Montag, 23. März 2009
Heilstatsachen
Unser innerstes Wesen, -die Bibel nennt es unseren Geist,- wird neu gemacht.
[2Kor 5,17] Daher, wenn jemand in Christus ist, so ist er eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Vielleicht denkt jetzt jemand "Ich fühle mich aber nicht neu". Die Gefühle sind auch nicht neu geworden. Dein Körper ist auch nicht neu geworden, Auch deine Gedanken sind nicht sofort neu geworden.
Was ist dann neu geworden? Unser Geist! Er wurde völlig neu, und wurde eins mit Jesus.
[1Kor 6,17] Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.
In meinem Geist lebt Jesus In meinem Geist ist das Wort Gottes eingepflanzt. Jetzt gilt es, dieses Wort in meiner Seele zu empfangen.
Sanftmütig zu empfangen:-) Das heißt ohne Wieder spruch.
"Gott sagt ich bin neu und ich glaube es."
[Jak 1,21] Deshalb legt ab alle Unsauberkeit und das Übermaß der Schlechtigkeit, und nehmt das eingepflanzte Wort mit Sanftmut auf, das eure Seelen zu erretten vermag!
Montag, 16. März 2009
Freiheit! Freiheit! Freiheit! Ich bin Frei!
Es ist eine Auslegung von Römer 7.
Wenn mann das ganze markiert, kopiert und in ein Textdokument einfügt, kann man es sehr gut drucken.
Ich kenne einige Christen, die durch dieses Büchlein in eine neue Tiefe und Freiheit gekommen sind.
Donnerstag, 12. März 2009
Rezept für ein glückliches Leben
Ich glaube nicht, daß es das gibt.
Aber es gibt eine Grundhaltung die wir verändern können.
Hier ein paar Sätze aus einem Rundbrief von Andrew Wommack,
Wenn wir nicht so sehr in uns selbst verliebt, so stolz und ichbezogen wären, dann würden wir nicht so empfindlich auf die Dinge reagieren, die uns gegen den Strich gehen. Tatsächlich steckt nur unsere Eigenliebe dahinter.
Es gehört mit zu den befreiendsten Erfahrungen überhaupt, einen anderen mehr zu lieben als sich selbst.
Montag, 9. März 2009
Soziale Gerechtigkeit
Hiob und soziale Gerechtigkeit
Storch schreibt heute über soziale Gerechtigkeit. Ein wichtiges Thema, auch wenn sich das noch nicht in allen christlichen Kreisen herumgesprochen hat. In diesem Jahr hat die Evangelische Allianz in ihrem Gebetswochenprogramm neben “herkömmlichen” Gebetsanliegen auch “Millenniumsziele” der Vereinten Nationen aufgenommen:
(1) Beseitigung von extremer Armut und Hunger
(2) Grundschulausbildung für alle
(3) Gleichberechtigung und Förderung von Frauen
(4) Senkung der Kindersterblichkeit
(5) Gesundheit der Mütter
(6) Erfolg im Kampf gegen Malaria, AIDS und andere schwere Krankheiten
(7) Einsatz für die Umwelt
(8) Weltweite Partnerschaft für Entwicklung
Mit der Micha-Initiative (nach Micha 6,8) hat die Weltweite Evangelischen Allianz hierzulande leider nicht nur Zustimmung ausgelöst. Einige fromme Gemüter fanden alsbald in sich die Besorgnis vor, jetzt würden auch die Evangelikalen auf dergleichen “liberale” Züge aufspringen. Solche Reaktionen zeigen: Deutschland ist noch nicht “voll Erkenntnis des Herrn wie Wasser das Meer bedeckt” (Jesaja 11,9) - denn diese Erkenntnis besteht unter anderem darin, “dem Elenden und Armen zum Recht zu verhelfen” (Jeremia 22,16).
So mag es nützlich sein, einige weitere Blicke in das Buch Hiob zu werfen. Wir finden in ihm eine “ganzheitliche” Sicht, die uns helfen kann.
Der Verlust des Schalom
Der “normale”, von Gott gewollte Zustand eines Menschen ist “Schalom” (Friede). Schalom bedeutet umfassendes Wohlergehen, Freiheit von jeder Beeinträchtigung. “Ungerecht” ist deshalb jeder Zustand, der einem Menschen diesen Schalom in einem Bereich seines Lebens raubt oder vorenthält.
