Sonntag, 8. November 2009

Kontrollliert Gott alles?

Hier ein Satz von Andrew Wommack, dem ich 100%. zustimme.

"Ich bin der Meinung, dass heutzutage die schlimmste Irrlehre im Leib Christi der Glaube ist, Gott kontrolliere alles"

Wommack spricht hier von einem falschen Verständnis von Gottes Souveränität.

Er sagt dazu folgendes:


"Ich stimme damit überein, dass Gott souverän ist, wenn das Wort souverän so gebraucht wird, wie es im Wörterbuch definiert wird. Das American Heritage Dictionary definiert „souverän“ als „1. unabhängig, 2. den höchsten Rang innehaben oder Vollmacht besitzen, 3. Überlegenheit, höchste Gewalt“. „Souverän“ kommt von einem lateinischen Wort, das „oben, darüber“ bedeutet. Ich stimme mit all diesen Definitionen überein. Gott ist das alles und mehr. Aber religiöse Tradition hat „souverän“ neu definiert, indem sie sagt, dass Gott „absolute Kontrolle“ hat und ausübt. Dem widerspreche ich entschieden!"

In seinem neuen Rundbrief, geht es darum, das hl. Kühe geschlachtet werden müßen, und daß es manchmal unangenehm ist sie zu töten.


Bei einem kürzlichen Gospel Truth Seminar leitete mich der Herr, einer Anzahl von religiösen Traditionen entgegenzutreten, die Gottes Wort seiner Kraft berauben. Das waren schwere Geschütze – selbst für viele eingefleischte Charismatiker! Ich versuchte so sanft wie möglich zu sein, aber letztendlich gibt es keinen sanften Weg, eine heilige Kuh zu schlachten.

Es ist wie bei diesem Mann, der eine Kuh mit einem Holzbein sah. Er war so geschockt, dass er seinen Wagen anhielt, um den Bauern bezüglich dieser Kuh zu befragen. Der Bauer sagte ihm, dass dies eine ganz besondere Kuh sei. Und so erzählte er ihm, dass diese Kuh sein Leben und das seiner Kinder schon mehrmals gerettet habe. Der Mann war beeindruckt, aber das erklärte immer noch nicht, warum die Kuh ein Holzbein hatte. Schließlich schrie der Bauer ihn an: „Du kannst so eine besondere Kuh nicht auf einmal aufessen!“

Im Gegensatz zu der Kuh des Bauers können heilige Kühe nicht schrittweise beseitigt werden. Du musst sie einfach töten und mit den Konsequenzen umgehen. Das ist das, was ich getan habe. Es war kraftvoll. Ich behandelte eine Menge Dinge in dem Seminar, die in diesem Brief aus Platzgründen nicht alle genannt werden können.


Ich möchte echt empfehlen diesen Rundbrief ganz zu lesen.

Samstag, 7. November 2009

Gib dem hl. Geist ein Schwert

Moment mal;
ist es nicht so, daß der hl. Geist uns sein Schwert gibt?
Ist es nicht das Schwert des Geistes, daß er uns gibt?

[Eph 6,17] Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist Gottes Wort!


Ja, das ist wahr, aber ich glaube trotzdem, daß es beides ist.

Gott hat uns durch den hl. Geist sein Wort gegeben.
Jetzt dürfen wir uns so sehen wie sein Wort uns beschreibt.
Wenn wir uns dafür Zeit nehmen schneidet der hl. Geist Finsternis aus unserm Herzen.

Freitag, 6. November 2009

Denn früher waren wir

[Tit 2,14] Der hat sich selbst für uns gegeben, damit er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und sich selbst ein Eigentumsvolk reinigte, eifrig in guten Werken.

[Tit 2,15] Dies rede und ermahne und überführe mit allem Nachdruck! Niemand soll dich verachten!

[Tit 3,1] Erinnere sie, Gewalten Mächten untertan zu sein, Gehorsam zu leisten, zu jedem guten Werk bereit zu sein,

[Tit 3,2] niemand zu lästern, nicht streitsüchtig zu sein, milde , an allen Menschen alle Sanftmut zu erweisen!

[Tit 3,3] Denn einst waren auch wir unverständig, ungehorsam, gingen in die Irre, dienten mancherlei Begierden und Lüsten, führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhaßt, einander hassend.

[Tit 3,4] Als aber die Güte und die Menschenliebe unseres Heiland-Gottes erschien,

[Tit 3,5] errettete er uns, nicht aus Werken, die, in Gerechtigkeit , wir getan hätten, sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes.

