Mittwoch, 9. November 2011

Bis daß der Tod uns scheidet. Über die Ehe

Andacht von Andrew Wommack

9. November


Ehescheidung ist nicht Gottes bester Plan


Markus 10,2-6



Und Pharisäer traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich scheiden dürfe von seiner Frau; und sie versuchten ihn damit.

Markus 10,2


Die Pharisäer wollten nicht wirklich wissen, was Jesus über Scheidung dachte. Sie legten keinen Wert auf seine Meinung. Sie wollten ihn nur dazu verführen, sich in das große Streitthema ihrer Zeit - strikt konservative oder eher freizügige Ansichten über Ehescheidung - verstricken zu lassen. Dies war damals wie heute ein sehr gefühlsgeladenes Thema, und sie dachten, sie hätten Jesus nun in die Ecke gedrängt. Wie immer jedoch bewies Jesus, dass er ihnen mehr als gewachsen war, und er sagte ihnen wesentlich mehr als sie wissen wollten.


Die Pharisäer stellten nicht in Frage, ob Scheidung richtig wäre oder nicht; sie hielten das Recht, sich scheiden zu lassen, für selbstverständlich. Anstatt sich über akzeptable Gründe für eine Ehescheidung auszulassen, ging Jesus zur Wurzel des Problems und machte deutlich, dass Scheidung niemals Gottes Absicht war. Wenn sie die Bedeutung des Ein-Fleisch-Bundes zwischen Ehemann und -frau wirklich begriffen hätten, würden sie nicht nach einer Entschuldigung suchen, aus der Ehe herauszukommen. Dieser Ansatz brachte die Pharisäer zum Staunen und warf die Frage auf: „Warum hat Mose im Gesetz die Möglichkeit zur Ehescheidung gegeben?”


Jesus antwortete, dass die Ehescheidung zwar erlaubt aber niemals von Gott beabsichtigt war. Gott erlaubte etwas, das er hasste, wegen der Hartherzigkeit der Menschen. Dies galt ebenso für Polygamie und Sklaverei. Sobald jemand anfängt sich zu fragen: „Wie kann ich mich am besten scheiden lassen?” anstatt: „Wie kann ich diese Ehe retten?” ist sein Herz bereits verhärtet und es besteht eine tiefe Kluft in der Beziehung beider Partner.


Jesus kam, um dein verhärtetes Herz wegzunehmen und dir ein Herz der Barmherzigkeit zu geben. Lass also nicht zu, dass dein Herz in irgendeiner Form hart wird! Triff heute die Entscheidung - egal, ob du verheiratet bist oder nicht - dass Ehescheidung dein Feind ist, und Gottes Liebe und Barmherzigkeit werden dein Herz und deinen Verstand beherrschen. Dann wirst du in allen deinen Beziehungen nach Gottes bestem Plan leben.


Dienstag, 8. November 2011

Bruder Leichtgläubig?


Aus dem Buch von Dave Robertson

Sprachen als Zeichen für die Ungläubigen

Als ich noch jung war im Herrn dachte ich, dass „Sprachen als Zeichen für die Ungläubigen“ in diesen wilden pfingstlichen Gottesdiensten auftreten, die meine Gemeinde manchmal während meiner „Ultra-Holiness“-Zeit abhielt.

Aber ich überdachte meine Schlussfolgerung, nachdem ich Zeuge verschiedener Ausprägungen folgender Begebenheit wurde: Jemand bringt einen Besucher mit in die Gemeinde. Der Besucher sitzt da und lässt den Gottesdienst auf sich wirken. Plötzlich springt Schwester Hühnertanz auf, fängt an in Sprachen zu schreien und bewegt ihren Kopf ruckartig hin und her, wie eine Henne, die den Boden nach Körnern absucht.

„Was ist mit dieser Frau los?“ fragt der Besucher.

„Oh, der Heilige Geist ist auf sie gekommen, sie wird gerade gesegnet.“ Im weiteren Verlauf des Gottesdienstes wird dann der Besucher gefragt: „Möchten Sie mit dem Heiligen Geist erfüllt werden?“

„Oh, nein!“, sagt er. „Ich habe Probleme mit dem Nacken. Ich weiß nicht ob ich es überleben würde, vom Heiligen Geist gesegnet zu werden!“

Schließlich wurde mir klar, dass Sprachen in so einer Situation kein Zeichen für den Ungläubigen zu seiner Errettung sind. Für Ungläubige sind sie ein Zeichen, dass Christen verrückt sind! Deshalb begann ich, Gott zu fragen: „Wann sind Sprachen ein Zeichen für die Ungläubigen?“ Der Herr zeigte mir die Antwort auf diese Frage, als ich etwas Erfahrung im Dienst hatte. Heute kann ich genau sagen, wann Sprachen ein Zeichen für die Ungläubigen sind: wenn der Heilige Geist deinen Verstand umgeht und dich befähigt, in irgendeiner dir bisher unbekannten Sprache, die es auf der Welt gibt, zu sprechen, zu predigen oder zu lehren.

Wenn ich zum Beispiel in irgendeinem Dorf in Indien predigen und mein Übersetzer plötzlich sterben und zu Jesus heimgehen würde, dann hätte ich die Wahl, für ein großes oder ein kleines Wunder zu glauben. Ich könnte das große Wunder wählen, ihn am Hemd packen, ihn hochreißen und sagen: „So einfach verlässt niemand meinem Gottesdienst! Kehre ins Leben zurück – du hast eine Aufgabe zu erledigen!“ Oder ich könnte die Ordner bitten, den Übersetzer hinaus zu tragen und hoffen, dass der Heilige Geist auf mich kommt und mich befähigt, den Rest der Botschaft in der Mundart der Zuhörer zu predigen.

Das letztgenannte Wunder findet nur statt, wie der Heilige Geist es will. Es ist ein Beispiel für Sprachen als ein Zeichen für die Ungläubigen. Bis jetzt ist diese Art von Spracherede in meinem Dienst neunzehn Mal aufgetreten. Unter anderem habe ich beispielsweise in einem indischen Dialekt, auf Französisch, auf Spanisch, auf Arabisch und auf Deutsch gepredigt. Nie hatte ich eine Ahnung, was ich gerade sagte.

