Samstag, 6. März 2010

Die neue Natur

Hier ein Ausschnitt aus einem Artikel von Dr. Dönges.


Die Stelle nun, die von den Anhängern der falschen Vollkommenheitslehre immer wieder als Beweis für diese gelten soll, ist der von ihnen nicht verstandene Vers aus 1. Johannes 3,9: "Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist." Und ferner: "Wir wissen, dass jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sündigt, sondern der aus Gott Geborene bewahrt sich, und der Böse tastet ihn nicht an" (1. Joh. 5,18). So sagen denn diese Leute immer wieder: "Wir können nicht mehr sündigen, wir fehlen nicht mehr in alle Ewigkeit, weder in Gedanken, noch in Werken." Fürwahr, für einen gläubigen aufrichtigen Christen, der Gottes Heiligkeit und das menschliche Herz kennt, eine ganz schreckliche Sprache!

Der Apostel sagt allerdings: "Der aus Gott Geborene kann nicht sündigen." Er sagt aber nicht: "Der Gläubige kann nicht sündigen", sondern: "Jeder, der aus Gott geboren ist, kann nicht sündigen." Der Christ oder der Gläubige ist aber nicht nur aus Gott geboren, er ist nach seiner alten Natur auch aus dem Fleisch geboren. Und "was aus dem Fleisch geboren ist, ist Fleisch" und bleibt "Fleisch" und wird nie etwas anderes werden. Es ist und bleibt unverbesserlich schlecht.

Der Gläubige hat also zwei Naturen in sich.

In ihm ist "der aus Gott Geborene" und der "aus dem Fleisch Geborene". Absichtlich gebraucht der von Gottes Geist geleitete Apostel hier nicht einmal das in seinen Briefen sonst mehrfach angewandte Wort "Bruder"; denn ein "Bruder" kann noch sündigen. So lesen wir in demselben Brief und Kapitel: "Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht" (1. Joh. 5, 16). Wenn also der Apostel zuerst sagt: "Der aus Gott geboren ist, kann nicht sündigen" und dann wieder: "Wenn jemand seinen Bruder sündigen sieht," und ferner: "Meine Kinder, ich schreibe euch dieses, auf dass ihr nicht sündiget; und wenn jemand gesündigt hat, -wir haben einen Sachwalter bei dem Vater, Jesum Christum, den Gerechten," so muss doch die Stelle: "Der aus Gott Geborene kann nicht sündigen," anders verstanden werden, als die Anhänger jener falschen Vollkommenheitslehre sie tatsächlich verstehen. Man bedenke: es heißt nicht nur: "Der aus G ott Geborene sündigt nicht," sondern: "er kann nicht sündigen." Also ist es eine absolute Unmöglichkeit für jeden, der aus Gott geboren ist, zu sündigen. Warum aber? Weil der Ausdruck: "der aus Gott Geborene" gebraucht ist für das aus Gott geborene Leben, die neue, göttliche Natur des Gläubigen.(Ich glaube, daß hie von unserem Geist die Rede ist)

Aber nun wird jemand fragen: "Warum heißt es denn nicht: ,Das göttliche Leben' oder, d ie n e u e N a t u r' oder ,alles, was aus Gott geboren ist', kann nicht sündigen?" -Der Grund ist sehr einfach und sehr schön, aber auch sehr ernst. Der Apostel Johannes sieht den gläubigen Christen an als das, was er ist vor Gott: als "eine neue Schöpfung" (2. Kor. 5,17). Der Gläubige wird hier ausschließlich und einzig als das betrachtet, was er ist, insofern er aus Gott geboren ist. Es ist hier völlig davon abgesehen, dass in dem Gläubigen, neben dem göttlichen Leben, auch noch die zwar verurteilte, aber doch unveränderte und auch unveränderliche alte Natur ist und bleibt. Der Gläubige wird hier nur angeredet als das, was ihn vor Gott kennzeichnet: "der aus Gott Geborene." Die neue, göttliche und darum absolut heilige Natur, die der Gläubige besitzt, macht ja jetzt im geistlichen Sinn auch nur noch seine Stellung aus, sie ist jetzt sein wahres "Ich" vor Gott. Ähnlich redet auch der Apostel Paulus einmal von sich: "Nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir" (Gal. 2,20). Und diese neue Schöpfung, das neue Wesen, (der Gläubige, insofern er "von" und "in Christo" ist) sündigt nicht. Ja, als aus Gott geboren -und nur so wird der Gläubige hier betrachtet -kann er nicht sündigen. Und so sollte er - das ist nun seine Berufung! - sich selbst betrachten lernen und sein ganzes Leben so in Christo zu führen begehren, wie Gott ihn in Christo betrachtet.

Freitag, 5. März 2010

Nochmal Hesekiel

[Hes 36,25] Ich will reines Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet; von aller eurer Unreinigkeit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.

[Hes 36,26] Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;

[Hes 36,27] ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte beobachten und tun.


Hier eine Andacht von Andrew Murray



«Ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinigkeit will ich euch reinigen. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten» (Hes 36,25-27)

Ähnlich der Verheißung bei Jeremia wird uns bei Hesekiel als Voraussetzung für einen Wandel nach Gottes Willen und ein Halten Seiner Rechte eine tiefgreifende Reinigung des Herzens von Sünde und ein Erfülltwerden mit dem Heiligen Geist versprochen. Während Gott durch Jeremia sagte: «Ich will ihnen meine Furcht ins Herz geben, dass sie nicht von mir weichen», verheißt Er durch Hesekiel: «Ich will solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten.» Eine solche Vollmacht zum Wandel nach Gottes Geboten enthielt der Alte Bund nicht; sie ist das große Vorrecht des Neuen Bundes; er allein besitzt die göttliche Vollmacht, das Volk Gottes zu einem Wandel nach Seinen Geboten und zum Halten Seiner Rechte nicht nur anzuspornen, sondern auch zu befähigen.

«Wo die Sünde mächtig geworden ist, da ist die Gnade viel mächtiger geworden», so mächtig, dass sie aufrichtige Hingabe und willigen Gehorsam zu bewirken vermag! Warum wird diese Wahrheit unter uns so wenig erfahren? Die Antwort ist einfach: Niemand glaubt daran, niemand verkündigt sie, niemand wartet auf ihre Erfüllung. Und doch gibt uns die Heilige Schrift eine klare Stelle in Röm. 8, Vers 1-4, wo der Mann, der sich vorher bitter über die Macht beklagte, die ihn «in der Sünde Gesetz gefangen nahm», Gott dafür dankt, dass er nun «in Christus Jesus» ist und «dass das Gesetz des Geistes, das da lebendig macht in Christo Jesu, ihn vom Gesetz der Sünde und des Todes frei gemacht» hat. Daraus geht deutlich hervor, dass bei allen Gläubigen, die nach dem Geiste wandeln, die Forderungen des Gesetzes voll und ganz erfüllt werden können.

Noch einmal: Warum können nur wenige Gläubige davon Zeugnis ablegen, und wie kann man dazu gelangen? Nur eines vermag uns zu helfen: Der Glaube an einen allmächtigen Gott, der kraft Seiner außerordentlichen Macht das, was Er verheißt, auch tut. «Ich, der Herr, sage es und tue es auch!» O lasst uns mit der Erfüllung der Verheißung rechnen: «Ich will euch von all eurer Unreinigkeit reinigen und solche Leute aus euch machen, die in meinen Geboten wandeln und danach tun» und lasst uns glauben, dass Gott sie einlösen wird. Gott hat Seine herrlichen und erhabenen Verheißungen in einer Weise von unserm Glauben abhängig gemacht, die unser Denkvermögen weit übersteigt. Sobald wir Seinen Verheißungen vertrauen, werden sie in uns Glauben wirken: «Dir geschehe, wie du geglaubt hast!»