Hiob erlebte (in den ersten Kapiteln) eine Zerstörung dieses Schalom in jedem Bereich seines Lebens. Zuerst - lange vor der eigentlichen Katastrophe verlor er den Schalom in seinen Gedanken (Hiob 3,25; vgl Hiob 1,5; im Englischen treffend als “peace of mind” bezeichnet). Durch Furcht ging es Hiob nicht gut, bevor es ihm schlecht ging. Schalom schließt seelisches Wohlergehen ein.
Als nächstes verlor Hiob den sozialen Schalom. Nachbarvölker wie die “Sabäer” (Hiob 1,14-15) und die “Chaldäer” (Hiob 1,17), mit denen er lange in Frieden gelebt hatte, fielen über seine Herden her und raubten sie. Außerdem wurde der Schalom mit der Umwelt zerstört. Die Elemente (”Feuer Gottes” in Hiob 1,16; zerstörerische Winde in Hiob 1,18-19) wandten sich gegen ihn. Die Folge war der Verlust des materiellen Schalom. Sein Besitz wurde ihm genommen. Hiob wurde arm.
Gleichzeitig verlor er den familiären Schalom. Seine Kinder kamen um (Hiob 1,18-19). Die Beziehung zu seiner Frau war zerrüttet (Hiob 2,9-10). Satan tastete seine körperlichen Schalom an und schlug ihn mit einer schlimmen Krankheit (Hiob 2,7).
Die Zerstörung des gemeindlichen Schalom kam hinzu, als seine besten (Glaubens-)Freunde begannen, ihn religiös zu verurteilen und zu bearbeiten. Und schließlich erlitt er den Verlust des Schalom mit Gott, als sein Vertrauen in Gott erschüttert wurde und er sich von ihm ungerecht behandelt und verstoßen fühlte.
In jedem dieser Bereiche ist “Schalom” der Zustand, der dem Reich Gottes entspricht. Es ist biblisch nicht legitim, einen dieser Bereiche auf Kosten anderer zu “monopolisieren”. Wer sich nur für den “Frieden mit Gott” oder nur für “Frieden mit der Schöpfung” engagiert, verkürzt die biblische Sicht.
Viele Faktoren
Bei Hiob können wir erkennen, wie viele unterschiedliche Faktoren diesen “ungerechten” Zustand hervorgebracht haben. Beteiligt sind “übernatürliche” Personen und Kräfte. Gott selber ist in der Geschichte involviert (ohne dass ich hier auf Fragen eingehen möchte, die an anderer Stelle gerade diskutiert werden). Eindeutig wird Satan als Verursacher von “Ungerechtigkeit” identifiziert. Aber es gibt weitere Faktoren:
(1) Soziale Faktoren. Wenn Historiker oder Soziologen genügend Informationen bekämen, könnten sie möglicherweise erklären, aufgrund welcher sozialer Bedingungen gerade in dieser Zeit nomadische Raubzüge zunahmen.
(2) Umweltfaktoren. Das Auftreten von Gewittern und Orkanen hat auch meteorologische Ursachen.
(3) Gesundheitliche Faktoren. Wahrscheinlich würde die heutige Medizin bei Hiob Viren oder ähnliche Krankheitserreger feststellen.
(4) Mentale Faktoren: Hiobs Furcht beeinträchtigte sein Leben schon vor der Fremdeinwirkung.
(5) Theologische Faktoren. Die Weltsicht seiner Freunde führte dazu, dass sie ihn ungerecht behandelten.
(6) Der Faktor Sünde. Die raubenden Banden (die Imperialisten der damaligen Welt), die eigenen Kinder (Hiob 1,5 ?), die Freunde (Hiob 42,7-8), und letztlich auch er selbst (Hiob 42,6) hatten jeweils Schuldanteile an der Gesamtsituation.
Deshalb ist es in Bezug auf Situationen von “Ungerechtigkeit” auf unserer Welt wichtig, nicht monokausal zu denken. Es ist nicht allein die “Bekehrung” oder der “Glaube”, der alles zurecht bringt. (”Komm zu Jesus, und er löst alle deine Probleme.”) Aber es ist auch nicht allein die gesellschaftliche Veränderung, die alles zum Guten führt. (Gerechtere soziale Verhältnisse und Bereitschaft zum Teilen würden viele Leute nicht aus der Armutsspirale herausholen, weil sie in ihrem Denken “arm” sind.)