Beim ersten Mal war ich zu Gast in einer christlichen Talkshow in San Jose in Kalifornien. Irgendwann mitten im Interview fragte mich der Moderator: „Bruder Roberson, was hat ihr Leben bis jetzt am meisten verändert?“ Ich hatte gerade eine tiefe Erfahrung in meinem Wandel mit Gott gemacht. Diese Erfahrung ließ die Liebe Gottes für mich sehr real werden. Deshalb antwortete ich: „Es ist die Liebe Gottes, mein Freund. Sie hat mich so verändert...“ Bevor mir bewusst wurde, was vor sich ging, stieg plötzlich eine Sprachenrede tief aus meinem Inneren auf. Ich hätte sie aufhalten können, aber die Salbung war so stark, dass ich die Empfindung hatte, ich müsse diese übernatürliche Sprache aus mir fließen lassen.

dieser Sender gehört zur Hälfte einer säkularen Firma. Ich weiß nicht einmal, ob das Reden in anderen Sprachen in diesem Programm legal ist!

Bei dem Gedanken geriet ich in Panik.

Ich warf einen Blick auf meinen Moderator. Er sah nicht so aus, als würde er mich aufhalten. Ich dachte es ist o.k. – wenn ich mit der Sprachenrede fertig bin, wird Gott mir gewiss die Auslegung geben. Aber als ich fertig war, saß ich bloß da und starrte in die Kamera. Es kam keine Auslegung und ich konnte die Botschaft in Sprachen auch nicht auslegen, nur weil ich es wollte.

Ich dachte was mache ich jetzt nur? Herr, lass mich jetzt nicht im Stich! Wir brachten das Programm hinter uns, indem wir so taten, als wäre nichts gewesen. Jeder ignorierte den Vorfall. Als ich aber von der Bühne herunterkam, eilte eine Frau auf mich zu. Sie war eine deutsche Immigrantin aus der Alten Welt, die mich mit gebrochenem deutschem Akzent ansprach: „Bruder Roberson, Bruder Roberson! Seit wann sprechen Sie Deutsch mit dem Tonfall der Alten Welt?“

„Meine Dame, entschuldigen Sie,“, erwiderte ich, „aber ich spreche mit Mühe das Englisch der Neuen Welt!“ „Dann wissen Sie nicht, was passiert ist!“, sagte sie.

„Was ist passiert?“, fragte ich.

Die Frau erklärte: „Plötzlich haben Sie aufgehört, Englisch zu sprechen und Sie fingen an, die deutsche Gemeinde in einem perfekt betonten Deutsch der Alten Welt anzusprechen!“

Verblüfft sagte ich: „Ich wusste nicht, dass ich das getan habe!“

Sie fuhr fort: „Eine deutsche Frau, die in Sacramento wohnt, hat gerade bei unserer Hotline angerufen und ich sprach mit ihr, weil ich die einzige deutschsprachige Telefonseelsorgerin bin.

Diese Frau war aufgrund einer tödlichen Krankheit im Sterben und Sie haben ihr auf Deutsch gesagt, was sie machen soll. Sie hat ihre Anweisungen befolgt und fiel dann unter der Kraft Gottes in ihrem Wohnzimmer um. Als sie wieder aufstand, war sie vollkommen geheilt! Sie rief uns an, um von dem Wunder zu berichten, das stattgefunden hatte. Sie wissen ja nicht, was passiert ist, Bruder Roberson!“

Ich antwortete: „Nein, aber wenn ich noch ein einziges Mal der letzte bin, der davon erfährt, werde ich von Gott eine Gehaltserhöhung verlangen!“


Ich glaube solche Dinge

Ich liebe Jesus!!

Den Du bist groß ein Gott der Wunder tut


Montag, 7. November 2011

Unsere Verantwortung: Im Glauben empfangen!


Gottes Wirken unsere Antwort

Hier ein Rundbrief von Andrew Wommack

RUNDBRIEF OKTOBER 2009

Leben im Gleichgewicht von Gnade & Glauben

Während unserer Gospel Truth Seminaren nehme ich mir immer vor den Treffen Zeit, mich mit Freunden und Partnern zu unterhalten. Eine der mir am häufigsten gestellten Frage ist: „Was muss ich tun, um Gottes Segnungen zu empfangen?“ Und in der Regel folgt dann diese Erklärung: „Ich habe gebetet, meine Bibel gelesen, bin in die Kirche gegangen, habe meinen Zehnten gegeben – und doch scheine ich nicht in der Lage zu sein, meine Gebete beantwortet zu bekommen.“

In dieser Fragestellung und Erklärungsweise liegt die Wurzel des Problems: Sie sind in die Falle geraten, Gottes Antwort von ihrer Leistung abhängig zu machen. Sie haben nicht wirklich das Gleichgewicht von Gnade und Glauben verstanden und in welcher Beziehung beide zueinander stehen.

Per Definition bedeutet das Wort Gnade unverdiente Gunst. Daher ist die gute Nachricht: Gnade hat nichts mit dir zu tun! Gnade existierte schon lange bevor es dich überhaupt gab. Wir können es auch anders ausdrücken:Gnade ist Gottes Sache.

Glaube wird definiert als eine positive Reaktion auf das, was Gott durch Gnade schon zur Verfügung gestellt hat. Mit anderen Worten, Glaube ist deine positive Reaktion auf Gottes Gnade bzw. Glaube eignet sich nur das an, was Gott für dich schon zur Verfügung gestellt hat.Daraus ergibt sich: Glaube ist deine Sache.

Gnade und Glauben arbeiten zusammen und sie müssen sich im Gleichgewicht befinden.
Epheser 2,8-9 besagt:
„Denn aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es; nicht aus Werken, damit niemand sich rühme.“

Manchmal lesen wir eine Bibelstelle, die uns so vertraut ist, dass wir nicht einmal innehalten, um darüber nachzudenken, was sie wirklich aussagt. In diesem Vers wird eine tiefe Wahrheit verkündet, nämlich dass wir aus Gnade durch Glauben gerettet sind – nicht allein durch das eine oder das andere! Sieh es einmal so: Gnade ist das, was Gott tut; Glaube ist das, was wir tun. Beide müssen zusammenwirken, damit Errettung möglich wird.