Lasst uns das heute erproben!

Donnerstag, 4. März 2010

Gott liebt seinen Leib

Was ich mache ist jetzt mal völlig untheologisch.
Ich nehme diese Stelle einfach für den Leib Christi.
Ich glaube, daß wir in Christus auch diese Verheißung nehmen dürfen. 2 Kor 1,20.
Gott willl sein volk reinigen heilen und wiederherstellen und er tut es nicht wegen unserer Leistung, sondern wegen Jesus.


[Hes 36,23] Darum will ich meinen großen Namen wieder heilig machen, der vor den Heiden entheiligt worden ist, welchen ihr unter ihnen entheiligt habt! Und die Heiden sollen erkennen, daß ich der HERR bin, spricht Gott, der HERR, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde.

[Hes 36,24] Denn ich will euch aus den Nationen herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen.

[Hes 36,25] Ich will reines Wasser über euch sprengen, daß ihr rein werdet; von aller eurer Unreinigkeit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen.

[Hes 36,26] Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;

[Hes 36,27] ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch machen, die in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte beobachten und tun.

[Hes 36,28] Und ihr sollt in dem Lande wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.

[Hes 36,29] Und ich will euch von allen euren Unreinigkeiten befreien, und ich will dem Korn rufen und desselben viel machen und euch keine Hungersnot mehr schicken.

[Hes 36,30] Ich will auch die Früchte der Bäume und den Ertrag des Feldes vermehren, daß ihr hinfort die Schmach des Hungers unter den Heiden nicht mehr tragen müßt.

[Hes 36,31] Alsdann werdet ihr an eure bösen Wege gedenken und an eure Taten, welche nicht gut waren, und werdet vor euch selbst Abscheu empfinden wegen eurer Sünden und wegen eurer Greuel.

[Hes 36,32] Nicht euretwegen werde ich solches tun, spricht Gott, der HERR, das sei euch kund! Schämt euch und errötet über euren Wandel, Haus Israel!

[Hes 36,33] So spricht Gott, der HERR: Zu jener Zeit, da ich euch von allen euren Missetaten reinigen werde, will ich die Städte wieder bewohnen lassen, und die Trümmer sollen wieder aufgebaut werden.

[Hes 36,34] Das verwüstete Land soll wieder bearbeitet werden, nachdem es zuvor wüste lag vor allen, die vorübergingen.

[Hes 36,35] Alsdann wird man sagen: «Dieses verwüstete Land ist wie ein Garten Eden geworden, und die zertrümmerten Städte, welche zertrümmert und zerstört waren, sind wohlbefestigt und bewohnt!

[Hes 36,36] Und die Nationen, welche übriggeblieben sind rings um euch her, werden erfahren, daß ich, der HERR, es bin, welcher das Abgebrochene baut und das Verwüstete bepflanzt. Ich, der HERR, habe es gesagt und werde es auch tun.

Mittwoch, 3. März 2010

Andrew Wommack

Ich habe zur Zeit viele Artikel über das Thema Gnade gepostet.

Ich will hier noch einen Rundbrief von Andrew Wommack veröffentlichen.
Über viele Themen, die er schreibt, habe ich mehrere Jahre nachgedacht. Ich freue mich daß ich Menschen gefunden haben, die das lehren, was der hl. Geist mir gezeigt hat, und die es besser in Worte fassen können als ich.
Es ist gut, so einen Artikel mehrmals zu lesen, darüber mit Jesus zu reden , Ihn zu fragen ob es auch wirklich so ist, usw.

Jetzt der Rundbrief


Rundbrief Oktober 2007

Gnade: die Kraft des Evangeliums

Viele Menschen auf der ganzen Welt, die das „Christentum“ annehmen, haben noch nie das wahre Evangelium gehört. Sie glauben, Christentum sei nichts anderes als ein weiteres System von Regeln, in dem christliche „Gebote und Verbote“ die anderer Religionen ersetzen. Sie glauben weiterhin, dass sie ihren Weg zu Gott verdienen und danach ihr Bestes tun müssen, um sich der Vorzüge der Errettung würdig zu erweisen. Das ist nicht das wahre Evangelium.

Jesus in dem Glauben als deinen persönlichen Retter anzunehmen, dass du von jetzt an einen bestimmten Katalog von Regeln einhalten oder den einen Katalog durch einen anderen ersetzen musst, ist keine gute Nachricht. Warum nicht? Weil es dann immer noch auf deine eigene Leistung ankommt. Und ich kann dir garantieren: Der Teufel wird dir mit Sicherheit klar machen, dass deine Leistung auch nicht annähernd ausreicht. Er ist der Verkläger der Brüder (Offenbarung 12,10).

Die Wahrheit, die das Evangelium zu der Nachricht macht, „die fast zu gut ist, um wahr zu sein“, ist die Tatsache, dass wir von Gott durch das, was Jesus getan hat, angenommen sind. Die Offenbarung der Gnade Gottes wird dich von einer Leistungs-Mentalität freisetzen und dich in ein völliges Vertrauen zu Gott und eine völlige Abhängigkeit von Ihm hineinbringen. Bei Errettung kommt es nur auf Gottes Treue an, nicht auf unsere! Diese Wahrheit ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass wir eine enge Beziehung zu Gott aufrechterhalten und alle Vorzüge seiner Errettung empfangen können.

In Römer 1, 16-17 heißt es:

Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist es doch Gottes Kraft zum Heil jedem Glaubenden, sowohl dem Juden zuerst, als auch dem Griechen. Denn Gottes Gerechtigkeit wird darin offenbart aus Glauben zu Glauben, wie geschrieben steht: „Der Gerechte aber wird aus Glauben leben.“

Der Römerbrief vermittelt die Botschaft, dass das Evangelium die Kraft Gottes ist. Diese Kraft ist es, die im Menschen das Leben Gottes schafft. Das Wort Evangelium ist jedoch zu einem religiösen Begriff geworden, der heute viel von seiner Bedeutung verloren hat. Viele Menschen assoziieren „Evangelium“ mit allem, was mit Religion zu tun hat, insbesondere mit der christlichen. Aber „Evangelium“ bedeutet buchstäblich „gute Neuigkeiten“ oder „gute Nachricht“.

Das griechische Wort euaggelion, das in vierundsiebzig Versen des Neuen Testaments mit Evangelium übersetzt wurde, war damals in der gesamten übrigen Literatur so selten, dass es sich nur in zwei außerbiblischen Manuskripten finden lässt. Der Grund dafür ist, dass das Wort nicht nur „gute Nachricht“ bedeutet, sondern tatsächlich „eine Nachricht, die fast zu gut ist, um wahr zu sein“.