[Tit 3,6] Den hat er durch Jesus Christus, unseren Heiland, reichlich über uns ausgegossen,

[Tit 3,7] damit wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, Erben nach der Hoffnung des ewigen Lebens wurden.

Tit 3,3 Denn einst waren wir.....
Das heißt früher waren wir.......
Das war früher unsere Natur. Jetzt sind wir nicht mehr so. Gott der Vater hat uns eine neue Natur gegeben.

Ich will das an einem etwas primitiven Beispiel erklären.
Ein Affe, den wir so dressiert haben, daß er eine Zeitung so vor sich hinhält als ob er sie liest.
Es sieht vielleicht gut aus. aber er ließt nicht wirklich, es ist nicht seine Natur.

Wenn er jetzt durch ein Wunder eine neue, eine menschliche Natur bekommt. dann kann er immer noch nicht lesen, aber er hat die Natur dazu bekommen.

Wenn wir Ihm jetzt das Lesen beibringen wollen , richten wir unsere Aufmerksamkeit nicht mehr auf die äußere Form des "Zeitunghaltens" Wir wecken jetzt ein Verständnis in Ihm, was Lesen wirklich ist.

So ist es mit dem Halten der christlichen Gebote.
Es geht nicht um das äußere Einhalten christlicher Verhaltensregeln.
Es geht darum daß wir lernen unsere innere Natur zu fördern.
Dann kann sie blühen und Frucht bringen.

Wir haben eine neue Natur bekommen,.
Eine Natur, die voll ist mit der Liebe Gottes.
Eine Natur, die Lust hat am Gesetz Gottes.
Eine Natur, die verständig ist, nicht mehr unverständig.
Eine Natur, die ein eingebautes Navigationssystem hat. (mit GPS)

Wir wollen jetzt nicht mehr den Affen dressieren, sondern unsere neue Natur fördern und lernen unserem GPS zu vertrauen.
Das Wesen unserer neuen Natur ist es, daß es in einer ständigen Verbindung mit-Gott Vater, Gott Sohn, und Gott Heiliger Geist- ist

Donnerstag, 5. November 2009

Die wasserdichte Theologie

Die 100%. wasserdichte Theologie gibt es nicht!
Wenn man jetzt die Lehre (Teologie ) mit einem Boot vergleicht, ist es einfach so, daß jedes Boot ein bisschen Wasser hereinlässt. Das ist auch kein Problem.
Denn unsere Aufgabe ist es nicht das Boot 100%. abzudichten.
Wir sollen in das Boot steigen und damit auf "die andere Seite fahren"(Die andere Seite steht für mich für ein Leben der Kraft, ein Leben des Fruchtbringens, ein Leben in dem wir Gemeischaft mit unserem Vater haben, und ein Leben in dem unsere Gebete erhört werden.)

Leider verbringen die meisten Lehrer die ich kenne, ihre Zeit damit, die Boote der anderen und Ihre "Abdichtmetoden" zu kritisieren.
Ich denke, ein Boot sollte so dicht sein, daß es einigermaßen das Wasser raushält. *g*
Dann sollte man sich diesem Boot anvertrauen und auf die andere Seite rudern. ;-)

Ich bin jetzt seit 30 Jahren mit Jesus unterwegs, und saß auch schon in verschiedenen Booten.
Die Boote (verschiedene Theologien) sind ein Mittel zum Zweck und dürfen keine Götzen werden.
Das Ziel ist es unser Leben nahe beim Herzen Jesu zu führen.
Ich habe meine theologische Position beschrieben, aber ich kenne Menschen, die in einem anderen Boot sitzen, die neben mir rudern, oder auch vor mir.

Mir ist klar, daß das Gedanken sind , die nur bestimmte Menschen nachvollziehen können.
Aber ich wollte es einfach mal sagen. :-)

Mittwoch, 4. November 2009

Haso Römer 7

Ich bin Frei!!!!!!!!!!!!!!!






Romans VII: The Law (Liberty)

Abgelegt unter: RomansVII — Haso @ 5:30


Gott ist nicht an dem interessiert, was wir tun. Gott ist an dem interessiert, was wir gerne tun. Was einer tut, sagt noch nichts über ihn aus. Wenn ein Bankdirektor nachts Geld aus dem Tresor holt, kann es sein, dass er ein Dieb ist. Es kann aber auch sein, dass er ein Vater ist, dessen Kind in der Hand eines Geiselnehmers ist. Wenn ein bekannter Politiker sich um eine hilfebedürftige Familie kümmert, kann es sein, dass er ein Menschenfreund ist. Es kann aber auch sein, dass er nur vor laufender Kamera seine Wahlaussichten verbessern will.