Errettung ist nicht von Gnade allein abhängig. Wenn es so wäre, dann würde jeder errettet werden und in den Himmel kommen, denn Gottes Gnade ist ja für alle Menschen gleich (Tit 2,11). Er hat das Geschenk der Errettung schon allen Menschen durch Jesus gebracht. Und durch Glauben kann jeder das empfangen, was vor 2000 Jahren vollbracht wurde.

Die meisten von uns glauben, dass wir Gott um Vergebung unserer Sünden bitten müssen, um errettet zu werden. Aber das ist nicht das, was die Bibel lehrt. In 1. Johannes 2,2 wird ausgesagt, dass Jesus das Sühneopfer für unsere Sünden war – und nicht nur für unsere, sondern auch für die der ganzen Welt. Jesus starb nicht nur für die Menschen, von denen er wusste, dass sie ihn annehmen würden; er starb für jeden einzelnen Sünder, der jemals auf dieser Erde gelebt hat. Und er starb bevor du oder ich jemals auch nur eine einzige Sünde begangen haben.

Hier ist eine radikale Wahrheit, die mich aus den meisten Kirchen hinausbefördern würde: Sünde ist für Gott kein Thema mehr! Der Herr wartet nicht darauf, dass wir ihn um Vergebung für unsere Sünden bitten. Die Sünden der ganzen Welt – in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft – sind bereits vergeben worden. Selbst ein Mann wie Adolf Hitler hatte Gnade angeboten bekommen! Jesus liebte Hitler und bezahlte für seine Sünden genauso wie er es für dich und mich getan hat. Denn bei Gott gibt es kein Ansehen der Person (Röm 2,11).

Gott hat seinen Teil schon getan; nun ist es an dir, die Wahrheit durch Glauben zu empfangen und sie in deinem Leben Realität werden zu lassen. Amen!

Johannes 1,29 sagt aus:
„Seht her! Da ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt wegnimmt!“ (Übersetzung Neues Leben)

In Johannes 16,8-9 sagt Jesus:
“Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerechtigkeit und von Gericht. Von Sünde, weil sie nicht an mich glauben.“

Die Kirche interpretiert diese Bibelstelle oft falsch und lehrt, dass es die Aufgabe des Heiligen Geistes sei, uns all unserer Sünden zu überführen. Aber das ist nicht seine Aufgabe. Der Heilige Geist ist hier, um uns von dereinenSünde zu überführen – Jesus nicht als unseren Erretter anzunehmen. Alles, worauf es ankommt, ist an Jesus Christus zu glauben!

Menschen gehen nicht in die Hölle, weil sie Ehebruch begehen, stehlen oder gar töten. Für diese Sünden, wie für alle anderen, ist bereits bezahlt worden. Das ist es, was die Bibel in Johannes 16,8-9 sagt – die einzige Sünde, die Menschen in die Hölle bringt, ist die Sünde, Jesus als ihren persönlichen Retter abgelehnt zu haben. Also hör auf damit, Sünde in deinem Leben zu vergrößern!

Die Botschaft, die in den meisten Kirchen gepredigt wird, bringt uns dahin, dass wir ein Bewusstsein für Sünde bekommen anstatt ein Bewusstsein für Gerechtigkeit (Röm 3,19-20). Es verursacht auch, dass wir die Segnungen Gottes von unserer Leistung abhängig machen.

Gottes Gnade hat nicht nur Vorsorge für Errettung getroffen, sondern auch für jedes Bedürfnis in deinem Leben. Diese Vorsorge ist nicht darauf gegründet, ob du ausreichend in der Bibel liest, genug betest, in die Kirche gehst oder sogar deinen Zehnten bezahlst. Noch bevor du jemals eine finanzielle Not hattest, hat Gott deine Versorgung schon geschaffen. Bevor du krank wurdest, hat Gott durch Gnade Vorsorge für Heilung getroffen (1Petr 2,24). Bevor du jemals entmutigt wurdest, hat Gott dich schon mit jedem geistlichen Segen gesegnet (Eph 1,3). Gott hat schon jede Not, die du jemals haben könntest, vorausgesehen und hat diese Nöte durch Jesus gestillt – lange bevor es dich gab. Das ist Gnade!

Jesus hat in den letzten 2000 Jahren nicht eine einzige Person errettet, geheilt, befreit oder finanziell gesegnet. Was Gott vor 2000 Jahren durch Gnade zur Verfügung gestellt hat, wird nun zur Realität, wenn es mit Glauben verbunden wird. Glaube eignet sich das an, was Gott schon zur Verfügung gestellt hat. Glaube bewegt nicht Gott! Gott ist nicht derjenige, der feststeckt. Glaube kann Gott zu gar nichts bewegen. Gnade und Glaube arbeiten zusammen – und unsere Aufgabe ist es, das anzunehmen, was Gott schon längst getan hat.Gnade muss sich mit Glauben die Waage halten.

Viele Christen glauben, dass Gott sich in souveräner Weise bewegt, und zwar wie und wann er will! Das kommt daher, weil Religion lehrt, dass Gott alles kontrolliert und nichts ohne seine Erlaubnis geschehen kann. Das ist aber nicht richtig; nicht alles liegt an Gott. Ich habe eine Lehrserie über die Autorität des Glaubenden (The Believer’s Authority), die das alles viel mehr im Detail behandelt.

Als zum Beispiel mein Vater starb, erzählte man mir, dass Gott ihn mehr im Himmel bräuchte als ich ihn hier. Selbst mit zwölf Jahren wusste ich, dass das nicht stimmen konnte. Warum sollte Gott meinen Vater im Himmel brauchen? Gott hat meinen Vater nicht getötet. Diese Dinge lehrt das Wort Gottes nicht. Die Bibel zeigt ganz klar, dass Jesus gekommen ist, um die Werke des Teufels zu zerstören (Hebr 2,14 und 1Joh 3,8). Satan ist derjenige, der umhergeht und sucht, wen er verschlingen kann (1Petr 5,8). Satan ist derjenige, der kommt um zu stehlen, zu morden und zu zerstören (Joh 10,10).