Ganzheitlicher Einsatz für Gerechtigkeit
Einsatz für Gerechtigkeit rechnet mit allen diesen Faktoren und begegnet ihnen auf allen Ebenen.
(1) Gebet. Letztlich wendet Gott das Schicksal von Menschen (Hiob 42,10).
(2) Geistlicher Kampf. Dämonische Kräfte sind nicht nur in Menschen, sondern auch in Strukturen und Verhältnissen am Werk.
(3) Individuelle praktische Hilfe. Medizin, Beratung, rechtlicher Schutz, materielle Hilfe, Ausbildung und vieles mehr.
(4) Individuelle übernatürliche Hilfe. Menschen brauchen Heilung, Befreiung, Versöhnung mit Gott und untereinander, übernatürliche Führung, Versorgung und Situationsveränderung. Ihr Denken braucht Erneuerung, damit sie aus ihrer “Opferrolle” heraustreten können oder Zuversicht bekommen können, dass mit Gott etwas geht, wo scheinbar gar nichts geht.
(5) Liebe und Solidarität. Zuwendung und gemeinsames Bewältigen, wo im Moment die äußere Veränderung (noch) nicht möglich ist.
(6) Einsatz für gerechte Verhältnisse und Strukturen. Dazu gehören politisches Engagement, Bürgerinitiativen, wissenschaftliche Forschung (z.B. Medikamente gegen AIDS, umweltverträgliche Technologien), Fair Trade und vieles mehr.
Die “ganze Gemeinde”
Wir alle brauchen ein Bewusstsein für die umfassende Verheißung des Reiches Gottes. Keiner von uns sollte sich das Vorrecht entgehen lassen, ein Agent von Gottes Gerechtigkeit und Schalom auf dieser Erde zu sein. Christen und Gemeinden, die diese ganzheitliche Sicht nicht haben, berauben andere und sich selbst. (Man kann das Gebot, seinen Nächsten zu lieben “wie sich selbst” auch so interpretieren: wer seinen Nächsten liebt, liebt sich selbst. Auf Dauer gibt es keinen anderen Weg, glücklich zu werden, als sich für den Schalom des Nächsten zu engagieren.)
Andererseits kann und soll nicht jeder alles machen. Deshalb gehört jenes Totschlagargument begraben, mit dem Christen anderen, die etwas tun, vorwerfen, dass sie nicht auch etwas ganz anderes tun. Christen, die ihre Stärke in der Evangelisation haben, werfen sozial engagierten Christen gern vor, sich nicht um “die Seele” zu kümmern. Christen, die sich sozial engagieren, werfen evangelistisch engagierten Christen gern vor, sich nur um “die Seele” zu kümmern. Warum begreifen sich beide nicht gegenseitig als Teil eines Ganzen? Warum lernen sie nicht voneinander? Warum inspirieren sie sich nicht gegenseitig? Warum segnen sie sich nicht gegenseitig?
Nachtrag
Ich begegne immer wieder dem Verdacht, Calling All Nations (am 15. Juli im Berliner Olympiastadion) sei ein weiteres christliches Wohlfühl- und Selbstbefriedigungs-Großereignis. Deshalb sei kurz folgendes erwähnt. Noel Richards (der Initiator) hat kürzlich auf einem Trägerkreistreffen noch einmal sehr deutlich gemacht, dass Anbetung ohne Einsatz für die Armen und soziale Gerechtigkeit nicht geht. Wenn das Ereignis im Stadion nicht dahin führt, dass Christen diesen Teil ihrer Berufung verstärkt erkennen und praktizieren, wäre sein Anliegen nicht wirklich in Erfüllung gegangen. Klärt das einige Missverständnisse?
Samstag, 7. März 2009
Haben wir Charismatiker mehr im Schaufenster als in der Wirklichkeit?
Haben wir Charismatiker mehr im Schaufenster wie in der Realität?
Ich hörte einmal in einer Predigt diesen Ausspruch, Ich dachte viel darüber nach, und zum Teil verstehe ich ihn.
Ich denke, das ist auch ein kleines Missverständniss.
Wir glauben die Heilswahrheiten Gottes, auch wenn sie in dieser Realität noch nicht sichtbar sind.
Beispiel:
[1Jo 3,9] Jeder, der aus Gott geboren ist, tut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht sündigen, weil er aus Gott geboren ist.