Was einer gerne tut, lässt sich nicht befehlen. Mit etwas Strenge können Eltern erreichen, dass ihr Kind den Spinat isst. Sie können nicht erzwingen, dass der Spinat ihrem Kind schmeckt. Mit genügend Radarkontrollen kann die Polizei erreichen, dass ich auf einer nahegelegenen vierspurigen Straße nur 50 fahre. Mit nichts auf der Welt kann sie erreichen, dass diese Schleicherei mir Spaß macht.

Lieben kann man nicht müssen


Gott ist nicht an dem interessiert, was wir tun. Gott ist an dem interessiert, was wir aus Liebe tun. Zur Liebe kann man nicht verpflichtet oder gedrängt werden. Mit Manipulation, Selbstmorddrohung, Eifersuchtsszenen, Bettelei oder Magie gewinnt man nicht die Zuneigung seines Wunschpartners. Zur Liebe kann man nicht mit vorgehaltener Pistole gezwungen werden. Diese Art von “Liebe” nennen wir Vergewaltigung. Liebe kann man auch nicht mit Geld oder anderen Versprechungen kaufen. Solch eine “Liebe” nennen wir Prostitution. Gott ist weder ein Gewaltverbrecher noch ein Freier.


Gott ist nicht an unserem Verhalten interessiert. Gott ist an unserem Herzen interessiert. Deshalb hat er im Neuen Bund die Verpflichtung abgeschafft (Römer 10,4). Er hat lange genug mit ansehen müssen, wozu die Verpflichtung geführt hat: “Dieses Volk ehrt mich mit seinen Lippen, aber ihr Herz ist fern von mir” (Matthäus 15,8). Nun hat Jesus die Verpflichtung ein für allemal aufgehoben (Kolosser 2,14).


Gott ist nicht an unserem Verhalten interessiert. Gott ist an unserem Herzen interessiert. Deshalb hat er uns im Neuen Bund eine atemberaubende Freiheit geschenkt (Galater 5,1), die - so behaupte ich - vielen Christen noch gar nicht bewusst ist. Denn nur auf der Grundlage völliger Freiheit ist völlige Hingabe möglich. Nur wenn einer zu nichts mehr verpflichtet ist und außerdem keine nachteiligen Folgen zu befürchten hat, wird deutlich, wer er wirklich ist. Nur dann kann Liebe sich entfalten.





Gott ist an unserem Herzen interessiert. Wie unser Herz beschaffen ist, zeigt sich in dem, was wir gerne und freiwillig tun. Deshalb gibt Gott uns im “Neuen Bund” völlige Freiheit. (”Neuer Bund” bedeutet: Gott hat durch Jesus seine Beziehung zu uns auf eine völlig neue Grundlage gestellt, die völlig anders ist als alles, was wir sonst auf dieser Welt kennen.) Zu dieser Freiheit gehören zwei Voraussetzungen. (1) Wir sind nicht zu Wohlverhalten verpflichtet. (2) Wir werden nicht verurteilt, wenn wir uns nicht wohlverhalten. Wie man sich diese Freiheit vorstellen kann, zeigt der folgende Vergleich.


Unser Schulsystem ist ein gesetzliches System. Die Schulpflicht sorgt dafür, dass jeder hingeht. Die Zeugnisse sorgen dafür, dass die meisten sich mehr oder weniger Mühe geben. Damit lässt sich einiges erreichen. Aber nicht alles.


Wenn Millionen Kids jeden Morgen zur Schule gehen, bedeutet das nicht, dass Millionen Kids lernwillig und wissbegierig sind. Es bedeutet nicht, dass sie sich voller Begeisterung spannenden Forschungsgebieten zuwenden. Es bedeutet nicht, dass sie für Lehrer und Lehrbücher dankbar sind. Es bedeutet nicht, dass die Schule zu ihren Lieblingsplätzen gehört. Es bedeutet nur, dass sie sich fügen. Mehr lässt sich staatlicherseits nicht verordnen. Diese Verordnung hat ihre Schattenseiten: Lernstress, Prüfungsangst und persönliche Krisen derer, die scheitern.