Vieles in der heutigen „Christlichen Kultur“ assoziiert den Begriff Evangelium mit Erklärungen wie: „Du bist ein Sünder. Wenn du nicht Buße tust, kommst du in die Hölle.“ Natürlich sind das zutreffende Aussagen. Es gibt einen Himmel und eine Hölle, einen Gott und einen Teufel, und du kommst in die Hölle, wenn du nicht Buße tust und Errettung empfängst. Doch obwohl das alles wahr ist, ist es keine „gute Nachricht“. Es ist nicht „das Evangelium“.

Tatsächlich ist es das genaue Gegenteil dessen, was Paulus lehrte. In Römer 2,4 heißt es: „Dass die Güte Gottes dich zur Buße leitet“, nicht Gericht und Verdammnis. Davon redete Paulus, und das ist „gute Nachricht“.

Das Evangelium steht in direkter Beziehung zu Gottes Gnade. Und Gnade ist der einzige Weg, auf dem wir die Vergebung unserer Sünden erlangen können. Das geschieht nicht durch unsere Heiligkeit oder unsere guten Werke. Gott nimmt nicht die „guten“ Menschen und rettet sie; Er rechtfertigt die Gottlosen, d. h. Er bietet ihnen Errettung an (Römer 4,5).

Für religiöse Menschen verursacht das viele Probleme. Sie wenden ein: „Moment mal! Ich glaube, dass man dieses und jenes tun muss, um heilig zu sein.“ Religion – falsche Religion – lehrt, dass ein richtiger Stand mit Gott sowie Seine Segnungen ein Ergebnis unserer eigenen Güte und Werke sind.

Religiöse Lehrer sagen: „Du musst Mitglied unserer Gemeinde werden. Du musst deinen Zehnten zahlen, deine Bibel lesen und mehr beten – um nur Einiges zu erwähnen. Wenn du das alles dann genau richtig machst, wird Gott dich annehmen.“ Das ist das Anti-Evangelium! Es ist der „guten Nachricht“ von der Gnade Gottes entgegengerichtet, weil es die Last der Errettung auf deine Schultern legt – und du kannst sie nicht tragen. Niemand kann sich selber erretten.

Das ist im Grunde das falsche „Evangelium“, das heutzutage von Religion gepredigt wird. Ihre Vertreter reden vielleicht auch über den einen wahren Gott und verwenden Begriffe wie z.B. „Gott, der Vater“. Ja sie erwähnen sogar, dass Jesus der Retter der Welt ist, der für unsere Sünden starb. Aber im Kern handelt es sich bei dem, was sie sagen, um ein andersartiges „Evangelium“, das in Wirklichkeit gar kein Evangelium ist (Galater 1,7).

Das Evangelium ist nicht nur der Glaube an Errettung, sondern auch das Verständnis der Mittel und Wege, wie diese Errettung erlangt wird. Die Aussage: „Wenn du gut handelst und alles gut machst, dann bist du gut“, ist nicht das wahre Evangelium. Beachte, was Paulus auf der ersten Pastorenkonferenz der Gemeindegeschichte in Ephesus sagt:

Aber ich achte mein Leben nicht der Rede wert, damit ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesus empfangen habe: das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen. (Apostelgeschichte 20,24)

Paulus hätte es auch so ausdrücken können: „ Ich bezeuge das Evangelium – nämlich die gute Nachricht von der Gnade Gottes.“ Die Wörter „Evangelium“ und „Gnade“ sind austauschbare Begriffe. Die gute Nachricht – oder das Evangelium – ist die Gnade Gottes.

Sogar das Wort „Errettung“ wird missverstanden. Das evangelikale Christentum behauptet, dass Errettung ein einmaliges Ereignis ist, eine Erfahrung zu dem Zeitpunkt, wo unsere Sünden vergeben werden. Das ist wahr; es gibt einen Moment, wo du aus dem Tod zum Leben übergehst, doch ist das nicht alles, was geschieht. Es ist eine unvollständige Definition. Errettung ist nicht auf die anfängliche Erfahrung der Wiedergeburt beschränkt.

Errettung stellt all das dar, was Jesus für uns durch die Wiedergutmachung vom Kreuz erkauft hat. Das griechische Wort sozo, das wir mit dem Wort „retten“ übersetzen, bedeutet mehr als Sündenvergebung. Es bedeutet auch: Heilung, Befeiung und Wohlstand. Es ist ein Wort, das alles beinhaltet, was Jesus uns durch Seinen Tod, Seine Grablegung und Seine Auferstehung zur Verfügung gestellt hat.

Jakobus 5,14-15 illustriert lebhaft, dass Errettung sowohl Heilung als auch Sündenvergebung mit einschließt:

Ist jemand krank unter euch? Er rufe die Ältesten der Gemeinde zu sich, und sie mögen über ihm beten und ihn mit Öl salben im Namen des Herrn. Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten [sozo] und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden begangen hat, wird ihm vergeben werden. (eigene Klammern und Hervorhebung)

Errettung ist ein Paket, und kommt ausschließlich durch Gottes Gnade und nicht durch unsere Werke zustande. Doch Satan versucht ständig, uns zu täuschen. Er ist derjenige, der uns gerne in dem Glauben wiegen möchte, wir müssten uns Dinge bei Gott verdienen. Er ist derjenige, der uns dazu bringt, dass wir Gottes Willigkeit, Seine Fähigkeiten für uns einzusetzen, anzweifeln – und unglücklicherweise verstärkt die Kirche diesen Glauben oft noch.

Viele Gläubige, die mich um Gebet baten, haben mich schon gefragt: „Warum bin ich nicht geheilt worden? Ich habe gefastet, gebetet und das Wort studiert. Ich zahle meinen Zehnten und gehe zur Kirche. Ich tue alles nach bestem Wissen und Vermögen. Was verlangt Gott?“ Wenn ich mir das anhöre, dann haben sie mir ihre Frage schon selbst beantwortet. Sie weisen nicht auf das hin, was Jesus getan hat, sondern auf das, was sie getan haben, und das ist immer zum Scheitern verurteilt.

Die meisten Menschen glauben, dass Gott in ihrem Leben proportional zu ihrer Leistung wirkt. Mit eben diesem Irrtum setzt sich der Apostel Paulus im Römerbrief auseinander. Wenn Paulus sich hinstellt und erklärt: „Denn ich schäme mich des Evangeliums nicht“, sagt er: „ Ich schäme mich nicht der Güte, der Gnade und der Barmherzigkeit Gottes! Der Herr liebt uns trotz der Tatsache, wer wir sind und was wir getan haben.“ Nun, das ist „gute Nachricht“!

Die religiösen Zeitgenossen von Paulus fanden das schrecklich. Sie hielten das, was er predigte, für Häresie. Ihrer Denkweise zufolge sollte die Gotteserkenntnis der Menschen und ihre Beziehung zu Gott allein darauf basieren, wie Leid ihnen etwas tut. Denn Gott sei über sie und ihre Verhaltensweise nicht glücklich. In Seinen Augen seien sie nur Würmer. Klingt das vertraut?

Oberflächlich betrachtet, sieht das wie eine demütige Einstellung aus. In Wirklichkeit jedoch macht diese Haltung die Beziehung des Menschen zu Gott vom menschlichen Ich abhängig. „Schau, was ich für den Herrn getan habe, wie heilig ich bin und wie sehr ich mich selbst verleugnet habe!“ Diese Herangehensweise an Gott ist tatsächlich äußerst ichbezogen und ich-abhängig und bringt nie auch nur irgendeine Frucht in unserem Leben.

