Sonntag, 10. Januar 2010
Glaube der funktioniert
Kann man einen Glauben lernen der Kranke heilen und Tote auferwecken kann?
Wir können lernen besser mit unserem Herrn zusammenzuarbeiten, dann werden sich viele Fragen über Glauben von selber lösen.
Wir müßen lernen auf Gott zu hören.
Pin-Tan-Glaube
Freitag, 8. Januar 2010
Hier die Seite.
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Das Wort Gottes erleben
Im Wort Gottes finden wir nicht nur geistige Nahrung und Fakten, sondern es enthält auch eine Kraft die fähig ist unser Leben von Grund auf zu verändern. Deshalb ist der Teufel auch besonders daran interessiert, dass wir niemals die wahre Natur dieses Wortes entdecken. Um sie dennoch zu erleben müssen wir unbedingt mit Gottes Wort so umgehen, wie ER es beschrieben hat.
Spr.4,23 Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.
Von unserem Herzen geht das Leben aus. Deshalb werden wir wahres Leben erleben, wenn unser Herz damit gefüllt ist. Die wahre Veränderung geschieht also erst einmal in der unsichtbaren Welt.
Heute wird es darum gehen dass es möglich ist, sein Herz zu verändern und darauf Einfluss zu nehmen, ja es ist sogar unsere Verantwortung. WIR sollen unser Herz mehr als alles andere bewahren, weil sonst unsere Umstände unser Leben bestimmen werden. Dann haben wir keine Chance auf ein siegreiches Leben. Der Schlüssel, um wahre Veränderung in unserem Herzen zu sehen, liegt in unserem Umgang mit dem Wort Gottes.
Spr.4,20-22 Mein Sohn, achte auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden! Lass sie nie von deinen Augen weichen, bewahre sie im Innersten deines Herzens! Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem ganzen Leib. Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus. Tue hinweg von dir die Falschheit des Mundes, und verdrehte Reden seien fern von dir!
Viele Stellen in der Bibel weisen uns darauf hin, dass das Wort in unser Herz eindringen muss. Es ist wichtig, dass es Gottes Worte sind, und dass wir sie aktiv aufnehmen. Wir sollen die Worte die wir gefunden haben, nicht wieder loslassen.
Jos.1,8 Lass dieses Buch des Gesetzes (Thora) nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin (andere Übers.: Sinne darüber nach) Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was darin geschrieben steht; denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen, und dann wirst du weise handeln!
Wenn man diesen Vers von hinten her betrachtet dann spricht er zuerst davon, dass wir Erfolg haben werden. (Natürlich nach Gottes Maßstäben) Wir werden Gelingen auf unseren Wegen haben. Wenn wir handeln nach allem was geschrieben steht. Wir sollen darauf ACHTEN danach zu handeln. Das Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen. Wir müssen dem Wort in unserem Leben Raum geben, aber ohne dabei religiös zu werden!!!
Psalm 1,1-3 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasser-bächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl.
Es gibt viele Stellen die eindeutig die Bedeutung des Nachsinnens aufzeigen. (s.u.a. Psalm 119) Wir werden Lust haben am Gesetz des Herrn, d.h. es ist motivierend für uns darin zu lesen und zu forschen. Der heilige Geist alleine reicht nicht aus, wenn er nicht mit dem Forschen im Wort Gottes in Kraft tritt. Es wird nicht anstrengend sein, denn schon bevor das Wort äußerlich wirkt ist es innerlich eine Erfahrung die uns auferbaut, aber dennoch ist es wichtig zu erkennen, dass es mit Fleiß verbunden ist und uns nicht einfach zufallen wird. Unsere „Blätter werden nicht verwelken“, Müdigkeit, Depression und Antriebsschwäche haben nichts in unserem Leben zu suchen.
1.Joh.4,16 Und wir haben die Liebe erkannt und geglaubt, die Gott zu uns hat.
Viele wollen die Liebe und Befreiung Gottes fühlen, bevor sie sie erkannt und geglaubt haben. Und diese Erkenntnis kommt aus dem Nachsinnen über sein Wort. Wir müssen uns mit ihm beschäftigen. Ein sehr gutes Beispiel über unterschiedliche Umgangsweisen mit Gottes Zusagen finden wir in 4.Mose 13,25ff. Hier sehen zwei grundsätzlich verschiedene Menschengruppen. Obwohl beide im selben Trupp Kundschafter unterwegs waren und dasselbe Land beobachteten, sind dennoch Zehn der Meinung das Land wäre uneinnehmbar und würde sie nur umbringen. Sie konzentrierten sich nur auf die Umstände und Probleme. Sie hatten schon in ihrem Herzen beschlossen, dass es unmöglich ist dieses Land einzunehmen. Sie sahen sich als Heuschrecken und gingen sogar davon aus, dass auch die Feinde Sie so sehen!! Sie nahmen die Umstände war ohne sich dabei an Gottes Wort zu erinnern. Ihr Schicksal war dadurch schon besiegelt. Sie sollten nicht in das Gelobte Land kommen:
4.Mose 24,23 Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr: Ich will genauso an euch handeln, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt!