Nun stellen wir uns folgendes Szenario vor. Am Beginn eines neuen Schuljahres tritt der Lehrer vor die Klasse und teilt den Schülern mit: “Wir haben unser Schulsystem völlig reformiert.” Das neue System sieht so aus: Die Schüler bekommen schon am ersten Tag ihr Zeugnis. In diesem Zeugnis steht eine Gesamtzensur: “Sehr gut.” Der Lehrer informiert: “Die Note ist endgültig. Sie wird euch nie wieder aberkannt werden. Ihr müsst auch nicht jeden Tag hier erscheinen. Es gibt keine Tests und Prüfungen. Ihr habt es bereits geschafft, bevor ihr angefangen habt. Nun liegt es an euch, was und wieviel ihr lernen wollt.”


Wie würde das in der Schule ausgehen? Einige würden vermutlich nie wieder ihre Klasse betreten. Andere würden es nicht glauben und ängstlich darauf warten, wo der Haken bei der Sache ist. Aber für diejenigen, die gerne lernen, wäre es das beste Jahr, das sie je hatten.


Genau solch eine Systemreform hat Gott mit dem Neuen Bund vollzogen. Der Alte Bund entsprach unserem gegenwärtigen Schulsystem. Die Menschen waren verpflichtet, das Gute zu tun. Am Ende stand der Test und das Zeugnis (Urteil). Der Neue Bund entspricht der eben beschriebenen utopischen Schulreform. Gott stellt dem, der zu Jesus kommt, bereits am ersten Tag das Zeugnis aus (oder fällt das Urteil): “Gerecht.” Das ist in seiner Welt die Entsprechung zu “Sehr gut”. Diese Note wird nie wieder zurückgenommen oder geändert werden. “Es gibt keine schlechte Zensur für die, die in Christus Jesus sind” (Römer 8,1). Kein Lernstress, keine Prüfungsangst, kein Durchfallen oder Sitzenbleiben.


Gottes Reich ist allem völlig entgegengesetzt, was du von dieser Welt kennst. Bei uns geschieht alles in dieser Reihenfolge: erst die Leistung, dann die positive Beurteilung. Bei Gott ist es entgegengesetzt: erst die positive Beurteilung, dann die Freiheit. Gott “spricht den Gottlosen gerecht” (Römer 4,5). Der “Gottlose” hat noch nichts Gutes getan, und ist doch schon völlig okay. Er hat noch nichts gelernt und doch schon sein Zeugnis in der Tasche. Die Gesamtnote über sein Leben steht bereits fest, wenn er mit Jesus an den Start geht.


Jetzt ist er frei. Er kann herausfinden, was er wirklich tun möchte. Jetzt kann sein Herz sich zeigen.


Fortsetzung folgt.



Dienstag, 3. November 2009

Noch einmal Spurgeon über Glauben




C.H.Spurgeon
"Stark im Glauben."
Röm 4,20.

Christ, habe wohl acht auf deinen Glauben; denn bedenke, dass der Glaube der einzige Weg ist, auf dem du Gnade und Segen empfangen kannst. Haben wir ein Bedürfnis nach göttlichen Segensgaben, so sind sie allein dem Glauben erreichbar. Das Gebet erlangt keine Erhörung vor dem Throne Gottes, es sei denn das ernstliche Gebet des Gläubigen. Der Glaube ist der himmlische Botschafter zwischen der Seele und dem verherrlichten und verklärten Herrn Jesus. Fehlt uns dieser Bote, so können wir weder unsre Gebete emporsenden, noch können wir von oben Erhörung empfangen. Der Glaube ist der Telegraphendraht, der zwischen Erde und Himmel ausgespannt ist und welchen Gottes Liebesverheißungen so schnell durchlaufen, dass, ehe wir rufen, so antwortet Er, wenn wir noch reden, so hört Er uns. Wenn aber diese telegraphische Verbindung zerrissen ist, wie können wir dann noch die Verheißung empfangen? Bin ich etwa in großer Trübsal? Ich kann Hilfe empfangen in meiner Not durch den Glauben. Werde ich vom Feinde bedrängt? Meine Seele findet eine sichere Zuflucht und Schutzwehr bei Ihm durch den Glauben. Nimm aber den Glauben weg, so schreie ich umsonst zu Gott. Es ist sonst keine Straße mehr zwischen meiner Seele und dem Himmel. Im tiefsten Winterfrost ist der Glaube eine Straße, auf welcher die feurigen Rosse des Gebets laufen können, und zwar umso besser, je ärger die Kälte schneidet; lasst euch aber einmal die Straße versperren und seht dann, wie ihr noch mit dem großen König verkehren könnt? Der Glaube verknüpft mich mit der Gottheit. Der Glaube kleidet mich mit der Kraft des Herrn. Der Glaube führt die Allmacht Jehovahs in meinen Dienst. Der Glaube nimmt jede göttliche Eigenschaft zu meinem Schutz und Schirm in Anspruch. Er steht mir bei im Kampf gegen die höllischen Mächte. Er führt mich siegreich über die Leichen meiner Feinde. Wie aber kann ich ohne Glauben irgend etwas vom Herrn empfangen? "Wer da zweifelt, der ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebt wird; solcher Mensch denke nicht, dass er etwas von dem Herrn empfangen werde!" Darum, o Christ, wache sorgsam über deinen Glauben, denn durch ihn kannst du alles erlangen, und seist du auch noch so arm; aber ohne denselben bekommst du nichts. "Wenn du könntest glauben! Alle Dinge sind möglich dem, der da glaubt."