Hier redet die Bibel von unserer neuen Natur, von unserem Geist.
In meinem Geist bin ich eine vollig neue Schöpfung.Dort habe ich den Sinn Christi,
dort bin ich eins mit Jesus.
In meinem Geist ist die gleiche Kraft wirksam, die Jesus von den Toten auferweckt hat.Eph1,19-20.In meinem Geist lebt nicht mehr mein altes Ich, das ist gestorben. Gal2,19
Was ich aber noch in diesem Leben lebe, das lebe ich im Glauben.
Meine Seele muß noch errettet werden indem ich das in mir eingepflanzte Wort (in meinem Geist)mit Sanftmut empfange(in meinem Herzen).Jak.1,21.
Wir haben also diese Dinge nicht im Schaufenster, sondern wir wollen sie im Glauben ergreifen.
Wir wollen das was in unserem Geist bereits Tatsache ist, in unseren praktischen Leben erfahren.
Darum danken wir Gott im Glauben für die Heilstatsachen, singen Lieder, daß wir eins mit Jesus sind.
oder wir singen daß er uns Schönheit statt Asche gab, Jes.61,3 (Auch wenn wir einen Hängebauch haben.:-))
Hier sind noch viele Heilstatsachen, von denen wir glauben, daß viele davon uns gehören, egal was wir tun.
Sie gehören einfach uns, weil sie uns am Kreuz geschenkt sind.
Freitag, 6. März 2009
Nicht ich sondern Jesus
Das Geheimnis des Christenlebens
Viele Christen haben diese drei Verse missverstanden, nicht so sehr Kolosser 3:4, dafür aber umso mehr Philipper 1:21 und Galater 2:20. Wenn Paulus im Philipperbrief sagt: „Zu leben ist für mich Christus“, so ist dies für ihn eine Tatsache, es ist seine Wirklichkeit.
Die Kinder Gottes unterliegen heute aber vielfach einem großen Missverständnis:
Sie betrachten das, was bereits Tatsache ist, als ein erst zu erreichendes Ziel. Sie denken, ein Christ habe sein Leben darauf auszurichten, bis er bei jenem „zu leben ist für mich Christus“ angelangt ist.
Danach strecken sie sich aus. Das ist ihr Ziel, dem ihr ganzes Bemühen und Hoffen gilt.
Ohne Christus kein Leben
Wenn Paulus bekennt: „Zu leben ist für mich Christus“, spricht er nicht etwa von einem Ziel, das er erst nach einer langen Reihe von Jahren voller Prüfungen und vom Herrn verordneter Lektionen erreichen konnte.
Nein, so hat er es nicht ausgedrückt. Vielmehr sagt er, dass das Leben, das er lebt, für ihn nichts anderes als Christus ist, und dass er ohne Christus überhaupt nicht leben kann.
Dies ist seine Wirklichkeit, nicht sein Ziel. Dies ist das Geheimnis seines Lebens, nicht seine Hoffnung. Zu leben ist für ihn nur Christus. Er lebt, doch nun nicht er, sondern Christus lebt in ihm.
Ein häufiges Missverständnis von Galater 2:20
Galater 2:20 ist einer der am häufi gsten zitierten Verse. Wir sollten alle Neubekehrten ermutigen, ihn auswendig zu lernen und gut in Erinnerung zu behalten.
Danach sollten wir sie aber auch darauf aufmerksam machen, dass dieser Vers noch
häufiger missverstanden wird als Philipper 1:21.
In der Tat ist die Zahl der Christen, die sich Galater 2:20 zu ihrem Ziel bzw. zu ihrem Maßstab gemacht haben, dem sie nun gerecht werden wollen, noch um vieles größer. Sie sind mit viel Beten, Flehen, Sehnen und Hoffen vor dem Herrn, um doch einmal zu diesem Punkt zu gelangen:
„Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.“
Ich möchte euch eine Frage stellen. Ist Galater 2:19-20 eine Hoffnung, die wir haben, ein Ziel, das wir erreichen sollen, und ein Maßstab, dem wir genügen müssen?
„Ich bin mit Christus gekreuzigt. Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir“, verstehen viele Menschen als ein Ziel, das sie eines Tages zu erreichen hoffen.