Nur zwei der Kundschafter stützten sich auf Gottes Verheißungen und ließen sich auch von den Umständen nicht davon abbringen. Sie fürchteten nicht die Einwohner des Landes, ihnen war sogar bewusst, dass Sie jene als Frühstück verspeisen werden. Aber woher wusste Kaleb, dass die das Land sicher einnehmen werden?
Jos.14,7 Ich war 40 Jahre alt, als mich Mose, der Knecht des Herrn, von Kadesch-Barnea aussandte, das Land auszukundschaften, und ich brachte ihm Bericht, so wie es mir ums Herz war.
Er hatte berichtet was ihm im Herzen war, nicht was er gesehen hatte. Er hatte Gottes Wort im Herz und wusste, mit seinem Gott ist alles möglich und schließlich hatte er es ja versprochen. Menschen des Glaubens haben eine total andere Sprache.
Psalm 18,30 denn … mit meinem Gott kann ich über die Mauer springen.
Eine wichtige Sache ist dabei zu beachten. Jesus sagt im Gleichnis vom Sämann:
Luk.8,12 Die am Weg sind die, welche es hören; danach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum Glauben gelangen und gerettet werden
Sobald du anfängst über das Wort nachzusinnen, es in dein Leben sprechen zu lassen, wird es Widerstand geben! Wir müssen wissen, dass wir dann genau auf dem richtigen Weg sind. Unsere Zukunft/Gegenwart ist in Gottes Wort beschrieben, lasst uns, trotz aller Umstände, daran festhalten. Nur dann kann sich Gottes Wort entfalten. Genau das ist der gute Kampf des Glaubens. Wir müssen positiv sein.
Wir sollten das Festhalten an Gottes Wort nicht mit der weltlichen Praxis des positiven Denkens verwechseln oder gar gleichstellen. Zwischen diesen beiden Lebensweisen ist ein himmelweiter ;) Unterschied. Auf der einen Seite sind da Menschen, die versuchen mit aller Kraft (und Verkrampftheit) positiv zu denken, auf der anderen Seite ist ein lebendiger, erlebbarer Gott, Schöpfer des Universums, der zu uns sagt: „Sorge dich nicht, ich bin dein Vater“ und das auch mit Freuden erfüllt. Es geht auch nicht darum eine „Wunschbox“ zu haben von der wir alles bekommen können was wir uns wünschen. Es geht darum eine Atmosphäre der Wahrheit, die Gottes Wort ausspricht, in uns zu schaffen. Mit ihm überein-zustimmen. Wir müssen das Wort bekennen! Christus ist der Hohepriester unseres Bekenntnisses (Hebr.3,1) Was wir bekennen wird uns als Christen passieren.
Hebr.4,14 so lasst uns festhalten an dem Bekenntnis
Aktiv und mit all unserer Kraft. Entscheidend ist, dass Gottes Wort unser Bewusstsein verändert. Zuerst werden wir im Inneren erneuert, die Äußerlichkeiten werden unweigerlich folgen. Wir können Gott nicht glauben und uns gleichzeitig als einen armen schwachen Verlierer sehen. Doch wenn wir ihm glauben, dann wird sich das durch eine unerklärliche Freude in uns zeigen:
1.Kor.7,4 Ich bin mit Trost erfüllt, ich fließe über von Freude bei all unserer Bedrängnis.
Wichtig ist dabei, dass wir die Dinge, die wir glauben auch aussprechen! Schon David hatte diese wichtige Lektion für sich erkannt.
Psalm 119,13 Mit meinen Lippen verkünde ich (zähle ich auf; d.h. verkünde und lehre ich Punkt für Punkt.) alle Bestimmungen deines Mundes.
Warum schreibt er, dass er Gott seine Gebote aufzählt? Damit sich Gott daran erinnert was er gesagt hat?
Jak.3,4f Siehe, auch die Schiffe, so groß sie sind und so rau die Winde auch sein mögen, die sie treiben — sie werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, wohin die Absicht des Steuermannes will. So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich doch großer Dinge.
Die Worte die wir aussprechen werden uns mit Leben anfüllen.
Sprüche 18,20f. An der Frucht seines Mundes sättigt sich der Mensch, am Ertrag seiner Lippen isst er sich satt. Tod und Leben steht in der Gewalt der Zunge, und wer sie liebt, der wird ihre Frucht essen.
Matt.12,34ff. Schlangenbrut, wie könnt ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund. Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz des Herzens das Gute hervor, und der böse Mensch bringt aus seinem bösen Schatz Böses hervor. Ich sage euch aber, daß die Menschen am Tag des Gerichts Rechenschaft geben müssen von jedem unnützen Wort, das sie geredet haben. Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen Worten wirst du verurteilt werden!
Ist das Wort Gottes fest in unserem Herzen verankert sprudelt es nur so aus uns heraus. Es wird seine alles verändernde Wirkung freisetzen und wir werden wieder Lust an den Geboten Gottes verspüren. Diese Veränderung ist dauerhaft, und nicht sofort bei den kleinsten Problemen wieder weg.
Jak.1,22ff. Seid aber Täter des Wortes und nicht bloß Hörer, die sich selbst betrügen. Denn wer [nur] Hörer des Wortes ist und nicht Täter, der gleicht einem Mann, der sein natürliches Angesicht im Spiegel anschaut; er betrachtet sich und läuft davon und hat bald vergessen, wie er gestaltet war. Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser [Mensch], der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, er wird glückselig sein in seinem Tun. Wenn jemand unter euch meint, fromm zu sein, seine Zunge aber nicht im Zaum hält, sondern sein Herz betrügt, dessen Frömmigkeit ist wertlos.