C.H.Spurgeon
Die Sünde des Unglaubens.
"Er zweifelte nicht ... und wusste aufs allergewisseste, dass,
was Gott verheißt, das kann er auch tun." Röm 4,21.

An der Liebe und Freundlichkeit Gottes zu zweifeln, wird von vielen für eine unbedeutende Sünde erachtet; in der Tat haben sogar manche die Zweifel und Befürchtungen der Kinder Gottes als Früchte des Gnadenstandes, als Beweise weiter Förderung in der inneren Erfahrung gerühmt. Aber an der Güte, an der Treue, an der Liebe Gottes zu zweifeln, das ist eine verabscheuungswürdige Beleidigung. Das kann doch keine geringe Sünde sein, die Gott zu einem Lügner macht? und doch tut das der Unglaube in Wahrheit, denn er schleudert falsche und verleumderische Verdächtigungen gegen die Wahrhaftigkeit des Heiligen in Israel. Das kann keine geringe Missetat sein, welche den Schöpfer Himmels und der Erde des Meineides beschuldigt; und wenn ich Seinem Eid keinen glauben schenke und Misstrauen in Seine Verheißungen setze, die mit dem Blute seines eingeborenen Sohne besiegelt sind, so erachte ich die eidliche Zusage Gottes meines Vertrauens nicht wert; und so klage ich in Wahrheit den König des Himmels der Untreue an Seinen Bund und Eide an. Zudem ist der Unglaube gegen Gott die Quelle unzähliger Sünden. Gleichwie die dunkle Wolke ein Born vieler Regentropfen ist, so ist ein finsterer Unglaube der Vater vieler Missetaten. Er ist eine Sünde, die jeder Gläubige verabscheuen, wogegen er aus aller Macht ankämpfen, die er womöglich unterdrücken sollte, und die der Gegenstand unserer ernstesten Reue und unseres tiefsten Abscheues sein sollte.

Montag, 2. November 2009

Die Braut Jesu

Hier sind 2 kleine Andachten von Spurgeon.

Am besten ein paar mal lesen und auf das Herz einwirken lassen. :-)

Hohelied

C.H.Spurgeon
"Du bist allerdings schön, meine Freundin."
Hl 4,7.

