen konnte (Markus 6,5-6) - wohlgemerkt Jesus, der Sohn Gottes KONNTE nicht heilen, dort steht nicht, dass er nicht wollte.

Fazit


Wir sehen, dass die Erwähnung Trophimus' Krankheit keinen Aufschluss darüber gibt, ob Heilung bzw. Krankheit Gottes Wille ist oder nicht. Wir müssen es so hinnehmen dass er - warum auch immer - krank war. Wir dürfen aber nicht den Fehler machen in diesen kurzen Satz zu viel hineinzuinterpretieren. Wir sehen an vielen Bibelstellen, dass es Gottes ausdrücklicher Wille ist, zu heilen - ALLE zu heilen. Dass einzelne Fälle existieren, in denen Leute nicht geheilt werden lässt noch nicht darauf schließen, dass Heilung nicht Gottes Wille ist. Wenn wir wissen wollen wie Gott über Heilung denkt, bringt es nichts, sich in wilden Spekulationen zu ergeben, sondern wir müssen schauen was wirklich im Wort Gottes dazu steht zum Beipsiel indem wir uns unser größtes Vorbild anschauen - Jesus Christus (Johannes 13, 15)!