Lasst uns demütig sein und uns unsere eigenen Ansichten über Ihn, uns und unser Leben, verwerfen und stattdessen Seine Wahrheit annehmen (und darüber nachsinnen). Sie ist sowieso viel besser. Dann werden wir in der Lage sein Gottes Willen zu erkennen. Und als Folge daraus kommt die innere Kraft/Freude ihn auch zu vollbringen. Doch dieser Prozess benötigt Zeit. Nicht umsonst wird das Forschen im Wort damit verglichen, einen Samen zu säen. Wir sollen das Wort als Nahrung aufnehmen.
1.Ti.4,6 Wenn du dies den Brüdern vor Augen stellst, wirst du ein guter Diener Jesu Christi sein, der sich nährt mit den Worten des Glaubens und der guten Lehre, der du nachgefolgt bist.
Wie oft essen wir eigentlich…? Nehmt das Wort Gottes in euer Leben auf, es ist voller Kraft, voller Licht und Schutz und voller Segen. Durch Nachsinnen wird ganz praktisch dein Leben grundlegend verändern.
Mittwoch, 6. Januar 2010
geistliche Kriegsführung
Gottes Wort gegen seinen und unseren Feind lautet: «Stehe». «Ziehet die volle Waffenrüstung Gottes an, damit ihr gegen die listigen Anläufe des Teufels zu bestehen vermögt». (Eph.6,11)
Das griechische Wort für stehen mit der Präposition «gegen» in Vers 11 bedeutet «das Feld behaupten». In diesem Befehl Gottes ist eine köstliche Wahrheit verborgen. Das ist kein Befehl, in fremdes Territorium einzudringen. In der modernen Kriegsführung wäre dies der Befehl zum Einmarsch. So ziehen Armeen in fremde Länder ein, um sie zu besetzen und zu unterwerfen. Das ist nicht, was Gott von uns will. Wir haben zu stehen, nicht zu marschieren.
Das Wort «stehe» bedeutet, dass der umstrittene Boden in Wirklichkeit Gott gehört — und damit auch uns. Wir brauchen nicht erst zu kämpfen, um darauf Fuß zu fassen.
Fast alle im Epheserbrief erwähnten Waffen sind reine Verteidigungswaffen. Selbst das Schwert kann sowohl für die Verteidigung als auch für den Angriff verwendet werden. Der
Unterschied zwischen Verteidigungs- und Angriffskrieg liegt darin, dass uns im ersten das Feld gehört, wir brauchen es nur zu halten, während wir es im letzteren erobern müssen.
Das ist genau der
Unterschied zwischen der Kriegsführung des Herrn und der unsrigen. Sein Kampf war Angriff, der unsere ist im wesentlichen Verteidigung. Der Herr kämpfte mit Satan, um ihn zu besiegen.
Durch das Kreuz trug er den Kampf bis an die Schwelle der Hölle, um Gefangene wegzuführen (Eph. 4,8-9). Wir dagegen kämpfen nur noch gegen den Satan, um den Sieg, den der Herr errungen hat, festzuhalten und zu vertiefen. Durch die Auferstehung hat Gott seinen Sohn als Sieger über das ganze Reich der Finsternis ausgerufen, und Christus hat den gewonnenen Boden uns übergeben.
Wir brauchen nicht darum zu kämpfen. Wir haben ihn nur noch gegen jeden Angreifer zu behaupten.
Wenn du kämpfst, um den Sieg zu erringen, hast du die Schlacht von Anfang an verloren. Angenommen der Feind versuche, dich zu Hause oder im Geschäft zu überfallen. Die Schwierigkeiten mehren sich ständig und wollen dich überwältigen. Missverständnisse entstehen, und du kommst in eine Situation, mit der du weder fertig wirst, noch ihr entrinnen kannst. Du betest und fastest, du kämpfst und widerstehst während Tagen, aber es ändert sich nichts. Warum nur?
Du versuchst den Sieg zu erringen und hast damit das Gebiet, das schon dir gehört, dem Feind überlassen. Der Sieg liegt noch irgendwo in weiter Ferne vor dir und du erreichst ihn nicht. Ich befand mich einmal selbst in der genau gleichen Situation. Da erinnerte mich Gott an das Wort in 2. Thess. 2,8 über den Menschen der Sünde, den der Herr Jesus
«durch den Hauch seines Mundes wegraffen wird.»
Nun wurde mir plötzlich bewusst, dass ja schon ein Hauch meines Herrn genügt, um den Feind zu erledigen, während ich einen Orkan in Bewegung zu bringen suchte! Wurde denn der Satan nicht ein für alle Mal besiegt? Dann ist ja auch dieser Sieg bereits errungen. Nur wer sitzt, kann auch stehen. Unsere Kraft zu stehen und zu wandeln liegt darin, dass wir uns zuerst mit Christus gesetzt haben. Aus dieser Position erhält der Christ im Wandel und im Kampf seine Kraft. Wer nicht vor Gott sitzt, kann nicht hoffen, vor dem Feind bestehen zu können.