Es ist zum Staunen, wie der Herr seine Braut-Gemeinde bewundert; seine Schilderung ihrer Schönheit ist warm und glühend. Sie ist nicht nur schön, sondern allerdings schön. Er schaut sie in Ihm selber, denn Er hat sie abgewaschen in seinem sündenversöhnenden Blut und sie gekleidet in das Verdienst seiner Gerechtigkeit, und Er schauet sie an, und rühmt sie, wie sie voller Anmut und Lieblichkeit sei. Kein Wunder, dass dies also geschieht, weil Er ja in ihr nur seine eigene Vortrefflichkeit bewundert; denn die Heiligkeit, Herrlichkeit und Vollkommenheit seiner Gemeinde sind nichts anders als seine eigenen herrlichen Kleider, womit Er seine innig geliebte Braut schmückt. Sie ist nicht nur rein und wohlgestaltet; sie ist wahrhaft lieblich und schön! Sie hat wirkliche Vorzüge! Ihre Sündenmängel sind völlig geheilt und spurlos verschwunden; aber noch mehr, sie hat durch den Herrn eine Gerechtigkeit voller Tugend empfangen, durch welche ihr eine wirkliche Schönheit zu eigen geworden ist. Gläubige Seelen haben eine tatsächliche Gerechtigkeit, die ihnen geschenkt wird, wenn sie "angenehm gemacht sind in dem Geliebten." Auch ist die Braut-Gemeinde nicht allein lieblich, sondern sie ist über alles liebenswürdig. Ihr Herr nennt sie: "Du Schönste unter den Weibern." Sie besitzt eine wahrhaftige Würde und Herrlichkeit, die von keinem Adel und keinem königlichen Ansehen der Welt erreicht wird. Wenn der Herr Jesus seine Braut gegen alle Königinnen und Kaiserinnen der Erde vertauschen könnte, ja, selbst gegen alle heiligen Engel im Himmel, Er würde es nicht tun, denn sie zuerst und vor allem nennt Er die "Schönste unter den Weibern." Sie ist der Mond, der alle Sterne überstrahlt. Auch ist's nicht eine Ansicht, der Er sich schämt, denn Er ruft alle Welt auf, dass sie es vernehmen solle. Er setzt ein "Siehe" davor, einen besondern Ausruf der Bewunderung, der die Aufmerksamkeit erregen und fesseln soll: "Siehe, meine Freundin, du bist schön, siehe, schön bist du." Er bezeugt und verkündigt schon jetzt seine Meinung, und einst wird Er vom Throne seiner Herrlichkeit, herab es vor der ganzen versammelten Welt bekräftigen. "Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters," wird seine feierliche Bestätigung der Schönheit und Lieblichkeit seiner Auserwählten alsdann lauten, "ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt."


C.H.Spurgeon
"Und ist kein Flecken an dir."
Hl 4,7.

Nachdem der Herr seine Brautgemeinde gepriesen und ihre Schönheit bezeugt hat, bestätigt Er sein Lob noch durch eine köstliche Bewahrung gegen jeden Tadel: "Und ist kein Flecken an dir." Gleichsam als ob dem Freunde der Gedanke durch den Sinn gegangen wäre, die argwöhnische Welt könnte vermuten, Er hätte nur ihre Reize beschrieben, aber alles mit Stillschweigen übergangen, was etwa Fehlerhaftes oder Tadelnswertes an ihr zu finden wäre. Darum fasst Er alles in das Lob ihrer unübertrefflichen, tadellosen Schönheit und in die Abwehr auch des allerleisesten Tadels zusammen. Ein Flecken kann leicht beseitigt werden, und stört am allerwenigsten von allen Mängeln den vollen Genuss der Schönheit, aber auch von diesem leisen Tadel ist der Gläubige in den Augen seines Herrn frei. Wenn Er gesagt hätte, es ist keine hässliche Runzel, keine entstellende Missgestalt, keine tödliche Eiterbeule an ihrem ganzen Wesen, so wäre das schon genug gewesen, um unsre ganze Bewunderung zu reizen; wenn Er aber bezeugt, dass sie auch vom allergeringsten Flecken frei ist, so sind alle jene gröbern Ursachen des Tadels zum voraus ausgeschlossen, und die Größe der Bewunderung wird noch erhöht. Wenn Er verheißen hätte, Er wolle nach und nach alle Flecken beseitigen, so hätten wir in alle Ewigkeit Ursache zur Freude gehabt; wenn Er aber davon spricht als von etwas schon Geschehenem, wer könnte da noch den lebhaftesten Empfindungen der Wonne und höchsten Befriedigung widerstehen? O, meine Seele, hier ist Mark und Fett für dich; iß dich satt, und erlabe dich an königlichen Leckerbissen.

Jesus Christus hat keinen Streit mit seiner Brautgemeinde. Sie irrt oft von Ihm ab und betrübt seinen Heiligen Geist, aber Er lässt nicht zu, dass ihre Fehler seine Liebe beeinträchtigen. Er straft zuweilen, aber stets nur in der liebevollsten Weise, in der gütigsten Absicht; sie heißt auch dann noch stets: "Meine Freundin." Er gedenkt unsrer Torheiten nie, Er hegt keine argen Gedanken von uns, sondern Er vergibt und liebt nach der Beleidigung ebenso herzlich, wie vorher. Wie gut ist's doch für uns, dass es so ist, denn wenn der Herr Jesus so hartnäckig an jede Beleidigung gedächte, wie wir, wie könnte Er uns noch lieb haben? Manchmal übernimmt den Gläubigen ob seiner schweren Lebensführung der Unmut, aber unser lieber Herr kennt unser albernes Herz zu gut, als dass Er sich durch unsre Unarten erzürnen ließe.