Religion will sicherstellen, dass Menschen sich ihrer Sündhaftigkeit wie auch der Tatsache bewusst sind, dass sie auf dem Weg in die Hölle sind.

In Römer 1,18-19 heißt es:

Denn es wird offenbart [bereits jetzt, nicht erst in der Zukunft] Gottes Zorn vom Himmel her über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch Ungerechtigkeit niederhalten, weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen offenbart [Vergangenheit]. (eigene Klammern)

Gottes Zorn ist bereits im Inneren jedes Menschen intuitiv offenbart worden. Jedes Individuum trägt das Wissen um Gottes Zorn über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen in sich. Sollte sich also jemand nun verwundert fragen, wie denn einer verstehen soll, dass er ein Sünder ist und Errettung braucht, wenn man ihm nur von der Güte Gottes erzählt, dann hat Paulus die Antwort: In ihren Herzen wissen die Menschen bereits, dass sie nicht gut sind, sondern Sünder und Errettung brauchen. Der Punkt ist, dass man Menschen nicht mit der Tatsache bombardieren muss, dass sie Sünder sind; tief in ihren Herzen wissen sie das bereits. Du musst in dieser Angelegenheit vielleicht einige Zeit aufwenden, um deinen Standpunkt klar zu machen und diese Saite in ihren Herzen zum Klingen bringen, doch nicht dadurch, dass du die betreffende Person verdammst und sie auf religiöse Gebote und Verbote festlegst. Paulus brachte zum Ausdruck, dass das nicht die richtige Herangehensweise ist.

Gott hat uns das Evangelium zur Verfügung gestellt – die Nachricht, die fast zu gut ist, um wahr zu sein. Es ist unsere Errettung durch Gnade, die uns Menschen bevollmächtigt, Sündenvergebung, Heilung für unseren Körper, Befreiung von der Unterdrückung Satans und mehr zu empfangen. Wir müssen Menschen nicht davon überzeugen, dass sie Sünder sind, sondern ihnen den Ausweg zeigen. Das ist das Evangelium!

Brauchst du Heilung? Die Kraft für Heilung ist im Evangelium. Musst du finanziell auf die Beine kommen? Die Kraft für finanziellen Wohlstand ist im Evangelium. Brauchst du Befreiung von dämonischem Einfluss, Von Depression, von dir selbst oder von sonst irgendetwas? Die Kraft für Befreiung ist im Evangelium! Das Evangelium ist die Kraft Gottes! Das ist „fast zu gut, um wahr zu sein.“

Gerade habe ich ein Buch mit dem Titel Grace: The Power of the Gospel (2008 auch in Deutsch) veröffentlicht. Ich bin der Meinung, dass es die Wahrnehmung der Menschen darüber, in welcher Beziehung Gott zu uns steht, radikal verändern könnte. Es ist eine Zusammenfassung des Römerbriefs, Paulus’ Meisterwerk zum Thema Evangelium des Friedens. Es hat mein Leben verändert, und kann auch deins verändern.

Erstmalig veröffentliche ich dazu auch gleichzeitig einen Begleitband mit Studienmaterial. Der stellt ein großartiges Hilfsmittel für Gemeindelehre, Bibelkreise oder Jüngerschaft eins zu eins dar. Im Inneren des Buches befindet sich eine CD-ROM, mit deren Hilfe du so viele Kopien des gedruckten Lehrmaterials anfertigen kannst, wie du brauchst.

Ich schlage dir vor, einen Begleitband und mehrere Exemplare des Buches zu bestellen. Das Buch ist für eine Gabe von 12,00 € erhältlich, der Begleitband mit Studienmaterial inklusive CD-ROM für 28,00 € oder mehr. Außerdem biete ich diese Lehrserie noch auf Kassette, CD und DVD an (die DVD ist eine Aufzeichnung meines Fernsehprogramms).

Für Bestellungen besuche bitte unsere Webseite www.awme.net, rufe unser Beratungstelefon unter 0044 1922 473 300 an oder schreibe an: Andrew Wommack Ministries Europe, P.O. Box 4392, Walsall WS1 9AR, England

Danke für deine Partnerschaft mit Jamie und mir im wahren Evangelium. Überall auf der Welt setzt es die Kraft Gottes in den Herzen der Menschen frei, und du hast einen großen Anteil an all dem.


Wir lieben euch,

Andrew und Jamie

Dienstag, 2. März 2010

Sünde ! Kein Thema für Gott

Hier ein alter Rundbrief von Andrew Wommack

Es lohnt sich den Scheiterhaufen noch nicht anzuzünden und den ganzen Brief mit sanftmütigen Herzen betent zu lesen.

Rundbrief Januar 2008

Erlösung - Mehr als bloße Theologie

Ich werde gleich zu Beginn dieses Briefes eine Bombe zünden: Sünde ist für Gott kein Thema mehr;
wir sind erlöst! Diese Feststellung wird bei dir entweder Jubel, einen Schock oder Verwirrung auslösen. Meine Aussage ist äußerst radikal, aber eins weiß ich sicher – ich kann sie mit dem Wort Gottes belegen.

Die meisten Menschen hören die Botschaft, dass Sünde unsere Beziehung zu Gott und unsere Gemeinschaft mit Ihm kaputt macht. Die strengste Variante besagter Lehre stellt fest, dass man jedes Mal, wenn man sündigt, seine Errettung verliert („abfällt“), und zwar so lange, bis man die Sünde bekannt hat. Andere wiederum glauben, dass unsere ewige Errettung, wenn wir sündigen, nach wie vor noch sicher ist, wir jedoch die Gemeinschaft mit Ihm einbüßen, und bei Ihm weder Erhörung für unsere Gebete finden, noch von Ihm gebraucht werden können. Da wir alle sündigen, ist das wirklich keine gute Nachricht (Röm 3,23 und 1Jo 1,8).

Gewöhnlich versuchen Christen damit fertig zu werden, indem sie ständig jede einzelne Sünde bekennen. Ich möchte an dieser Stelle einmal ganz offen sein: Das ist unmöglich! Die Bibel spricht davon, dass alles Sünde ist, was nicht aus Glauben geschieht (Röm 14,23). Leben wir immer im Glauben? Jakobus 4, 17 offenbart uns, dass es nicht nur Sünde ist, etwas zu tun, was falsch ist, sondern auch, etwas nicht zu tun, was unseres Wissens nach richtig ist. Kann irgendjemand den Anspruch erheben, Gott und seinen Nächsten so zu lieben, wie er es sollte?

Diesen Definitionen zufolge sündigen wir alle wegen der Schwachheit unseres Fleisches. Es ist unmöglich, jede Sünde zu bekennen. Selbst wenn es möglich wäre, würde das die Bürde der Errettung auf unsere Schultern legen. Wenn Errettung auf diese Art und Weise funktionierte, gäbe es in unserer Beziehung zum Herrn keinerlei Frieden oder Ruhe (Röm 5,1).

Die meisten Menschen, Christen eingeschlossen, betrachten Sündenvergebung als etwas, das Gott tun kann und fortgesetzt tut, aber nicht als etwas, das Er bereits abgeschlossen hat. Daher rührt das falsche Konzept, dass wir ständig unsere Sünden bekennen müssen, was in uns ein Sündenbewusstsein schafft und uns dann darin festhält.

Das Neue Testament präsentiert die Sündenvergebung als etwas, das bereits vollbracht ist, und als Folge dieser Erlösung müssen wir noch nicht einmal mehr ein Sündenbewusstsein haben (Hebr 10,1-2).