Es ist Satan nicht unbedingt darum zu tun, uns zur Sünde zu verleiten. Er wird versuchen, uns aus der Siegesstellung herauszulocken, in die der Herr uns gestellt hat. Durch unseren Verstand oder unsere Gefühle greift er unser Ruhen in Christus und unseren Wandel im Geiste an. Aber für jede Stelle seines Angriffs stehen Verteidigungswaffen zur Verfügung — der Helm, der Panzer, der Gürtel, die Schuhe, — und über allem steht der Grossschild des Glaubens, um die feurigen Pfeile des Feindes auszulöschen. Der Glaube sagt: «Christus ist erhöht. Durch seine Gnade sind wir erlöst!
Wir haben Zugang zu ihm; Christus wohnt durch seinen Geist in uns!» (Vergl. Eph. 1,20; 2,8; 3,12.17).
Weil der Sieg sein ist, gehört er auch uns. Wenn wir nur nicht versuchten, den Sieg selber zu erringen, sondern einfach an ihm festhielten, so würden wir erleben, wie der Feind fliehen muss! Wir brauchen den Herrn nicht darum zu bitten, uns zur Überwindung des Feindes tüchtig zu machen, oder uns das Vertrauen in ihn zu schenken, wir brauchen ihm nur zu danken, dass er dies bereits getan hat — ER IST SIEGER. Es ist alles eine Sache des Glaubens an ihn.
Wenn wir wirklich dem Herrn glauben, bringen wir nicht viele Bitten vor ihn, sondern wir loben ihn viel mehr. Je einfacher und klarer unser Glaube an ihn ist, umso weniger werden wir in solchen Situationen beten; wir werden ihn viel mehr preisen und ihm danken.
Ich kann daher nur wiederholen, dass wir in Christus schon Sieger sind. Ist es angesichts dieser Tatsache nicht offensichtlich, dass, wenn wir lediglich um den Sieg bitten — es sei denn, dass das Gebet mit Lobpreis durchsetzt ist — wir die Niederlage direkt besiegeln, da wir damit die einzige, siegversprechende Ausgangslage verlassen?
Erlebt ihr vielleicht auch Niederlagen? Lebt ihr in der Hoffnung, eines Tages doch stark genug zu sein, den Sieg zu erringen? Dann kann ich für euch nur bitten, wie Paulus für die Epheser, dass Gott euch die Augen aufs neue öffnen möge, euch mit ihm sitzend zu sehen, den Gott selbst sitzen ließ, und zwar «hocherhaben über jede Herrschaft und Gewalt, über jede Macht und Hoheit, überhaupt über jeden Namen, der nicht nur in dieser, sondern auch in der zukünftigen Weltzeit genannt wird» (Eph. 1,20- 21).
Wenngleich die Schwierigkeiten um dich weiter bestehen und der Löwe so laut brüllt wie zuvor, so brauchst du doch nicht länger auf den Sieg zu hoffen. In Jesus Christus bist du Sieger.
Montag, 4. Januar 2010
Wieder eine Liste *g*
Was bist du in Christus Jesus?
- Du bist wunderbar gemacht: Psalm 139,14
- Du bist ein Kind Gottes: Johannes 1,12
- Du bist ein Tempel Gottes: 1.Korinther 3,16
- Du bist jemand, den Gott liebt: Römer 8,38+39
- Du bist wertvoll: Jesaja 43,4
- Du bist erlöst und er kennt dich mit Namen: Jesaja 43,1
- Du bist ein Gerechter und kein Sünder mehr: Römer 6,11; 5,19b
- Du bist für die Welt gestorben: Galater 6,14; Römer 12,1+2
- Du bist jemand, dem alles zum besten dient: Römer 8,27
- Du bist mehr als ein Überwinder: Römer 8,37
- Du bist jemand, der die Stimme des Hirten hört: Johannes 10,27
- Du bist jemand, durch den der Geist des Vaters redet: Matthäus 10,20
- Du bist Gottes Mitarbeiter: 1.Korinther 5,20
- Du bist Botschafter an Christi statt: 2.Korinther 5,20
- Du bist ein Königskind: 1. Johannes 3,1
- Du bist ein königlicher Priester und gehörst zum heiligen Volk: 1.Petrus 2,9; Offenbarung 5,10
- Du bist ein Begabter. 1. Korinther 12,1-12
- Du bist jemand, dem Zeichen und Wunder folgen werden: Markus 16,17
- Du bist jemand, aus dessen Leib werden Ströme des lebendigen Wassers fließen: Johannes 7,37+39
- Du bist jemand, der Macht hat über die ganze Macht des Feindes: Lukas 10,19
- Du bist jemand, der nie allein ist: Matthäus 28,20; Jesaja 43,2
- Du bist jemand, dem Heilung gehört: Jesaja 53,3
- Du bist ein Wohlgeruch Christi: 2.Korinther 2,15
- Du bist jemand, in den die Liebe Gottes ausgegossen ist: Römer 5,5
- Du bist ein Auserwählter Gottes: Kolosser 3,12
- Du hast teil an der himmlischen Berufung: Hebräer 3,1
- Du bist von neuem geboren: Johannes 3,3; Römer 6,4
- Du bist ein Bruder von Jesus: Hebräer 2,11
- Du bist ein Freund Christi: Johannes 15,14
- Du bist aufbewahrt in Jesus Christus: Judas 1
- Du bist ein Überwinder: Römer 8,37
- Du bist ein Brief Christi: 2.Korinther 3,3
- Du bist sein eigenes Schaf: Johannes 10,4f.