Sie haben nicht gesehen, dass dieses Wort uns den Weg Gottes zum Überwinden zeigt, dass hier also von einem Weg und nicht von einem Ziel die Rede ist. Nicht, dass ich etwas tun müsste, um zu leben oder lebendig zu werden, vielmehr ist es Christus,
der in mir lebt. Für viele Christen aber ist Galater 2:20 eine Hoffnung.
Jedes Mal, wenn sie diesen Vers lesen, werden sie mit neuer Hoffnung erfüllt.
Ich habe viele Menschen beten hören – und wenn ich mich recht erinnere, fasteten manche sogar dafür –, dass sie doch endlich mit Christus gekreuzigt würden und dass der Tag kommen möge, an dem nicht mehr ihr Selbst, sondern Christus in ihnen
lebe.
So ist Galater 2:20 für viele zu einem Ziel geworden, auf das sie ihre ganze Hoffnung ausrichten. Nach meiner Erfahrung aber, nach allem, was ich bis jetzt gesehen habe, könnte ich auch nicht einen einzigen Menschen nennen, der dieses Ziel seiner Hoffnung erreicht hätte.
Niemand hat es erreicht, weil es nämlich gar kein Ziel ist.
Wenn du es doch als ein Ziel betrachtest und dich abmühst, es zu erreichen, wirst du keinen Erfolg haben.
Dein Wunsch, mit Christus gekreuzigt zu werden, damit nicht mehr du lebst, sondern er in
dir, wird dir niemals die Gewissheit geben, ob und wann, in welchem Jahr und Monat es auch wirklich einmal mit dir geschieht oder wie lange du noch darauf hoffen musst; einfach deshalb, weil das, worauf du hoffst, längst geschehen ist.
Galater 2:20 ist nicht ein Ziel, das man sich setzen könnte, auch nicht ein höchster Maßstab, dem man irgendwann einmal gerecht werden würde, wenn man sich nur mit allen seinen Kräften darum bemühte.
Galater 2:20 ist ein Lebensgeheimnis.
Der Weg des Überwindens: Austausch meines Lebens gegen das Leben Christi
Was meinen wir mit „Lebensgeheimnis“? Wir können es auch als einen Weg bezeichnen, den Weg des Überwindens. Es ist nicht ein Ziel, sondern eine feststehende Tatsache, ein Weg.
Verwechseln wir also nicht diese Tatsache, unsere Wirklichkeit, mit einem Ziel. Der Herr zeigt uns hier das Wunder seiner Gnade, den Weg des Überwindens, die Lösung für uns alle, die wir versagt haben.
Er zeigt uns den Weg, wie alle Unreinen rein, alle Gewöhnlichen heilig, alle Irdischen himmlisch, alle Fleischlichen geistlich werden können. Das ist nicht ein Ziel, sondern ein Weg, der darin besteht, dass dein Leben gegen das Leben Christi ausgetauscht
wird.
Wie er an deiner statt für dich starb, so lebt er jetzt auch an deiner statt. Wenn ihr den
Herrn am Kreuz seht, dann seht ihr auch, dass er an eurer statt eure Sünden trägt, dass er für euch gestorben ist, damit ihr nicht sterben müsst, dass eure Sünden euch vergeben sind und ihr nicht ins Gericht kommt.
Was uns Paulus hier sagt, ist Folgendes: Christus lebt in mir, und infolgedessen brauche nicht mehr ich zu leben. So einfach ist das.
Weil er in mir lebt, brauche ich nicht mehr selbst zu leben.
Wie er am Kreuz an meiner statt starb, so lebt er heute auch in mir an meiner statt. Das ist das Geheimnis des Sieges, der Weg des Überwindens.
Das ist das Geheimnis von Paulus. Er sagt nicht, er hoffe, eines Tages nicht mehr zu leben, oder er hoffe, Christus in sich leben zu lassen, sondern er sagt:
„Ich lebe, aber nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir.“
Deshalb ist es mein Wunsch, die Neubekehrten mögen viel, viel beten, dass ihnen der
Herr Licht gebe und sie dies sehen: Christus kann tatsächlich in uns Menschen leben, und daher brauchen wir nicht länger selbst zu leben.
Als ich zum ersten Mal hörte, dass ich nicht mehr zu sterben brauche, war dies für mich ein wunderbares Evangelium.
Aber ich sage euch – und in Zukunft solltet auch ihr dies den Neubekehrten erklären:
Nicht mehr selbst leben zu müssen, ist ein ebenso wunderbares Evangelium."