Gott ist falsch dargestellt worden. Wenn er schuldig wäre für all die Dinge, die wir ihm anlasten, dann gäbe es auf der ganzen Welt keine zivilisierte Nation, die ihn nicht der Verbrechen gegenüber der Menschheit schuldig sprechen würde. Ich halte den Gedanken, dass Gott das Böse verursacht bzw. erlaubt, damit wir geistlich wachsen können, für die schlimmste Irrlehre im Leib Christi. Es macht Menschen passiv und nimmt ihnen ihre Hoffnung.

Wenn du wirklich glaubst, dass Gott alles kontrolliert, wozu ist es dann gut überhaupt noch irgendetwas zu tun? Es ist ja doch alles Gottes Sache. Wenn du glaubst, dass Gott dich irgendetwas durch Krankheit oder Armut lehren will, warum gehst du dann zum Arzt oder suchst dir einen guten Job? Warum nicht soviel wie möglich leiden und dann die Lektion auch wirklich lernen? Ich meine, wie dumm kann man sein und immer noch atmen?

Brüder und Schwester, das ist eine schreckliche Glaubenslehre!Die Bibel sagt, dass die Menschen in den letzten Tagen Böses gut und Gutes böse nennen werden (Jes 5,20). Denominationen lehren heutzutage, dass wenn du krank wirst oder finanzielle Probleme bekommst, dann ist es Gott, der das verursacht, um dich etwas zu lehren oder dich einfach nur zu demütigen. Das ist ein Beispiel dafür, Böses gut zu nennen.

Gott ist nicht verantwortlich für das Töten von Säuglingen, Vergewaltigung, Gewalt, Armut oder Krankheit. Satan ist der Urheber allen Bösen und die Bibel sagt klar und deutlich, dass wir dem Feind widerstehen sollen (Jak 4,7).Widerstehen bedeutet aktiv gegen etwas kämpfen. Wenn wir beispielsweise nicht gegen Krankheit ankämpfen, dann ordnen wir uns ihr unter. Dem Teufel gelegentlich sagen „Lass mich bitte in Ruhe“ ist nicht dem Teufel widerstehen. Wir müssen wütend werden auf den Teufel, aber wir werden nicht wütend, wenn wir glauben, dass es Gott ist, der das Problem verursacht oder erlaubt.

Gottes Wille geschieht nicht automatisch. Jesus sagte, dass nicht jeder errettet wird (Mat 7,13), dennoch sagt die Bibel, dass es Gottes Wille ist, dass nicht einer verloren geht (2Petr 3,9). Gott hat schon Errettung, Heilung und finanzielle Vorsorge zur Verfügung gestellt sowie alles andere, was wir brauchen. Aber wenn wir nicht im Glauben auf das reagieren, was durch Gnade vorbereitet wurde, dann werden wir es nicht empfangen.

Gott möchte, dass jeder geheilt wird. In Apostelgeschichte 10,38 steht, dass Jesus umherzog und Gutes tat und alleheilte, die vom Teufel überwältigt waren; was er tat, nennt die Bibel „gut“! Und 1. Petr. 2,24 sagt uns, dass wir durch seine Striemen geheilt worden sind, dennoch haben die meisten von uns Jesu Heilung noch nicht in unserem Leben empfangen.

Es ist nicht die Wahrheit, die dich freisetzt; es ist die Wahrheit, die du weißt, die dich freisetzen wird (Joh 8,32). Und die Wahrheit ist, dass du deinen Glauben in das hineinlegen musst, was Gott schon längst getan hat und nicht in das, was du tust. Gott hat in seiner Gnade schon Heilung, Wohlstand, Vergebung der Sünden und vieles mehr zur Verfügung gestellt. Es muss aber durch Glauben ergriffen werden.

Gott hat seinen Teil getan, indem er seinen Sohn gab. Seine Gnade hat durch das Opfer Jesu alles zur Verfügung gestellt. Das ist fast zu gut um wahr zu sein, denn wir können nichts tun, um es zu verdienen und auch nichts, um es zu verlieren. Unser Teil ist ganz einfach: Wir reagieren auf seine Gnade durch Glauben und ergreifen das, was schon vollbracht wurde.

So einfach das auch klingen mag, die meisten Christen verstehen diesen Gedankengang nicht. Sieh zu, dass du es nicht bist! Dies ist grundlegend für deine Beziehung mit Gott und vermutlich auch der Grund dafür, warum du deine Gebete nicht beantwortet siehst. Als Hilfe könnte dir mein neues Buch dienen, dass ich gerade veröffentlicht habe„Living in the Balance of Grace & Faith“ (Leben im Gleichgewicht von Gnade und Glauben). Es ist ebenfalls auf CD und DVD erhältlich.

Verwechsle es bitte nicht mit meinem ersten Buch, welches ich 1987 geschrieben habe und den Titel trägt „Grace and Face“ (Gnade und Glauben). Dies war eine Kurzversion von dem, was nun zu einer vollständigeren Lehre ausgearbeitet wurde, Leben im Gleichgewicht von Gnade und Glauben(z.Zt. ist die längere Version dieses Titels noch nicht in Deutsch erschienen). Ich glaube, dass diese Botschaft im Herzen des Evangeliums ist und es ist das Herz der Botschaft, die Gott mir gegeben hat, um mitzuhelfen, die Welt zu verändern. Aus diesem Grundveröffentliche ich dieses neue Buch als gebundene Version.

Viele betonen Gnade und viele andere betonen Glauben, aber zu wenige betonen das Gleichgewicht zwischen Gnade und Glauben. Es ist wie mit Natrium und Chlor: einzeln genossen sind beide giftig und können dich töten. Wenn sie aber miteinander verbunden werden, dann werden sie zu Kochsalz, was du zum Leben brauchst. Gnade ohne deine positive Reaktion durch Glauben wird dich nicht erretten. Und Glaube, der nicht eine Reaktion auf die Gnade Gottes ist, wird dich unter Verdammnis bringen. Aber lege deinen Glauben in das, was Gott schön längst für dich getan hat, und du hast den Sieg, der die Welt überwindet (1Joh 5,4).