- Du bist freigemacht durch Christus: Johannes 8,36; 2. Korinther 3,17
- Du bist gerecht gemacht, heilig: 1.Korinther 3,17
- Du bist vollkommen gemacht: Hebräer 10,10+14
- Du brauchst nicht mehr zu sorgen, dich nicht zu fürchten: Matthäus 6,34
Was hast du in Christus Jesus?
- Die Erlösung durch sein Blut: Epheser 1,7
- Die Freude Jesu: Johannes 15,11
- Jesu Frieden: Johannes 14,27
- Gerechtigkeit durch den Glauben: Römer 5,1
- Erneuerung durch den Heiligen Geist: Titus 3,6
- Reinheit durch sein Wort: Johannes 13,10
- Errettung von der Macht der Finsternis: Kolosser 1,13
- Freiheit von Sündenmacht: Römer 6,18
- Freiheit von Todesfurcht: Hebräer 2,4f.
Was kannst du durch Christus Jesus?
- im Leben herrschen: Römer 5,17
- dem Teufel widerstehen: 1.Petrus 5,8
- binden und lösen in Autorität: Matthäus 18,18
- eintreten ins Heiligtum: Hebräer 10,19
- segnen: 1.Petrus 3,19
- seine Werke tun: Johannes 14,12
- ein guter Verwalter sein: 1.Petrus 4,10
- die Gemeinde erbauen: 1.Korinther 14,12
- weissagen: 1.Korinther 14,13
- alle Gaben besitzen: 1.Korinther 12
- Früchte des Geistes bringen: Galater 5,22
- ausgesandt sein: Markus 16,17
- Vollmacht haben gegen die finsteren Mächte: Matthäus 10,1; Lukas 9,1f.
- die größte Macht des Universums ist in mir: Matthäus 28,18-20
- Zeuge sein: Apostelgeschichte 1,8
Sonntag, 3. Januar 2010
Gesetz des Geistes und des Lebens
Röm 8,2 Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat dich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.
Hier ist von 2 Gesetzen die Rede.
Das Gesetz der Sünde und des Todes!
Und das Gesetz des Geistes und des Lebens!
Schauen wir uns mal die Gesetzmäßigkeit der Sünde und des Todes an.
Es ist gut, wenn Ihr mal zuhause Römer 7 anschaut.
Jetzt aber nur die Zusammenfassung von Paulus
Röm 7,21 Ich finde also das Gesetz, daß bei mir, der ich das Gute tun will,
Röm 7,22 Denn ich habe nach dem inneren Menschen Wohlgefallen am Gesetz Gottes.
Röm 7,23 Aber ich sehe ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem Gesetz meines Sinnes widerstreitet und mich in Gefangenschaft bringt unter das Gesetz der Sünde, das in meinen Gliedern ist.
Röm 7,24 Ich elender Mensch! Wer wird mich retten von diesem Leibe des Todes? -
Nehmen wir zum Beispiel das Bibellesen,
oder das Gebet,
oder das Fasten,
oder das Evangelisieren.
Wenn wir diese Dinge nicht tun, nennt man das Unterlassungssünden!
Oder nehmen wir das Lästern,
das sich rausreden,
das jammern,
oder das jähzornig sein.
Die Tatsünden.
Das Gute, daß ich nicht tue, und das Böse, das ich tue.
Haben wir dieses Gesetz in uns schon endeckt?
Sind wir schon mal verzweifelt an uns?
Bevor wir uns den Weg der Befreiung anschauen, wollen wir uns das Gesetz des Geistes und des Lebens anschauen
Wie sieht es aus, wenn wir vom Gesetz des Geistes regiert werden?
-Wir lieben Gott,
-wir halten seine Gebote, 1.Johannes 3,22
-Wir wissen, von den Samen, den wir haben, und der nicht Sündigen kann. 1.Joh.3,9
-wir wollen das vor Ihm wolgefällige tun,
-wir überwinden den Bösen.
-Wir führen ein Leben im Aufschauen zu Ihm.
-Wir sind mit einer tiefen Gewissheit erfüllt, daß er in uns, das Wollen und das vollbringen wirkt.
(Keine Gleichgültigkeit, sondern ein tiefes Wissen, von unserer Unfähigkeit und seiner Fähigkeit)
-Wir lieben die Gerechtigkeit, und hassen die Sünde (Heb. 1,9)
-Wir haben ein tiefes Vertrauen, daß unser innerer Mensch die Früchte des Geistes hervorbringt
Gal5,22+23
-Wir wissen und erleben es, daß seine Gebote nicht schwer sind! 1.Joh.5,2.
Jetzt laßt uns die Früchte des Fleisches anschauen.
Gal 5,19 Offenbar aber sind die Werke des Fleisches; es sind: Unzucht, Unreinheit, Ausschweifung,
Gal 5,20 Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Hader, Eifersucht, Zornausbrüche, Selbstsüchteleien, Zwistigkeiten, Parteiungen,
Gal 5,21 Neidereien, Trinkgelage, Völlereien und dergleichen. Von diesen sage ich euch im voraus, so wie ich vorher sagte, daß die, die so etwas tun, das Reich Gottes nicht erben werden.