Frag dich selbst einmal, wie Sündenvergebung kam und wann sie geschah. Jesus war das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnahm (Johannes 1,29). Du empfingst Erlösung, das heißt die Vergebung deiner Sünden, durch das Blut Jesu, das Er vergoss (Eph 1,7 und Kol 1,14).

Wann starb Jesus und vergoss Sein Blut für uns? Vor ungefähr 2000 Jahren. Er wird niemals wieder sterben (Röm 6,9-10). Er nahm sich der Sünde der gesamten menschlichen Rasse ein für alle Mal an (Hebr 9,25-28 und 10,10-14). Das Opfer Jesu für unsere Sünden ist ein Werk, das bereits vollendet ist.

Wir müssen Jesus nicht bitten, unsere Sünden zu vergeben; Er hat das bereits getan. Paulus forderte den Kerkermeister in Philippi nicht auf, Jesus um Vergebung zu bitten, sondern an das glauben, was Jesus bereits getan hatte, und dann würde er gerettet werden (Apg 16,31). Um die Gabe der Errettung zu empfangen, bekennen wir Jesus als Herrn und nicht unsere Sünden (Röm 10,9).

Bedeutet das, dass jeder auf der Welt gerettet ist? Natürlich nicht. Wir müssen Vergebung durch Glauben empfangen (Apg 26,18). Der Herr hat die Sünden jedes einzelnen Menschen bereits vergeben (1Jo 2,2). Das ist Gnade. Aber um gerettet zu werden, müssen wir Glauben in das setzen, was Gott schon vollbracht hat (Eph 2,8).

Deshalb sind es nicht die vielen Sünden der Menschen, die sie in die Hölle bringen; für Sünde ist schon bezahlt und Sünde ist vergeben worden. Lediglich durch die eine Sünde, nicht an Jesus zu glauben, kommen Menschen in die Hölle. Sie gelangen an diesen Ort ewiger Qualen, weil sie das, was Jesus für sie getan hat, nicht annehmen.

In Johannes 16,8-9 heißt es:

Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben,...

Die eine Sünde, von der uns der Heilige Geist überführen wird, ist die Sünde, nicht an Jesus zu glauben. Das ist alles. Das soll nicht heißen, dass der Heilige Geist uns nicht auf Dinge, die wir falsch machen, hinweisen wird. Aber Er benutzt sie, um eins zu veranschaulichen – dass wir nicht an Jesus glauben. Der Heilige Geist nagelt uns nicht jedes Mal fest, wenn wir sündigen; durch Seine Liebe zieht Er uns wieder in den Glauben und das Vertrauen zu Jesus zurück. Allein darum geht es Gott.

Macht es denn einen Unterschied in unserem Leben aus, wenn wir Vergebung als etwas annehmen, das bereits vollbracht ist? Einen ganz gewaltigen! Zu wissen, dass Gott jetzt und auch in Zukunft nicht mehr zornig auf uns ist, gibt uns Sicherheit und Frieden. Unsere Sünden sind uns bereits vergeben worden – nicht nur die vergangenen, die wir vor unserer Wiedergeburt begangen haben. Alle unsere Sünden – die vergangenen, die gegenwärtigen und sogar die zukünftigen – sind schon vergeben.

Jemand mag jetzt einwenden: „Wie kann Gott denn unsere Sünden vergeben, bevor wir sie begangen haben?“ Nun, wir sollten lieber beten, dass Er es tatsächlich kann. Denn Jesus ist nur einmal für unsere Sünden gestorben; und zwar vor 2000 Jahren – bevor wir überhaupt schon eine Sünde begangen hatten. Wenn Gott keine Sünden vergeben kann, bevor sie begangen werden, kann keiner gerettet werden.

In Hebräer 10, 10-12 und 14 heißt es:

In diesem Willen sind wir geheiligt durch das ein für alle Mal geschehene Opfer des Leibes Jesu Christi. Und jeder Priester steht täglich da, verrichtet den Dienst und bringt oft dieselben Schlachtopfer dar, die niemals Sünden hinwegnehmen können. Dieser aber hat ein Schlachtopfer für Sünden dargebracht und sich für immer gesetzt zur Rechten Gottes. Denn mit einem Opfer hat er die, die geheiligt werden, für immer vollkommen gemacht (eigene Hervorhebung).

Wir haben eine ewige und keine momentane Erlösung empfangen (Hebr 9,12). Es wurde ein Opfer für alle Sünde für immer dargebracht, und wir sind für immer vollkommen gemacht. Wie können wir diese Schriftstellen lesen und zu einem anderen Ergebnis kommen, als dass jede Sünde – vergangene, gegenwärtige und zukünftige – vergeben wurde und unsere Erlösung ewig ist?

Wenn du durch Glauben das Opfer Jesu für deine Sünden annimmst, dann ist dein Geist vollkommen (Hebr 12,23)! Dein Geist ist wiedergeboren worden. In einer Million Jahren wird dein Geist immer noch derselbe sein wie heute, und er ist identisch mit Jesus (1Kor 6:17 und 1Jo 4,17). Ein Drittel deiner Erlösung ist abgeschlossen.

Bagatellisiere ich Sünde jetzt oder sage ich, dass Sünde keine Rolle spielt? Nein! Sünde ist etwas Schreckliches und bietet Satan eine Angriffsfläche auf dein Leben (Röm 6,16). Ich hasse Sünde! Ich lebe ein heiligeres Leben als die meisten, die diesen Brief hier lesen. Ich schätze den Wert des Blutes und der iedergutmachung Jesu einfach höher als Sünde. Sein Opfer war unendlich größer als alle vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Vergehen der gesamten menschlichen Rasse. Jesus hat das, was wir schuldeten, sogar noch überbezahlt.

Du wendest jetzt vielleicht ein: „Was ist denn mit 1. Johannes 1,9?“

Ich bin froh, dass du diesen Einwand bringst.

In 1. Johannes 1,9 heißt es:

Wenn wir unsere Sünden bekennen, ist er (Gott) treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von jeder Ungerechtigkeit. (Klammern von mir)

Wir müssen unsere Sünden weder bekennen, um gerettet zu werden, noch um unsere Rettung zu behalten oder aufrechtzuerhalten. Wenn ich tatsächlich glaubte, dass das so wäre, würde ich jeden Menschen, nachdem er seine Rettung empfangen hat, einfach umbringen. Ich käme dafür bestimmt in die Hölle, aber das wäre der einzige Weg, auf dem die anderen jemals in den Himmel kommen könnten. Wir müssen Sünde bekennen, aber nicht dazu, um wiedergeboren zu werden, sondern weil unser Fleisch befleckt wird. Dadurch erhält Satan auf ganz legale Weise das Recht, in unserem Fleisch zu arbeiten (Röm 6,16).

Unsere Sünden zu bekennen, bedeutet, wieder in Übereinstimmung mit Gott zu kommen und aus der Übereinstimmung mit dem Teufel herauszutreten. Das hindert Satan daran, uns durch die betreffende Sünde zu beherrschen und bringt die Vergebung und Reinheit in unser Fleisch, die sich bereits in unserem wiedergeborenen Geist befinden.