Gott segne dich,


Andrew und Jamie

P.S. Jamie und ich wollen dir nochmals danken für all das, was du tust, um uns zu helfen, diese Botschaft zu veröffentlichen. Ich komme gerade aus England, Uganda und Südafrika zurück und ich kann wirklich sagen, dass sich Menschenleben auf der ganzen Welt verändern. Du bist ein wichtiger Teil von all dem, was wir tun. Danke für deine Partnerschaft am Evangelium.

Wir lieben dich,


Samstag, 5. November 2011

Fleisch oder Geist

Wieder ein Abschnitt aus dem Buch über das Sprachengebet

Wie man die Decke des Fleisches niederreißt

Manchmal ist es nicht nur die unterschwellige Art des Unglaubens, sondern das Fleisch, das unser Leben mit einer Decke überzieht. Der Teufel errichtet irgendeine Art von Festung im fleischlichen Bereich, zum Beispiel Rauchen, Trinken, Ärger, Tratsch oder Lust. Dann benutzt er genau diese Festung um uns zu kontrollieren. Jedes Mal, wenn wir versuchen, etwas von Gott zu empfangen oder etwas für Ihn zu erreichen, erhöht der Teufel den Druck in diesen Bereichen, so dass wir uns hoffnungslos und außer Kontrolle fühlen.

Und was machen wir dann häufig? Wir beten oberflächliche Gebete. Wir gehen in die Kirche. Wir versuchen zu dienen. Wir führen Programme durch. Wir benutzen viele Dinge als Ersatz für die Kraft Gottes, die wegen der Decke des Fleisches über unserem Leben nicht vorhanden ist. Aber unser Leben bleibt die ganze Zeit immer gleich, ohne den geringsten Zuwachs. Wir zetteln noch mehr Programme an, aber die Kraft nimmt nie zu. Unser Leben prallt an dieser Decke des Fleisches immer wieder ab.

Dann, eines Tages, treffen wir die Entscheidung zu fasten und zu beten. Anfänglich beten wir im Heiligen Geist und beten Gott an. Wenn unser Geist dann zunehmend auferbaut wird, beginnen wir zu fasten. Indem wir Fasten unserem Gebetsleben hinzufügen, verwehren wir Satan den Zugang zum Kontrollzentrum unseres Lebens.

Schon bald fängt die Decke des Fleisches an zu bröckeln, die über unserem Leben ist. Es dauert nicht lange, bis das Wirken des Fleisches in unserem Leben auf gleiche Höhe mit dem Wirken des Geistes kommt. Und so beten und fasten wir weiter.

Schließlich sinkt das Wirken des Fleisches unter das Wirken des Geistes – die Macht des Fleisches ist gebrochen.

Wenn das passiert, sind Gebetserhörungen die automatische Folge und die Dinge, für die wir geglaubt haben, kommen zustande. Wir werden Zeugen davon, wie Gebete erhört werden, die jahrelang vor sich hin schlummerten – selbst Gebete, die wir vergessen hatten, aber Gott nicht.

Wenn der Teufel zu diesem Zeitpunkt kommt, um das computerähnliche Programm zu überprüfen, das er in unserer Seele installiert hat, um uns zu zerstören, wird er herausfinden, dass es gelöscht ist – und stattdessen ersetzt ist mit dem Programm Gottes! Warum? Weil wir durch Fasten die Wahrheit bekräftigt haben, dass unser „alter Mensch“ mit Christus gekreuzigt worden ist. Das Fleisch ist außer Kraft gesetzt und kann uns nicht länger zur Sünde zwingen. Wir haben das Wirken des Geistes freigesetzt.

Freiheit


Sei frei gemacht!


Johannes 11,44



Und der Verstorbene kam heraus, an Füßen und Händen mit Grabtüchern umwickelt, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Macht ihn frei und lasst ihn gehen!


Joh 11,44 (ELB)


Symbolisch gesehen ist Lazarus wie viele Christen. Die Bibel spricht davon, dass wir, wenn wir wiedergeboren werden, vom Tod in ein neues Leben hinüber wechseln. Wir bringen jedoch unsere Leichentücher (schlechte Gewohnheiten, negative Haltungen und falsche Vorstellungen) aus unserem alten Leben mit und müssen davon frei gemacht werden, um unser neues Leben in Christus in seiner Fülle genießen zu können. Dies erreichen wir durch Veränderung unseres Denkens.


Unsere Gefühle, Einstellungen und Taten sind eine Folge unserer Gedanken. Schenken wir unseren Problemen unsere ganze Aufmerksamkeit, stehen diese für uns im Mittelpunkt; denken wir stattdessen über das nach, was Gott bereits für uns getan hat, rücken wir die Lösung für unsere Probleme in den Mittelpunkt. Das, worüber wir nachdenken, wird uns bestimmen. Wir sind entweder durch negative Gedanken gebunden oder durch göttliche Gedanken frei gemacht. Denken wir über Deprimierendes nach, werden wir deprimiert sein. Denken wir an erfreuliche Dinge, werden wir erfreut sein. Denken wir über Krankheit nach, werden wir krank sein. Wenn wir denken: Durch seine Wunden bin ich geheilt, werden wir geheilt sein.


Göttliche Zufriedenheit ist nicht abhängig von Umständen, obwohl die Welt das glaubt. Es wird gesagt, dass sich Zufriedenheit einstellt, wenn die Situation stimmt. Deshalb haben viele Menschen Depressionen. Sie glauben nicht, dass sie positive Gefühle wie Frieden und Freude inmitten negativer Umstände aufrecht erhalten können. Die Bibel sagt uns jedoch, dass unsere Gefühle eine Folge unserer Denkweise sind. Wir können von unseren alten Leichentüchern frei gemacht werden, indem wir uns entschließen, über Dinge nachzusinnen, die liebenswert, wahrhaftig, lobenswert und so weiter sind (Phil 4,8). Wir reagieren mit unseren Gefühlen auf das, was wir denken.


Anstatt auf die vergänglichen, irdischen Umstände zu schauen, kannst du einfach dadurch, dass du deine Aufmerksamkeit auf die ewigen Segnungen und Wahrheiten Gottes konzentrierst, deinem Tag eine andere Wendung geben.