Ist es ratsam, die Früchte des Fleisches einzeln zu bekämpfen??
Ich würde Die Frage nicht so einfach mit Ja oder mit Nein beantworten.
Aber eines müßen wir verstehen.
Wir können unser Fleisch nicht beschneiden, Je mehr wir wegschneiden, um so mehr wächst nach.
Unser Fleisch wird immer negative Früchte hervorbringen.
Unser Kampf richtet sich nicht gegen die Früchte des Fleisches.
Jesus will uns nicht helfen die Früchte des Fleisches abzuschneiden.
Das ist so effektiv wie Gräbertünchen.
Gott will was neues in uns schaffen.
Er hat einen Samen in uns hineingelegt, der nicht Sündigen kann.
Diesen Samen müßen wir durch das Wort Gottes ernähren, durch die Wahrheit stärken, durch Glauben Raum geben. Dann sind wir gehorsame Kinder unseres Vaters im Himmel 1.Pet.1,14
Wer nur Dir Früchte des Fleisches bekämpft hat noch nicht die Axt an die Wurzel des Baumes gelegt.
Die Früchte des Fleisches bekämpfen ist wie Körperhaare wegrasieren
z.b. Barthaare, oder die Haare auf den Zähnen*g*.
Kennen wir das?
Man gibt sich Mühe, man schneidet was weg, aber die Wurzel ist noch nicht beseitigt.
Wir dürfen glauben, daß Jesus unser altes Ich am Kreuz beseitigt hat.
Haben wir unsere Kreuzerfahrung schon gehabt?
Haben wir schon im Glauben erfasst, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt ist.
Beschneiden wir noch die Früchte, die das Fleisch hervorbringt, oder halten wir das Fleisch im Tod.
Wer viel beschäftigt ist, das Fleisch zu beschneiden, kämpft in der falschen Schlacht.
Was sollen wir tun?
Unser Kampf ist ein Kampf des Glaubens.
Bekenne deinen Glauben. Wir werden durch Glauben und Bekennen errettet.
Wir proklamieren, was Gott mit unserem alten Menschen getan hat, und wir stärken unseren neuen Menschen indem wir Gott danken, und indem wir daselbe sagen was Gott in seinem Wort sagt.
Der Herr hat einen wunderbaren Plan für mein Leben!Eph.2,10
In Ihm liegt alle Kraft für mich bereit.
Er lebt sein Leben in mir.Gal 3,20
Ich bin mit Jesus gekreuzigt.Röm.6,6 Kol. 3,3
Was ich hier auf dieser Erde Lebe lebe ich im Glauben. Gal. 2,20 Röm1,17
Ich bin Gottes Kind, und ich bin hungrig nach Gottes Nahrung.1.Petr.2,2
Ich bin errettet zum Glaubensgehorsam. Röm 1,5
Der Herr lehrt mich was mir nützlich ist. Jes 48,17
Das Wort, das ich zu mir spreche, kommt nicht leer zu Gott zurück Jes.55,10 +11
(Vorlesen)
Der Herr hat mir das Ohr geöffnet, ich höre wie Jünger hören
Beginn diese Wahrheiten auszusprechen.
Sprich sie Dir zu, Mach dir bewußt Gott redet zu Dir
Bekenne Deinen Glauben mit Deinem Mund.
Samstag, 2. Januar 2010
Heilstatsachen erkennen
Wir alle müssen zwar bekennen, dass dies noch viel zu wenig unsere Erfahrung ist. Wenn zum Beispiel jemand in deiner Anwesenheit eine unfreundliche Bemerkung über dich macht, wie reagierst du darauf? Du presst die Lippen zusammen, beisst auf die Zähne, versuchst den Ärger zu unterdrücken, nimmst dich fest zusammen, kannst mit großer Mühe deine Verstimmung verbergen, bleibst im großen Ganzen höflich und glaubst, einen großen Sieg errungen zu haben. Doch der Ärger bleibt, und nicht immer gelingt es dir, ihn zu verbergen. Etwas scheint nicht zu stimmen, aber was?
Ganz einfach, du versuchst zu wandeln, bevor du dich gesetzt hast. Das ist der sichere Weg zur Niederlage. Ich möchte daher nochmals betonen, dass keine Glaubenserfahrung mit Wandeln beginnt, sondern mit einem entschiedenen sich Setzen. Das Geheimnis der Sündenbefreiung ist nicht das Tun von etwas, sondern das Ruhen in dem, was Gott getan hat.
Ein Ingenieur kehrte nach einem mehrjährigen Auslandaufenthalt in seine Heimatstadt zurück und entdeckte, dass seine Frau ihn mit einem seiner besten Freunde betrogen hatte. Er hatte seine Frau, seine beiden Kinder und seinen besten Freund verloren. Nach einer von mir geleiteten Versammlung kam er zu mir und klagte mir seine Not.