Unser wiedergeborener Geist ist bereits auf ewig erlöst (Hebr 9,12). Die beiden anderen Drittel, unsere Seele und unser Körper, sind ebenfalls durch Sein Blut erkauft bzw. gekauft, doch ihre Erlösung bzw. Einlösung hat noch nicht stattgefunden. Doch auch dafür hat Gott Vorsorge getroffen.

Römer 8,23 lautet:

Nicht allein aber , sondern auch wir selbst, die wir die Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst und erwarten die Sohnschaft; die Erlösung unseres Leibes.

In Epheser 1,14 heißt es:

Der ist die Anzahlung auf unser Erbe auf die Erlösung Eigentums zum Preise seiner Herrlichkeit.

Wenn die Erlösung in Geist, Seele und Körper vollständig abgeschlossen sein wird, werden wir Ihn erkennen, wie auch wir erkannt worden sind (1Kor 13,12). Aber bis dahin können wir eine Erneuerung unserer Denkweise durch Sein Wort erfahren. Und obwohl wir noch auf die Erlösung unseres Körpers warten, können wir Heilung empfangen, während wir in unserem sterblichen Körper leben. Gott hat Vorsorge sowohl für die Seele als auch für den Körper getroffen, obwohl deren Erlösung noch nicht manifest ist.

Unglücklicherweise machen die meisten Christen sich diese Vorsorge nicht zunutze. Sie haben ihre Denkweise nicht erneuert und verstehen immer noch nicht, dass wir auch vom Fluch des Gesetzes befreit sind (Galater 3,13). Der Durchschnittsgläubige unter dem Neuen Testament versucht immer noch, Gott durch Leistung zu einer Reaktion zu bewegen. Warum? Weil er nicht weiß, dass der auf Leistung basierende Bund des Alttestamentarischen Gesetzes passé ist. Wir befinden uns jetzt unter dem neutestamentarischen Dienst der Gnade und des Glaubens (2Kor 3,7-8).

Das Gesetz wurde gegeben, um die Menschen von ihrer Selbstgerechtigkeit zu überführen, damit sie ihren Bedarf für einen Retter erkennen konnten. Preis den Herrn, wir sind jetzt nicht mehr länger unter dem Gesetz. In erster Timotheus 1,9 heißt es, dass das Gesetz nicht für einen Gerechten bestimmt ist. Und wer ist gerecht? Jeder, der wiedergeboren ist (2Kor 5,21).

Hebräer 7,12 und 18 lauten:

Denn wenn das Priestertum geändert wird, so findet notwendig auch eine Änderung des Gesetzes statt. Denn aufgehoben wird zwar das vorhergehende Gebot seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen,...

Was für eine radikale Aussage! Aufgehoben! Das Wort aufheben bedeutet wörtlich abschaffen, annullieren und auflösen. Das Alttestamentarische Gesetz ist annulliert, abgeschafft und beseitigt worden. Dieses Gesetz war schwach und nutzlos. Es war nur eine Überbrückungsmaßnahme, bis Jesus kam (Gal 3,23-25).

In Epheser 1,3-5 heißt es:

Er hat uns gesegnet mit jeder geistlichen Segnung, ...uns ...auserwählt ...und uns vorherbestimmt ...zur Sohnschaft. (Hervorhebung von mir)

Im Griechischen steht ‚hat’ in der Zeitform Aorist, was bedeutet, dass es sich um einen abgeschlossenen Vorgang handelt, um eine vollendete Tatsache. Also um wie viel Segen geht es, wenn Gott von jeder geistlichen Segnung spricht? Und der folgende Vers 6 sagt, dass er uns begnadigt hat in dem Geliebten. Das ist eine Aussage von gewaltiger Tragweite. Das griechische Wort, das hier für ‚begnadigt’ verwendet wird, kommt im gesamten Neuen Testament nur zwei Mal vor. Die zweite Stelle ist Lukas 1, wo der Erzengel Gabriel Maria erscheint.

Gabriel sprach: Sei gegrüßt, Begnadete! Der Herr mit dir.

Dies sind die beiden einzigen Stellen, an denen im griechischen Urtext dieses besondere Wort benutzt wird. Wenn davon die Rede ist, dass wir in dem Geliebten begnadigt sind, wird damit ausgesagt, dass Gott uns begnadet, d.h. höchste Gunst verliehen hat. Maria hatte einem wiedergeborenen Gläubigen nichts voraus. Jeder von uns ist angenommen, auserwählt und begnadigt bzw. begnadet. Das ist Teil der Erlösung.

Erlösung, d.h. die vollkommene Vergebung unserer Sünden zu verstehen, ist grundlegend für das Verständnis des Neuen Bundes und der Art und Weise, wie Gott heute mit uns umgeht. Wenn du wiedergeboren bist und immer noch Fragen stellst, wie: „Kann ich meine Errettung verlieren?“, „Komme ich auch in den Himmel, wenn ich mit Sünden sterbe, die ich noch nicht bekannt habe?“ oder: „Beantwortet Gott die Gebete eines Menschen, der noch sündigt?“, dann hast du kein Verständnis von Erlösung.

Erlösung ist sehr praktisch, und dein Verständnis davon bestimmt, was du von Gott empfangen kannst, nicht nur in der Ewigkeit, sondern im Hier und Jetzt. Als Hilfestellung dazu habe ich gerade ein neues Lehralbum über Erlösung fertig gestellt. Du kannst das Album Erlösung auf unserer Webseite www.awme.net, über unser Beratungstelefon oder schriftlich unter nachfolgender Adresse bestellen:

Andrew Wommack Ministries Europe, Grace Inernational Centre, Leamore Lane, Walsall WS2 7PS England

P.S. Wir möchten dir noch einmal für all deine Hilfe danken, die du 2007 geleistet hast und die es uns ermöglicht, diese Botschaft in alle Welt zu tragen. Aufgrund deiner Opfer und deiner Großzügigkeit sind Tausende von Menschenleben verändert worden. Wir freuen uns schon auf das, was Gott 2008 tun wird und beten, dass Seine Segnungen dich im neuen Jahr einholen werden.


Wir lieben euch,

Andrew und Jamie

Montag, 1. März 2010

Buchempfehlung


Ein sehr gutes Buch über das Thema Gesetz und Gnade.
Ich kopiere das Vorwort von diesem Buch in den Post und markiere die Punkte, die ich wichtig finde.
Ich persönlich glaube, daß ein Großteil unserer Gemeinden mehr auf Druck und Schuldgefühle aufgebaut sind, statt auf bedinnungslose Annahme und Gnade.

>Es erstaunt mich, wie weit sich dieses Buch seit Erscheinen der ersten Auflage vor acht Jahren verbreitet hat. Seither habe ich oft gesagt, dass ich nie ein bedeutenderes Buch schreiben würde.

Heute bin ich mehr denn je davon überzeugt. Mir ist klar, dass ein Buch über die Liebe Gottes so selbstverständlich zu sein scheint, dass die meisten Menschen sich lieber mit angeblich interessanteren Themen befassen wollen, wie zum Beispiel neutestamentlichen Gemeindemodellen oder wie man effektiver beten oder den Willen Gottes erkennen kann. Die meisten Christen meinen, sie hätten Gottes Liebe schon verstanden.

„Wir wollen tiefer einsteigen“, sagen sie. Aber es gibt nichts Tieferes. Natürlich ist theologisch gesehen nichts sicherer, als dass Gott Liebe ist. Wir besingen seine Liebe in den einfachsten Liedern und bedienen uns in Bezug auf Gott gerne der Sprache der Liebe.