Donnerstag, 3. November 2011

Über das Beten in Sprachen

Aus einem sehr guten Buch

Das Gleichnis von Schwester Kropf

Gott möchte weder, dass du arm bist, noch möchte Er, dass du krank bist. Tatsache ist, kein verdammendes Urteil von noch so abscheulichen Dingen, von denen Jesus dich befreit hat, kann in deinem Leben etwas ausrichten, wenn du nach dem Geist wandelst.

Warum? Weil der Heilige Geist in dir lebt, um dir zu helfen, die Handlungen des Fleisches zu töten. Genauer gesagt wird Er dir helfen, alles in deinem Leben zu töten, wovon Jesus dich schon frei gemacht hat.

Der Heilige Geist wurde gesandt, um dir in deiner Schwachheit zu helfen. Deshalb kommt Er dir mit Seiner übernatürlichen Sprache im Gebet zu Hilfe. Und während du lernst, wie man durch jede Blockade „hindurchpflügt“ und im Gebet verharrt, hilft Er dir, Armut, Krankheit und jede fleischliche Bindung hinter dir zu lassen.

Lass mich dir ein Gleichnis erzählen, das ich erfunden habe, damit die Leute leichter verstehen, wie der Heilige Geist ihnen durch das Beten in Sprachen helfen kann, den Sieg davon zu tragen. Dieses Gleichnis verkörpert jeden, der schon einmal versucht hat, Heilung (oder irgendein anderes, verheißenes Wunder aus dem Wort Gottes) zu erlangen und gescheitert ist. Ich habe eine Reihe von Situationen, in denen Leute versagt haben, in dem Gleichnis der Frau namens ,Schwester Kropf‘ zusammengefasst. Wenn Schwester Kropf geheilt werden kann, dann sollte es dir erst recht gelingen, geheilt zu werden!

Ich sitze in meinem Büro und erhalte einen Anruf.

„Hallo, spricht dort Bruder Roberson?“, fragt eine Frau am anderen Ende.

Ich antworte: „Ja, das bin ich.“

„Ich habe gehört, dass Gott Sie in Heilungen gebraucht.“

„Ja, das ist richtig.“

„Kann ich vorbei kommen, dass Sie für mich beten?“, fragt sie.

Ich antworte: „Natürlich, kommen Sie vorbei.“

Bald darauf klopft jemand an meine Tür. „Herein!“ rufe ich. Die Tür geht auf und ich sehe eine Frau im Türrahmen stehen. Oh nein! Sie hat einen vier Pfund großen Kropf oder Geschwür unter ihrem Kinn. Vier Pfund! Fast sieht es so aus, als hätte sie zwei Köpfe.

Die Frau kommt herein. „Bruder Roberson,“, sagt sie. „Mein Name ist Schwester Kropf. Bevor Sie beten, sollen Sie wissen, dass die allerbesten schon für mich gebetet haben. Ich bin nur vorbeigekommen, um zu sehen, was Sie für mich tun können.“

Ich antworte: „Schwester Kropf, kommen Sie und setzen Sie sich. Darf ich Ihnen etwas zeigen?“ Sie nickt. Ich schlage Markus 11,24 auf und sage: „Schwester Kropf, sehen Sie sich diesen Vers an. Er sagt: ,Alles, um was ihr auch betet und bittet, glaubt, dass ihr es empfangen habt, und es wird euch werden!‘ Verstehen Sie, was das bedeutet?“ „Ja, ich verstehe das.“

Dann frage ich: „Schwester Kropf, warum sind Sie hergekommen? Dieser Vers sagt, ‚alles, um was ihr auch betet und bittet‘. Also, was ist Ihre Bitte?“

„Also, meine Bitte ist, dass ich von diesem Kropf geheilt werde.“

Ich sage: „Okay, dann sehen sie sich an, was der Vers noch sagt: in dem Moment, in dem wir beten, müssen Sie glauben, dass Sie geheilt sind und dann werden Sie geheilt – egal ob es jetzt, nächste Woche, oder nächstes Jahr ist.

Aber Sie müssen in dem Moment glauben, in dem wir beten, dass Sie geheilt sind – und Sie werden es sein! „Also, Schwester Kropf,“, frage ich sie, „wann werden Sie glauben, dass Sie geheilt sind?“ Sie antwortet: „Blöde Frage, wenn es weg ist, natürlich.“

„Aber, Schwester Kropf, es heißt doch hier, dass Sie glauben müssen, dass es weg ist, wenn Sie beten und dann werden Sie es empfangen. Vielleicht werden Sie die Manifestation Ihrer Heilung nicht vor nächstem Monat oder nächstes Jahr sehen, aber Sie müssen glauben, dass Sie die Antwort in dem Augenblick erhalten, in dem wir beten. Nun, Schwester Kropf, wann werden Sie glauben, dass der Kropf weg ist?“

„Wollen Sie, dass ich lüge und sage, dass er weg ist, wenn er noch da ist?“ fragt sie.

„Nein, Schwester Kropf! Sehen Sie sich diesen Vers noch einmal an: ‚Alles, um was ihr auch betet und bittet.‘ Was ist Ihre Bitte?“

„Von meinem Kropf geheilt zu werden, Pastor“, erwidert sie.

„Nun denn, die Bibel sagt, Sie müssen in dem Augenblick glauben, in dem Sie beten. Fangen Sie an Gott dafür zu danken, dass Sie bereits vor zweitausend Jahren durch den Tod und die Auferstehung Jesu geheilt worden sind. Fangen Sie an, Gott zu danken, dass Er Sie erhört hat, dann werden Sie geheilt sein.“ Sie fragt: „Sie meinen, ich soll glauben, dass ich geheilt bin, bevor ich es sehen kann?“ „Ja, Schwester Kropf. Der Glaube aber ist eine Verwirklichung dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht (Heb. 11,1). Schwester Kropf, Sie lügen nicht, wenn Sie sagen, dass Sie geheilt sind. Sie bekennen, was Sein Wort über Ihr Problem sagt. Verstehen Sie das?“

Vorsichtig antwortet sie: „Ja, ich glaube schon.“

„Gut, dann können wir jetzt beten. Kropf, du musst von der Wurzel her absterben in Jesu Namen! Jetzt!“ Die Kraft Gottes berührt Schwester Kropf und lässt sie unter dem Einfluss des Heiligen Geistes zu Boden gehen. Nach etwa einer halben Stunde steht sie wieder auf. Ich frage sie, ob sie glaubt, dass sie geheilt ist. Sie antwortet ganz einfach: „Ja, ich glaube es.“