«Seit zwei Jahren ist mein Herz Tag und Nacht von Hass erfüllt. Ich bin Christ, und ich weiß, dass ich meiner Frau und meinem Freund vergeben sollte; ich versuche es immer wieder, aber ich kann es nicht. Immer wieder nehme ich mir vor, sie zu lieben, und immer wieder versage ich. Was soll ich tun?» «Nichts sollst du tun», erwiderte ich. «Wie meinst du das?» fragte er erstaunt. «Soll ich sie weiter hassen?»
Da erklärte ich ihm: «Die Lösung deines Problems ist die, dass der Herr Jesus, als er am Kreuz starb, nicht nur deine Sünden hinwegtrug, sondern auch dich selbst. Dein alter Mensch, der nicht vergeben kann, ist mit Jesus gekreuzigt, — und du brauchst nichts zu tun. Sage drum ganz still zu deinem Erlöser: «Herr ich kann nicht vergeben und will es auch gar nicht versuchen, aber ich weiß, dass Du es in mir wirken willst. Ich kann nicht vergeben und ich kann nicht lieben, aber ich glaube, dass Du in mir statt meiner vergeben und lieben willst.»
Der Mann war zutiefst erstaunt und sagte: «Das ist alles so neu für mich, ich muss doch auch etwas dazu tun.» Nach einem Augenblick fügte er hinzu: «Kann ich eigentlich etwas dazu tun?» «Gott kann erst durch dich vergeben und lieben, wenn du selbst mit deinem Versuchen aufgehört hast», sagte ich. «Hast du je versucht, einen Ertrinkenden zu retten?
Das Schlimmste dabei ist, dass ihn seine Furcht davon abhält, sich einfach dir zu überlassen. Es gibt daher nur zwei Rettungs-möglichkeiten. Entweder musst du ihn bewusstlos machen und so ans Ufer bringen, oder du musst ihn zappeln lassen bis seine Kräfte erlahmen, ehe du ihm zu Hilfe kommen kannst. Willst du ihn retten, solange er noch bei Kräften ist, wird er sich in seiner Angst an dich klammern und dich hinunterziehen, und ihr werdet beide untergehen. Gott wartet bis deine Kraft erschöpft ist, erst dann kann er dich befreien. Gott wartet darauf, dass du aufgibst. Sobald du aufhörst etwas zu tun, tut er alles».
Der Ingenieur sprang auf: «Bruder, jetzt begreife ich, wie das gemeint ist! Gottlob, jetzt ist alles in Ordnung mit mir. Ich muss nichts tun, er hat alles schon getan!» Und voller Freude verließ er mich.
Freitag, 1. Januar 2010
Sitze Wandle Stehe
Ich werde ein par Seiten aus dem Buch Sitze wandle stehe posten.
Ich mache auch immer ein paar Bemerkungen dazu. Die kennzeichne ich grün.
1.1 Die Reichweite seines vollendeten Werkes
Jede neue geistliche Erfahrung nimmt ihren Anfang mit der gläubigen Annahme dessen, was Gott getan hat, — mit einem neuen «Sich-Setzen» —, und vom Anfang bis zum Schluss geschieht der erfolgreiche Fortschritt des Christenlebens nach dem gleiche Grundsatz.
Wie kann ich die Kraft des Heiligen Geistes für den Dienst erlangen? Muss ich mich darum bemühen, muss ich Gott darum bestürmen? Muss ich meine Seele durch Fasten und Kasteiung plagen um sie zu verdienen? Niemals! Die Schrift lehrt uns anders.
Wie erhielt ich die Vergebung meiner Sünden? Eph. 1,6-8 sagt uns: «... nach dem Reichtum seiner Gnade, die er uns reichlich hat zuteil werden lassen.»
Wir taten nichts, um die Vergebung zu verdienen. Wir haben unsere Erlösung durch sein Blut auf Grund dessen, was er getan hat.
Worin besteht denn nun die biblische Voraussetzung für die Ausgießung des Heiligen Geistes? In der Erhöhung des Herrn Jesus. Weil er für mich am Kreuz gestorben ist, empfange ich Vergebung der Sünden. Weil er auf den Thron erhöht worden ist, empfange ich die Kraft des Heiligen Geistes (Apg. 2,33). Darum ist auch diese Gabe nicht abhängig von dem was ich bin oder tue. Ich habe die Vergebung nicht verdient. Das gilt auch für die Gabe des Geistes.
Was mir auch immer zuteil wird, erhalte ich nicht durch Wandeln, sondern durch Sitzen; nicht indem ich arbeite, sondern dadurch, dass ich im Herrn ruhe. Sowenig wir auf die Heilserfahrung zu warten haben, ebenso wenig brauchen wir auf die Ausgießung des Geistes zu warten. Ich darf euch versichern, dass ihr diese Gabe nicht von Gott zu erflehen braucht oder euch darum abquälen müsst oder gar «Warteversammlungen» abzuhalten habt. Ihr seid nicht auf Grund dessen, was ihr getan habt, mit dem Heiligen Geist der Verheißung versiegelt worden, sondern auf Grund der Erlösung Christi, wie die Schrift sagt:
«In ihm seid auch ihr ... nachdem ihr zum Glauben gekommen seid, mit dem verheißenen Heiligen Geist versiegelt worden.»
Das gehört genauso zur «Heilsbotschaft, von eurer Errettung», wie die Vergebung der Sünden (Eph. 1,13).