Praktisch gesehen, leben allerdings erstaunlich wenige Gläubige im Alltag so, als würde ihnen der Gott des Universums eine große Zuneigung entgegenbringen.

Woran liegt das? Es liegt daran, dass uns zweitausend Jahre religiöser Tradition die irrige Vorstellung beigebracht hat, Gottes Liebe sei etwas, was man sich verdienen müsse. Tun wir, was ihm gefällt, dann liebt er uns; tun wir es nicht, liebt er uns auch nicht.

Dies aufzugeben ist nicht einfach. Der Übergang von einer leistungsorientierten religiösen Ethik in Bezug auf Gott hin zu einer tief in der Zuneigung des himmlischen Vaters verwurzelten Beziehung ist nicht einfach. Dies war aber die bedeutendste Veränderung, die ich auf meiner geistlichen Reise vollzogen habe und die mein Leben in Christus von einer frustrierenden Plackerei angesichts verlockender Versuchungen in ein lebendiges und erfüllendes Abenteuer verwandelt hat, das mich mit jedem neuen Tag weiter verändert. In diesem Buch beschreibe ich den Prozess, den ich durchlaufen habe. Ich hoffe, dass dies auch für andere eine Hilfe ist, die sich ebenfalls in einem solchen Übergang befinden.


Vor einigen Jahren bat mich eine Gruppe von Ältesten einer örtlichen Gemeinde, die gerade keinen Pastor hatte, eine neunteilige Themenreihe für sie zu halten. Auf meine Nachfrage, ob sie dabei an etwas Bestimmtes gedacht hätten, antworteten sie, ihnen sei zu Ohren gekommen, ich würde einige neue Gedanken über das Kreuz lehren. Das wollten sie gerne hören.

Der größte Teil dieser Themenreihe ist in diesem Buch niedergeschrieben. Der Auftrag damals bereitete mir allerdings ein paar Sorgen, da ich wusste, dass es in dieser Lehre um eine Freiheit ging, die die Methoden, die in vielen Gemeinden zur Manipulation von Menschen benutzt werden,- damit diese sich engagieren und dienen,- unterminieren konnte.

„Ich möchte Ihnen zunächst eine Frage stellen“, antwortete ich. „Wie viel, meinen Sie, wird hier nur getan, weil sich die Menschen schuldig fühlen würden, wenn sie es nicht tun würden?“

Es überraschte mich, als einer der Männer lächelte und kopfschüttelnd meinte: „Neunzig Prozent wahrscheinlich.“ Die anderen lachten ebenfalls, stimmten aber letztlich im Wesentlichen zu.

„Nun, wenn Sie recht haben“, sagte ich ihnen, „und wenn Ihre Leute eine neue Offenbarung vom Kreuz bekommen, dann wird neunzig Prozent dessen, was hier stattfindet, ein Ende finden.

Wäre Ihnen das recht?“

Das Lachen verstummte. Sie schauten sich gegenseitig an und wussten nicht, was sie sagen sollten. Nach einigem Hin und Her erklärten sie sich schließlich damit einverstanden. Ich bewunderte ihren Mut. Also habe ich zugesagt.


Leider war das Resultat dann ein anderes. Entweder vermittelte ich die Lehre nicht gut oder sie hörten nicht so gut zu, wie ich gehofft hatte. Nach Ablauf unserer gemeinsamen Zeit stellten sie nämlich einen neuen Pastor ein, dessen Sprache von Schuld und Leistung geprägt war. Es machte mich traurig, dass die Gruppe als

Ganzes mich nicht verstanden hatte. Dennoch stehe ich auch heute noch mit ein paar Leuten aus der Gruppe in Kontakt, die eine tiefgreifende Veränderung erlebt haben.

Die Sogkraft der Religion kann weitaus stärker sein als die Freiheit einer Beziehung. Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie oft ich über diese Dinge gesprochen habe und dabei auf jemand traf, der ernsthaft der Meinung ist, Gottes Liebe allein könne keinen Menschen verändern.


Stattdessen heißt es dann, die Menschen bräuchten eine saftige und stetige Dosis an Gottesfurcht und -gericht, um sie auf dem geraden und schmalen Pfad zu halten.

Das ist wirklich tragisch. Diejenigen, welche die Kraft der Zuneigung durch Verpflichtungen ersetzen wollen, haben Ersteres noch gar nicht richtig erfahren. Ich habe weltweit die Beobachtung gemacht, dass jene, die die Tiefe der Liebe des Vaters im Himmel für sich erkennen und lernen, in ihr zu leben, eine größere Leidenschaft für Jesus erleben, frei von Sünde werden und sich stärker in der Welt engagieren als die, die durch religiöse Verpflichtungen motiviert sind.

Im Geschenk seines Sohnes hat uns der Vater gezeigt, dass er nicht bereit war, sich mit einer erzwungenen Unterwürfigkeit ängstlicher Sklaven zufriedenzustellen. Stattdessen legte er mehr Wert darauf, Söhne und Töchter zu haben, die ihm innig zugeneigt sind. Er wusste, dass uns die Liebe tiefer in sein Leben hineinführen würde als ein ängstlicher Gehorsam, und dass sie uns mehr Wahrheit lehren, uns von unserer Selbstsucht befreien und in der Welt fruchtbar machen würde.

Seit der Veröffentlichung dieses Buches haben mir hunderte von Menschen mitgeteilt, dass Gott es benutzt hat, um ihre eigene Beziehung zu ihm ebenfalls zu verändern. Viele erzählten mir, ich hätte etwas in Worte gefasst, von dem sie innerlich schon tief überzeugt gewesen waren, sie hätten sich aber gescheut, es zu

glauben. Andere sagten, für sie habe es das Leben Christi völlig neu definiert und sie auf einen wunderbaren Weg zu den Tiefen dieser Liebe und Zuneigung geführt.

Ich hoffe, dass auch Sie am Ende dieser Lektüre davon überzeugt sein werden, dass er Sie tief und unaufhörlich liebt. Nichts ist ihm wichtiger, als ihnen diese Liebe zu offenbaren, bis Sie von ihr überwältigt, dann verändert und schließlich durch den Rest Ihres Lebens geführt werden – als Abbild seiner Herrlichkeit auf

Erden. Das ist der Grund, weshalb er Sie geschaffen hat, und ich hoffe auch, weshalb Sie dieses Buch in Händen halten.

Wayne Jacobsen

August 2007

Sonntag, 28. Februar 2010

Frei vom Gesetz

Ich bin Frei.

Ich bitte diesen Artikel wörtlich zu nehmen.
Wenn diese Wahrheiten die Haso hier beschreibt nicht ganz tief in Deinem Herzen sind, wirst Du immer einen unangenhemen Geschmack von Pharisäer haben. Du wirst immer ein bisschen nach Gesetzlickeit müffeln. Ich möchte ein Buch von Andrew Wommack empfehlen. das lehrmäßig das Thema Gnade behandelt.
Hier wird mit Bibelstellen erklärt, was Haso in bildlicher Sprache darstellt.

Jetzt zum Artikel von Haso aus der Römer7 Reihe.
Ich möchte die ganze Römer7 Reihe empfehlen.
Sie kann unsere Herzen wirklich verändern.