Ich sage: „Aber der Kropf ist immer noch an Ihrem Hals.“

„Das macht mir nichts aus, ich stimme mit dem überein, was das Wort sagt. Deshalb glaube ich, dass ich geheilt bin und ich werde das haben, was ich bekenne.“

„Schwester Kropf,“ sage ich, „was ist, wenn jemand sagt: ‚He! Der Kropf ist immer noch da!‘ Was werden Sie demjenigen antworten?“

„Ich werde ihm sagen, dass ich die Tatsache nicht leugne, dass der Kropf noch in meinem Körper ist. Aber gemäß des Wortes Gottes verweigere ich ihm das Recht, dort zu bleiben Deshalb bin ich geheilt, weil ich das Gebet geglaubt habe, das wir gebetet haben und ich habe meine Heilung empfangen. In Jesu Namen bin ich geheilt und ich preise Gott dafür!“

Ich sage: „Gehen sie nach Hause, meine Liebe, sie sind geheilt.“

Drei Monate später betrete ich meine Gemeinde. Schwester Kropf steht im hinteren Gang. Ich sehe gleich, dass ihr Kropf nicht mehr vier Pfund wiegt – jetzt wiegt er fünf! Mir fallen die Worte Jesu in Markus 4,15 ein, wo Er sagte, dass Satan sogleich kommt um das Wort zu stehlen.

Ich gehe also zu ihr hin und frage: „Wie geht es Ihnen, Schwester Kropf?“ „Ich bin vollkommen in Ihm.“, sagt sie verdrossen. Der zweifelnde Unterton in ihrer Stimme verrät mir, dass sie immer noch auf ihre Umstände sieht, statt auf das Wort.

„Preis dem Herrn!“, sage ich und suche nach einer Möglichkeit zur Flucht. „Entschuldigen Sie mich bitte, ich muss jetzt predigen.“

Drei Monate vergehen, dann erhalte ich einen Anruf von Schwester Kropf. Sie fragt, ob sie vorbeikommen und mit mir reden kann.

„Darf ich Sie etwas fragen, Bruder Roberson?“, sagt sie, während sie sich meinem Schreibtisch gegenüber hinsetzt.

„Funktioniert dieses Zeug wirklich bei Ihnen?“

„Aber ja!“, gebe ich zurück.

„Warum funktioniert es dann bei mir nicht? Ich habe alles gemacht, was Sie mir gesagt haben.“ „Schwester Kropf, haben Sie das Wort bekannt?“

„Ja, das hab ich gemacht.“

„Haben Sie Gott weiterhin dafür gedankt, dass Sie geheilt sind?“

„Ja, und der Kropf ist noch größer geworden.“

„Nun, Schwester Kropf, ich habe noch etwas aus dem Wort gelernt. Würden Sie noch eine andere Sache tun, die ich Ihnen sage?“

„Na, meinetwegen. Was Sie mir bisher gesagt haben, funktioniert ja nicht.“ „Schwester Kropf, würden Sie morgens eine Stunde früher aufstehen und eine Stunde im Heiligen Geist beten, bevor Sie zur Arbeit gehen?“

Der Heilige Geist lebt in Schwester Kropf. Er weiß genau, warum sie nicht geheilt wird und Er möchte so gerne für sie beten, dass Er es kaum aushält. Ich weiß nicht, welches Problem sie hat, aber der Heilige Geist weiß es. Er wurde gesandt, um ihr in ihren Schwachheiten zu helfen.

Sie fragt: „Sie wollen damit sagen, dass Sie jederzeit im Heilige Geist beten, wann immer Sie wollen? In meiner Gemeinde wird aber gelehrt, dass man das nicht kann.“

„Schwester Kropf, das ist eine Lüge. Man kann das wirklich.“

„Ich bete nur im Heilige Geist, wenn ich in einem Gottesdienst bin, wo die Kraft Gottes sehr mächtig wirkt. Dann fange ich ein bisschen an zu weinen und bald geht’s los mit den Sprachen.“

Ich frage zurück: „Sie können also nur dann in Sprachen beten, wenn Sie weinen und wenn Sie ganz emotional sind?“ „Ja, nur dann.“

„Warten Sie hier ein Augenblick, Schwester Kropf, ich hole nur schnell einen Rohrstock, mit dem ich sie ordentlich hauen kann, damit sie weinen und dann in Sprachen beten können!“

„Sie wissen doch was ich meine.“

„Schwester Kropf,“, erkläre ich ihr, „Sie können zur persönlichen Erbauung in Sprachen beten, so oft sie wollen. Gott hat Ihnen diese Gabe gegeben, um Ihnen in Ihren Schwachheiten zu helfen. Stehen Sie also morgen früh auf und beten Sie folgendermaßen: ‚Vater, ich weiß, dass du nicht willst, dass dieser Kropf an mir bleibt, aber ich komme nicht weiter. Ich weiß nicht, wie ich ihn aufhalten kann. Ich brauche die Hilfe des Heiligen Geistes!‘ Dann fangen Sie an in Sprachen zu beten – einfach aus freien Stücken!“

„Ich werde es mal versuchen,“ sagt sie zögerlich.

Drei Monate gehen ins Land. Eines Tages sehe ich sie im hinteren Teil der Gemeinde. „Schwester Kropf, gibt es durch das Beten in Sprachen einen spürbaren Unterschied an Ihrem Zustand?“, frage ich.

„Ja, den gibt es tatsächlich.“

„Was spüren Sie?“

„Ich spüre ein müdes Kinn, einen trockenen Hals und eine müde Zunge!“ „Entschuldigen Sie mich, Schwester Kropf, ich muss jetzt predigen.“

Fünf Monate vergehen. Ich komme zum Hintereingang in die Gemeinde. Da steht Schwester Kropf.