Ihr könnt auch ein anderes Thema nehmen, das speziell im Epheserbrief behandelt wird. Wie werden wir Glieder Christi? Warum eignen wir uns, Glieder dieses Leibes zu sein, den Paulus beschreibt als «die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt»?
Ich bin nicht durch eigene Anstrengung in diesen Leib eingefügt. Da ist «ein Leib und ein Geist, wie ihr ja auch bei eurer Berufung aufgrund einer Hoffnung berufen worden seid» (Eph. 4,4).
Der Epheserbrief sagt uns, wie es ist. Es beginnt mit Jesus Christus und mit der Tatsache, dass Gott uns in ihm vor Grundlegung der Welt erwählt hat (Eph. 1,4). Wenn uns der Heilige Geist Christus vor Augen führt und wir an ihn glauben, dann beginnt für uns, ohne dass wir noch etwas dazutun müssen, ein Leben der Gemeinschaft mit ihm. Wenn uns aber all das allein durch Glauben zuteil wird, wie verhält es sich dann mit der so dringenden praktischen Angelegenheit unserer Heiligung? Wie können wir frei werden von der Macht der Sünde? Wie wird unser alter Mensch, der uns während Jahren verfolgte und Schwierigkeiten machte, gekreuzigt und abgelegt? Das Geheimnis liegt wiederum nicht im «Wandeln», sondern im «Sitzen», nicht darin, dass wir irgendetwas tun, sondern darin, dass wir in dem ruhen, was getan ist. «... wir sind der Sünde gestorben. Wir sind getauft in seinen Tod, wir sind mit ihm begraben, Gott hat uns mit Christus lebendig gemacht» (Röm. 6,2-4, Eph. 2,5).
Alles dies ist in der Vergangenheitsform ausgedrückt, weil der Herr Jesus vor nahezu 2.000 Jahren außerhalb von Jerusalem gekreuzigt wurde, und ich mit ihm! Das ist die große geschichtliche Tatsache! Durch sie ist seine Erfahrung mein geistliches Erlebnis geworden, und deshalb kann Gott von mir sprechen als von einem, der «in ihm» bereits alles hat. Alles was ich jetzt habe, habe ich «in Christus». Die Schrift spricht von diesen Dingen nie als ob sie zukünftig wären, und auch nicht, dass wir in unserer Zeit darum zu bitten hätten. Es sind geschichtliche Tatsachen aus dem Leben Christi, in denen jeder, der glaubt, eingeschlossen ist.
«Mit Christus» — gekreuzigt, auferstanden, aufgefahren und in die Himmelswelt versetzt. Das sind für den menschlichen Verstand nicht minder verwirrende Gedanken als es die Worte Jesu für Nikodemus waren (Joh. 3,3). Es ging um die Frage der Wiedergeburt. Hier aber ist etwas noch weit weniger Vorstellbares, das nicht erst wie die Wiedergeburt in uns gewirkt werden, sondern als uns gehörend erkannt und angenommen werden muss, weil es uns längst in einem andern erwirkt wurde. Wie ist das möglich? Es lässt sich nicht erklären. Wir haben es von Gott anzunehmen als etwas, das er getan hat. Wir wurden nicht mit Christus geboren, aber wir wurden mit ihm gekreuzigt (Gal. 2,19). Somit begann unsere Gemeinschaft mit ihm in seinem Tod. Gott hat uns dort in ihm eingeschlossen. Wir waren «mit ihm», weil wir «In ihm» waren.
Wie aber kann ich denn wissen, dass ich «in Christus» bin? Ganz einfach weil das Wort Gottes sagt, dass dem so ist und dass es Gottes Werk war.
«Ihm habt ihr es also zu verdanken, dass ihr in Christus Jesus seid» (1. Kor. 1,30).
«Der uns aber samt euch auf Christus fest gegründet hat … ist Gott» (2. Kor. 1,21).
Er hat es in seiner höchsten Weisheit vollendet, damit wir es erkennen, glauben, annehmen und uns darin freuen. Wenn ich eine Banknote zwischen die Seiten einer Zeitschrift lege und diese dann verbrenne, so werden beide zu Asche. Sie erleiden das gleiche Schicksal. Genauso hat uns Gott in Christus eingeschlossen. Alles was ihm begegnete und mit ihm geschah, ist in ihm auch uns begegnet und mit uns geschehen.
«Wir erkennen ja dies, dass unser alter Mensch deshalb mitgekreuzigt worden ist, damit der von der Sünde beherrschte Leib vernichtet werde, auf dass wir hinfort nicht mehr der Sünde als Sklaven dienen» (Röm. 6,6).
Da ist keine Ermahnung, darum zu ringen. Das ist Geschichte: unsere Geschichte, geschrieben in Christus, ehe wir geboren waren. Glaubt ihr das? Das ist Wahrheit! Dass wir mit Christus gekreuzigt sind, ist eine herrliche geschichtliche Tatsache. Unsere Erlösung von der Sünde beruht nicht darauf, was wir tun können, ja auch nicht darauf, was Gott für uns tun wird. Sie beruht einzig darauf, was er in Christus bereits für uns getan hat. Wenn uns diese Tatsache aufgeht und wir uns darauf stützen (Röm. 6,11), haben wir das Geheimnis eines heiligen Lebens entdeckt.