Romans VII: The Law (Liberty)

Abgelegt unter: RomansVII — Haso @ 5:30


Gott ist nicht an dem interessiert, was wir tun. Gott ist an dem interessiert, was wir gerne tun. Was einer tut, sagt noch nichts über ihn aus. Wenn ein Bankdirektor nachts Geld aus dem Tresor holt, kann es sein, dass er ein Dieb ist. Es kann aber auch sein, dass er ein Vater ist, dessen Kind in der Hand eines Geiselnehmers ist. Wenn ein bekannter Politiker sich um eine hilfebedürftige Familie kümmert, kann es sein, dass er ein Menschenfreund ist. Es kann aber auch sein, dass er nur vor laufender Kamera seine Wahlaussichten verbessern will.


Was einer gerne tut, lässt sich nicht befehlen. Mit etwas Strenge können Eltern erreichen, dass ihr Kind den Spinat isst. Sie können nicht erzwingen, dass der Spinat ihrem Kind schmeckt. Mit genügend Radarkontrollen kann die Polizei erreichen, dass ich auf einer nahegelegenen vierspurigen Straße nur 50 fahre. Mit nichts auf der Welt kann sie erreichen, dass diese Schleicherei mir Spaß macht.

Lieben kann man nicht müssen


Gott ist nicht an dem interessiert, was wir tun. Gott ist an dem interessiert, was wir aus Liebe tun. Zur Liebe kann man nicht verpflichtet oder gedrängt werden. Mit Manipulation, Selbstmorddrohung, Eifersuchtsszenen, Bettelei oder Magie gewinnt man nicht die Zuneigung seines Wunschpartners. Zur Liebe kann man nicht mit vorgehaltener Pistole gezwungen werden. Diese Art von “Liebe” nennen wir Vergewaltigung. Liebe kann man auch nicht mit Geld oder anderen Versprechungen kaufen. Solch eine “Liebe” nennen wir Prostitution. Gott ist weder ein Gewaltverbrecher noch ein Freier.


Gott ist nicht an unserem Verhalten interessiert. Gott ist an unserem Herzen interessiert. Deshalb hat er im Neuen Bund die Verpflichtung abgeschafft (Römer 10,4). Er hat lange genug mit ansehen müssen, wozu die Verpflichtung geführt hat: “Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir” (Matthäus 15,8). Nun hat Jesus die Verpflichtung ein für allemal aufgehoben (Kolosser 2,14).


Gott ist nicht an unserem Verhalten interessiert. Gott ist an unserem Herzen interessiert. Deshalb hat er uns im Neuen Bund eine atemberaubende Freiheit geschenkt (Galater 5,1), die - so behaupte ich - vielen Christen noch gar nicht bewusst ist. Denn nur auf der Grundlage völliger Freiheit ist völlige Hingabe möglich. Nur wenn einer zu nichts mehr verpflichtet ist und außerdem keine nachteiligen Folgen zu befürchten hat, wird deutlich, wer er wirklich ist. Nur dann kann Liebe sich entfalten.





Gott ist an unserem Herzen interessiert. Wie unser Herz beschaffen ist, zeigt sich in dem, was wir gerne und freiwillig tun. Deshalb gibt Gott uns im “Neuen Bund” völlige Freiheit. (”Neuer Bund” bedeutet: Gott hat durch Jesus seine Beziehung zu uns auf eine völlig neue Grundlage gestellt, die völlig anders ist als alles, was wir sonst auf dieser Welt kennen.) Zu dieser Freiheit gehören zwei Voraussetzungen. (1) Wir sind nicht zu Wohlverhalten verpflichtet. (2) Wir werden nicht verurteilt, wenn wir uns nicht wohlverhalten. Wie man sich diese Freiheit vorstellen kann, zeigt der folgende Vergleich.


Unser Schulsystem ist ein gesetzliches System. Die Schulpflicht sorgt dafür, dass jeder hingeht. Die Zeugnisse sorgen dafür, dass die meisten sich mehr oder weniger Mühe geben. Damit lässt sich einiges erreichen. Aber nicht alles.


Wenn Millionen Kids jeden Morgen zur Schule gehen, bedeutet das nicht, dass Millionen Kids lernwillig und wissbegierig sind. Es bedeutet nicht, dass sie sich voller Begeisterung spannenden Forschungsgebieten zuwenden. Es bedeutet nicht, dass sie für Lehrer und Lehrbücher dankbar sind. Es bedeutet nicht, dass die Schule zu ihren Lieblingsplätzen gehört. Es bedeutet nur, dass sie sich fügen. Mehr lässt sich staatlicherseits nicht verordnen. Diese Verordnung hat ihre Schattenseiten: Lernstress, Prüfungsangst und persönliche Krisen derer, die scheitern.


Nun stellen wir uns folgendes Szenario vor. Am Beginn eines neuen Schuljahres tritt der Lehrer vor die Klasse und teilt den Schülern mit: “Wir haben unser Schulsystem völlig reformiert.” Das neue System sieht so aus: Die Schüler bekommen schon am ersten Tag ihr Zeugnis. In diesem Zeugnis steht eine Gesamtzensur: “Sehr gut.” Der Lehrer informiert: “Die Note ist endgültig. Sie wird euch nie wieder aberkannt werden. Ihr müsst auch nicht jeden Tag hier erscheinen. Es gibt keine Tests und Prüfungen. Ihr habt es bereits geschafft, bevor ihr angefangen habt. Nun liegt es an euch, was und wieviel ihr lernen wollt.”


Wie würde das in der Schule ausgehen? Einige würden vermutlich nie wieder ihre Klasse betreten. Andere würden es nicht glauben und ängstlich darauf warten, wo der Haken bei der Sache ist. Aber für diejenigen, die gerne lernen, wäre es das beste Jahr, das sie je hatten.


Genau solch eine Systemreform hat Gott mit dem Neuen Bund vollzogen. Der Alte Bund entsprach unserem gegenwärtigen Schulsystem. Die Menschen waren verpflichtet, das Gute zu tun. Am Ende stand der Test und das Zeugnis (Urteil). Der Neue Bund entspricht der eben beschriebenen utopischen Schulreform. Gott stellt dem, der zu Jesus kommt, bereits am ersten Tag das Zeugnis aus (oder fällt das Urteil): “Gerecht.” Das ist in seiner Welt die Entsprechung zu “Sehr gut”. Diese Note wird nie wieder zurückgenommen oder geändert werden. “Es gibt keine schlechte Zensur für die, die in Christus Jesus sind” (Römer 8,1). Kein Lernstress, keine Prüfungsangst, kein Durchfallen oder Sitzenbleiben.


Gottes Reich ist allem völlig entgegengesetzt, was du von dieser Welt kennst. Bei uns geschieht alles in dieser Reihenfolge: erst die Leistung, dann die positive Beurteilung. Bei Gott ist es entgegengesetzt: erst die positive Beurteilung, dann die Freiheit. Gott “spricht den Gottlosen gerecht” (Römer 4,5). Der “Gottlose” hat noch nichts Gutes getan, und ist doch schon völlig okay. Er hat noch nichts gelernt und doch schon sein Zeugnis in der Tasche. Die Gesamtnote über sein Leben steht bereits fest, wenn er mit Jesus an den Start geht.


Jetzt ist er frei. Er kann herausfinden, was er wirklich tun möchte. Jetzt kann sein Herz sich zeigen.


Fortsetzung folgt.