„Bruder Roberson, kommen sie mal her!“, sagt sie. „Hat das Beten in Sprachen irgend etwas mit Ruhe und Frieden zu tun?“

„Aber ja, Schwester Kropf,“, antworte ich. „In Jesaja 28,11 und 12 sagt Gott durch den Propheten Jesaja: „Das ist die Ruhe; das ist die Erquickung, ja durch stammelnde Lippen und eine fremde Sprache werde ich zu diesem Volk reden.“ „Moment mal, wollen Sie damit sagen, dass das beten in Sprachen den Erschöpften Ruhe gibt?“ „Ja sicher. Wenn die Lebenssorgen Sie zermürben, dann ist das die Ruhe und die Erquickung, denn mit stammelnden Lippen und einer fremden Sprache wird Er den Erschöpften Ruhe geben, wenn sie einen Bau Gottes auf ihrem heiligsten Glauben errichten, indem Sie im Heiligen Geist beten.“

„Bruder Roberson, ich muss Ihnen etwas beichten.“

„Bitte, Schwester Kropf.“

„Früher hatte ich große Angst. Ich hatte Angst, dass mein Mann eines Tages aufstehen und die Bettdecke zurückschlagen würde und statt mich mit einem fünf Pfund großen Kropf unterm Kinn vorzufinden, würde er nur einen Riesen-Kropf sehen, der mich total umschlossen hätte, und an der Seite hätte er kleine Arme und Beine. Dann würde er mich völlig angewidert wieder zudecken.

Ich habe ständig mit dieser Angst gelebt – aber diese Angst ist verschwunden! Und noch etwas, Bruder Roberson!“ „Ja, Schwester Kropf?“

„Ich fange an zu glauben, dass ich geheilt bin. Und da ist noch etwas, Bruder Roberson.“ „Ja?“

Macht das Beten in Sprachen süchtig?“

Warum fragen Sie?“, will ich wissen.

„Weil ich jetzt auch abends eine Stunde bete.“

„Machen Sie weiter so, Schwester Kropf. Bis später.“

Ein weiterer Monat vergeht. Jetzt ist es schon über ein Jahr her, dass ich Schwester Kropf kennen gelernt hatte.

Abermals betrete ich die Gemeinde von hinten, da winkt Schwester Kropf mich zu sich.

„Bruder Roberson, haben Sie sich jemals Markus 11,23 und 24 gesehen?“ „Schwester Kropf,“, sage ich, vor einem Jahr habe ich sie bis ins Detail darüber gelehrt, was dort steht!“ „Ich erinnere mich, dass Sie es mir vorgelesen haben, Bruder Roberson, aber warum haben Sie mir nicht erklärt, was es bedeutet?“

„Aber das habe ich doch, Schwester Kropf!“

„Nein, ich glaube nicht.“

„Doch ganz bestimmt!“

„Ich sage Ihnen mal was, Bruder Roberson. Ich bin geheilt. Wollen Sie wissen warum ich geheilt bin? Weil ich glaube, dass ich geheilt bin. Der Heilige Geist hat mir gezeigt, dass ich geheilt bin! Glauben Sie auch, dass ich geheilt bin?“ „Ja, Schwester Kropf, ja!“

Und was ist nun mit Schwester Kropf passiert? Ihr Kropf ist innerhalb einer Woche verschwunden. Sie hatte die Erfahrung gemacht, welche Vorzüge die eigene Erbauung durch das Beten in Sprachen mit sich bringt! Als sie am Gebet festhielt durch die „müdes Kinn, trockener Hals, müde Zunge“-Blockade hindurch, half der Heilige Geist ihr in ihrer Schwachheit, ihre Krankheit hinter sich zu lassen und sich zu erbauen auf ihrem heiligsten Glauben durch das Beten im Heiligen Geist!

Mittwoch, 2. November 2011

Die Sache mit dem Bekenntnis

Ich meine hier mit "Bekenntnis" nicht das Bekenntnis unserer Schuld, sondern das Bekenntnis von Gottes Wort.
Hier eine Andacht von Andrew Wommack



Bekenne Gottes Wahrheit


Johannes 11,14



Daraufhin nun sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben.


Johannes 14,11


Zunächst sprach Jesus davon, dass Lazarus nur schlafen würde, dann aber sagte er ihnen frei heraus, dass Lazarus gestorben sei. Er tat dies, weil für die Jünger in ihrer fleischlichen Gesinnung Tod etwas Endgültiges war, Schlaf aber nicht. Als er sagte: „Lazarus ist gestorben”, schien diese Aussage in direktem Gegensatz zu stehen zu dem, was er eigentlich tun wollte, nämlich Lazarus vom Tod aufzuerwecken. In Vers 15 fügte er jedoch hinzu: „und ich bin froh um euretwillen, dass ich nicht dort gewesen bin, damit ihr glaubt”. Damit bezog er sich darauf, Lazarus vom Tod aufzuerwecken und verwandelte so eine negative Tatsache (den Tod von Lazarus) in ein positives Bekenntnis des Glaubens (die Auferweckung).


In dieser Angelegenheit hat es viel Verwirrung gegeben. Viele Menschen weigern sich einfach, Umstände anzuerkennen oder einfach nur davon zu reden, wenn diese im Gegensatz zu Gottes Verheißungen stehen. Ganz sicher ist es erstrebenswert, nicht ständig über unsere Probleme zu reden; das hat auch eine biblische Grundlage (2 Kön 4,20.26). In diesem Fall vermied es Jesus, für die Beschreibung von Lazarus' Zustand ein Wort zu gebrauchen, das den Herzen der Jünger Angst eingeflößt hätte, aber als sie ihn nicht verstanden hatten, legte er einfach die natürlichen Tatsachen dar.


Ein wahres, positives Bekenntnis leugnet die natürlichen Umstände nicht. Wir weigern uns lediglich, ihnen das letzte Wort zu überlassen! Stattdessen sprechen wir die geistliche, größere Wahrheit aus, so wie Jesus, und folgen damit seinem Beispiel. Es ist also nicht falsch, es einzugestehen, wenn man ein körperliches Problem, beispielsweise eine Krankheit hat, solange wir in ebensolchem oder noch größeren Maße die geistliche Wahrheit anerkennen, dass wir durch seine Wunden heil geworden sind (1 Petr 2,24).


Leugne nicht die Probleme, die du heute in deinem Leben hast, aber verweigere ihnen das Recht, weiterhin in deinem Leben zu existieren, indem du deinen Glauben an Gott und sein Wort bekennst.